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Managerin wegen "Juden"-Vergleich gefeuert - Klage gegen Siemens

Eine ehemalige Managerin des Siemens-Konzerns hat das Unternehmen auf Schadenersatz verklagt. Die Frau verlangt eine Zahlung von rund zwei Millionen Euro.

Die 45-jährige Frau ist von Siemens gekündigt worden, weil sie ihre Situation mit denen der Juden im zweiten Weltkrieg verglich und laut Siemens so den Holocaust verharmloste.

Die Betriebswirtin fühlte sich zuvor von ihrem direkten Chef wegen ihrer ausländischen Staatsangehörigkeit gemobbt. Der Prozess vor dem Landgericht Nürnberg wird am 17. März fortgeführt.


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WebReporter: Magier47058
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Urteil, Manager, Schaden, Siemens, Schadensersatz, Rechtsstreit
Quelle: www.dnews.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.01.2010 14:47 Uhr von McDarkness
 
+6 | -8
 
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Naja, also der vergleich ist zwar ziehmlich hart aber ein Kündigungsgrund ist das nicht.
Und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Managerin gemobbt wurde bzw. wegen ihrer ausländischen Staatsbürgerschaft benachteiligt wurde. So etwas kommt heute leider noch viel zu oft vor.
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20.01.2010 14:58 Uhr von httpkiller
 
+17 | -2
 
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LOL

Judenkeule VS. Nazikeule
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20.01.2010 15:21 Uhr von Schwertträger
 
+3 | -4
 
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Schwachsinn: Wenn die Situation einen Vergleich mit damaligen Verhältnissen zuliess, dann ist der Vergleich auch nicht verharmlosend.
Und das lässt sich ja einigermaßen feststellen.

Außerdem ging es der Managerin wohl eher nicht darum, das damalige Geschehen zu verharmlosen, sondern die heutigen Geschenisse in ihrem Umfeld in der Sichtweise zu verschlimmern.
Letztlich entscheidet also nur die offizielle Sichtweise, welche der beiden Varianten (Verschlimmerung oder Verharmlosung) anerkannt wird.

Die tatsächlichen Umstände sind ja ein unveränderlicher Fakt. Also lässt sich auch recht gut eine offizielle Linie festhalten, womit sie verglichen werden dürfen.


Die Kündigung ist auf jeden Fall Unsinn.

[ nachträglich editiert von Schwertträger ]
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20.01.2010 15:26 Uhr von EvilMoe523
 
+4 | -3
 
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@ Schwertträger: Ich denke zwar auch, dass sie eher aussagen wollte, wie schlimm sie den Zustand findet, als ausdrücken zu wollen, dass Juden nur gemobbt wurden damals, aber dass macht den dämlichen Vergleich nicht besser...

Es exisitieren schlimme Arbeitsbedingungen in vielen Unternehmen keine Frage und es gibt Mittel und Wege dagegen vorzugehen, aber doch nicht dem Unternehmen und Geldzahler einen "kleinen Holocaust" an die Backe schmieren.

Da hätte ich sie aber auch entlassen, denn das ist ja wohl mehr als ein schwerer Vorwurf. Die kann froh sein, dass es nur bei der kündigung blieb. Auf das Geld hoffen braucht die glaub ich nicht ;)
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20.01.2010 15:38 Uhr von GermanCrap
 
+9 | -6
 
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Kündigung richtig: Da ich davon ausgehe, dass das Unternehmen nicht versucht hat die ex-Managerin in einem KZ zu internieren, zu vergasen oder sonstwie zu ermorden, würde ich als Chef einen solchen Vergleich als schwerste Beleidigung auffassen. Eine fristlose Kündigung ist da definitiv rechtens. Wenn die Angaben aus der Quelle stimmen, dann wird ihre Klage eine reine Zeit- und Geldverschwendung.
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20.01.2010 15:43 Uhr von Hanno63
 
+3 | -5
 
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ausgerechnet Siemens,...die klaun wo´s geht verkaufen "ganz neue" "Super-Chips" , die schon 2 Jahre vorher von At&T vermarktet wurden.
Schiesen ihre besten Leute ab und jammern dann , wegen der früheren Erfolge, als sie noch ehrlich "selber" erfunden und entdeckt haben , min. 40 Jahre zurück.
Siemens /Halske, Siemens / Schuckert,...das waren noch ehrliche Namen.
Waren auch mal gut im Telefonbau, Tel.-Amt.
und Lichtstellanlagen. "Sitralux".
Andere müssen immer die Vorarbeit leisten und Siemens macht den Gewinn..??
Passt das aufgebauschte Verhalten natürlich prima.

