22.01.10 17:20 Uhr
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Forscher von IBM speichern rekordverdächtig viele Daten auf einem Magnetband

Forscher vom IBM-Labor in Zürich haben gemeinsam mit Kollegen von Fujifilm eine Technologie entwickelt, mit der sich künftig bis zu 35 Terabyte auf einer Bandkassette im LTO-Format speichern lassen. Das ist rund 40 Mal mehr als bisher möglich war.

Um die neue Leistung zu erreichen wurden das Magnetband sowie die Schreib- und Lesevorrichtung verbessert. Einsatzmöglichkeiten sehen die Entwickler bei den klassischen Anwendungsgebieten von Magnetbändern. Dazu gehört die Langzeitarchivierung oder das Backup großer Datenmengen in Firmen.

Gegenüber Festplatten haben Magnetbänder den Vorteil, dass sie nicht ständig Strom benötigen. Nachteilig ist dagegen, dass ein schneller Datenzugriff unmöglich ist.


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WebReporter: sglietz
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Forscher, Daten, Technologie, IBM, Speicher, Magnetband
Quelle: www.zdnet.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.01.2010 17:54 Uhr von Hinkelstein2000
 
+2 | -4
 
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"Bänder sind einfach nicht für die Arbeit mit aktuellen Daten geeignet. "

Wrum nicht, bitteschön?
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22.01.2010 18:33 Uhr von EternalN
 
+4 | -1
 
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@sglietz: Bevor du sowas als Kommentar ablässt, lies erstens nochmal die News genau und zweitens mach dich mal schlau.

Magnetbänder werden wie damals als auch heute zur Datensicherung eingesetzt. Sowohl im Privatbereich mit 5,25 Zoll Laufwerken, bis hin zum Großunterunternehmen die richtige Bandroboter im Einsatz haben. Das ein Magnetband die heutige Festplatte nicht ersetzen kann ist ziemlich klar, genausowenig wie es eine DVD-RW könnte.

Also sind Bänder defintiv für aktuelle Daten geeignet, um sie kurz- mittelfristig und auch langfristig darauf zu sichern! Datensicherungen werden i.d.R. täglich, monatlich, quartalsweise und jährlich gemacht, alle mit unterschiedlichen Aufbewahrungszeiten.
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22.01.2010 19:10 Uhr von MBGucky
 
+11 | -0
 
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und warum: bitteschön benötigt eine Festplatte ständig Strom?
Sind bei nem Stromausfall immer gleich alle Daten weg oder was?
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22.01.2010 19:39 Uhr von Vasto-Lorde
 
+0 | -1
 
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@MBGucky: Thx 4 Comment,

you made my day.
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22.01.2010 21:31 Uhr von CHR.BEST
 
+3 | -0
 
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Jupp: Firmen sind gesetzlich dazu gezwungen, Daten wie z. B. Rechnungen über Jahre hinweg zu archivieren, bevor sie vernichtet/gelöscht werden dürfen.

Es kann ja mal sein, daß man mal was nachsehen muß oder daß so ein Dokument Gegenstand einer gerichtlichen Auseinandersetzung wird oder daß das Finanzamt mal nachsehen möchte, ob auch alle Steuern ordnungsgemäß abgeführt wurden usw.
Darum gibt es diese Archivierungspflicht.

35 TB klingen da nicht schlecht allerdings kosten Terabyte-Festplatten heutzutage auch nicht mehr die Welt, und auf einer einzigen dieser Platten kann man extrem viele, eingescannte Belege speichern. Verbaut man sie zusätzlich in einem Wechselrahmen, läßt sie sich obendrein ganz leicht auswechseln und ebenfalls stromlos lagern.

Zuverlässigkeit spielt bei dieser Art der Archivierung eine weitaus größere Rolle, als der Preis. Und was das angeht, da bin ich bei Magnetbändern eher skeptisch. Normalerweise müssen diese regelmäßig überspielt werden, da sonst die Daten verloren gehen. Selbst eine CD/DVD dürfte da besser abschneiden.

Weiterhin kann man diese Bänder vermutlich nur mit einem speziellen Gerät (offenbar von IBM) benutzen. Damit macht man sich wieder von einem oder wenigen Unternehmen abhängig während man Festplatten mittlerweile an jedem PC oder Notebook anschließen kann.

Es gab ja in der IT-Welt mal eine Zeit, da konnte man nirgens soviele Daten so günstig sichern, wie auf Magnetbändern (falls sich noch einige an das ZIP-Laufwerk von Iomega erinnern können). Aber diese Zeiten sind dank des enormen Fortschritts bei den Festplatten (wofür ein deutscher Physikprofessor vor nicht allzulanger Zeit übrigens den Nobelpreis gewonnen hatte) längst Vergangenheit.

Im Endeffekt kommt es halt immer auch darauf an, wie auf die Daten später zugegriffen werden soll.
Eine Suchmaschine wie z. B. Google muß auf alle archivierten Daten, so schnell wie irgend möglich, zugreifen können. Mit Magnetbändern käme man da nicht weit, selbst wenn sie 100x soviele Daten wie Festplatten zu speichern vermogen.
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22.01.2010 21:34 Uhr von FirstBorg
 
+0 | -0
 
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@MBGucky: ich denke mal, damit ist gemeint das die Festplatte im betrieb ständig strom braucht, weil die scheiben darin sich ständig drehen um schnellen Zugriff zu gewährleisten. Bei Bändern dagegen braucht man nur strom um die Bänder zu bewegen.
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25.01.2010 08:28 Uhr von ThomasHambrecht
 
+0 | -0
 
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Wenn beschriebene Festplatten mal 3 Jahre im Schrank stehen kann es sein, dass sie entweder nicht mehr lesbar sind oder auch mal nicht mehr anlaufen. Tatsächlich müssen Festplatten aufgefrischt werden, indem man die Daten auf der Platte bewegt.
Handelt es sich um sehr grosse Dateien von einigen GBs sind auch Magnetbänder oft schon unzuverlässig gewesen.
Eigentlich sollte man immer 3 Sicherungen anlegen, dauernd anhand von MD5-Prüfsummen schauen ob die Sicherung noch ok ist - und notfalls von einer der anderen Sicherungen wieder herstellen.

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