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Deutsche Post AG wurde wegen Diskriminierung zu Schadensersatz verurteilt

Das Arbeitsgericht Hamburg verurteilte die Deutsche Post AG zu einem Schadensersatz von 5.400 Euro und berief sich dabei auf das Allgemeine Gesetz der Gleichbehandlung.

Grund der Verurteilung ist ein Mann aus der Elfenbeinküste, der seit zehn Jahren einen Wohnsitz in Deutschland hat. Er wollte bei der Post als Briefverteiler arbeiten, hatte sich mehrmals beworben und Absagen bekommen. Schlechte deutsche Sprachkenntnisse gab die Post als Grund für die Absagen an.

Es liegt aber der Verdacht nahe, dass der Mann durch ein Telefonat mit der Post, durch seinen Akzent herabgestuft wurde. Eine Begründung der Verurteilung liegt noch nicht vor, aber die Bestätigung zur Zahlung der Entschädigung.


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WebReporter: olaf38
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Klage, Schadensersatz, Deutsche Post, Verurteilung, Diskriminierung
Quelle: nachrichten.t-online.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.01.2010 08:08 Uhr von Krebstante
 
+17 | -8
 
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Wieso nicht: @ Autor
Ich habe mich zB zweimal beim selben Unternehmen beworben, sogar auf dieselbe Stelle und ich bin Deutsche. Beim zweiten Mal habe ich die Stelle bekommen. Wieso sollte man das nicht tun, wenn man genau die Stelle haben möchte? Der Mann will anscheinend gerne als Briefzusteller arbeiten und da ist die Auswahl an Arbeitgebern halt nicht so groß.

[ nachträglich editiert von Krebstante ]
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28.01.2010 08:46 Uhr von The_Chilled_Monkey
 
+26 | -13
 
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Das ist doch wieder was: Hallo, geht´s dem Kerl noch gut?
Jeder Arbeitgeber darf doch wohl selber entscheiden, wen er nimmt und wen nicht. Ich werd mich nun einen Monat lang nicht duschen und Bewerbungen schreiben. Wenn ich dann beim Vorstellungsgespräch zu hören bekomme, dass ich stinke, dann zack Schadensersatzforderung.
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28.01.2010 08:47 Uhr von mutschy
 
+18 | -2
 
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Warum machen es sich: grade grosse Konzerne immer so schwer? Auf die Bewerbung Absage ohne Angabe von Gründen bzw "Stelle anderweitig besetzt" u fertig is der Lack. Das selbe seh ich jedes Mal, wenn Leute innerhalb der Probezeit gekündigt werden. Konzerne lassen sich eher dazu hinreissen, irgendwelche Gründe anzugeben. Das muss nicht sein; eine Kündigung innerhalb der Probezeit ist auch ohne Angabe von Gründen möglich...
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28.01.2010 08:54 Uhr von shathh
 
+6 | -13
 
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Solche Leute sind doch genau richtig: bei der Post.

In der Stadt sieht man keine deutschen Briefträger mehr, da fahren nurnoch rostige Ford Transit mit Afrikanern vorne drin und dem "IM AUFTRAG VON DHL"-Aufkleber an der Seite.
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28.01.2010 08:59 Uhr von XGhostDogX
 
+11 | -4
 
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@Krebstante: Weil wenn jemand dich als nicht qualifiziert für die Stelle ansieht, er es normalerweise auch nicht 5 Wochen später tun wird.

Es sei denn, man belegt einen Kurs oder etwaiges.

Und ich finde, man darf von einem Mitarbeiter erwarten, dass er der deutschen Sprache fähig ist. Selbst als Briefverteiler. Da hat der Gute einfach mal wieder die Rassismuskeule geschwungen, die seit 45 ein Mittel gegen alles ist.

Gegenbeispiel: Z.B.... Schlecker und Co. werden meistens KassiererINNEN gesucht. Wenn ich mich jetzt bewerben würde und drei Absagen bekomme, weil man gerne Frauen haben möchte, dann akzeptiere ich das und suche mir etwas anderes - es ist ja deren Laden und sie dürfen tun und lassen, was sie möchten. Ich führe mich jetzt nicht auf wie ein Keck und gehe vor Gericht.

Zumal mein Belangen als Mann in einer Frauenposition arbeiten zu wollen höchstwahrscheinlich weniger wichtig eingestuft wird, als das Verlangen einer Frau in einer Männerposition zu arbeiten. Und weil ich nicht schwarz bin, kann ich die Rassismuskarte nicht spielen und habe gleich halb so viele Chancen.
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28.01.2010 09:23 Uhr von artefaktum
 
+4 | -4
 
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@olaf38: "Ich staune immer, wie fit unsere ausländischen Mitbürger sind, wenn es um Nachteile für sie geht. "

Die sind ja auch bekanntlich alle gleich. ;-)
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28.01.2010 09:39 Uhr von Goma_Terzu
 
+4 | -2
 
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Antidiskriminierungsgesetze sind für mich persönlich ein viel zu weiter Eingriff in die Privatautonomie und in das Miteinander der Menschen. Sie fördern die Lügerei und machen rein gar nichts besser. Sie gehen so weit, dass schon Gedanken, die nicht ausgesprochen wurden, aber vom Richter in Erwägung gezogen wurden sanktioniert werden können.
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28.01.2010 09:52 Uhr von Karma-Karma
 
