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Job-Bewerbung: Migranten selbst bei exzellenter Qualifikation benachteiligt

Man präsentiert einen tadellosen Lebenslauf, allerbeste Noten und zeigt Engagement - doch diese Faktoren reichen für das Erhalten einer Arbeitsstelle oder eines Praktikums oft nicht allein aus. Die Herkunft spielt ebenfalls eine Rolle. Das wies die Universität Konstanz wissenschaftlich nach.

Die Forscher bastelten Online-Bewerbungen für ein Praktikum und reichten diese bei 528 Firmen ein. Lebenslauf und Zeugnisse der fiktiven Personen waren immer exzellent. Nun wurde getestet, wer mehr Zusagen bekommt - Tobias und Dennis oder Fatih und Serkan. Das Ergebnis war eindeutig.

Bei größeren Firmen bevorzugte man zu 14 Prozent die deutschnamigen Bewerber, bei kleineren Firmen sogar zu 24 Prozent. Ein Empfehlungsschreiben eines vorherigen Arbeitgebers hebt jedoch Vorurteile auf. Liegt ein positives Schreiben bei, kommt es auf den Namen eines Bewerbers nicht mehr an.


WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Studie, Firma, Qualifikation, Bewerbung, Migrant
Quelle: www.spiegel.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.02.2010 00:21 Uhr von Wallmersbacher
 
+9 | -4
 
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Also ich sag mal so, in Kleinbetrieben sollte da nicht so drauf geachtet werden, weil da der Chef wirklich noch selbst entscheiden sollte wen er bezahlt und das dann auch so machen kann wie es ihm passt.

Wenn der Chef nun mal keine ausländischen Bewerber oder Migranten haben möchte ist das doch seine Sache.
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10.02.2010 00:25 Uhr von Jolly.Roger
 
+4 | -2
 
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Jetzt wenn mir noch jemand sagt, beim persönlichen Vorstellungsgespräch geht es auch um den persönlichen, subjektiven Eindruck falle ich aus allen Wolken.
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10.02.2010 00:26 Uhr von Allmightyrandom
 
+9 | -7
 
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Na und? Männer werden vorgezogen, gebürtige Mitbürger werden vorgezogen und wer die beste Qualifikation hat wird (oftmals) auch den Anderen vorgezogen.

Sehe da ehrlich gesagt kein großes Problem, das es heute zu lösen gilt...
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10.02.2010 00:41 Uhr von no_trespassing
 
+5 | -5
 
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Schon ein Problem: Ich sehe da schon ein großes Problem, wenn Leistung nicht das einzige ist, was zählt.

Man sollte erst mal damit anfangen, das obligatorische Passbild aus den Unterlagen wegzulassen. In anderen Ländern ist das Standard.

Und Firmen sollten aufpassen: Seit das neue AGG in kraft ist, machen spitzfindige Bewerber den Lackmustest und verschicken ihre Bewerbung nach einer Absage manchmal nochmal, nur unter anderem Namen - so wie das die Forscher gemacht haben.

Erhält dann die Person eine Zusage, kann man das durchaus als Grundlage für rechtliche Schritte nehmen, denn dann ist quasi der Beweis vorhanden, dass objektive Leistungskriterien nicht allein herangezogen werden.
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10.02.2010 00:45 Uhr von DtSchaeferhund
 
+4 | -8
 
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Wieviel Arbeitszeit wurde für den Mist verbraucht? Wieviel Arbeitszeit wurde eigentlich für diese alberne Studie mit gefaketen Bewerbungen verbrannt?
Wenn die an 500 Firmen je 2 Bewerbungen gesandt haben und jede davon 0,5h bearbeitet wurde, haben die 1/3 Mannjahr sinnlos verbraucht. Das dürfte einem volkswirtschaftlichen Schaden von mind. 20000 Euro entsprechen. Es wäre mal interessant eine Studie zu machen, wie hoch der Gesamtschaden aller Studien ist, in denen Firmen ohne ihr Wissen, durch Täuschung, mitwirken.
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10.02.2010 01:23 Uhr von Jolly.Roger
 
+2 | -0
 
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soziale Komponente: Ich habe mir immer "das Recht" herausgenommen, Mitarbeiter nicht alleine nach ihren Zeugnissen einzustellen.
Ein Mitarbeiter, der zwar qualifiziert ist aber nicht ins Team passt, zieht die Qualität des ganzen Teams nach unten. Dann lieber jemanden einstellen, der weniger qualifiziert ist, sich aber durch andere, subjektive Fahigkeiten auszeichnet. Leistung IST NICHT das einzige, das zählt. Allerdings war mir die Herkunft egal. Hier wird ja was anderes impliziert. Ohne die Probanden selbst gesehen zu haben, würde ich damit aber vorsichtig sein...

Könnte man die Studie bitte auch in anderen Ländern machen? Würde mich interessieren, wie es in Frankreich, Italien ...oder der Türkei so aussieht....
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10.02.2010 01:57 Uhr von cheetah181
 
+2 | -3
 
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BastB: Das müssen ja interessante Unternehmen sein in denen jemand nicht ins Team passt, weil er einen ausländischen Namen hat.

