08.02.10 13:04 Uhr
 3.864
 

Gericht: Negative eBay-Bewertungen sind rechtmäßig

Negative Bewertungen bei eBay sind zulässig, auch wenn der Verkauf eigentlich formal korrekt über die Bühne gegangen ist, so das Amtsgericht Bremen in einem aktuellen Urteil. Die Bewertung sei ein subjektiver Eindruck ohne Anspruch auf nachprüfbaren Wahrheitsgehalt.

Im Streit vor dem Gericht ging es um Versandkosten für eine Rücksendung. Die hatte der Verkäufer in seinen AGB dem Käufer aufgebürdet. Da das zwar möglich, aber nicht selbstverständlich sei, habe der Käufer überrascht und enttäuscht sein dürfen, so das Gericht.

Dass der Kommentar in dem umstrittenen Fall etwas schärfer ausgefallen war, hielten die Richter ebenfalls für okay: Schließlich sei eBays Bewertungssystem auf kurze, aussagekräftige Aussagen ausgelegt. Darunter könne der Ton schon einmal leiden.


WebReporter: sglietz
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gericht, Urteil, eBay, Versand, Bewertung
Quelle: www.zdnet.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
08.02.2010 13:09 Uhr von Jaecko
 
+9 | -6
 
ANZEIGEN
Und? Dass bei Rücksendungen oft der Käufer zahlt, ist doch nix ungewöhnliches. Ich kenn genug Firmen/Händler, die die Kosten erst ab Warenwert > 40 EUR etc. übernehmen.
Kommentar ansehen
08.02.2010 13:19 Uhr von SystemSlave
 
+19 | -1
 
ANZEIGEN
@Jaecko: Weil Sie erst ab 40€ rechtlich dazu verpflichtet sind.
Kommentar ansehen
08.02.2010 13:27 Uhr von Freedom_
 
+18 | -0
 
ANZEIGEN
Braucht man zur solchen Streitlösung unbedingt gleich ein Gericht?
Kommentar ansehen
08.02.2010 13:31 Uhr von w0rkaholic
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
@Jaecko: Im Falle eines Widerrufs sind die 40,- EUR Grenze Standard. Bis 40,- EUR zahlt der Kunde die Rücksendung, ab 40,- EUR der Verkäufer - ist gesetzlich so geregelt.

Dies gilt nur für den "normalen" Widerruf innerhalb der entsprechenden Frist. Selbstverständlich darf der Verkäufer auch bei einem Warenwert unter 40,- EUR die Portokosten erstatten, da wird ihn wohl keiner von abhalten.
Kommentar ansehen
08.02.2010 14:04 Uhr von Heuwerfer
 
+12 | -2
 
ANZEIGEN
@Freedom_: Der Kläger war ein Händler, und die klagen gerne mal gegen negative Bewertungen, da sie diese als rufschädigend sehen.

Meist wird erst freundlich um die Rücknahme der negativen Bewertung gebeten, und wenn das nicht fruchtet, wird direkt mit einer Klage gedroht, woraufhin viele Käufer dann leider einknicken und der Löschung der Bewertung zustimmen.

Ich gehe jede Wette ein, dass die Profile vieler Händler ohne diese Praktiken eigentlich ganz anders aussehen würden.

Hier hat der Käufer sich also nicht einschüchtern lassen und am Ende sogar Recht bekommen.

Die strittigen Versandkosten wären den Händler sicherlich günstiger gekommen als die Gerichtskosten.

Eigentlich müsste der Käufer seine Bewertung jetzt noch bezüglich der Klage ergänzen, denn immerhin wäre diese Ergänzung eine völlig korrekte und unstrittige Tatsache.
Kommentar ansehen
08.02.2010 14:13 Uhr von Bluti666
 
