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Herne: Zur Einweihung des Holocaust-Mahnmals kamen Gäste aus der ganzen Welt

Am heutigen Freitag wurde in Herne (Nordrhein-Westfalen) ein Holocaust-Mahnmal eingeweiht.

Zu diesem Festakt kamen Menschen aus Großbritannien, den USA und Israel, die die Shoah überlebt haben.

"Wir können die Vergangenheit nicht ändern, aber wir können die Zukunft gemeinsam gestalten", so Charlotte Knobloch, die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland.


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WebReporter: rheih
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Gast, Holocaust, Herne, Mahnmal
Quelle: www.wdr.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.01.2010 19:26 Uhr von schwesterwelle
 
+3 | -3
 
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Chalotte Knoblauch: ist mir echt Sümpatisch.
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29.01.2010 19:41 Uhr von Cosmopolitana
 
+8 | -4
 
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jajajajajaja blablööö: "Wir können die Vergangenheit nicht ändern, aber wir können die Zukunft gemeinsam gestalten"

...also lasst uns in jeder Stadt ein (teures) Mahnmal des Holocausts aufstellen, ansonsten müssen wir nichts für die Menschheit tun, für unsere Kinder und alte Menschen, die allein vor sich hin vegetieren, weil niemand sich um sie kümmert...

Irgendwann ist auch mal gut! Ich bin sehr traurig und schockiert über die abertausenden Toten, aber ich fühle mich NICHT schuldig! Ausserdem geht das Leben weiter und wir brauchen Fortschritt. Diejenigen, die aus der Vergangenheit lernen möchten, tun es auch, beim Rest wird auch ein Mahnmal nichts ändern.
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29.01.2010 20:59 Uhr von Bautram
 
+4 | -3
 
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Braucht Herne sowas? Unabhängig davon, dass der Holocaust natürlich schrecklich für alle Betroffenen war und noch immer ist, und auch unabhängig davon, dass Rassismus im Allgemeinen verachtenswürdig ist, frage ich mich an dieser Stelle einfach mal folgendes:

Was macht Herne in der Beziehung so "Besonders", dass es einer solchen Gedenkstätte bedarf?
Ich komme aus der Region, habe eine Zeit lang in Herne gearbeitet, wohne beinahe an der Stadtgrenze zu Herne.. aber für meine Begriffe bieten sich solche Mahnmale überall dort an, wo man tatsächlich den Ort direkt mit entsprechenden Geschehnissen verbindet. Und ohne jetzt weiter nachzuforschen, tue ich dies eben nicht ... vielleicht kann mir wer auf die Sprünge helfen.
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29.01.2010 23:43 Uhr von jsbach
 
+2 | -4
 
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Das wird meine Generation nicht: schaffen das Manko des Mitschuldigen -obwohl Nachkriegsjahrgang - wegzubekommen. Und da lässt sich weiterhin trefflich Geld generiere...
Ich find es als größte Schweinerei was da hemals in Deutschland geschehen ist, aber wann ist da mal Schluss?
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29.01.2010 23:58 Uhr von rivercola77
 
+1 | -4
 
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Bullshit: Alle heulen weil die Regierung immer Geld für nonsense raushaut, aber für ein lächerliches Denkmal kann man Geld ausgeben...

Ich habe noch keinen Toten gesehen der sich über ein stück Stein mit seinem Namen drauf gefreut hat...
Ist doch nur eine Spielerei für Leute die was "gutes" tuen wollen.
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30.01.2010 13:08 Uhr von makabere_makkaroni
 
+1 | -0
 
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Den Opfern gedenken macht Sinn, aber das in angemessenem Rahmen. Wenn jeder Jude in der Stadt getötet wurde und nichts an all diese Opfer (schließlich waren die auch Menschen) erinnert, steht es doch jeder Stadt frei, für ihre jüdischen Mitbürger ein Mahnmal zu errichten.

In meiner Heimatstadt steht auf dem ehemaligen Gelände der einzigen Synagoge eine Tankstelle....und bis vor einigen Jahren gab es ein paar Häuser weiter lediglich eine leicht zu übersehende winzige Tafel.
Jetzt jedoch, wo es eine, wenn auch kleine Gedenkstätte gibt, wird einmal jährlich der Opfer gedacht. Leer hatte eine blühende jüdische Gemeinde, und durch den Holocaust wurden Menschen aus der Mitte, quasi aus dem Herzen der Gemeinschaft unserer Stadt entrissen.
Wenn sie schon in Viehwagen gesteckt wurden (eine besoders schwere Demütigung, man denke an die Unreinheit von Schweinen im jüdischen Glauben), verschleppt wurden, unvorstellbare Qualen litten und vergast wurden, darf man diesen Menschen doch wenigstens noch im Tod gedenken. Sie sollen nicht einfach so vergessen werden. Bei sowas geht es ja nicht nur um den Holocaust als ganzes, sondern vor allem um die Mitbürger einer Stadt, die das Stadtbild prägten und dann einfach so verschwanden.

[ nachträglich editiert von makabere_makkaroni ]
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30.01.2010 16:11 Uhr von Bautram
 
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Nungut, bin ich wieder ein kleines Stück schlauer. Danke, Sijamboi.

