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US-Richter will Polanski in den USA sehen

Ein US-Richter verlangt die Anwesenheit von Polanski. In Los Angeles wurde gestern entschieden, dass Polanski zu seinem Prozess wegen sexuellen Missbrauchs zurück in die USA muss. Im Jahr 1977 soll Polanski Sex mit einer 13-Jährigen gehabt haben, die unter Drogeneinfluss stand.

Das Gericht bestätigt damit die Staatsanwaltschaft, die den Antrag von Polanskis Anwälten auf ein Verfahren in Abwesenheit ablehnte. Der Richter begründet seine Entscheidung mit der Flucht Polanskis im Jahr 1978. Durch die damalige Flucht konnte das Verfahren nicht fortgeführt werden.

Am 26. September wurde Polanski in der Schweiz, aufgrund eines bestehenden US-Haftbefehls, in Gewahrsam genommen. Seit 4. Dezember steht er in seinem Chalet in Gstaad unter Hausarrest.


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WebReporter: Naddel1408
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: USA, Gericht, Richter, Sexueller Missbrauch, Roman Polanski, Anwesenheit
Quelle: www.sueddeutsche.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.01.2010 12:05 Uhr von U.R.Wankers
 
+5 | -4
 
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was man will und was man bekommt: sind bekanntlich zwei verschiedene Paar Schuhe
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23.01.2010 12:45 Uhr von fallobst
 
+3 | -3
 
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@ urwankers: wollen wir hoffen, dass das diesmal nicht der fall ist...
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23.01.2010 14:54 Uhr von Jerryberlin
 
+2 | -5
 
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Kann sich doch den Polanski: im Fernsehen anschauen ;-))
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23.01.2010 16:50 Uhr von ephedrin4c
 
+6 | -6
 
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polanski: dieses drecksschwein. Vergewaltigt eine 13-jährige, was ihm noch dazu zu einem Kinderschänder macht, und der einhellige Tenor lautet: "Polanski ist doch ein toller Filmemacher und die Sache ist verjährt" meine Fresse, die leute sind sie Gehirngewaschen, das sie selbst einen Kinderschänder feiern.
Der Typ gehört bis an sein Lebensende in ein amerikanisches Gefängnis, mal schauen ob dem dürren Männchen dann seine "tollen" Filme weiterhelfen.
Ich nehme mich ihm auch gerne an, mir reicht da schon eine Stunde.
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24.01.2010 10:29 Uhr von Hawkeye1976
 
+5 | -3
 
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Rache oder Gerechtigkeit? .... oder gar PR? Die Frage in der Causa Polanski ist es doch, ob es hier den agierenden Juristen wirklich um Gerechtigkeit geht oder nur um Rache oder persönliche PR.

Fest steht, dass das damalige Opfer sich ausdrücklich gegen einen erneuten Prozess geäußert hat und ihr diese erneute Rummel alles andere als angenehm ist. Sie hat - laut eigenen Aussagen - die Sache von damals verarbeitet und Polanski verziehen und will den ganzen Mist nicht nochmal vor Gericht durchexerzieren müssen. Sollte nicht der Wille des Opfers zumindest ansatzweise berücksichtigt werden?

Zudem hat sie sogar seine damalige Flucht aus den USA gebilligt, da sie der Meinung war und ist, dass Polanski kein fairer Prozess gemacht worden wäre (und gemacht wurde).

In meinen Augen ist sie als Opfer die einzige, die in dieser Sache das letzte Wort haben sollte und nicht irgendwelche karrieregeilen Juristen.
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24.01.2010 13:02 Uhr von fallobst
 
+2 | -2
 
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@ hawkeye: ja klar, wenn das opfer dann nicht will, kein thema. was ist denn, wenn das opfer bedroht wurde, um das zu sagen? oder bestochen? oder an etwas ähnlichem wie dem stockholm-syndrom leidet?

eben deshalb gibt es eine unabhängige justiz (zumindest im besten falle).

die message, die von polanski seit jahrzehnten in erster linie ausgeht, ist, dass wenn man reich und berühmt genug ist, man seiner gerechten strafe für kindesmisshandlung entgehen kann. und das ist eine schweinerei...
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24.01.2010 13:40 Uhr von Hawkeye1976
 
+4 | -2
 
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@fallobst: Das Opfer hat das mehrfach geäußert und lebt seit Jahrzehnten ein normales Leben, welches erst durch die erneute Festnahme und die Diskussionen wieder aus dem Gleichgewicht gebracht wurde. Sie hat mit dem Kapitel abgeschlossen.
Seitdem die Sache wieder aufs Tapet gebracht wurde, sieht sie sich fortwährend den Belästigungen durch "Journalisten" ausgesetzt etc.

