10.02.10 13:11 Uhr
 8.500
 

Müllmann wurde gekündigt, weil er ein Bettchen mitnahm - Wie entscheidet das Gericht?

Mehmet G. arbeitete bei der Müllabfuhr. Ihm wurde fristlos gekündigt, weil er ein Kinderbett aus dem Müll mitnahm. Die Folge: Ein Rechtsstreit. Im Juli letzten Jahres gab es die erste Verhandlung. Am heutigen Mittwoch geht die Verhandlung in die zweite Runde.

Bei der ersten Verhandlung hatten die Richter entschieden, die Kündigung wäre nicht rechtmäßig gewesen, weil die Firma nicht zu Schaden gekommen sei.

Dagegen wehrte sich der frühere Arbeitgeber von Mehmet G. und begründete dies damit, dass Kunden durch solche Aktionen das Vertrauen verlieren könnten. Der Urteilsspruch wird am heutigen Nachmittag erwartet.


WebReporter: olaf38
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gericht, Diebstahl, Kündigung, Rechtsstreit, Müllmann
Quelle: www.badische-zeitung.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

42 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
10.02.2010 13:19 Uhr von Canay77
 
+74 | -4
 
ANZEIGEN
Dann: müsste man doch alle "Mülldurchsucher" einsperren weil Sie die Müllabfuhr bestehelen.
Kommentar ansehen
10.02.2010 13:20 Uhr von Bokaj
 
+73 | -2
 
ANZEIGEN
Ich sehe keinen Grund: Der wollte nur einen Angestellten los werden.
Kommentar ansehen
10.02.2010 13:21 Uhr von EvilMoe523
 
+61 | -3
 
ANZEIGEN
Na ich wünsche dem Mitarbeiter weiterhin viel Erfolg für die zweite Runde.

Ich habe jedoch kein Mangel an Vertrauen, wenn ich etwas wegwerfe und dafür noch Jemand Verwendung findet. Würde ich eher als gut empfinden, wenn damit noch Jemanden geholfen wird.
Kommentar ansehen
10.02.2010 13:44 Uhr von SpEeDy235
 
+38 | -2
 
ANZEIGEN
Ich hoffe die: Richter entscheiden heute für den Mann und das er seinen Job behalten darf. Das Kinderbett ist doch sowieso im Müll gelandet, also war es offensichtlich wohl Schrott. Das hat hier nichts mit Vertrauen zu tun, aber ein Richter muss hier mal aufräumen mit den sinnlosen Beschuldigungen mit Vertrauensverlust. Die Firma wollte auf diese Weise einfach einen Mitarbeiter loswerden und müsste dewegen eigentlich noch bestraft werden. Ich denke die 1. Instanz hat schon richtig entschieden.
Kommentar ansehen
10.02.2010 13:51 Uhr von LenoX.Parker
 
+10 | -22
 
ANZEIGEN
Kommentar ansehen
10.02.2010 14:00 Uhr von a_gentle_user
 
+35 | -5
 
ANZEIGEN
das ist einfach nur asozial: er denkt sich solche gesetze und regelungen aus?

es war aufm müll !!!

Für normalen menschenverstand: jemand will das nicht mehr

Wenn ich das haben will nehm ich das, denn der ehemalige besitzer will es nciht mehr
Ich meine ich hab früher auch im sperrmüll fahrradersatzteile losgeschraubt!
Was für ein Verbrechen von mir!

Das ist doch mal wieder Raffgier der Lobbyisten und Kapitalisten! Es wird Zeit das sich der "Pöbel" das nciht gefallen lässt und mal mit der Faust auf den Tisch haut!


Wenn der Arbeiter sich ein Bettchen ausm Müll nimmt hat man ihm keines Verkaufen können. Wo kommen wir da hin wenn man der Industrie auf diesem Weg den Absatz kaputt macht! Ich seh schon den armen Manager der deswegen keinen Maybach sondern nur nen Mercedes fährt!

