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Kundus-Affäre: US-Piloten strafversetzt

Die beiden amerikanischen Piloten, die im Herbst auf Befehl des deutschen Oberst Klein einen Luftangriff gegen Tanklastwagen geflogen hatten, sind strafversetzt worden. Bei dem Angriff wurden bis zu 142 Menschen, darunter viele Zivilisten, getötet.

Der zuständige Isaf-Kommandeur wollte auch eine Abberufung von Oberst Klein erreichen, stieß dabei bei der deutschen Regierung aber auf taube Ohren. Man befürchtete dort offenbar, dass man dadurch ein Fehlverhalten von Oberst Klein vor dem Angriff einräumen würde.

Inzwischen mehren sich die Anzeichen, dass gegen Oberst Klein kein Verfahren eingeleitet wird. Da es sich um einen "nicht-nationalen bewaffneten Konflikt" handele, würden laut Generalbundesanwaltschaft Zivilisten ihren Schutzanspruch aufgeben, wenn sie sich in den Gefahrenbereich begeben.


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WebReporter: TheRoadrunner
Rubrik:   Politik
Schlagworte: USA, Strafe, Affäre, Pilot, Kundus
Quelle: www.sueddeutsche.de

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38 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.01.2010 11:27 Uhr von micha1978
 
+29 | -1
 
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das: Das würde ich sagen ist das typische Bauernopfer.
Einerseitz wollen sie willige Befehlsempfänger und wann dann was nach hinten los geht hängt man die Kleinen.
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16.01.2010 11:55 Uhr von Johnny Cache
 
+7 | -10
 
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Das ist ein Satz "Da es sich um einen "nicht-nationalen bewaffneten Konflikt" handele, würden laut Generalbundesanwaltschaft Zivilisten ihren Schutzanspruch aufgeben, wenn sie sich in den Gefahrenbereich begeben."

Den Satz muß man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen.
Vermutlich wollte der Spinner damit sagen daß man wenn die NATO ein Land besetzt und plättet schlicht verloren hat, weil sie auch bewußt auf Zivilisten schießen wenn ihnen danach ist.
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16.01.2010 12:07 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ Kommentare / Bewertungen: micha: Zustimmung. Aber schon bemerkenswert, weil sich die US-Regierung normal schützend hinter US-Soldaten stellt.

@ berechtigt: Und, macht es das besser? Vor allem, wenn es auch noch mit deutscher Beteiligung passiert, wo wir doch eiglt. für eine "Friedensmission" da unten sind?

@ Johnny: wen bezeichnest du denn als Spinner? Mich, weil ich (wie spätestens durch den Konjunktiv deutlich werden sollte) die Ansicht der Generalbundesanwaltschaft wiedergebe? Oder ist dir lieber, wenn so etwas totgeschwiegen wird?

Zu den Bewertungen: ist die News so schlecht geschrieben, dass sie gegenwärtig 1 Stern verdient? Oder gefallen dem einen oder anderen vielleicht die Tatsachen nicht? *grübelt
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16.01.2010 12:29 Uhr von schattenzirkel
 
+3 | -3
 
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Herrlich die Leute streiten sich über das Thema und kennen nichtmal die Fakten, ich geniesse das immer wieder.
Gewiss wird/wurde in Afghanistan einiges falsch gemacht.
Aber ich kann nur immer wieder betonen, dass wenn die Regierungsvertreter um NATO Hilfe beten, weil sie selber nicht mehr gegen Taliban und CO ankommen, rechtfertigt es eine Schutztruppe alle male.
Und mehr sind wir dort nicht. NICHTMAL die Amis. Wer das nicht akzeptieren kann hat sich mit dem Thema nicht auseinander gesetzt.

Wie gesagt, so viele ist doch nicht richtig, dass würde auch niemand von der Hand weisen.

Oberst Klein will ich hier nicht verteidigen, als Oberst sollte man schon wissen, was man tut.
Mit ABSOLUTER Sicherheit hat der sich vorher ein paar Minuten Gedanken zu dem Abwurf der Bomben gemacht.

Jedoch stelle ich mir bei den Diskussionen immer ZWEI Fragen:
Die Piloten haben MEHRMALS darauf hingewiesen dass dort unten vermutlich Zivilisten sind.
Man kann nachts trotz Nachtsichtgeräte schwer zwischen Taliban mit und Zivilist ohne Waffe unterscheiden, aber wenn sie meinen dies erkannt zu haben, KANN man einen Befehl in Frage stellen. Das gild im übrigen in jeder Westlichen Armee so... nur falls jemand absoluten Gehorsam einwerfen will.