+6 | -5
 
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Verständlich: Welcher Fall liegt denn hier vor? Ein Mann, der glaubt benachteiligt zu werden, klagt auf sein Recht zur Gleichbehandlung. An sich eine tolle News.
Aber was macht der Autor in sinem Kommentar? Weil der Mann schwarz ist, wird ihm besagtes Recht nicht zugesprochen. Dass der Mann Recht haben könnte, wird nicht mal ansatzweise in Erwägung gezogen.
Und dann auch noch die vielen unterbelichteten Kommentare: Ich gewinne täglich den Eindruck, dass sich bei Shortnews immer mehr dümmliche, hirnverbrannte Versager mit Null Weitblick aufhalten.

o.O
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28.01.2010 10:17 Uhr von olaf38
 
+3 | -1
 
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diesen Kommentar: musste ich einfach schreiben, das bedeutet nicht, das ich ausländerfeindlich bin.
Zwei ehemalige Kollegen waren mal mit Frauen aus dem Ausland verheiratet, sie sind jetzt geschieden. Sie erzählten mir, was diese Frauen alles veranstaltet haben und zum Teil heute noch veranstalten, um in Deutschland zu bleiben, aber scheiden wollten sie sich lassen, um das großzügige Leben in Deutschlan zu geniessen.

Dann finde ich das gut, das die Post endlich mal darauf achtet, dass Mitarbeiter ein ordentliches Deutsch sprechen. Wir haben hier in München einen Paketzusteller aus Asien, der ruft immer einen Bekannten an, der dann immer übersetzt. Ich bin hundert mal umsonst zu Post gelaufen, weil er Namen nicht lesen konnte....
Man muss den Mann nicht in Schutz nehmen weil er schwarz ist. Mich stellt in Amerika auch niemand ein, wenn ich so englisch spreche wie Öttinger.... ;-))
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28.01.2010 10:17 Uhr von Dracultepes
 
+3 | -2
 
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Wegen solchen Asis kriegen Bewerber oft nichtmal eine Begründung warum sie abgelehnt wurden. Und das obwohl es sie sicher weiterbringen würde.
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28.01.2010 10:49 Uhr von Alh
 
+2 | -3
 
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Nicht: zu fassen!
Der Richter hat seinen Job verfehlt.
Dieser Fall ist sowas von lächerlich.
Dieser Typ gehört ausgewiesen, so einer ist nicht fähig sich in D zu integrieren.
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28.01.2010 11:03 Uhr von Lord_Dragon
 
+2 | -4
 
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Urteil ist in Ordnung: In diesem Fall wurde der Bewerber klar benachteiligt. Sprachkenntnisse kann man ja als Unternehmen voraussetzen. Das ist in Ordnung. Aber einen Bewerber ablehnen, weil er Ausländer ist und mit Akzent spricht ist nicht in Ordnung. Vor allem wurde er ja nicht Mal eingeladen, damit eine richtige Beurteilung erfolgt. Er wurde auf Grundlage von einem kurzen Telefonat abgelehnt.
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28.01.2010 11:09 Uhr von olaf38
 
+3 | -2
 
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seit wann: ist denn ein Unternehmen verpflichtet einzuladen? Bei 45 von 50 bewerbungen bekommt man nicht mal eine Antwort.

Die kann man jetzt alle auf Schadensersatz verklagen....

Selbst wenn die Post entschieden hat, das dieser mann wegen seines Akzents, nicht zu dem Unternehmen passt, wäre das völlig in Ordnung... Vielleicht will sie ihr image jetzt ablegen, das nur Ausländer im Unternehmen arbeiten.
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28.01.2010 11:48 Uhr von wyatt.cx
 
+1 | -3
 
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@olaf38: Nein Olaf jemanden wegen seinem Akzent abzulehnen ist eben nicht in Ordnung, denn genau das ist Diskriminierung.
Mangelde Kenntnisse kann man angeben, aber nicht sowas wie Hautfarbe, Akzent oder Geschlecht.
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09.05.2010 19:59 Uhr von bjorekstroganoff
 
+1 | -0
 
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Boah: Ich bin zwecks Studium vor ca. 7 Jahren nach De gekommen, spreche und schreibe hervorragendes Deutsch. Das kommt auch nicht von ungefähr, ich kann mich in meiner Muttersprache auch gewandt ausdrücken, habe nämlich "ein Händchen" dazu und nach einiger Zeit und viel Arbeit war das auch im Deutschen möglich. Ich werde zum Teil in meiner Arbeit oft nach der richtigen Schreibweise von Wörtern gefragt. Von Muttersprachlern. (Ich arbeite nicht auf dem Bau, nein).

Wozu die Einführung?

Ich bekomme in der Tat auch immer wieder gesagt, dass mein Akzent ein Problem ist!

Für Jobs in denen das total irrelevant ist.

Für die Unwissenden - Akzente haben nichts mit Sprachkenntnissen zu tun. Das Sprechapparat wird in den ersten Lebensjahren geformt. Danach verhärten bestimmte Teile, so dass es sehr schwierig wird, gewisse Laute zu "produzieren".

Es ist eigentlich eine vollkommene Unverschämtheit jemanden mit Akzent, in die Schublade "unzureichende Kenntnisse" zu stecken. "Ordentliches Deutsch" ist auch mit einem Akzent ordentlich. Ich spreche Deutsch mit Akzent bin aber dafür bilingual!!

Die Beiträge von bestimmten Menschen in diesem Forum gehören übersetzt und in internationale Foren und Zeitungen veröffentlicht! Besonders der Kommentar von dem Autor!!

5.400 ?? Das Hundertfache würde noch zu wenig sein um die Ignoranz auszurotten.
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09.05.2010 20:14 Uhr von bjorekstroganoff
 
+1 | -0
 
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@olaf38 jede Menge Deutschen bewerben sich mehfach bei dem gleichen Unternehmen. Zweimal, dreimal, halbjährlich... Immer wieder!

Quelle: Langjährige Tätigkeit im Personalwesen - Bewerbermanagement.

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