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Kündigungen wegen fehlender Deutschkenntnisse sind rechtmäßig

Laut einem aktuellen Urteil des Bundesarbeitsgerichtes ist es Arbeitgebern möglich, Angestellte aufgrund fehlender Deutschkenntnisse zu kündigen.

Die Richter stellten in ihrem Urteil fest, dass dies rechtmäßig ist, wenn zuvor gewisse Voraussetzungen erfüllt wurden. Der Angestellte muss die Möglichkeit bekommen, die Deutschkenntnisse zu erlernen.

Im konkreten Fall war einem Spanier gekündigt worden, weil er Arbeitsanweisungen nicht verstanden hatte. Er war vom Arbeitgeber zum Deutschkurs gesendet worden. Anschlusskurse hatte er aber nicht mehr besucht.


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WebReporter: rudi68
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutsch, Urteil, Kündigung, Arbeitgeber, Bundesarbeitsgericht, Kenntnis
Quelle: www.zeit.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.01.2010 23:04 Uhr von Seyhanovic
 
+41 | -3
 
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Genau: so sehe ich das auch, warum jemand arbeiten lassen, wenn er mich doch eh nicht versteht..


Aber eine frage wirft mir diese News dennoch auf... Aus welchem Grund stellen die Arbeitgeber überhaupt Leute ein, wenn Sie merken das beim Vorstellungsgespräch kaum bzw. wenig Kommunikation mit der deutschen Sprache statt findet...

( P.S. Ich bin noch ein Abiturient und weiß nicht ganz wie so ein Bewerbungsgespräch abläuft)
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28.01.2010 23:11 Uhr von CroNeo
 
+38 | -7
 
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Gilt das auch für Deutsche? Versteht mich nicht falsch, aber ich kenne nicht wenige Deutsche deren deutsch recht grausam ist.
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28.01.2010 23:30 Uhr von ephedrin4c
 
+10 | -10
 
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@Sayhanovic: Aus welchem Grund Arbeitgeber solche Leute einstellen? Damit die Quoten erfüllt werden, jetzt weißt du´s.

Zur News: War hier nicht gestern eine News, in der ein Afrikaner wegen "Diskriminierung" eben wegen diesem Thema gegen die Post geklagt - und gewonnen - hatte?
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29.01.2010 00:01 Uhr von Oberlehrer
 
+11 | -0
 
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Der Arbeitnehmer ist selbst dafür verantwortlich: Denn laut Quelle
" ... habe dieser 2001 eine Stellenbeschreibung unterschrieben, die Kenntnis der deutschen Sprache in Wort und Schrift verlangte."

[ nachträglich editiert von Oberlehrer ]
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29.01.2010 00:20 Uhr von Pils28
 
+6 | -0
 
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Im Krankenhaus haben wir die Belehrungen: bestimmt auch zehn Sprachen vorrätig gehabt.
Aber eigentlich gibt es Vorstellungsgespräche, wo man überprüfen kann, ob die Sprachkenntnisse ausreichen.
Aber wenn der Arbeitnehmer sich dann weigert an Sprachkenntnissen teilzunehmen, sehe ich auch nicht ein, den weiter beschäftigen zu müssen.
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29.01.2010 02:04 Uhr von opheltes
 
+3 | -8
 
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Ich beführ so etwas so etwas fehlt noch im Grundgesetz:

Deutsche Sprache.

oph.
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29.01.2010 07:40 Uhr von K-rad
 
+3 | -5
 
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@lumburg: Warum liegen diese wohl auch in fremden Sprachen aus ?.
Ich gehe jede Wette ein das 7 von 10 deutschen Arbeitslosengeld II beziehern den Antrag dafür in deutscher Sprache garnicht oder nicht fehlerfrei ausfüllen können.
Und was glaubst du wie schwer es dann für einen Ausländer sein muss ?.
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29.01.2010 07:52 Uhr von Alh
 
+11 | -0
 
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Total: indiskutabel diese News.
Wenn Leutz in D arbeiten wollen resp. auch hier leben wollen, müssen sie die deutsche Sprache beherschen. Fertig.
Das nennt man Integration.
Ergo kann man davon ausgehen, wenn Ausländer keine Deutschkenntnisse haben und sie auch nicht erlernen wollen, sie sich nicht integrieren wollen.
Und dann, ab nach Hause. Where`s the problem?
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29.01.2010 08:01 Uhr von ferrari2k
 
