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Filesharing-Klage abgewiesen - Musikindustrie hat keine Beweise

Eine Anschlussinhaberin wurde von einem Gericht mit einem Bußgeld von 1.500 Euro bestraft. Nachdem sie Einspruch eingelegt hatte, wurde ihr Recht gegeben.

Zur Tatzeit befand sich die Angeklagte nicht zu Hause und deshalb konnte ihr die Tat nicht angehängt werden. Sie verweigerte die Aussage, um ihre Familienangehörige zu schützen.

Das Urteil lautete: "Insgesamt konnte daher nicht mit Sicherheit festgestellt werden, dass die Angeklagte... den Titel... zum Download angeboten hatte."


WebReporter: KoRn17
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Musik, Klage, Beweis, Filesharing, Musikindustrie
Quelle: www.golem.de

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.02.2010 15:43 Uhr von SystemSlave
 
+74 | -2
 
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Scheiße das man auch Beweise brauch: arme Musikindustrie.

Aber geil ist ja das hier:

"Zivilgerichte lassen solche Begründungen gewöhnlich nicht gelten. Hier gilt meist die Haftung des Halters eines Internetanschlusses, der so gesichert sein muss, dass illegale Tauschbörsennutzung nicht möglich ist."


Ottonormal kann doch gerade mal den PC einschalten wie sollen die den die Ports fürs Filesharing sperren und wenn wenn den die Kinder mit eigenem Rechner am Netzt hängen ist eine Sicherung fast unmöglich da die mehr meistens mehr ahnung von der Materia haben als die Anschlussinhaber. Zudem kann man auch auf dem normalen HTTP Diensten Daten Hochladen.

Am besten alles sperren und das Internet nicht nutzen aber Zahlen. Gibt es eigentlich schon ne GEMA Gebühr auf dem Internetanschluss?

[ nachträglich editiert von SystemSlave ]
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08.02.2010 16:24 Uhr von MasterMeyer
 
+3 | -7
 
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soll das heißen: wenn ich über irgend eine Steuerungsfunktion z.B. Teamviewer einen Download zuhause über einen PC von woanders starte, dass es dann nicht mehr der Beweisgrundlage entspricht?

Aber da sie die Aussage "zum Schutz ihrer Familie verweigert" ist dass dann nicht "Behinderung der Justiz" ?

aber das Urteil ist sicher nicht maß gebend für die weitere Existenz von FileHostern.
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08.02.2010 16:38 Uhr von casjopaia
 
+5 | -0
 
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Beweislast: Die Gerichte entscheiden in erster Linie nach Argumentation, wenn sie sich nicht sicher sind. Wenn die Musikindustrie jemanden unterstellt eine Datei geladen zu haben, muss man nur verlangen diese Datei vorzulegen. Ein Screenshoot reicht nicht, wenn man argumentiert, dass dieser nichts über den wahren Inhalt der Datei aussagt (kann ja eine Karaoke der Tochter gewesen sein).
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08.02.2010 16:43 Uhr von MasterMeyer
 
+1 | -3
 
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moment mal: aber ist es in dieser Situation nicht so, dass ich in der Beweislast bin, dass "wir" es nicht waren, weil ich ja verantwortlich für meine Kinder und deren Anschlüsse bin? Das hat doch nichts mit dem Aussagenverweigerungsrecht zu tun?
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08.02.2010 17:05 Uhr von MasterMeyer
 
+1 | -1
 
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göttlich: einfach nur göttlich :D
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08.02.2010 17:23 Uhr von FirstBorg
 
+4 | -0
 
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@MasterMayer: Für gewöhnlich heisst es ja noch, unschuldig bis die schuld bewiesen ist.
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08.02.2010 19:36 Uhr von DEMOSH
 
+1 | -0
 
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MUSIKINDUSTRIE: Vorsicht:
Es gibt Mahnanwälte die Computer nachträglich manipulieren
Keinen Computer herausrücken.
Manche korrupte Richter geben Herausgabebefehl
Rechtsungültig.

[ nachträglich editiert von DEMOSH ]
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08.02.2010 20:16 Uhr von tha_specializt
 
+1 | -2
 
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Titel: "Ottonormal kann doch gerade mal den PC einschalten wie sollen die den die Ports fürs Filesharing sperren"

Muss man garnicht, die Nicht-Weiterleitung reicht schon aus um den Download-"Spaß" massiv zu bremsen, man muss lediglich dafür sorgen dass das Kindchen nicht an den Router rankommt - so kann es nur bedeutend weniger ziehen bzw. langsamer,

"da die mehr meistens mehr ahnung von der Materia haben als die Anschlussinhaber"

Unfug - die allermeissten Kids haben NULL Ahnung davon weil es
a) komplex ist
b) Aktives Lernen erfordert
Das sieht man man diversen Internetforen immer wieder : Kids ohne Einsicht in die Thematik brabbeln und vermuten Vieles aber WISSEN nur ganz, ganz wenig. Die wenigen Informationen die sie dann tatsächlich mal aufgeschnappt haben sind meist 1:1 aus dem Internet kopiert, sie haben meist keine Ahnung was die Worte eigentlich bedeuten (einfach auswendig gelernt).
Natürlich gibt es Ausnahmen aber das sind meist auch ebenso Ausnahmetalente die zB. später einmal technische Gymnasien besuchen - mit anschliessendem Studium in diesem oder einem Ähnlichen Bereich ... solche Kids erweisen sich eigentlich immer als äusserst intelligent, was sich unter Anderem in dem Unwillen, den ganzen Trends zu folgen und sich wie ein Baby aufzuführen zeigt.