+15 | -5
 
ANZEIGEN
Hat sich jemand schonmal überlegt welchen Sinn die 40€ Klausel hat? Richtig, GARKEINEN! Warum sollte der Händler im übrigen überhaupt Versandkosten übernehmen, sofern es sich nicht um einen Gewährleistungsfall handelt? Heutzutage kann sich jeder Hannes mal eben online Ware ausborgen, die die DigiCam für den Urlaub, die Klamotten für Karneval und dann schön gebraucht zurückschicken. Letztendlich ist der Händler immer der angearschte, weil er dem Kunden auch noch alle Kosten komplett zurückerstatten muss. Viele Kunden vergessen leider, das man die Versandkosten bezahlt, um die Ware ins Haus geliefert zu bekommen und nicht vielleicht 600km weit in einen Laden fahren zu müssen, der das Objekt der Begierde anbietet. Die Kosten wären hierbei um einiges höher! Zudem bekommt die Versandkosten nicht der Händler, sondern das Versandunternehmen, diese sind somit verbrannt, aber das vergessen leider auch viele. An einem Komplettwiderruf über 40€ mache ich derzeit mindetsens 8,80€ Verlust, wenn die Rücksendung per Päckchen erfolgt, beim Paket sind es 11,80€, dazu kommt noch eine Werbepauschale, Arbeitsaufwand etc. Und die beliebtesten Kunden senden die Pakete gleich unfrei zurück, was bedeutet, der Empfänger hat 12€ bei Empfang des Paketes zu zahlen. Irgendwo müssen diese ganzen Kosten bleiben, also werden die auf alle Preise aufgeschlagen, aber dann heult König Kunde wieder rum, warum alles so teuer wird. Wenn nur einfach mal jeder die Verantwortung für seine Taten übernehmen würde und nicht immer die anderen Schuld hätten, wäre es viel einfacher. Produkt bestellt, geliefert, Ware entspricht der bestellten, gefällt aber nicht. Was kann der Händler bitte dafür?
Kommentar ansehen
08.02.2010 14:42 Uhr von w0rkaholic
 
+5 | -2
 
ANZEIGEN
@Bluti666: Ich mache es immer so, dass ich dem Kunden via Email eine vorfrankierte DHL-Paketmarke zukommen lasse. Diese kann er ausdrucken und aufs Paket kleben, bei der nächsten Post wird selbiges dann kostenfrei aufgegeben.

Dann zahle ich für den Rückversand nur meinen vergünstigten DHL Tarif statt 6,90 EUR wenn der Kunde es in der Filiale bezahlt. Der Kunde freut sich trotzdem, da er nicht erneut in Vorkasse treten muss. Falls der Kunde nicht drucken kann oder will, gibt´s den Aufkleber sogar mit der Post (dann kostet´s mich eben nochmal 55 Cent mehr, insgesamt aber immer noch weniger, als wenn der Kunde den normalen DHL-Tarif erstatt haben möchte).

@farin123
Es kommt auch immer darauf an, was man verkauft. Ich behaupte einfach mal, Du verdienst Dein Geld wahrscheinlich nicht mit Kleidung - dort ist eine hohe Rücksendungsquote normal. Was mich beim eBay Shop sehr nervt, sind "Spaßkäufer" die sich einfach nicht melden, da fallen zwar keine direkten Kosten an, denn die eBay-Gebühren gibt´s normalerweise schnell zurück, aber man hält ja den Artikel einige Zeit auf dem Lager. Besonders ärgerlich bei teuren Einzelstücken.

Ich wünschte, bei eBay gäbe es dazu eine Funktion, beispielsweise alle mit weniger als 50 Bewertungen zu sperren.
Kommentar ansehen
08.02.2010 14:54 Uhr von k55
 
+4 | -1
 
ANZEIGEN
Absolut richtiges Urteil, denn eine Bewertung ist nun mal eine Bewertung und kein Gutachten. Es ist meine eigene Meinung. Solange es nicht beleidigend wird und falsche Behauptungen geschrieben werden, hat keiner zu klagen.
Kommentar ansehen
08.02.2010 14:55 Uhr von ITler84
 
+4 | -1
 
ANZEIGEN
ich hab bei ebay noch nie bestellt: und so wie sich die ebay händler in diesen Kommentaren hier verhalten werd ich mir das auch in nächster Zeit nicht antun.

Ich bestell häufig bei Amazon und habe dort noch nie was zurückschicken müssen weil die Ware immer genau so war wie sie angeboten wurde.
Kommentar ansehen
08.02.2010 14:57 Uhr von halloechen
 
+3 | -1
 
ANZEIGEN
haha: Mir wurde auch mal mit einer Klage gedroht wenn ich eine negative Bewerbung nicht zurück nehme.. Ich warte immer noch und die Bewertung ist auch noch drin ;-)
Kommentar ansehen
08.02.2010 15:21 Uhr von Bluti666
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
@farin123: So hart würde ich nicht rangehen, nicht jeder Kunde borgt sich nur etwas aus, ich habe z.B. Stammkunden, die schicken auch mal was zurück, das passiert immer wieder, gerade bei Klamotten. Ich vergaß zu erwähnen, das ich nicht über Ebay verkaufe, mich deshalb auch kein Bewertungssystem tangiert, ich betreibe 2 normale Onlineshops, aber die Grundsätze des Widerrufsrechtes sind ja für alle Plattformen gleich. Käufer sperre ich nur bei nicht bezahlten Vorkassen oder saumäßig zurückgeschickter Ware.

