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Eltern haften auch bei P2P-Streitigkeiten für ihre Kinder

Das Oberlandesgericht Köln hat im Streit mit den Eltern eines Kindes, dass rund 1.000 Songs zum Download angeboten hatte, mehreren Musikfirmen recht gegeben. Die Eltern seien verantwortlich, da sie den Zugang zu illegalen Webseiten nicht gesperrt und Verbote nicht kontrolliert haben.

Die Eltern trifft die Haftung, da sie Inhaber des Internetanschlusses sind. Ähnliche Urteile haben früher bereits das Landgericht Düsseldorf und das Landgericht München gefällt. Demnach haften die Eltern auch, wenn sie vom Treiben der Kinder im Internet nichts wissen.

Die Münchner Richter begründeten das damit, dass ein mit dem Internet verbundener Computer mit einem gefährlichen Gegenstand gleichzusetzen sei. Daher seien eine "einweisende Belehrung" und die spätere Kontrolle der Einhaltung der vorgeschriebenen Verhaltensregeln notwendig.


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WebReporter: sglietz
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Kind, Streit, Eltern, P2P, Streitigkeit
Quelle: www.zdnet.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.01.2010 17:44 Uhr von Jaecko
 
+2 | -1
 
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Na Perfekt. Dank dem Satz "dass ein mit dem Internet verbundener Computer mit einem gefährlichen Gegenstand gleichzusetzen sei." kommen unsere ach so klugen Politiker jetzt auf die Idee, für die Kisten Waffenscheine zu verlangen.
Wenn dann noch einer mit so nem Ding und einem "Killerspiel" wieder durchdreht und ne halbe Schule niedermetzelt, fühlen die sich dann dadurch bestätigt, das "richtige" getan zu haben.
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26.01.2010 17:50 Uhr von PantherSXM
 
+4 | -1
 
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Ein mit: dem Internet verbundener Computer ist mit einem gefährlichen Gegenstand gleichzusetzen?? Jetzt gehts aber los. Dann sind Handys auch gefährliche Gegenstände. Klar, die kann man werfen, aber trotzdem. Das einzig gefährliche an einem Computer mit Internetanschluß sind die deutschen Richter die von absolut garnichts eine Ahnung haben und trotzdem ihr Schandmaul aufmachen dürfen.
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26.01.2010 18:06 Uhr von Jaecko
 
+1 | -1
 
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Naja. Jedes Kind, das z.B. http://fritz.box eingeben kann, hat diese "Einschränkung" ziemlich schnell aufgehoben.
Und der Passwordschutz dieser Router ist auch eher Spielzeug.

Und Handy: So ein werfbares Handy hab ich sogar noch; ein "Pocky" (C-Netz, damals noch von der "Post" gebaut).
Da hat man wirklich einigen Schaden, wenn das Ding trifft.
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26.01.2010 19:08 Uhr von MBGucky
 
+1 | -2
 
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@hostmaster: Jetzt verrate mir doch mal bitte, wie man in einem Router diese Downloads verhindern kann. Welche IP willst Du denn sperren damit die Kinder keinen Zugriff mehr auf P2P-Netzwerke haben, aber trotzdem mit Ihren Freunden ein Onlinegame zocken können?

Und wieso hast Du die News nicht gelesen? Bzw. was ist an dem Satzteil "dass rund 1.000 Songs zum Download angeboten hatte" bzw. speziell dem Wort "angeboten"?

Und zu guter Letzt, wie will die MI denn bitte denjenigen ausfindig machen, der Ursprünglich die MP3 zum Download angeboten hat, bevor sie jemand anderes weiterverbreitet?
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26.01.2010 21:09 Uhr von MBGucky
 
+0 | -0
 
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@hostmaster: Dann nenne mir doch mal bitte ein simples Mittel oder einen simplen Weg, wenn Du schon behauptest es würde davon welche geben. Oder meinst Du damit man könne ja auf jede CD in den Audiotrack jeden Liedes eine eindeutige ID integrieren und muss dann halt nur bei jeder gekauften CD eine Kopie des Personalausweises anfertigen?

Und wenn Du behauptest, das Kind hätte die Musik vorher von einem Server "erworben", welcher derartige Musik anbietet, dann hast Du das Prinzip von P2P nicht verstanden.

