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Kleiner Durchbruch in der Fusionsforschung

Wissenschaftlern in Kalifornien (USA) ist es gelungen, durch Laserstrahlen Temperaturen zu erzeugen, wie sie sonst nur auf der Sonne herrschen. Dadurch ist es nun möglich, Atomkerne zu verschmelzen. Diese Technologie könnte in naher Zukunft unsere Energieprobleme lösen.

Am Lawrence Livermore National Laboratory steht die zehn Meter hohe Aluminiumkammer, die die Energieprobleme der Menschheit lösen soll. Mit einem Hochleistungslaser erzeugen die Wissenschaftler Bedingungen wie auf der Sonne und lassen dabei Wasserstoffkerne fusionieren.

Die vielen Millionen Grad, die dafür nötig sind, um die Fusion in Gang zu setzen, lassen sich die USA 3,5 Milliarden Dollar und zirka 20 Jahre Planung für die Anlage kosten.


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WebReporter: Philip_J.
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Rekord, Energie, Stern, Fusion, Laser, Durchbruch, Zuversicht
Quelle: www.spiegel.de

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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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31.01.2010 12:22 Uhr von keker123
 
+20 | -0
 
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Super ! Wird auch mal Zeit das die Menschheit mal etwas vernünftiges zu Stande bringt & nicht nur Dinge die wir eig. gar nicht brauchen und dadurch unsere Erde Stück für Stück immer mehr kaputt geht. Hoffe mal viele solcher Techniken werden in naher Zukunft unser Leben bereichern & vielleicht sogar besser Leben.
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31.01.2010 12:25 Uhr von el_padrino
 
+24 | -0
 
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find ich super! und wenns 20 milliarden kosten würde. das geld ist gut investiert! die politik sollte mehr geld für die fusionsforschung bereistellen. schliesslich nützt das uns allen mal,zumindenst den jungen von heute ;)
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31.01.2010 12:40 Uhr von Raptor667
 
+13 | -1
 
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Nette Idee aber verbraucht der Laser nicht immens viel Energie? Ich mein wieviel Energie ist nötig um den Laser zu betreiben?
Wenns denn mal richtig funktioniert ist es sicher eine Saubere Sache...und selbst dann schlagen die Stromkonzerne jedes Jahr zu und erhöhen die Strompreise ^^
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31.01.2010 12:46 Uhr von Philip_J.
 
+15 | -0
 
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Energieverbrauch: Es ist schon richtig, das der Laser anfangs viel Energie verbraucht, um die richtige Temperatur zu erzeugen. Jedoch sind dies auch erst einmal nur versuche, überhaupt Wasserstoffkerne zum fusionieren zu bekommen. Falls die Wissenschaft jedoch den Durchbruch schaffen sollte, das brauchbare Energie geliefert wird, denke ich, das die Energieprobleme ein für alle mal gelöst sein werden. Und das alles durch eine Energieproduktion, die zu 100% sauber ist.
Das Geld, was zur Zeit in die Forschung gesteckt wird, finde ich persönlich gerechtfertigt.
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31.01.2010 13:07 Uhr von y0koert
 
+3 | -5
 
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soweit ich weiß: braucht man aber eine sehr viel höhere Temperatur als auf der Sonne, um den fehlenden Druck auszugleichen.
Wenn ich mich nicht täusche müssten das 100 Millionen Grad sein
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31.01.2010 13:14 Uhr von cheetah181
 
+8 | -0
 
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"Als Fusionskonstante wird mit scherzhaftem Unterton (ähnlich der Erdölkonstante) die Erscheinung bezeichnet, dass seit Jahrzehnten die technische Beherrschung der Kernfusion und entsprechende Energiegewinnung von der Gegenwart aus gerechnet für jeweils 30-40 Jahre in der Zukunft als möglich vorausgesagt wird."
;)

Aber trotzdem nicht schlecht, laut der Quelle sind die Verluste sehr gering, nur müsste man den Laser wesentlich schneller in Folge abschießen können, um die Reaktion am Laufen zu halten.
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31.01.2010 13:46 Uhr von nikbisch
 
+5 | -1
 
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Wir hatten letztens einen Vortrag eines Professors in unserem Physik Leistungskurs darüber. Sehr interessant, aber wird wies aussieht noch mind. 40 Jahre oder so dauern.
Wenn es aber industriereif ist, dann kann man aus einem Stein und einer Flasche Mineralwasser den Energiebedarf einer ganzen Familie decken. (Durch das beinhaltete Deuterium, Tricium und Lithium war das glaube ich).
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31.01.2010 13:54 Uhr von Ribl
 
+6 | -1
 
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Europäische Anlage: steht nicht in Frankreich das europäische Pendant mit dem man schon entscheidend weiter ist?