Ich kriegs kotzen!!!
Kommentar ansehen
10.02.2010 14:02 Uhr von ThomasHambrecht
 
+5 | -13
 
ANZEIGEN
Wer petzt denn sowas ...? Leute die im Sperrmüll suchen und meist dabei die Strasse verwüsten und blockieren könnte ich erschlagen. Aber bei Müllmännern würde ich es gar nicht merken, wenn meine Geräte dort privat landen.
Allerdings würde es mich stören, wenn ich bewusst merken würde, dass die den Müll durchsuchen.
Kommentar ansehen
10.02.2010 14:13 Uhr von flushbox
 
+13 | -3
 
ANZEIGEN
Ist doch ganz alltäglich: Bei uns auf dem Recyclinghof wird alles Verwertbare und noch Funktionierende aussortiert und für billig Geld weiterverkauft: Fernseher, Radios, Gefrierschränke...

Ich hätte zwar durchaus ein Problem damit, wenn jemand meinen Hausmüll durchwühlt - das geht schon etwas weit in die Privatspähre - aber ein gesondert abgestelltes Kinderbettchen? Das sollte doch wirklich kein Problem sein.
Kommentar ansehen
10.02.2010 14:16 Uhr von br666
 
+13 | -4
 
ANZEIGEN
Das vertrauen: gegen die Müllabfuhr verlieren...? Hmm... Die holen den Müll, das sind ja keine Geheimnisträger... komischer Chef...
Dem hat doch nur was an seinem Mitarbeiter nicht gepasst und nen Grund gesucht ihm zu kündigen.
Ich kann mich erinnern, früher gabs mal Gesetze, die einen solchen Kündigungsgrund niemlas akzeptiert hätten. Danke, Gas-Gerd, das du in den 7 Jahren deine Diktatur alles so brutal umgekrempelt hast!
Kommentar ansehen
10.02.2010 14:19 Uhr von iamrefused
 
+12 | -1
 
ANZEIGEN
seiner stelle würd ich die verklagen weil die ihm seine zeit stehlen!

behinderte gesetzgebung!!!!


deutshcland ist mittlerwiele das allerletzte vom ei !!!!!!
Kommentar ansehen
10.02.2010 14:19 Uhr von Marco Werner
 
+14 | -2
 
ANZEIGEN
Die Begründung des Arbeitgebers ist hirnrissig: Die Kunden würden das Vertrauen verlieren ? Hallo ? Die Kunden wollen das Zeug einfach nur loswerden,deswegen schmeißen sie´s auf den Müll....den Kunden dürfte es piepegal sein, ob das nun in der Presse landet oder im Kinderzimmer irgendeines anderen Menschen steht. Mir persönlich wäre es ja auch egal,ob mein Abwasser nun im Klärwerk landet oder ob einer seinen Garten damit düngt,ich will nur,daß es abgeholt wird.
Kommentar ansehen
10.02.2010 14:26 Uhr von cyrus2k1
 
+14 | -4
 
ANZEIGEN
Nichts neues das passiert überall: Auch mich wollten sie mal bei Karstadt raus schmeißen weil ich etwas mitgenommen hatte was eh weggeworfen werden sollte. Das Argument war das ich das Produkt dann ja nicht mehr kaufen muss wenn ich es umsonst bekomme, deshalb zerstören sie lieber die noch guten Sachen anstatt das jemand sie bekommt der es noch brauchen könnte. So Krank denken die Bosse. Später dann haben sie mich mit einer anderen Sache herausbekommen und mich sogar erfolglos bei der Polizei angezeigt aber ich war eh nicht richtig dort angestellt sondern über eine ABM-Maßnahme und bin dann eh nur 2 Monate früher als vorgesehen da raus. Das sie jetzt Pleite gehen geschieht diesem Drecksladen recht. Schade für die Angestellten.
Kommentar ansehen
10.02.2010 14:28 Uhr von Pro-Contra
 
+11 | -4
 
ANZEIGEN
Einfach dreist der Chef sollte dem Angestellten ein ganzes Kinderzimmer bezahlen! -.-
Kommentar ansehen
10.02.2010 14:52 Uhr von anderschd
 
+5 | -8
 
ANZEIGEN
Wenn es vertraglich: so geregelt ist, was regt man sich dann auf? Verträge werden geschlossen um ein Verhältnis aufzubauen das auf Vertrauen baut. Und wer sich nicht dran hält........
Wenn in einem Kaufvertrag steht, das Objekt hat so und so zu sein und es ist nicht so, ist der Kaufvertrag nichtig.
Einzig allein die Gutmütigkeit des Arbeitgebers lässt hier Spielraum.
Wenn ich Verträge abschließe, möchte ich dass sie eingehalten werden. Ihr nicht?