Ich denke, "es" ist für alle ein schwieriges Thema. Zum einen, haben Angehörige und Opfer natürlich ein Anrecht auf einen Ort, wo man ihnen gedenken kann bzw. wo an sie erinnert wird. Genauso ist es nach wie vor wichtig, dass man über Bildung/Aufklärung dafür sorgt, dass die Geschichte nicht in Vergessenheit gerät und sich der Holocaust niemals wiederholt. Und dazu bietet so ein Mahnmal bzw. die Einweihung davon, durchaus an. Gerade Geschichte, egal welche Epoche, empfand ich (trotz oder vielleicht auch gerade wegen eines Hobby-Historikers in der Familie) immer als etwas Langweiliges, Unwirkliches - solange ich davon nur lesen konnte oder erzählt bekam. Anfassen - Sehen - Mittendrinstehen - Erleben, sowas hinterlässt meist genauere oder stärkere Eindrücke... bei mir jedenfalls. Insofern kann ein Mahnmal sicherlich auch etwas positives für eine Stadt/die Gesellschaft sein.

Auf der anderen Seite muss ich aber auch sagen: Ich bin rund 40 Jahre nach Kriegsende geboren worden. Ich heisse nicht gut, was damals passiert ist. Allerdings bin ich es irgendwann auch leid, mich ständig "böse fühlen zu müssen". Kaum eine Woche oder ein Monat vergeht, in dem zB der Zentralrat der Juden nicht wieder irgendetwas zu kritisieren hat. Oder die Medien anderer Nationen (siehe zuletzt den Nazi-Vergleich der Briten wegen der neuen Trikots der deutschen Fussball-Nationalmannschaft). Ich habe nichts verbrochen. Ich hab auch niemandem weh getan. Weder meinen deutschen Nachbarn, noch meinen türkischen Arbeitskollegen, meinen schlesischen Großeltern, keinem Buddhisten, keiner Jüdin oder sonst wem. Trotzdem erscheint es mir oft so, dass auch von mir noch Demut "erwartet" wird.
Ich kriege oft eher ermutigendes Lob und Anregungen, wenn ich laut darüber nachdenke, dieses Land zu verlassen und woanders "mein Glück zu versuchen", als dafür, dass ich sage "ich bin gerne Deutscher, ich mag mein Land, so wie es gerade ist". Oft hat man, trotz allem, immernoch das Gefühl, "Nationalstolz" im positiven Sinne wäre verkehrt, wenn nicht grade ein Länderspiel läuft, und dass vielen daran gelegen ist, dass dies im Allgemeinen auch so bleibt, und deshalb wird hier regelmäßig daran erinnert, was die Generationen vor uns "verbockt" haben.

Ich hingegen halte beides für riskant. Man darf nicht vergessen, was passiert ist und man muss verhindern, dass es wieder passiert. Aber man muss die Menschen, die Heute leben und damit nichts zu tun hatten und auch nichts hätten zu tun haben wollen, auch einfach mal in Frieden leben lassen. Ich finde, es ist keinem geholfen, wenn der "Normal-Deutsche" in der Zeitung zB liest "Zentralrat der Juden kritisiert Karnevalsumzug" (vor paar Jahren in München). Natürlich ist es irgendwie merkwürdig, wenn ein Holocaust-Gedenktag und ein Karnevalsumzug zum selben Datum in der selben Stadt stattfinden. Aber wer wird beim einen vom anderen behindert? Kann man nicht sogar womöglich morgens des Holocausts gedenken, die damaligen Verbrechen verurteilen und nachmittags trotzdem dem Umzug zusehen? Wahrscheinlich hat beides nichtmal in der unmittelbaren Nachbarschaft stattgefunden (habe mich nicht weiter damit beschäftigt, würde es also nicht beschwören). Bei sowas bleibt am Ende nur sowas hängen wie: "Der jüdische Zentralrat kritisiert mal wieder irgendetwas. Die haben auch immer was zu Meckern.". Letzten Endes ist meiner Meinung nach den Opfern damit nicht allzu gut gedient, denn als "Nicht-Jude" fühlt man sich ein ums andere mal irgendwie bevormundet und genervt.. "Warum darf ich heute keinen Spaß haben, weil vor 65 Jahren irgendwo irgendwelche Juden befreit wurden?", fragt man sich vielleicht auch. Oder: "Warum brauch man überall Denkmähler, Mahntafeln und Gedenkstätten für Holocaust-Opfer, kann aber im Sommer nichtmal den Bademeister fürs Schwimmbad bezahlen?" und schon ist man dem nächsten Holocaust vielleicht wieder ein winziges Stückchen näher.

Zugegeben, ich befasse mich mit dieser Thematik recht wenig, möchte eigentlich auch niemandem Unrecht tun.. aber auch bei mir bleibt oft nur hängen, dass irgendein Vertreter-Gremium irgendeiner (ethnischen) Minderheit wieder irgendetwas kritisiert hat. Lieber wäre mir allerdings, wenn dieses Gremium nicht kritisiert, sondern sagen würde "Wäre toll, wenn ihr erst zu unserer Gedenkfeier kommt und den Umzug ´ne Stunde verschieben könntet, damit wir auch dran teilnehmen können." Das ständige Kritisieren an aktuellem Geschehen mit Hinweis auf die Verbrechen "unserer" Vorfahren wird, fürchte ich, jedenfalls kaum zu einem wirklichen Miteinander führen.
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15.03.2010 23:21 Uhr von Wanne85
 
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@Sijamboi: Wohne selbst in Wanne-Eickel. Wenn man die Hauptstraße entlang läuft in höhe "Am Buschmannshof" findet man an der Sparkasse ein Schild und in höhe der Kirche findet man noch ein Schild wo auf die Juden in Herne erinnert. Auch am Solbad gibt es so ein Erinnerungsschild.

Von daher ist es wirklich unnötig dafür Geld auszugeben..

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