Ich meine mich aus meiner Physikzeit kurz vorm Abi erinnern zu können, dass mein Physiklehrer meinte, dass die Anlage in Frankreich bereits Fusion betreibt, man aber momentan noch mehr Energie reinstecken muss, als das man herausbekommt.
Berichtigt mich falls ich falsch liege - sind nur Dinge die ich gaaanz tief im Hinterkopf hatte :D

Ausserdem hat man wohl für den Reaktor noch keinen Stoff der die Hitze aushält, wodurch dieser ständig erneuert werden muss...

[ nachträglich editiert von Ribl ]
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31.01.2010 14:01 Uhr von Ribl
 
+6 | -1
 
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Ah erst informieren, dann schreiben :): Also nachdem ich meine Edit Funktion bereits aufgebraucht habe, werde ich mich hier gleich mal selbst verbessern.

Das Projekt in Frankreich ist noch im Bau und ist wohl ein, von den meisten, Großnationen der Erde gefördertes Projekt mit dem Namen ITER.
Wikipedia: http://de.wikipedia.org/...

Das mit dem Material des Reaktors ist wohl Quatsch, da die Fusion wohl durch ein Magnetfeld von den Wänden fern gehalten wird.

Und die Hitze ist wohl momentan eines der Hauptprobleme :) (wie es auch schon im Artikel steht - Schande über mein Haupt ;) )
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31.01.2010 14:11 Uhr von tommy1st
 
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@Ribl: Nö, nix Schande, hast dich immerhin gekümmert.
Hoffentlich funktioniert sowas bald. Hab aber, ehrlich gesagt, nicht sooo viel Hoffnung, dass die kleinen Leute deswegen, auch wenn´s gehen würde, merkbar finaziell entlastet werden. Der Staat wird trotzdem bei uns absahnen. Aber die Umwelt, wie weiter oben schon geschrieben, hat eventuell was davon.
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31.01.2010 14:12 Uhr von hasi3009
 
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@yokurt: Zitat: "Wenn ich mich nicht täusche müssten das 100 Millionen Grad sein "

Kein Problem. Einfach den Reaktor in den Bundestag während einer normale Debatte reinstellen. Dort wird so viel Heißluft produziert beim Reden, dass locker 300. Mio Grad erreicht werden können
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31.01.2010 14:32 Uhr von Kray-Z
 
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Also dass die da diese Minifusion machen ist eig. schon länger bekannt. Wir haben erst letzte Woche im Technik-LK darüber gesprochen und Filme gesehen, die z.t. schon 1-2 Jahre alt sind, wo die zum einen diese Anlage in der USA und den ITER in Frankreich gezeigt haben (Riesige Kernfusionsanlage, die von ziemlich allen Industrienationen finanziert werden).
Und darin wurde gesagt dass die zwar eine Fusion zustande bekommen, diese aber nur verdammt kurz anhält, was nicht für eine lohnende Nutzung ausreicht. Deshalb kommen auch Zweifel an der zivilen Nutzung auf.
Beim ITER hingegen sind Impulse mit bis zu 5 min. dauer möglich, was für eine sinnvolle Nutzung die Grundlage bietet.
(Allerdings ist laut Planung nur die Erhitzung von Wasser vorgesehen, dass dann ungenutzt wieder abgekühlt wird :D)
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31.01.2010 17:55 Uhr von Kappii
 
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die Herren: in Amerika sind noch weit entfernt vom Fusionsreaktor. In Europa wird zumindest schon dran gebaut, die USA experimentiert immnoch mit der Kernfusion an sich.
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31.01.2010 21:10 Uhr von K.T.M.
 