[ nachträglich editiert von anderschd ]
Kommentar ansehen
10.02.2010 15:04 Uhr von Yes-Well
 
+5 | -13
 
ANZEIGEN
Richtig so. Es ist Diebstahl! Sorry wenn ich jetzt einige verärgere, aber es ist nunmal Diebstahl.

Eine Müllfirma verdient nicht nur ihr Geld damit, das die den Müll abholen.

Wertstoffe werden getrennt, weiterverkauft usw. Irgendwo gibt es für jeden Müll, soagr Altöl irgendwo Geld. Und mir als Chef wäre es sowas von egal ob der Typ jetzt auf der Strasse sitzt oder ähnliches. Er hat einen Diebstahl begangen. Und wenn er das Bett mitgenommen hat und dann zu seine Chef oder jemand der darüber entscheiden kann, gegangen wäre und hätte gefragt wäre bestimmt die Antwort gekommen, klar nim es dir mit. Aber so war es Diebstahl.

Und jetzt rechnet mal hoch, jeder Mitarbeiter klaut nur für 1Euro Müll pro Woche. Das sind dann ca 50 im Jahr. Bei 10 Mitarbeitern sind das 500!

Aber dann weinen wenn der Chef sagt ne sry aber Weihnachtsgeld fällt aus oder wird weniger. -.-
Kommentar ansehen
10.02.2010 15:05 Uhr von snfreund
 
+4 | -9
 
ANZEIGEN
@ anderschd: genau, verträge sind dazu da, eingehalten zu werden, wer sich nicht daran hält, hat mit vertragsstrafen zu rechnen, oder sehe ich daran etwas verkehrt ??
Kommentar ansehen
10.02.2010 15:21 Uhr von HardLuckHero
 
+5 | -3
 
ANZEIGEN
@1984: Als ich diese News las, wollt ich schreiben: "super Staat, wo Müll mehr wert hat als der Mensch."

Aber das hast du nun geschrieben xD
Kommentar ansehen
10.02.2010 15:28 Uhr von anderschd
 
+2 | -2
 
ANZEIGEN
Nochmal. Das er mit der Kündigung nicht einverstanden ist, kann man natürlich nach vollziehen.
Nur soll er sich nicht wundern, wenn die Richter gegen ihn entscheiden.

@snfreund
Sarkasmus?
Ansonsten, ja so ist es.

[ nachträglich editiert von anderschd ]
Kommentar ansehen
10.02.2010 15:33 Uhr von Floppy77
 
+7 | -0
 
ANZEIGEN
Wenn: ich ein Bett auf den Sperrmüll schmeisse ist mir egal wer das nimmt. Wenns noch einer brauchen kann, wär doch besser als wie verschrotten. Aber der Arbeitgeber wirds vielleicht selber wieder verscherbelt haben wollen?
Kommentar ansehen
10.02.2010 15:36 Uhr von EIKATG
 
+2 | -4
 
ANZEIGEN
Tja: leider sehe ich es auch so das der Mann gegen seine Arbeitsvertrag verstoßen hat... In den meisten Verträgen von Müllmännern steht das sie keinen Sachen aus dem Müll "behalten" dürfen.
Wo das Sinn macht is ne andere Frage... Der einzige mögliche Grund der mir gerade einfällt is einfach der das durch sowas Streiterein unter Kollegen ein Riegel vorgeschoben werden soll. (Wer bekommt es den wenn zwei Leute z.B das Kinderbettchen haben wollen?).
Das nächste Problem könnte sein das es sich hierbei auch um eine Schenkung des Arbeitgebers handeln könnte. Diese wäre wiederum tlw. zu versteuern. (Ja auch Müll hat einen "Wert" bzw. es kann ja auch sein das jemand mal etwas wertvolles aus Unwissenheit wegwirft...)
Kommentar ansehen
10.02.2010 15:37 Uhr von anderschd
 
