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Mieses Spiel mit dem Tod: Internetbetrüger verurteilt

Weil er Trauernden Gebühren für Todesanzeigen in einem angeblichen Internet-Sterberegister aufgedrängt hat, ist ein Mann aus Groß Kreutz (Brandenburg) zu neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden.

"Besonders verwerflich" nannte die zuständige Richterin am Amstgericht Brandenburg das pietätlose Verhalten des Mannes und bescheinigte ihm eine erhebliche kriminelle Energie.

Der 42 Jahre alte Autohändler hatte von Hinterbliebenen 63,12 Euro gefordert, damit die Todesanzeige im "Bundessterberegister" erscheint - eine von dem Betrüger selbst geschaltete Seite. Er log weiter, eine Gesetzesnovelle der EU würde sie dazu verpflichten.


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WebReporter: Havelmaz
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Tod, Internet, Spiel, Betrug, Gebühr, Verurteilung
Quelle: www.maerkischeallgemeine.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.01.2010 08:11 Uhr von Krebstante
 
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Sauerei: Man gut, dass die meisten Leute sich nicht haben täuschen lassen. Gesetzlich vorgeschriebene Eintragungen und Meldungen werden ja eigentlich auch immer vom Bestatter durchgeführt und man wird auch darüber informiert.
Das zeigt mal wieder, dass selbst trauernde Angehörige, weil sie ja auch sonst keine anderen Sorgen haben, einen "kühlen Kopf" bewahren müssen, auch wenn es schwer fällt.
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22.01.2010 08:29 Uhr von Bender-1729
 
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Das ist ja unmenschllich!!!! 9 Monate auf Bewährung?! Wie unmenschlich! DAS wird allen Betrügern weltweit, die aus dem Leid anderer Menschen profitieren, aber eine gewaltige Lehre sein!

[/Ironie off]

Wirklich ein Witz! Wenn ich mich richtig erinnere, gab es bei Galileo oder auf N24 mal eine Reportage über Betrüger, in der versucht wurde, diesen Kerl vor der Kamera zur Rede zu stellen. Dabei wurde nicht nur er selber, sondern auch sein Autohaus im TV gezeigt. Da war DAS ja mehr Strafe, als das was unser möchtegern Justizsystem da wieder zusammengeschustert hat. Kein Wunder, dass Betrügereien und Gewalt in diesem Land immer mehr zunehmen bei den "Strafen", die man hier abzusitzen hat. (bzw. NICHT abzusitzen hat ...)
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22.01.2010 09:10 Uhr von w0rkaholic
 
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Naja, der Typ hat laut Quelle gerade einmal: "Zwar hat der gebürtige Brandenburger nur 126, 24 Euro ergaunert, der „immaterielle Schaden“ auf Seiten der Angehörigen ist laut Gericht allerdings „enorm hoch“. „Seine Taten sind besonders verwerflich“, urteilte die Richterin."

126,24 EUR erbeutet, dafür sind neun Monate auf Bewährung schon in Ordnung. Es war also zum Großteil versuchter Betrug und ziemlich dreist, aber ob es für Dreistigkeit eine Extra-Strafe gibt, weiß ich nicht. Ich wette mit seinen 126,24 hat er nicht mal die Auslagen raus für die Erstellung der Seite inklusive Mieten einer Domain und Porto. Ganz zu schweigen von der Arbeitszeit. Hätte er sich mal lieber in die Fußgängerzone mit einer Gitarre gestellt und ein bisschen geklimpert.

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