+13 | -0
 
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@K-Rad: Aber sonst gehts gut?
Nur so zur Info, wir sind hier in Deutschland, Amtssprache ist deutsch, warum dann auch nicht die Formulare auf deutsch bereitstellen?
Irgendjemand hatte hier mal von einem Amt in Spanien berichtet. Spanische Formulare, spanische Sachbearbeiterin. Wenn du die Landessprache nicht sprichst, bist du halt am Arsch, nur hier geht das so...
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29.01.2010 08:14 Uhr von JesusSchmidt
 
+2 | -7
 
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@ephedrin4c: überdosis npd-propaganda?
oder wie kommst du auf die idiotische idee, es gäbe ausländerquoten für einstellungen?
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29.01.2010 08:47 Uhr von Herr_Gott
 
+7 | -0
 
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Ich mache immer mehr die Erfahrung: dass Deutsche der eigenen Sprache auch nicht mehr mächtig sind. Das wirkt sich zum beispiel so aus, dass ein großer Teil meiner Arbeitszeit dafür drauf geht, deutschen Menschen die deutsche Sprache zu erklären weil die es einfach nicht verstehen. Außerdem kommt es häufig vor, dass deutsche nicht das annehmen was man sagt, sondern immer versuchen zu interpretieren was gesagt wurde.
Mich würden Eure Erfahrungen zu diesem Thema interessieren.
Danke für Eure Beiträge.
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29.01.2010 09:43 Uhr von kotffluegel
 
+4 | -1
 
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Arbeitssicherheit: wenn jemand anweisungen nicht versteht und umsetzten kann, so ist keine sicherheit mehr auf dem bau gegeben,.

@K-rad: ein ALG2 Antrag können die wenigstens ganz egal von schulabschluss und sprachbildung, korrekt ausfüllen...
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29.01.2010 10:49 Uhr von Pika7
 
+4 | -0
 
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@Herr-Gott: Du hast vollkommen Recht! Eigentlich verfüge ich über einen breit angelegten deutschen Wortschatz. Da ich aber immer wieder genötigt war, das Gesagte noch einmal zu erklären, bemühe ich mich inzwischen einfacher zu reden, da mich auch Deutsche häufig nicht verstehen. Die deutsche Sprache verflacht immer mehr.
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29.01.2010 22:36 Uhr von CHR.BEST
 
+2 | -0
 
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Interessanterweise drängt sich hier eine Parallele zum Roman 1984 auf, in dem auch von einer grotesk vereinfachten Sprache namens "Neusprech" die Rede ist.

Ich denke, das liegt auch daran, daß in unserer extremen Informationsgesellschaft kaum noch Platz ist, für anspruchsvolle Lyrik. Es gibt sogar Gesetze, die im Rahmen der sog. "Barrierefreiheit" ausdrücklich verlangen, daß vorzugsweise eine einfachen Sprache zu benutzen sei.

Obendrein ist das sog. "Beamtendeutsch" ist in meinen Augen auch eine pure Vergewaltigung der deutschen Sprache. Wenn Goethe heute einen Hartz-IV-Antrag ausfüllen müßte, würde er sich vermutlich aus Verzweiflung in die nächstbeste Schlucht stürzen, allerdings nicht aufgrund der damit verbundenen finanziellen Situation.

Da bin ich froh, daß es z. B. Musikgruppen wie Rammstein gibt, die gegen dem allgemeinen Trend zeigen, daß die deutsche Sprache durchaus sehr ausdrucksstark und kunstvoll sein kann, wenn man nur wagt.
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10.02.2010 17:39 Uhr von shadow#
 
+0 | -0
 
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Welcher Depp hat den eingestellt? Deutsch in Wort und Schrift in der Stellenanzeige zu verlangen ist schön und gut, spätestens wenn, wie auch immer, jemand eingestellt wird der weder Deutsch spricht noch schreiben kann ist in der Personalabteilung irgendwas schief gelaufen.

Wie zum Geier kommt man eigentlich in einer News über einen Spanier mit schlechtem Deutsch auf ein Bild einer Frau mit Kopftuch?

Und... wird Günther Oettinger jetzt auch gefeuert? ;-)
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25.03.2010 14:28 Uhr von darkdaddy09
 
+0 | -0
 
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Wer sich jahrelang in einem "fremden" Land aufhält: sollte die Sprache schon beherrschen, zumindest so, dass man Anweisungen versteht und das ist sicher kein Juristendeutsch.

Was bringen AN, wenn sie 30 Jahre lang hier leben und kein Deutsch können?

Würde ich mich in England aufhalten, würde ich die englische Sprache mir noch besser aneignen.

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