Eschede: Neonazis finanzieren Fonds gegen Rassismus und rechtsradikale Gewalt
Die evangelische Kirche in Eschede bei Celle hat einen kreativen Weg aus einem moralischem Dilemma gefunden. Einer ihrer Pächter hat sich als NPD-Mitglied herausgestellt, der auf seinem von der Kirche gepachteten Hof Neonazifeiern veranstaltet.
Der Hof ist seit drei Generationen an die Familie des Rechtsextremisten verpachtet. Doch erst der neue Pächter stellte den Bauernhof Neonazis zur Verfügung. Zuletzt fanden sich dort fast 200 Rechtsextremisten ein, um die Sonnwendfeier zu zelebrieren.
Da die Kirche aus rechtlichen Gründen den Pachtvertrag vor 2014 nicht lösen kann, hat die Gemeinde beschlossen die Pachteinnahmen in einen Fonds gegen Rassismus und rechtsradikale Gewalt zu investieren.