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Bundesnetzagentur: Deutsche Telekom muss Call-by-Call bei IP-Anschlüssen und congstar anbieten

Die Bundesnetzagentur zwingt und tadelt die Deutsche Telekom Call-by-Call auch bei All-IP-Anschlüssen anzubieten. Dazu muss jedoch die Technik entsprechend angepasst werden.

Alle Neu- und Bestandskunden haben einen rechtlichen Anspruch auf Call-by-Call am IP-Anschluss. Die Telekom muss auch ihren Verpflichtungen gegenüber den Call-by-Call-Anbietern nachkommen.

Es bleibt abzuwarten, ob die Telekom noch innerhalb der vierwöchigen Frist eine Klage einreicht und wie der Konflikt mit der Bundesnetzagentur angegangen wird. Wann der Kunde endlich Call-by-Call bei congstar und Telekom-IP-Anschlüssen nutzen kann steht noch nicht fest.


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WebReporter: chrnae
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Handy, Telekom, Telekommunikation, Bundesnetzagentur, Call-by-Call
Quelle: www.dsltarife.net

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27.01.2010 19:00 Uhr von deuxpac
 
+1 | -6
 
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meine Vermutung ist, dass das DTAG-Netz ursprünglich von den guten alten Steuerzahlern bezahlt wurde und die DTAG es für lau übernommen hat. Das ist schon ein sehr großer Vorsprung zur Konkurenz, die bei 0 anfangen muss. Damit aber etwas schwung in den Markt kommt wurde CbC eingeführt, wodurch auch einige Arbeitsplätze und Firmen entstanden sind. Jetzt ist es so das viele kleine Anbieter schon eigene Netze haben und so Konkurenz da ist. CbC wird aber nicht mehr abgeschaltet, da sonst zu viele Firmen, welche daran hängen schließen müssten und um keine schlupflöcher für die Telekom zu machen, wird halt konsequent auf IP Anschlüsse erweitert.
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27.01.2010 19:34 Uhr von Numanoid
 
+9 | -0
 
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@deuxpac: Das mit dem "von den Steuerzahlern bezahlten" Netz ist ein altes, nicht auszumerzendes Märchen.
Fakt ist:
1.) Der Bereich Telekommunikation der alten Bundespost war der einzige Bereich, der auch früher schon Gewinn erzielte und diesen an die Staatskasse abführte.
2.) Die Dt. Telekom hat zwar das telefonnetz übernommen, der Staat liess sich dieses aber recht teuer bezahlen. Deshalb hat die Dt. Telekom AG ja auch Schulden in 2stelliger Milliardenhöhe.
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27.01.2010 20:41 Uhr von John2k
 
+2 | -1
 
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Das wäre gut, dann würden nämlich andere Anbieter auch dazu verdonnert und man müsste bei z.B. Alice nicht mehr die hausinternen teuren Tarife nutzen. Ist zum Teil totaler Wucher, was sie einem abverlangen. Das ist wirklich das Einzige was mich bei Alice ärgert.
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27.01.2010 21:03 Uhr von deuxpac
 
+1 | -4
 
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@Numanoid: wie gesagt, es war einfach eine Vermutung von mir was ich da geschrieben habe und ich gebe auch zu bei dieser speziellen Angelegenheit nicht so sehr auskenne. Nehmen wir mal an das deine Fakten stimmen, wo von ich ausgehe, fällt mir folgendes auf: "..einzige Bereich, der Gewinne erzielte" und "Schulden in 2stelliger Milliardenhöhe". Also ich kaufe ein fertiges Netz, all inclusive mit Kabelschächten, Rechenzentren, quasi in jedem noch so weit von der Zivilisation gelegenen Dorf verlegte Kabel usw., dazu einen riesigen Kundenstamm und als Sahnehäubchen habe ich noch eine lange Zeit ein Monopol auf die Geschichte. Kostet halt einwenig, aber ich kann mich direkt um Upgrades kümmern wie z.B. ISDN und Geld fließt von der ersten Minute an auf mein Konto. Ein feuchter Traum wird wahr! Dann kommen noch unerwartet viele Internetnutzer die stundenlang Surfen und 0,12(?)DM/Min. an mich abdrücken.
oder waren das 0,24DM bei 4 Minutentaktung, alles schon so lange her... auf jeden fall krass gewesen, wenn ich mich jetzt mal so daran erinnere! :)

Ich finde das der Staat das Netz quasi verschenkt hat. Und
wenn die wirklich im 2stelligen Milliarden bereich verschuldet sind, dann hat es andere Gründe als der Kredit für das Netz.

Wenn man das jetzt mal so vergleicht, wieviele Jahre es dauert so ein Netz erst einmal aufzubauen und das man am Anfang richtig Verluste schreibt, mal so als Beispiel Netcologne... die Zeit um die ganzen Kabel unter die Erde zu bringen und dabei noch wirtschaftlich zu sein.