"Und letztendlich ist es egal, wer genommen wird, Hauptsache es gibt ein paar Arbeitslose weniger."

Das ist vermutlich demjenigen der deshalb nicht eingestellt wird aber ernsthaft nach einem Job sucht nicht egal.
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10.02.2010 02:20 Uhr von Jolly.Roger
 
+1 | -0
 
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Die Quote ist ja gut: Lese gerade, dass diese "Diskriminierungsquote" in anderen Ländern höher, teilweise bei 50% liegt.

Zeigt dies jetzt, wie weit die Integration in Deutschland schon ist? Oder würde man auch am letzten %-Punkt noch rummeckern?
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10.02.2010 03:39 Uhr von HardLuckHero
 
+2 | -3
 
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ähm o.O: Les ich das richtig?

4 Bewerbungen.
2 Deutsche.
2 Türkische.

Durch diese 4 Bewerbungen wissen Sie automatischn dass DAS bei allen Firmen so zutrifft?

Wenn das so ist...

Gestern hab ich mir ne Banane gekauft, hab die Schale runtergetan und sie war braun, heißt das nun: wenn ein "Wissenschaftler" eine Studie über diese Banane machen würde, hieße es nun das ALLE Bananen braun sind? oder täuscht mich da was o.O
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10.02.2010 06:57 Uhr von CroNeo
 
+1 | -5
 
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Richtig schlimm ist es vor allem dann wenn der Ausländer einen besseren Lebenslauf und ein besseres Zeugnis vorweisen kann, als der Deutsche aber Letzterer dennoch genommen wird. Leider Alltag in Deutschland.
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10.02.2010 06:59 Uhr von thuerk
 
+4 | -2
 
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HardLuckHero , Bingo du hast es Wieder eine unnötige Studie die den Leuten die angebliche Benachteiligung von Migranten beweisen soll. Dilettantisch gemacht allerdings.

Und überhaupt, "in anderen Ländern ist es genauso."

Dann empfehle ich doch jedem der glaubt hier benachteiligt zu werden in das "andere Land" zu fahren, wo er zu den Privilegierten zählt und Deutsche benachteiligt werden. Die Auswahl ist sicher recht groß.
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10.02.2010 07:03 Uhr von thuerk
 
+2 | -1
 
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CroNeo: " ... wenn der Ausländer einen besseren Lebenslauf und ein besseres Zeugnis vorweisen kann, als der Deutsche aber Letzterer dennoch genommen wird. Leider Alltag in Deutschland. "

Das kannst du selbstverständlich belegen oder?
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10.02.2010 07:16 Uhr von HardLuckHero
 
+0 | -3
 
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Wenn ich recht habe... WIESO bekomm ich dann ein minus?-.-
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10.02.2010 08:10 Uhr von misantroph
 
+1 | -1
 
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und: wieder wird sofort gezweifelt, wenn miganten mal nicht als gewaltgeile kriminelle hingestellt werden. dann ist es wieder die "angebliche benachteiligung", außerdem ist eine studie, bei der sowas rauskommt ja eh nur rausgeschmissenes geld. ich seh die situation mit den migranten in deutschland auch kritisch, und ich weiß, dass nicht alles friede, freude, eierkuchen ist, aber man muss immer beide seiten angucken. also warum wird ne ganz normale studie verteufelt? weil sie missstände aufzeigt? studien sind nur dann sinnvoll, wenn sie uns zeigen, was wir eh schon zu wissen glauben, oder? ihr wollt eure vorurteile bestätigt sehen, allles andere sind nur lügen oder sinnlose zeitverschwendung...
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10.02.2010 15:04 Uhr von cheetah181
 
+0 | -2
 
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BastB: "Bei Serkan wird er davon ausgehen, dass er aus einem anderen Kulturkreis kommt, anders aufgewachsen ist und damit auch viele Sachen völlig anders betrachtet, was zu Problemen in der Zusammenarbeit führen kann."

Sachen aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten kann auch dazu führen, dass Probleme schneller gelöst werden. Manche Firmen setzen deshalb verstärkt auf Vielfalt ihrer Mitarbeiter.

"Das muss alles nicht stimmen, aber das sind subjektive Komponente, die eine Rolle spielen."

Da geb ich dir vollkommen recht. Nur kann man sowas bei einem Bewerbungsgespräch testen. Wenn man von vorneherein aufgrund des Namens jedes weitere Auswahlverfahren ausschließt ist das nicht nur schlecht für den Bewerber sondern im dümmsten Fall auch schlecht für die Firma.

"Genau das gleiche Problem würde übrigens ein Deutscher haben, der sich in der Türkei bewirbt."

Wir alle wissen, dass es so ist. Wir alle wissen, dass es nicht nur in Deutschland so ist. Das Problem ist, dass es hier einige versuchen zu rechtfertigen...

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