[ nachträglich editiert von Hanno63 ]
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20.01.2010 18:31 Uhr von Schwertträger
 
+3 | -4
 
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@GermanCrap und EvilMoe: Warum so weit ausholen? Nur mal als Beispiel:
Es würde doch für einen Vergleich völlig ausreichen, wenn das Unternehmen verlangen würde, dass sie einen gelben Stern mit dem Wort "Ausländer" an der Kleidung trüge.
Schon wäre der Vergleich mit der entsprechenden(!!) Situation der Juden damals völlig in Ordnung.

Man darf nicht immer nur in Schemata denken!
Also nicht gleich davon ausgehen, dass jeglicher(!) Vergleich heutiger Vorkommnisse mit damaligen entweder undenkbar unangebracht, oder lediglich Nazikeule sind.

Was vergleichbar ist, kann auch verglichen werden.
Auch in Teilbereichen!

[ nachträglich editiert von Schwertträger ]
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20.01.2010 22:29 Uhr von cheetah181
 
+3 | -1
 
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Schwertträger: Prinzipiell hast du recht (Minus ist auch nicht von mir), aber wenn jemand sagt "Der benimmt sich wie ein Schwein!", dann ist auch nicht gemeint, dass diese Person gut im Trüffelsuchen ist.

Dein Beispiel "Stern an der Kleidung tragen" wäre vielleicht noch passend, aber du glaubst wohl doch nicht, dass man sie dazu gezwungen hat?
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21.01.2010 02:28 Uhr von Schwertträger
 
+2 | -2
 
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@cheetah181: Nein, natürlich nicht: Ich brauchte bloss mal ein plakatives Beispiel, um zu zeigen, dass es durchaus Konstellationen gibt, in denen der Vergleich nicht abwegig und illegitim ist.
(Haben die drei Minusgeber aber anscheinend nicht verstanden :-) ).

Angenommen, jeder ihrer Schritte wurde verfolgt und anderen wurde gesagt "arbeitet nicht mit ihr zusammen", und sie hat daraufhin verglichen, dass das ja Gestapomethoden wären (die gegenüber Juden), dann läge sie damit nicht falsch.

Wir wissen ja nicht genau, WAS sie gesagt hat.
Wir wissen auch nicht, was seitens der Firma vorgefallen ist.
Insofern ist es schwierig zu beurteilen, ob ihr Vergleich nun legitim war, oder nicht.
Generell unmöglich ist der Fall, dass sie nicht falsch lag, der Vergleich also legitim war, jedenfalls nicht.




Naja, und eine Kündigung auf der Basis....
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21.01.2010 09:30 Uhr von Hanno63
 
+4 | -0
 
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man sollte berücksichtigen, dass bei Mobbing z.B. in so einer Situation , die negativen Angstzustände sich potenzieren, da man ja nicht genau weiss , wer da mitmischt und wem man vielleicht noch vertrauen könnte.
Nicht "alle" die lächeln, sind freundliche Menschen.
Wenn der Stachel einmal sitzt ist es schon möglich sich "ähnlich" dem Holocaust zu fühlen.
Es ist natürlich vom Vorstand bzw. Perso.-Chef auch eine Willenssache , das alles "betont" negativ zu interpretieren, denn wer unter Druck ist kann sich auch mal "falsch" erklären, weil man so eine Situation ja nicht frei durchdenken kann und sehr schnell in Erklärungsnot gerät und dadurch auch eine falsche Wortwahl möglich ist, was ein "guter" Vorgesetzter auch berücksichtigen würde.
Vermutlich war sowieso ein Abschieben dieser Person geplant..??
(auch: zu ehrliche , fleissige Leute sind da oft gefährdet)

[ nachträglich editiert von Hanno63 ]
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21.01.2010 14:27 Uhr von Schwertträger
 
+1 | -0
 
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@cheetah: Das Minus bei Dir ist übrigens auch nicht von mir.
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29.01.2010 01:51 Uhr von darkdaddy09
 
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In Deutschland werden doch Juden seit 1938 gehasst: oder? Btw: Seit 1938...???
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29.01.2010 02:39 Uhr von Schwertträger
 
+2 | -0
 
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@darkdaddy09: Äääh Ich denke, die Juden wurden von denen, die sie 1938 gehasst haben, auch schon lange vorher gehasst.

