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Mannheim: Im Fall des "diebischen" Müllmannes fiel das Urteil

Das Arbeitsgericht in Mannheim hat am heutigen Mittwoch ein Urteil gefällt. Es ging um die fristlose Entlassung eines Müllmannes, der ein ausrangiertes Kinderbett mit nach Hause nahm (ShortNews berichtete).

Das Gericht entschied wie im Juli des vergangenen Jahres. Eine fristlose Kündigung war nicht gerechtfertigt.

Eine Revision gegen das Urteil lehnte das Gericht ab.


WebReporter: olaf38
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Urteil, Fall, Kündigung, Mannheim, Revision, Müllmann
Quelle: www.dnews.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.02.2010 17:03 Uhr von Bokaj
 
+12 | -2
 
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Gut: ein anderes Urteil hätte auch jeden am deutschen Rechtsstaat zweifeln lassen.
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10.02.2010 17:22 Uhr von tommy1st
 
+11 | -1
 
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Gutes Urteil ja aber am Rechtsstaat zweifeln inzwischen trotzdem viele.
Mit gutem Grund, wie ich meine !
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10.02.2010 17:26 Uhr von shadow#
 
+6 | -1
 
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Na bitte! Geht doch.
Unternehmen werden sowas aber leider weiterhin versuchen.
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10.02.2010 17:37 Uhr von Yes-Well
 
+3 | -30
 
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10.02.2010 17:38 Uhr von Schwertträger
 
+3 | -0
 
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Ich finde das Urteil auch in Ordnung: ABER nur auf diesen speziellen Fall bezogen.

Denn insgesamt folge ich der geltenden Rechtsansicht, dass auch die Dinge, die ich auf den Müll werfe, noch mir gehören, und ich entscheiden kann, wer sie in welcher Weise verwertet.

Nur ein plakatives Beispiel zur Verdeutlichung (absichtlich überspitzt):
Wenn in diesem Bettchen nun ein Kind gestorben wäre, und die Eltern wollten, dass dieses Bettchen in der städtischen Müllverbrennung verbrannt wird, quasi als Zeichen, dann wären sie ja keineswegs einverstanden, wenn ein andere Kind darin schläft und das Bettchen praktisch "entweiht".


Ich gehe solchen Dingen aus dem Weg, in dem ich auf meinen Sperrmüll einen Zettel lege "Mitnahme für jedermann erlaubt". Dann ist die Sache klar.
Will ich dann in letzter Sekunde noch wieder etwas zurückholen ins Haus, dann habe ich Pech gehabt, wenn es weg ist.


Es geht ja auch andersrum.
Man gibt dem Sperrmüll Bescheid, aber wenn die Abholung erfolgt, ist bis auf zerfledderten Fusselkram, den der Sperrmüllabholer nicht mitnimmt, nichts mehr da. Passiert das zweimal, habe ich beim dritten Mal ein Problem, wenn ich Spermüll anmelde. Dann kommen die nämlich u.U. nicht mehr, oder später, oder ähnliches. Auf jeden Fall kostet es Telefonate und Rederei.
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10.02.2010 17:58 Uhr von Klassenfeind
 
+3 | -1
 
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Richtiges Urteil ! Ich Begrüße dieses Urteil,schon allein deshalb,weil es Ambitionen von Arbeitgebern eindemmt,Mitarbeiter wegen kleinster Kleinigkeiten Kündigen zu wollen. Ich wünschte mir,mehr Richter würden bei solchen Fällen ihr Hirn auch so Einschalten.
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11.02.2010 00:02 Uhr von mobock
 
+4 | -0
 
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@Yes-Well: Du hast - wie immer - nichts kapiert ...

Trink weiter deinen Fusel, mit dem du dich ja schon seit Jahren gut verstehst. Prost Alter!

(Wie tief doch manche sinken können. Von dir hätte ich das allerdings nicht erwartet)
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11.02.2010 07:59 Uhr von Izzo62
 
+1 | -0
 
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Schwertträger: es gehört eben nicht mehr dir. Sobald Abfall am Straßenrand zur Abholung bereit gestellt wird, geht dieser in das Eigentum der Stadt bzw. der Stadtwerke über.

Der Punkt ist aber, dass der Müllmann den Entsorgern eigentlich sogar Geld gespart hat. Sperrabfälle werden nach Gewicht berechnet. Wenn also ein Teil fehlt, ist logischerweise weniger Gewicht im Fahrzeug. Weniger Gewicht = weniger Gebühren.

Allerdings kann jede Gemeinde seine Abfallpolitik weitgehend selbst bestimmen. Wenn also in der Abfallsatzung festgehalten wurde, dass man nichts mitnehmen darf (gilt dann auch für die Müllsucher) ist das halt so.

Trotzdem finde ich das Urteil mehr als gut. Nem Familienvater die Existenz gefährden wegen so einer Nichtigkeit ist schon echt übel.
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11.02.2010 23:08 Uhr von PoebelundGesocks
 
+1 | -0
 
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@ Yes-Well: Was ist daran Diebstahl?

Er hat ein Kinderbett mitgenommen das irgendjemand weggeschmissen hat weil er es nicht mehr benötigt.

Glaub du verwechselst da grad etwas. Wenn du das dennoch als Diebstahl bezeichnest, dann fang ich an an manchen Usern hier zu zweifeln.

b2t.

Absolutes korrektes Urteil hätte auch kein anderes erwartet.
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12.02.2010 11:48 Uhr von linuxu
 
+0 | -0
 
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Das Urteil ist: richtig und gut.Aber das heist noch lange nicht das der Mann seine Arbeit behält.Er wird jetzt eine fristgerechte Kündigung bekommen.
Der AG wollte nach meiner Meinung nur den Mann loswerden.
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23.02.2010 22:57 Uhr von brainbug1983
 
+0 | -0
 
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Das Problem in solchen Fällen ist immer das der Arbeitgeber im Endeffekt wohl trotzdem das erhält was er wollte, nämlich den Mitarbeiter loswerden.
Auch wenn der Richter die Kündigung ablehnt, wird entweder fristgerecht gekündigt, oder dem Mitarbeiter wird in Zukunft die Hölle heiss gemacht bis er von sich aus kündigt. Ich würd trotz des Urteils schauen das ich da so schnell wie möglich weg komm, denn ein angenehmes Arbeitsklima sieht mit sicherheit anders aus, nur leider ists gerade momentan sehr schwer realtiv schnell ne neue stelle zu bekommen.

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