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SPD gibt sich zur Afghanistan-Tagung kampflustig - Abzug bis 2015 gefordert

"Jeder sagt inzwischen, dass dieser Konflikt durch weitere militärische Präsenz nicht zu gewinnen ist", ließ SPD-Chef Sigmar Gabriel am gestrigen Donnerstag verlauten. Weitere Soldaten dürften nicht nach Afghanistan geschickt werden, stattdessen solle der Abzug der Bundeswehr geplant werden.

Auch Steinmeier forderte in einem Interview mit der "Zeit", der Abzug solle "zwischen 2013 und 2015" realisiert werden. Am heutigen Freitag findet, passend zu diesem Thema, eine Afghanistan-Tagung in der Parteizentrale der Sozialdemokraten statt.

700 Gäste werden dazu erwartet. Diskussionsgrundlage ist ein Papier, in dem gefordert wird, die Priorität des Afghanistan-Einsatzes zu ändern. So solle der Einsatz von Tornados einer Überprüfung unterzogen werden und das Engagement für den zivilen Wiederaufbau deutlich gesteigert werden.


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WebReporter: Tierpark_Toni
Rubrik:   Politik
Schlagworte: SPD, Afghanistan, Bundeswehr, Sigmar Gabriel, Abzug, Tagung
Quelle: www.spiegel.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.01.2010 08:47 Uhr von quade34
 
+1 | -1
 
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Abzug: mag ja ganz vernünftig sein, aber wohin mit den Millionen von Flüchtenden vor der Taliban-Mörderbande? Von der SPD kann man dafür so wie so keine Antwort erwarten.
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22.01.2010 10:26 Uhr von usambara
 
+0 | -3
 
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bis 2015? offenbar hat die SPD noch nicht genug Kampf in Kunduz gehabt.
Als ob sich in 5 Jahren etwas grundlegend ändern würde, was in 10 Jahren nicht geschafft wurde.
Im Gegenteil: je länger die NATO dort bleibt, desto stärker wird
der Widerstand gegen die Besatzung wachsen.
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22.01.2010 11:02 Uhr von quade34
 
+2 | -2
 
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Afganistan: Es gibt dort keinen Widerstand gegen die Besetzung, sondern die Bevölkerung muss vor den Terrorbanden der Taliban geschützt werden. Zur zeit ist die dortige Regierung noch nicht in der Lage, diese Aufgabe selbst zu tragen.Daher sollten die Internationalen Truppen und Hilfsorganisationen weiterhin den Aufbau einer Verteidigungsarmee und der Polizei unterstützen. Das wird wohl sehr lange dauern und ist mit den Verhältnissen, die nach 1945 in Deutschland vorlagen nicht zu vergleichen. Es hat auch bei uns ziemliche Zeit gedauert, bis demokratische Strukturen errichtet waren.
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22.01.2010 11:54 Uhr von usambara
 
+1 | -0
 
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18.01.2010: Als Wirtschaftsminister bestätigt wurde Abdul Hadi Arghandiwal, ein Ex-Mitglied der militanten Gruppe Hisb-i-Islami von Rebellenführer Gulbuddin Hekmatyar, der jetzt den Pro-Regierungsflügel der Islamischen Partei führt.

Du glaubst doch nicht wirklich, in ein paar Jahren dort Demokratie mit einem Marschall-Plan einführen zu wollen.
Viel Spass...
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22.01.2010 21:25 Uhr von schattenzirkel
 
+0 | -1
 
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erst jetzt werden unsaere Truppen auf dem Balkan reduziert.
Als dort die ersten Feldlager bezogen wurden haben die meisten von euch noch in die Windeln gemacht.

Wie soll also ein Land, indem es nicht minder wüst zu geht innerhalb 10 Jahren stabilisiert werden?

Manche Leute denken nichtmal von zwölf bis Mittags, wirklich...
Immer her mit dem Minus, das verstärkt nur meine Meinung dass die meisten Leute hier nur ihre Unwissenheit kund tun und sich mit der Thematik einfach nicht beschäftigen.

Kommentare wie von quade werden dann negativ bewertet, dass ist wirklich arm

[ nachträglich editiert von schattenzirkel ]
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23.01.2010 09:43 Uhr von Alexander.K
 
+0 | -0
 
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@quade34: Wieviel Millionen Afghanische Flüchtlinge gab es denn vor dem Angriff der USA?
Wie sind die Taliban eigentlich an die Macht gekommen? War es nicht das Verhalten der Warlords, die das Land mit Korruption, Drogenhandel und Gewalt gegen die Menschen beherrscht haben? Und von denen sitzen jetzt nicht wenige in der Regierung in Kabul und die festigen ihren Einfluss in den Regionen wieder unter dem Schutz der ISAF. Mal sehen wann die Menschen dann von denen wieder die Schnauze voll haben.

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