+0 | -8
 
ANZEIGEN
@1984: Deine Untergangstheorie zieht hier nicht. Einzig deine Einstellung zeugt von geistiger Inkompetenz. Das Leben in einem Staat soll, ja muß bestimmten Reglungen, Gesetzen usw folgen. Sonst würden wir in einem Land leben, dass dir vllt gefallen würde.
Aber so ist das zum glück nicht.
Das hat aber auch gar nix mit Wert von Müll und Menschenleben zu tun.
Und woher willst du wissen, ob der Mann im H IV Strudel landet?
Kommentar ansehen
10.02.2010 15:49 Uhr von Großunddick
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
Auf dem Bringhof hatte ich mal gewagt, ein paar Uralte RAM auszubauen.
Ich durfte mir einiges anhören, aber zum Glück nur aus sicherer Ferne ;-)
Kommentar ansehen
10.02.2010 16:21 Uhr von CrazyWolf1981
 
+5 | -0
 
ANZEIGEN
Lächerlich: wenn jemand etwas wegwirft, braucht und will er es nicht mehr. Wenn sichs dann jemand nimmt der es brauchen kann, dann würde ich mich für so jemanden freuen.
Sperrmüll bei uns genauso. Wenn man da sieht wieviele Leute man mit Sachen glücklich machen kann die man wegwerfen will. Und da wärs mir egal ob jemand von der Stadt oder ein Nachbar sich da was nimmt.
Und grade ein Müllmann, der wohl einen Job macht den sich diese Frackträger in den Ämtern nicht mal im schlimmsten Traum vorstellen könnten. Mein Fall wär das auch nicht, aber ich hab Respekt vor den Leuten die diesen Job tagein tagaus bei Wind und Wetter machen. Wahrscheinlich gut unterbezahlt dazu,
Kommentar ansehen
10.02.2010 16:26 Uhr von snfreund
 
+3 | -4
 
ANZEIGEN
anscheinend: haben es viele nicht so mit vertragsecht, wie währe es denn, wenn die bank mal so eben 50,00€ vom konto nimmt, wegen aussergewöhnlicher belastung, dann schreit ihr als erst rum...(besseres beispiel ist mir nicht eingefallen)
Kommentar ansehen
10.02.2010 16:34 Uhr von Schwertträger
 
+4 | -2
 
ANZEIGEN
Schwierig: Wenn ich etwas in den Müll werfe, gehe ich zu einem gewissen Maß davon aus, dass es verbrannt wird, oder unauffindbar auf der Müllkippe verschwindet.
Das ist das eine.
Natürlich ist es bei einem ausrangierten Kinderbettchen eher egal, aber wenn man irgendwo anfängt, wo hört man dann auf?

Es ist das Gleiche wie beim Sperrmüll.
Der bleibt auch Eigentum desjenigen, der ihn vor die Tür stellt, bis zu dem Moment, wo er abgeholt und in das Auto des Abholunternehmens geladen wird. In dem Moment geht es per stillschweigender Übereinkunft (Vertrag) in das Eigentum der Müllverwertungsfirma über.

Wer also etwas vom Sperrmüllhaufen nimmt, begeht einen Diebstahl. Man MUSS den momentanen Eigentümer fragen, ob er was dagegen hat, dass man etwas mitnimmt. Dann ist es ein Geschenk und rechtlich sauber.

So hätte es dieser Müllmann auch tun können und er wäre unangreifbar gewesen. Zumindest wegen dieser Sache.
Ich gehe aber auch mal davon aus, dass nur ein Grund gesucht wurde.

Refresh |<-- <-   1-25/42   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2018 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?