Wien: Hörfehler eines Bankers führte zur Fahndung eines unschuldigen Rentners
Einem 79-Jährigen wurde sein ordentliches Ansehen in der Öffentlichkeit durch ein Missverständnisses in einer Bank beschädigt. Wegen eines Hörfehlers eines Bankangestellten, der "Pistole" statt seiner Frage nach einer Straße verstand, verständigte dieser die Polizei.
Der Banker hatte den Rentner nach der vermeintlichen Pistolen-Drohung lediglich rückgefragt, "was er denn nun tun solle". Der Senior verließ daraufhin schimpfend die Bank. Eine Stunde später meldete der Angestellte der Polizei den Vorfall und löste dadurch eine Fahndung nach dem Mann aus.
Die Suche nach dem 79-Jährigen über sein Foto in mehreren Gazetten nahm seinen Lauf. Nun, nach drei Tagen öffentlicher Fahndung nach dem völlig unschuldigen Mann, kennt ihn halb Wien. Sein Ruf ist ruiniert. Ein Anwalt meinte, nur eine Amtshaftungsklage gegen die Behörden könne ihm helfen.