Die Zweite noch viel wichtigere Frage stellt sich mir doch glatt, wenn ich höre dass viele Kinder unter den Opfern waren.
Wann war der Angriff, es war spät nicht? Dunkel gar, oder?
Die Zivilisten wurden angeblich von den Taliban aus einer nahen Moschee entführt.
WAS zum Himmel machen Kinder nachts in einer Moschee?

Und, wenn nichts unternommen wäre, wäre auch nichts passiert.
Wie oft Bombardieren die amis fälschlicherweise zivile Gebäöude? Uooops...
Wenn offensichtlich Widerrechtlich gehandelt wurde - Blackwateraffäre - werden auch bei den Amis rechtliche Schritte eingenommen.

Oberst klein wird auf jeden Fall angeklagt, wie jeder andere deutsche Soldat auch, der in afghanistan tötet oder dies befiehlt. GOTT sei dank ist dem So, noch leben wir in einem Rechtsstaat. Dem wäre nicht so, wenn dort offiziell Krieg Herrscht. Jeder Soldat, der rechtens handelt braucht sich davor keine Sorgen machen, es wird nie zu einer verhandlung kommen, sofern wie gesagt alles rechtens ist.
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16.01.2010 12:33 Uhr von thecrow
 
+6 | -1
 
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@theroadrunner: Entschuldigung! Statt Plus hab ich auf Minus geklickt.
Kann man das irgendwie rückgängig machen?

Zur Sache: Gerade die Piloten haben meinen Respekt, da sie (ich glaube) FÜNFMAL nachgefragt haben und vorgeschlagen haben im tiefflug drüberzufliegen. ich bin wirklich kein Amifreund, aber in dem Fall trifft die piloten die wenigste Schuld.
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16.01.2010 12:35 Uhr von Python44
 
+9 | -7
 
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Zivilist ist jeder: dem die Überlebenden schnell die Waffe geklaut haben bevor die Amis kommen und sie einsacken. Die waren alle nur da um sich nachts um 3 die LKW-Panne anzugucken ... JA KLAR !
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16.01.2010 13:10 Uhr von Johnny Cache
 
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"Schutz"truppe: Daß die Regierung irgendwann um Unterstützung gebeten hat scheint bewiesen zu sein, aber das kam erst nachdem die USA mit ihren Angriffen nach 9/11 das komplette Land mal wieder destabilisiert haben.
Und scheißegal was einem als Soldat befohlen wird, wenn mir einer sagt ich möchte auf potentielle Zivilisten schießen vergewissere ich mich vorher und verweigere den Befehl wenn es wirklich so ist. So gesehen haben die Piloten definitiv falsch gehandelt.
Wenn es nur darum gegangen wäre die gestohlenen Tanklaster zu vernichten hätte man das auch ohne die Gefährdung und Tötung von Zivilisten machen können. Da sie sich aber anders entschieden haben sind es nichts anderes als Mörder... also Leute gegen die sie ja angeblich vorgehen.
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16.01.2010 13:16 Uhr von schattenzirkel
 
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Mit mindestens 250 sachen auch im Tiefflug kannst Du in einem Land in dem alle Turman und Bettlaken als einziges indiez ob es "Gegner" oder Zivilisten sind kaum erkennen, ob Waffen im Spiel sind. Erst recht nicht bei Nacht.
Insofern hätten die Piloten den Befehl anzweifeln können, aber ausführen müssen wenn wie gesagt nicht erkennbar ist, ob darunter Zivilisten sind.
Anhörung und wegen einer Untersuchung versetzt ja, aber nicht Strafversetzen.

Du musst hier Auch zwischen Afghanistan und Irak unterscheiden, wenn Du die Frage nach Unterstützung in Frage stellst.
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16.01.2010 13:24 Uhr von Johnny Cache
 
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Huh? "Auf unidentifiziertes Ziel Feuer frei"? Wenn man nicht zwischen Zivilisten und Feinden unterscheiden kann darf man eben NICHT angreifen.
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16.01.2010 13:29 Uhr von micha1978
 
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@Johnny Cache: Nein, Nein die Tanklaster waren ja eine unmittelbare Gefahr.

Auf einen der Fotos kann man ein zerstörten Trecker sehen der bringt doch bestimmt seine 25 km/h Spitzengeschwindigkeit und wenn so eine Bombe auf ein zu rollt bleiben einen nur noch Nanosekunden zum reagieren.
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16.01.2010 14:38 Uhr von shadow#
 
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Klein sollte Kartoffeln schälen: Schließlich war er derjenige der einen Haufen Scheisse gebaut und dabei auch noch die Anordnungen seiner Vorgesetzten ignoriert hat.
Das allein wäre noch nicht mal so schlimm - Fehler passieren schließlich. Das Schlimmste ist die gezielte Desinformation zur Vertuschung und der Versuch die Entscheidung im Nachhinen als richtig hinzustellen!
Die Piloten trifft hier wirklich keine Schuld.