Bei P2P geht es darum, dass jeder Musik zum Download anbietet, jeder sich Musik runterladen kann und jeder, der sich Musik heruntergeladen hat diese auch wieder zum Download angeboten hat. Irgendwer wird wohl mal hingegangen sein und hat die Lieder von ner CD gerippt und sie dann ins P2P gestellt. (Der Vollständigkeit halber sei hier erwähnt, dass es bei P2P nicht ausschließlich um Musik geht sondern natürlich auch andere Dateien getauscht werden können.)

Und um Domains zu sperren muss man erstmal wissen, welche Domains man denn sperren muss. Ich habe bei mir keine vollständige Liste mit Domains liegen, die auf illegale Inhalte verweisen. Du hast eine solche Liste sicherlich auch nicht. Zudem findet der Dateiaustausch bei P2P unter den einzelnen Clients statt und die haben keine wirkliche Domain und nichtmal eine feste IP. Man kann also allenalls versuchen, so viele illegale Seiten wie möglich zu sperren.


Abschließend möchte ich erwähnen, dass ich keinesfalls das derzeitige Vorgehen der MI gutheiße oder rechtfertigen möchte. Es ging mir in meinem Posting lediglich darum, die Aussagen von Hostmaster - die ich für unrichtig hielt und halte - richtigzustellen.
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27.01.2010 08:36 Uhr von Prentiss
 
+1 | -0
 
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ihr dürft mich gerne berichtigen. aber entspricht das nicht der lange bekannten "störer" haftung? was genau ist denn bei dem urteil hier nun neu oder besonders?
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27.01.2010 12:03 Uhr von EvilMoe523
 
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@ hostmaster: Es ist ja immer schön von Dir zu lesen, was für tolle, simple Einfälle du hinzusteuerst, damit soetwas ja gar nicht passieren kann. Leute wie Du und Ich, mögen uns vielleicht mit Sicherheitsvorkehrungen auskennen, wissen wie wir die Aktivitäten simpel überwachen und wissen auch, dass es bessere Wege gibt als P2P Netzwerke zu nutzen.

Aber du solltest vielleicht dennoch von deinem hohen Ross mal absteigen und Dich damit abfinden, dass es auch Eltern gibt, welche sich im IT-Bereich nicht so gut auskennen wie Du.

PC und Internet sind auf der einen Seite in der heutigen Zeit, immer einfacher geworden für den Standardnutzer, so dass sich auch nahezu JEDER damit anfreunden kann, Recherchen im Netz zu machen, gegebenfalls noch diverse Seiten zu meiden mittels ein paar Hilfetools für DAU´s.

Die Realität sieht aber nunmal so aus, dass es leider oder Gott sei Dank, keinen Führerschein für die Nutzung eines Standardgeräts in unserem leben gibt und die Jugend teilweise viel mehr und begeisterter mit dem Internet umgeht, als es die Eltern tun, welche ihr W-Lan wohlmöglich sogar noch auf Default ohne Passwort dem ganzen Haus zugänglich machen. Klar sollte es das nicht geben, aber gibt es. Und so sharen die Kids ohne dem Wissen der Eltern fröhlich weiter und machen sich auch keine Gedanken drüber.

Tja, zum Thema allgemein. Schwierig schwierig. Eltern welche ihre Kinder an den PC lassen, sollten schon irgendwo verantwortung tragen uns in gewisser Hinsicht haften, genauso wie in der Realität auch, wenn das Kind eine Baustelle betritt oder eine Scheibe einwirft...

Aber ich finde es nicht fair, die Eltern für diese "kleine" Dummheit des Kindes voll ausbluten zu lassen und in den Bankrott zu treiben, nur weil die Kinder mehr Affinität zum Internetmythos zeigen als die Eltern selber. Es muss eine Sanktion geben, aber eben mit Rücksicht auf die allgemeine Situation, dass die Eltern dafür eigentlich kaum etwas können!
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04.01.2011 14:30 Uhr von DEMOSH
 
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Vorsicht Kinderabzocke: Vorsicht !!!
Manche Richter teilen sich mit den Abmahnanwälten die
erstrittenen Euro Beträge.
Teilweise alte Studienkolegen.
Oft kommen kriminelle Trupps in die Kinderzimmer und
manipulieren später die Computer.

[ nachträglich editiert von DEMOSH ]

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