@globi123
Nein das stimmt nicht, gäbe es den 40€-Klausel Quatsch nicht, bräuchte man auch nicht mit Angeboten 2-3Cent darunter liegen... Diese sinnlose 40€ Klausel gibt es übrigens nur in Deutschland und in Finnland, in jedem anderen Land der Welt hat der Käufer grundsätzlich zumindest das Rückporto zu tragen.

@w0rkaholic
Das mit den vorfrankierten Marken ist leider immer problematisch, nicht jeder Händler ist DHL-Versandkunde (ich versende über den Iloxx Paketversand (GLS)) und kriegt somit entsprechende Tarife und leider bietet nur DHL diese für Händler günstige Möglichkeit der Rücksendungsfrankierung an. Das nächste Problem ist ein Umtausch (z.B. andere Größe), hierbei hat der Kunde grundsätzlich das Rückporto zu tragen, da der Händler ja auch nochmal erneute Hinsendekosten hat, so ist es für beide Seiten fair. Mit Beilage solch einer Rücksendemarke würden die Kunden aber auch ihren Umtausch damit zurücksenden, die Verluste wären auch hierbei enorm und leißen sich keineswegs mehr einkalkulieren. Warscheinlich kmmt es ganz auf die Branche an, ob solche Paketmarken Sinn machen.

Spaßkäufer hab ich auch zur Genüge, früher habe ich gerade nicht lagernde Ware immer direkt nach Bestelleingang eingekauft und gehofft, das die Vorkassen eingehen, da aber etwa 10%-20% der Vorkassen nicht bezahlt und die Bestellungfen aber auch nicht storniert werden, haben mich diese Ausgaben oft genug schon fast in die Pleite getrieben, von daher bin ich dazu übergegangen, das ich gerade nicht lagernde Ware immer erst nach Eingang der Vorkasse nachkaufe, vor der Auftragsbestätigung an den Kunden frage ich jedoch natürlich beim Lieferanten an, ob die Ware gerade lieferbar ist.

[ nachträglich editiert von Bluti666 ]
Kommentar ansehen
08.02.2010 15:22 Uhr von Nickman_83
 
+4 | -1
 
ANZEIGEN
@ workaholic: wie stellst du dir denn vor, alle unter 50 bewertungen zu sperren?
ich zum beispiel bestelle immer auf bedarf, habe top bewertungen, weil ich immer zahle, nachdem ich auf kaufen gedrückt habe, komme aber nicht über 50 bewertungen, weil ebay einfach nicht meine lieblingsplattform ist. bin ich deinem laden also unwürdig? Bleib mal auf dem boden. und noch dazu. ein neuer kunde, der ebay gerade für sich entdeckt: der darf ja garnicht kaufen. bekommt also keine bewertungen und kauft somit nie ein. ??? Noch ganz klar?
wer ebay für ne schnelle und einfache mark nutzen will, muss meines erachtens auch mit allen nachteilen leben. mach doch nen laden auf oder betreib ihn ihn einfach ohne ebay und leb mit dem einzugsbereich deines ladens.

ihr, die euch über die kunden aufregt, habt doch echt die relation verloren.
1. kommen auch die kunden in den laden und reklamieren.
2. kommen bei ebay viel mehr kunden als in den laden. damit habt ihr bei den genannten 99% guten kunden doch n prima reibach(quantitativ).
Kommentar ansehen
08.02.2010 15:24 Uhr von w0rkaholic
 
+5 | -1
 
ANZEIGEN
@ITler84: Amazon hat auf jeden Fall, meiner Meinung nach auch zu Recht einen besseren Ruf als eBay!

Trotzdem verkaufe ich (noch) nicht bei Amazon, sondern bisher nur über den eigenen Shop und eBay - Amazon schlägt in einigen Kategorien einfach zu kräftig zu (bis zu 15%) und da kann ich leider nicht mehr mithalten.

eBay und PayPal zusammen liegen da bei etwa der Hälfte, in manchen Kategorien (als gewerblicher Verkäufer) sogar noch weniger.

Ich hab übrigens bei etwa 1000 Bewertungen pro Jahr weder eine neutrale noch eine einzige negative Bewertung erhalten - absolut und 100% positiv und das alles nur weil ich wirklich saukulant bin - vielleicht bin ich da noch ein bisschen von der alten Schule, ich will UNBEDINGT dass die Kunden zufrieden sind, bisher konnte ich auch alle zufrieden stellen.