Und die Leute, die damals keine Juden gehasst haben, hassen auch heute keine.
Dass also DIE Juden in Deutschland gehasst werden, kann man getrost ins Reich der Legenden verweisen.

Wo wohnst Du, dass Du das nicht weisst?
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01.02.2010 02:14 Uhr von StYxXx
 
+2 | -0
 
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Vergleich: Wieso gehen bei dem Vergleich immer alle davon aus, dass jedes Detail gleich sein muss? Das ist es ja eben nicht, deswegen vergleicht man. Sich da jetzt daran aufzuhängen, dass es ja nicht exakt gleich ist und mit ganz anderen Dingen zu kommen, die sie gar nicht meinte, wäre eigentlich die perfekte Vorlage für einen weiteren Verglich, den ich mir jetzt mal verkneife. Auf jeden Fall ist es imho lächerlich. Es war ja wohl klar, was die Frau gemeint hat: Nämlich wegen der Abstammung diskriminiert zu werden. Mit Sicherheit ging es nicht um KZs oder was manche sich jetzt aus der Nase ziehen.

Wenn das so korrekt sein soll, wären Vergleiche NIE möglich. Flugzeugabstürze? Natürlich nicht, damals war noch ein Hund mehr an Board. Stellt euch mal vor, jetzt kommen Neonazis mit blauen(!) Hakenkreuzflaggen und gründen ein viertes Reich. Dann werden die einen sagen "wir müssen was tun, das ist wie damals". Aber haaaalt, nein. Falsch, weil die Flaggen sind blau! Also ist nach der Logik kein Vergleich erlaubt. Ist das sinnvoll? Und die Nazis haben damals nicht sofort mit KZs angefangen. Zunächst gab es noch vergleichsweise harmloser Rassismus, zb im Berufsleben. Auch das gehört bereits zum Dritten Reich und auch zum zweiten Weltkrieg. In sofern ist der Vergleich durchaus gültig, wenn man nur die ersten Jahre betrachtet. Darf man das? Unter Umständen schon. Immerhin wissen wir nicht, was sich aus der jetzigen Zeit entwickelt. Wir könnten am Anfang von etwas schlimmen stehen. Sagt man immer nur "achwas, wir dürfen das nicht vergleichen" tun wir nichts gutes, im Gegenteil: Wir verschließen die Augen und würden nichtmal ansatzweise erkennen, wenn wir wieder auf so etwas zusteuern. Ich glaube nicht, dass das im Sinne der damaligen Opfer ist, oder?

Aber viel wichtiger als irgendwelche Moralreden ist doch: Der Kündigungsgrund ist offensichtlich nur Vorwand. Man will halt jemand unliebsames loswerden. Natürlich hat sie die perfekte Vorlage dafür geschaffen. Doof wars. Und so kommt der Chef auch um die Mobbinguntersuchung rum, clever.
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01.02.2010 03:22 Uhr von Floppy77
 
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Für Siemens: ist das wohl ein wunder Punkt, immerhin haben in Auschwitz und Lublin Häftlinge für Siemens schuften müssen.
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14.02.2010 09:14 Uhr von ITB
 
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Vorgeschichte: vorsicht, diese aussage hat eine lange vorgeschichte, welche leider im ersten artikel von "magier47058" nicht erwähnt wurde. es handelt sich hier um eine sehr umfangreiche mobbingklage gegen siemens, die gerichtsverhandlung wird im märz 2010 sein - aha, daher weht der wind.

warum soll der vergleich mit den juden so abwegig sein? auch damals begann alles mit mobbing...

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