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Nach Plagiatsvorwurf: Jung-Autorin Helene Hegemann verteidigt Kopie als Absicht

Der Erfolgs- und Skandalroman "Axolotl Roadkill" von Helene Hegemann wird in Kritikerkreisen wegen seiner frischen und frechen Sprache gefeiert. Vor kurzem kam nun heraus, dass diese gelobte Authentizität geklaut ist. Ganze Passagen hatte die 17-Jährige aus einem Blog abgeschrieben.

Hegemann selbst verteidigt nun dieses Plagiat damit, dass "Copy & Paste" schließlich die Technik der Nullergeneration sei und deswegen auch glaubwürdig. Sie sei schließlich "nur Untermieter in meinem eigenen Kopf".

Weiterhin sieht sie in ihrem Klau einen Umgang mit der Urheberrechtsproblematik und das Anrecht ihrer Generation zur Kopie und Veränderung von Texten.


WebReporter: mozzer
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Kopie, Plagiat, Absicht, Helene Hegemann, Axolotl Roadkill
Quelle: www.sueddeutsche.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.02.2010 13:33 Uhr von Hexenmeisterchen
 
+15 | -0
 
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Ich finde es unverschähmt, nach einer solchen Tat auch noch einen auf Dicke Hose zu machen. :(
Hoffentlich wird der echte Autor entsprechend gewürdigt.
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09.02.2010 14:12 Uhr von Tichondrius
 
+12 | -0
 
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Die: hat ganz offenbar den Schuss nich gehört.
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09.02.2010 14:44 Uhr von derSchmu2.0
 
+8 | -0
 
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Hmmm...coole Begruedung das vereinfacht doch sehr meine Diplomarbeit...

Ich finde es schon eine dicke Schweinerei erst noch einen auf dicke Hose zu machen und dann noch diese Methode als typisches Verhalten einer ganzen Generation zu bezeichnen.

Copy´nPaste ok, wurde schon immer gemacht, allerdings wurde dann der Text quasi mit eigenen Worten formuliert (oder sollte es wenigstens). War bei Referaten und aehnlichem immer so, das gibt einem dann die Sicherheit, den Text auch verstanden zu haben...aber nicht das einfache Kopieren ganzer Textpassagen.

Da lob ich mir ja noch den eigentlichen Urheber, dessen Ideen nicht nur geklaut wurden (ok, solche aehnlichen kann jeder mal schnell haben heutzutage), sondern auch noch der ganze Text 1:1 uebernommen wurde und dann doch noch recht locker bleibt und ersmal nichts direkt einklagen will...

[ nachträglich editiert von derSchmu2.0 ]
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09.02.2010 14:45 Uhr von vZero
 
+8 | -0
 
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Selbst die Literatur geht den Bach herunter. Viel primitiver gehts ja wohl nicht mehr.
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09.02.2010 15:16 Uhr von DerRazor
 
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Dumme Kuh: Hatte einfach keine eigenen Ideen. Der Blockbesitzer soll sie mal schön verklagen. ;)
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09.02.2010 15:21 Uhr von Thingol
 
+4 | -1
 
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Interessante Reaktionen im Feuilleton: Da wird jetzt einfach gesagt, dass das ja alles nicht so schlimm sei. Die junge Generation macht das halt so. Aber was wäre gewesen, wenn ein Zeitungsautor von ZEIT, taz etc. irgendwas im Internet veröffentlicht hätte, und dann ein Blogger darauß ein Roman gemacht und veröffentlicht hätte? Da hätten sie dann alle aufgeschriehen, dass Blogger ja eh nie was selber machen können, überall nur klauen und generell primitiv sind. - Aber wenns andersrum gemacht wird ist ja alles in Butter. Verlogenes Pack. Ich weiß schon ganz genau, warum ich für Zeitungen kein Geld mehr ausgeben will.
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09.02.2010 16:53 Uhr von Loxy
 
+4 | -0
 
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Na dann sollte man die Gute auch nicht mehr als Autorin verunglimpfen, sondern sie bei ihren rechtmäßigen Titel "Jung-Kopiererin" nennen. Ob Ihr das wohl gefallen würde? Internet- und PC-Generation hin oder her, es war schon immer - und wird immer ein absolutes Arschlochverhalten sein sich mit fremden Federn zu schmücken, dafür noch Geld haben zu wollen und sich feiern zu lassen.

Sie hat nicht mit offenen Karten gespielt, das ist Fakt und jetzt ist die Göre sogar noch so hochnäsig Ihr Arschlochverhalten bis zum letzten zu verteidigen. Naja, hoffen wir auf die alte Regel: "Hochmut kommt vor dem Fall."
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09.02.2010 23:51 Uhr von mrshumway
 
+2 | -0
 
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was für ein dummes Geschwätz: Ja, es gibt copy und paste in Computern. Aber es ist wie bei Tauschbörsen: es kommt nicht darauf an, daß man sie benutzt. Vielmehr ist die Frage ob das was man damit verteilt, auch wirklich dafür gedacht ist. Texte auf diese Art und Weise zu einem "Werk" zu machen und das dann als eigene Kreation zu publizieren, ist wirklich schon äußerst anmaßend.

Frische und freche Sprache? Auch da wieder der Anspruch: für was setzt man diese Formulierungs- und Artikulierungsformen ein? Um sich selbst und sein negatives Verhalten zu rechtfertigen?

Danke Frau Hegemann, aber auf solch ein linkes Geschwätz verzichte ich ebenso gerne wie auf zusammengepastete und gebundene Blattsammlungen, mit denen Sie Geld verdienen wollen. Sowohl das Veröffentlichen eines solchen "Buches" wie auch die folgenden Ausreden und Rechtfertigungen sind eine Verarschung von jedem Käufer. Und sorry: verarschen lasse ich mich nicht von Menschen, die an mir Geld verdienen wollen.
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11.02.2010 15:46 Uhr von Nothung
 
+0 | -0
 
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den Jesuitenpatern schlage ich vor, ihr Recht auf Missbrauch einzufordern, weil das bei ihnen so üblich ist.
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13.02.2010 12:38 Uhr von Tichondrius
 
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Ohje hab grade mal ein paar Ausschnitte gelesen. So ein Nonsense :D
Das ist das Papier nicht wert, auf dem es steht.

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