Die Kids wissen oft nur ein kleinwenig mehr über das Thema als jemand, der sich ÜBERHAUPT NICHT damit beschäftigt - die Spiele erfolgreich runterladen und den Kopierschutz umgehen, das Spiel starten, Filmchen gucken, Chatten und eventuell sogar Windows installieren --> das ist oft schon die komplette Wissensfülle die dort geboten wird und das ist auch gut so.

Wo kämen wir hin wenn jedes Kid direkt auch ein Techie wäre?? Richtig : in eine Welt in der die IT-Branche keine offenen Stellen mehr hätte und Viele in Berufe einsteigen müssten die nicht den eigenen Fähigkeiten und Wünschen entspricht.
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08.02.2010 20:24 Uhr von halloechen
 
+1 | -1
 
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Wenn: ich mich nicht täusche, sind die Ports standardmäßig gesperrt auf herkömmlichen Routern. Also ich hab in meinem Leben schon einige Router gesehen, dort waren fast alle Ports gesperrt bzw. nicht weitergeleitet.
Die müssen meist erst freigeschaltet werden und/oder weitergeleitet werden.
Wenn man natürlich das standardpasswort "12345678" drin lässt, ist es für die jüngsten natürlich sehr einfach, dies zu tun. da es i.d.R. bei Hardware Routern sehr "Otto-normal-Verbraucher"-orientiert ist.
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08.02.2010 21:29 Uhr von SciLor
 
+1 | -2
 
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http://www.scilor.com: So ein Witz... Das ist ja das besondere an Filesharing, man muss nicht dabei sein, damit etwas hoch/runtergeladen wird...

Wenn ich also einen Virus schreiben würde, ihn automatisiert von meinem Rechner losgehen lassen würde, wo ich mich im Urlaub auf Mallorca befinde, dann komme ich auch Straffrei davon?!

[ nachträglich editiert von SciLor ]
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08.02.2010 21:46 Uhr von Simon_Dredd
 
+4 | -0
 
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Warum meckert eigentlich: die Porno industrie nicht so lautstark wie die musik industrie und kommt mit abmahnanwälten daher?

Ich würde wetten, pornos werden noch häufiger illegal kopiert und getauscht als musik oder kinofilme.
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08.02.2010 21:55 Uhr von journalist2010
 
+1 | -1
 
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WAS ????????????????????? Das ist ja wie ein Freifahrtsschein ???????????????

heftig ..ich glaub ich zieh wieder zuhause ein und fange an zu saugen :-))))))))) scherz...
Ich dachte immer es haftet der Anschlussinhaber oder nicht !??!?!?!?!!?!!?!???
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08.02.2010 23:52 Uhr von journalist2010
 
+1 | -0
 
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@metallman: ach so ...krass wusst ich nicht ...na dann doch nicht ;D
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09.02.2010 07:31 Uhr von JesusSchmidt
 
+1 | -0
 
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@Simon_Dredd: tut sie doch. nur die volkstümlichen medien berichten halt nicht so viel über "schmuddelkram".
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09.02.2010 07:41 Uhr von Marco Werner
 
+2 | -0
 
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@Simon_Dredd: Weil die Pornoindustrie viel zu gut an den Abmahnungen verdient,die sie für das Filesharing ihrer Filme verteilen. Ich möchte vermuten,daß die mit den Abmahnungen mehr Geld verdienen,als sie es mit dem Verkauf ihrer Filme je getan haben (kennt jemand von euch jemanden, der Pornofilme wirklich KAUFT?). Insofern würden die sich ins eigene Fleisch schneiden,wenn sie groß gegen die Filesharer wettern würden.
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09.02.2010 14:27 Uhr von elknipso
 
+2 | -0
 
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Trend verpennt: Die MI hat einfach den Trend absolut verpennt und wehrte sich dann immer noch Jahre lang mit allen Mitteln gegen das Internet, anstelle es als Chance zu verstehen.

Wer so naiv/dumm/weltfremd handelt, muss auch mit den Konsequenzen leben.

Und wer noch dazu seine eigene Kundschaft auf Unsummen verklagt, und damit ganze Existenzen finanziell zerstört, muss sich auch wieder nicht wundern wenn die Kunden dann mit den Füßen abstimmen...
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09.03.2010 13:27 Uhr von DEMOSH
 
+1 | -0
 
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FILESHARING: es gibt anwälte die nur von abmarnungen leben
haben sogar computer mitgenommen
könnten deshalb sogar illegale aufnahmen nachträglich
auf den computer bringen.
das soll jetzt unmöglich sein.
keine computer rausgeben
nur bei mord oder hohen kriminellen taten
zulässig.
polizei oft ohne durchblick oder kungeln.

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