Ich habe auch mit Kunden schon eine Viertelstunde aufs Handy telefoniert wegen einem 8,- EUR Artikel (inklusive Versand) - selbst meine Mitarbeiter halten das manchmal für bescheuert, aber so lange ich das noch zeitlich irgendwie auf die Reihe kriege, handhabe ich das weiter so! Ich sehe alle meine Kunden eher als meine Chefs, denn schließlich bekomme ich von genau denen mein Geld :-)

Ich freue mich, wenn Kunden dann auch nach Monaten oder Jahren wieder kommen, weil Ihnen mein Service gefallen hat.


EDIT:
Nachtrag, heute hatte ich jemanden am Telefon, der wird wohl bald negativ bewerten - einfach aufgelegt obwohl ich ihm sein Geld zurück inklusive Rückversand ODER heute noch einen Ersatzartikel auf die Reise schicken wollte, ohne dass er den anderen zurücksenden muss (ging um einen 15,- EUR Artikel) - Man kann´s wohl doch nicht allen Recht machen :-)

[ nachträglich editiert von w0rkaholic ]
Kommentar ansehen
08.02.2010 15:29 Uhr von killerkalle
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@farin: was für erfahrungen hast du denn gemacht ?

"wer einmal zurücksendet sendet immer wieder"

ich hab auch schon zig mal defekte ware oder ware die nicht in dem zustand war wie beschrieben zurückgeschickt aber wenn ich etwas bestelle und es kommt ordnungsgemäß an behalte ich es auch SELBSTVERSTÄNDLICH

schwarze schafe gibt es überall aber jemanden deswegen auf lebenszeit zu sperren finde ich ein BISCHEN überzopgen
Kommentar ansehen
08.02.2010 15:36 Uhr von w0rkaholic
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Nickman_83: "bin ich deinem laden also unwürdig? "

Nein, Du bist selbstverständlich herzlich willkommen! Ich gebe zu, die von mir geforderten 50 Bewertungen waren unüberlegt und Du hast Recht, zum Glück ist es ja so, dass man auch mit 0 Bewertungen bei eBay einkaufen kann.

Im Endeffekt hält sich der Schaden, der mir von einem Nichtbezahler verursacht wird ja stark in Grenzen.

Manchmal hab ich so Ideen, besonders wenn ich mich an diesem Tag mal wieder (meistens zu Unrecht) geärgert habe - ich stelle mir dass dann eben so vor, dass der Interessierte Käufer sich einfach kurz per Telefon oder Email meldet und einfach freigeschaltet werden kann, auch ohne die von mir willkürlich genannten 50 Bewertungen. Klar ist der Aufwand für den Kunden dann höher, aber wenn ihm der Artikel und der Preis 100% zusagt, wird er es wahrscheinlich in Kauf nehmen. Ist trotzdem nur so eine Idee - Wie gesagt Nickman_83 - Du bist herzlich willkommen und auf Deinen ersten Einkauf bei mir gibt es 5% Rabatt ;-P


@killerkalle

Wenn die Ware nicht in Ordnung ist, dann ist es vollkommen legitim hier auf Nachbesserung zu pochen, die man als Kunde natürlich nicht extra bezahlen muss - hier geht es aber um einen Widerruf, mit der Ware selbst war so weit mir bekannt alles in Ordnung und sie war auch wie beschrieben - nur dann greift das Widerrufsrecht - alles andere regelt die gesetzliche Gewährleistung.

[ nachträglich editiert von w0rkaholic ]
Kommentar ansehen
08.02.2010 15:46 Uhr von Doc_Finkelstein
 
+0 | -2
 
ANZEIGEN
was´n das für´n Kuddelmuddel? In der News fehlen die wichtigsten Schlagworte, um der Angelegenheit Sinn zu geben.
Gewerblich oder Privat? Reklamation oder Widerruf?
Bei Sachmangel/Reklamation ist und bleibt es so: dem Käufer müssen alle Unkosten erstattet werden, dazu gehört Kaufpreis, Porto zum Kunden hin und Porto zum Verkäufer zurück, egal, ob VK gewerblich oder nicht, fertig ist die Laube.

Refresh |<-- <-   1-16/16   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2018 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Studie: Alkoholmissbrauch erhöht stark die Demenzanfälligkeit
Studie: Je älter die Mutter bei der Geburt desto kinderloser die Töchter
Olympia: Russland steht im Eishockey-Finale


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?