Alle Interviews etc. belegen, dass sie weder eine Störung a la Stockholm-Syndrom hat, noch von irgendwem bedroht wird. Sie will einfach nur in Ruhe ein normales Leben leben ohne diese alte unangenehme Geschichte jetzt wieder vor Gericht durchleben zu müssen.

In meinen Augen muss der Wunsch des Opfers respektiert werden, auch wenn dieser für uns nicht nachvollziehbar ist.

Dazu kommt, dass auch z.B. ihre Eltern (Stichwort Aufsichtspflicht) und sie selber eventuell vor Gericht nicht so gut wegkommen könnten, da sie damals wohl auch ziemlich bewusst ihre körperlichen Vorzüge einsetzte, um berühmt zu werden.

Es gibt über diesen Fall einen sehr aufschlussreichen Dokumentarfilm, der deutlich zeigt, dass in diesem Fall nicht nur schwarz oder weiss gesehen werden kann. Und das bezieht sich auf alle Beteiligten.
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24.01.2010 14:17 Uhr von fallobst
 
+2 | -3
 
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@ hawkeye: ja und was genau vermittelt uns das? wozu gibt es dann gesetze, wenn deren einhaltung nur nach belieben der beteiligten personen durchgesetzt werden soll? wozu gibts dann rechtssysteme?

und wieso nicht schwarz/weiß? willst du mir erzählen, dass der arme, arme 44-jährige polanski damals von dem 13-jährigen mädchen ganz böse verführt wurde und nichts dafür kann?

ob (und wie genau) die eltern fahrlässig gehandelt haben macht den missbrauch durch polanski nicht besser oder schlechter...

und auf bestechung und somit ein sich freikaufen von der anklage bist du gar nicht eingegangen...
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24.01.2010 14:55 Uhr von Hawkeye1976
 
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@fallobst: Nein, das will ich damit nicht sagen. Ich will damit sagen, dass seinerzeit im Umfeld des Prozesses einiges nicht so gelaufen ist, wie es eigentlich rechtens ist (selbst das Opfer hat damals geäußert, dass Polanski keinen fairen Prozess erwarten konnte) und darum nach so langer Zeit einzig im Interesse des Opfers gehandelt werden sollte und wenn dieses keinen weiteren Prozess wünscht, sollte man das akzeptieren.

Zumal der Prozess eh eine Farce wird, wenn das Opfer sich weigert auszusagen (was sie schon in Interviews angedeutet hat).

Es geht dabei auch nicht um die Person Polanskis, sondern auch darum, dass es schwer sein dürfte nach 30 Jahren alles noch hieb- und stichfest beweisen zu können.
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24.01.2010 16:16 Uhr von fallobst
 
+3 | -1
 
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@ hawkeye: "kein fairer prozess, nicht rechtens gelaufen", benenn diese dinge genau, denn ansonsten relativierst und verharmlosest du dadurch indirekt einen vergewaltiger und seine flucht vor dem gesetz.

btw:polanski hat 2005 die zeitschrift vanity fair in GB wegen verleumdung verklagt. im prozess war er per video zugeschaltet, da er in GB sofort verhaftet worden wäre.

in was für einer bekloppten welt leben wir eigentlich, in der ein vergewaltiger, weil er so berühmt ist, so über dem gesetz steht...

und die leute nehmen das einfach so hin...
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25.01.2010 02:36 Uhr von willi_wurst
 
+2 | -3
 
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@Hawkeye1976: "..selbst das Opfer hat damals geäußert, dass Polanski keinen fairen Prozess erwarten konnte."
als ob das opfer das beurteilen könnte ...

im übrigen: ich kann die frau gut verstehen. sie möchte ihre ruhe haben - es ist ihr unangenehm und peinlich. denoch: für mich macht es einen gewaltigen unterschied, ob eine vergewaltigung erst nach 30 jahren angezeigt wird und es dann mit einer möglichen beweislage/entlastung schwierig wird ... oder, ob ein "möglicher" vergewaltiger sich seinem prozess durch flucht (und zahlung von geld) entzieht.

ich kann nicht verstehen, das so viele menschen das gut heißen können ... wirklich nicht ... wenn er das mädchen vergewaltigt hat, dann hat er dafür gerade zu stehen. wenn er das nicht hat, dann sollte er frei gesprochen werden ... aber nicht von irgendeinem hier, sondern von einem ordentlichen gericht.

[ nachträglich editiert von willi_wurst ]

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