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@BerlinT83: Die eigentliche Fusion findet in einem erzeugten Plasma statt, dieses wird mittels Magnetfelder zusammengehalten. Damit hat mein keinen Kontakt zu irgendwelchen Wänden.
Technische Daten zum ITER:
Magnetfeldstärke: 5,3 Tesla
Plasmavolumen: 875 Kubikmeter
Masse des Plasmas: 0,5 Gramm
mittlere Temperatur: 100 Mio °C
Selbst bei einem Ausfall des Magnetfeldes passiert nichts weil das Plasma sehr hoch verdünnt ist bei 0,5 Gramm auf 837 Kubikmeter
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31.01.2010 21:34 Uhr von cheetah181
 
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Kappii: Auch die USA sind am ITER beteiligt.

Und Kernfusion an sich ist ja nicht wirklich aufwendig, gibt sogar Leute die sich privat solche Geräte basteln:
http://www.brian-mcdermott.com/...
Nur Energie herauszubekommen und Material zu- und abzuleiten ist das Problem.

Die Laser-Methode ist da offensichtlich ein neuer Ansatz.
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01.02.2010 01:39 Uhr von StYxXx
 
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Hmm Schade, gar keine "Für das Geld hätten wir auch Kinder ernähren können"- und "scheiß Wissenschaftler wollen uns alle töten"-Beiträge, sondern im Grunde nur sinnvolle. Was ist los? Schulferien? :)

Neben technischen Hürden gibt es übrigens noch politische. Natürlich könnte man mehr in die Fusionsforschung stecken, aber da gibt es genug, die was dagegen haben. Allein schon wegen dem Wort und weil man Reaktoren bauen müsste, die irgendwie entfernt ja was mit Kernenergie zu tun haben. Das wird ohnehin immer alles in einen Topf geworfen. Deswegen findet man konsequenterweise auch hier wieder Tschernobylargumente oder gleich lustige Atompilzbilder.
Zwei Argumente sind durchaus korrekt, aber man muss abwägen ob es im Gegensatz zum Nutzen nicht zu vernachlässigen wär: Einmal hat man eine geringe Mengen radioktiven Abfall, nämlich Teile des Reaktors. Zum anderen wäre die Energiegewinnung wieder zentralisierter (Monopolstellungen, Fehleranfälligkeit, etc). Allerdings kann das ja mit anderen Methoden (Solar, etc) koexistieren. Es muss nicht zwangsläufig konkurrieren, das ist reine Politik.
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01.02.2010 03:12 Uhr von Holst3n
 
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Das einzige was mich an der Sache stoert, ist die: primitive Energiegewinnung. Hatte mal ne Doku ueber den ITER gesehen, tolle Technik, sehr interessant und am Ende der Anlage steht ne Dampfturbine!

Ich finde es schlimm das die Menschheit noch nicht ueber ne effizientere Methode herausgekommen ist, direkt aus Energie Strom zu gewinnen. Es muss der umstaendliche Weg ueber die Erhitzung von Wasser zu Wasserdampf und zum Antrieb einer Turbine gemacht werden. Natuerlich wurde die Dampfturbine seit 1883 extrem weiterentwickelt, aber dennoch errscheint sie fuer dieses Vorhaben uneffizient.
Da kann man nur hoffen das sich die Technik zur Energiegewinnung bis zu der Vervollstaendigung des ITERS noch weiterentwickelt.

Was den Laser angeht, selbes Problem.
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01.02.2010 06:25 Uhr von souldrummer
 
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na klasse: was für ne sinnlose und veraltete news !

die amis sind die besten LOL

kennt jemand das atomei in bayern ?
die machen das schon seit jahren ! also wer hats erfunden ^^

warten wir bis der ITER fertig ist erst dann kann man von möglichem erfolg in der fusionstechnik sprechen !
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01.02.2010 23:24 Uhr von cheetah181
 
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Halma: Die Neutronen selbst sind nicht radioaktiv, Atommüll als solchen gibt es also nicht.
Außer man will das Kraftwerk mal abreißen, dann sind die Reaktorteile durch die Wirkung der Neutronen radioaktiv. Ist aber immernoch wesentlich besser als bei einem Kernspaltungskraftwerk.

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