Also mich wundert es nicht, das nur die DTAG CbC anbieten muss und die anderen nicht.

kennt jemand noch metronet oder die eine Flatrate für 79,- die ab glaube ich 17 uhr nutzbar war? :)

[ nachträglich editiert von deuxpac ]
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27.01.2010 21:15 Uhr von charma
 
+5 | -0
 
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@john2k genau das ist es ja: Die anderen werden nicht dazu verdonnert. Die Bundesnetzagentur bzw Regulierungsbehörde hält den Daumen nur auf die Telekom. Selbst NetCologne (in Köln fast größer als die Telekom was die Anzahl der User angeht) gilt bei denen noch als kleiner regionaler Anbieter.

Das ist totaler Blödsinn der Telekom da jetzt vorzuschreiben nen Rückschritt in der Technik zu machen. Wer Call-by-Call nutzen will, soll ich nen normalen Anschluss holen statt VoIP. Das hat nichts mehr mit Marktregulierung zu tun, das ist Willkür. Bei Congstar ggf. ok, da jeder weiß, dass es eine Telekomtochter ist, mit der man die RegTP umgehen wollte, aber auch da muss ich sagen. Das Ding ist als eigenständiges Unternehmen am Markt etabliert worden. Dann müssten alle anderen bitte auch dazu verdonnert werden.
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27.01.2010 21:56 Uhr von Milkcuts
 
+2 | -2
 
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@charma, @autor: Da gibt es eine ganz einfache Erklärung. Das Telekommunikationsgesetz schreibt vor, dass Telekommunikationsfirmen mit einer marktbeherschenden Stellung dazu gezwungen werden können und auch sollten. Marktbeherschend definiert das TKG dabei mit 40%. Dies heisst, dass sobald ein Unternehmen wie Arcor/Vodafone oder Alice die 40% Marke knacken, wird auch dort die Bundesnetzagentur einschreiten. Langfristiges Ziel ist aber, dass es gar kein Unternehmen mit >40% gibt.
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27.01.2010 22:20 Uhr von NoGo
 
+3 | -0
 
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IP-Anschlüsse: sind die Zukunft. Es ist sehr aufwendig und teuer, analoge und digitale (DSL) Technik parallel zu betreiben und auch noch zwischen ihnen über Gateways zu vermitteln. Dabei ist die Digitaltechnik an sich bereits billiger als das analoge Pendant, da zwar die Anschlüsse teurer sind, die Vermittlungstechnik aber wesentlich billiger in Anschaffung und Betrieb.
Soweit ich weiß, soll die analoge Technik daher ab 2014 Stück für Stück abgeschaltet werden, wodurch es zu immensen Kosteneinsparungen für die Betreiber kommen wird.
Was nun die Call by Call Anbieter betrifft, die werden mit Sicherheit drauf gehen, wenn sie sich nicht schleunigst nach einem neuen Geschäftsmodell umsehen. Vielleicht gibts ja dann bald CbCoIP oder derartiges...
Für digitale Netze gibt es übrigens auch ein digitales Gegenstück zu CbC: Auf dem Markt gibt es genügend alternative VoIP-Anbieter, bei denen man deutlich billiger telefonieren kann. Die haben Flatrates fürs Festnetz und auch Billigtarife fürs Handy oder Ausland. Bei VoIP zu VoIP zahlt man normalerweise gar nichts, selbst wenn man nach China telefoniert.
Ich mag die T-Com zwar nicht besonders, aber in diesem speziellen Fall wirkt die BNetzA dem Fortschritt entgegen.
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28.01.2010 11:44 Uhr von applebenny
 
+2 | -0
 
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also ich finds auch unfair dass die telekom immer solche sachen einhalten muss und die anderen nicht, die andern zocken nämlich mittlerweile richtig ab, wenn man z.b. handys anrufen will.

Zu VoIP: Ich bin zwar auch der Meinung dass VoIP die Zukunft ist, allerdings bereuhe ich den wechsel zu einem All-IP-Anschluss, weil da so viele Probleme auftreten KÖNNEN, Verzögerung, Paketverlust usw. Werde nach der Mindestvertragslaufzeit wieder einen normalen analogen Telefonanschluss bei der Telekom bestellen.

Call by Call für VoIP ist sicherlich nicht so einfach zu realisieren. Aber für was braucht man es denn, man kann sich bei seeeehr vielen alternativen VoIP-Anbietern ohne Einrichtungskosten einen Account erstellen. Ich führe z.b. meine Festnetzgespräche über die Festnetz-Flat meines Anbieters und Handy-Anrufe über einen alternativen VoIP-Anbieter. Also warum CbC für VoIP? Der einzige Grund wäre, dass es für normale Bürger, die sich mit der Technik nicht wirklich auskennen, einfach zu schwierig wäre das selbst einzurichten.

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