@micha1978
Und mit "unmittelbare Gefahr" meinst du jene Tanklaster, die erstens in einem Flussbett manövrierunfähig feststeckten und zweitens über eine Stunde von allen möglichen Zielen entfernt war und sich vorher in Richtung Niemandsland bewegt hat?

[ nachträglich editiert von shadow# ]
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16.01.2010 15:05 Uhr von micha1978
 
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@shadow#: Genau die meine ich.
Musste ich unbedingt mal loslassen weil es von vielen so hingestellt wird als ob in den nächsten paar Minuten die Bundeswehr einen Anschlag entgegengesehen hätte und deshalb es unbedingt in diesem Bombardement enden musste.

Viel mehr wurde es uns später weisgemacht das der Oberst in totaler Zeitnot war und er deshalb nicht anders hätte handeln können.
Wenn man sich im Nachhinein die zeitliche Abfolge der Nachrichten anguckt, kann man (mal wieder) erkennen, es wird erst was zugegeben wenn man es sowieso nicht mehr leugnen kann.
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16.01.2010 15:14 Uhr von W4rh3ad
 
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Mir tun die Piloten leid.
Was können die dafür?
Hätten sie den Befehl missachtet --> strafversetzt oder gefeuert
Und nun?
Sie haben den Befehl befolgt --> strafversetzt.
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16.01.2010 15:28 Uhr von shadow#
 
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@micha1978: Shit, dein Zynismus war ein wenig zu subtil für mich ;-)

@W4rh3ad
Alles eine Frage des Rangs und der Taktik.
Klein hat ebenso Anordnungen missachtet, darf weitermachen und hat uns zwischendrin ´nur´ einen noch unfähigeren Verteidigungsminister eingebracht und uns einen sehr fähigen Generalinspekteur gekostet...
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16.01.2010 15:37 Uhr von schattenzirkel
 
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@shadow: nun, es kann keiner von uns über die Unmittelbare Bedrohung urteilen, ganz einfach, weil die detailinformationen nicht bekannt sind und die meisten hier eh keine Ahnung von Militärischen Vorgängen haben.

Fakt ist aber dass die Tanklaster zum Zeitpunkt der Bombardierung ca. 15 Kilometer in dem FLussbett stecken geblieben sind.
Fakt ist auch, dass das Flussbett eine Strasse quert.
Demnach waren sie keine Stunde sondern max eine halbe Stunde entfernt.
Fakt ist genauso, dass Geheiminformationen über einen geplanten Anschlag mit Tanklaster bekannt waren.

Nun, Klein gab aber TIC (Troops in Contact) den Piloten weiter, was die Situation dringlicher machte.
Fakt ist aber genauso, dass die einzigen Soldaten in der Nähe ein paar KSK Soldaten waren, die vermutlich mit Laserdesignator gemütlich in einer Düne sassen und die Laster / die Menschenmenge markierten.

IMHO Waren die Laster eine Bedrohung, die Taliban erkannten durch das feststecken aber ihre not und befürchteten einen Angriff der Alliierten.
Blöd sind die Jungs aber nicht und suchen sich Zivilisten in dem Wissen, dass die ROEs das schiessen auf Unbeteiligte natürlich verbieten.

Ich kann bedingungslose Pazifisten nicht ausstehen.
Googelt mal nach "Freedom is not free" dem ist leider wirklich so.
Unsere Jungs halten ihr leben dafür hin, der Bevölkerung dort unten ein friedliches Leben zu ermöglichen.
Das vergessen die meisten.
Keiner ist dort unten, weil er spass am Menschenabschlachten hat.
Die Einstellung mancher Amerikaner muss man hier mal ausschliessen, denen geht es aber genau so.

Klein hat auch meiner Meinung nach nicht richtig gehandelt, aber jeder der sich über die Kundusaffäre aufregt sollte sich wenigstens mit dem Thema beschäftigen.
Der Rückhalt der Bevölkerung gegenüber unseren Soldaten ist Heutzutage leider erschreckend niedrig.

Mit Liebe und Blumen hält mal leider keinen Weltfrieden.
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16.01.2010 15:50 Uhr von micha1978
 
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@schattenzirkel: "Fakt ist aber genauso, dass die einzigen Soldaten in der Nähe ein paar KSK Soldaten waren"

Wen wollten sie dann angreifen?? Eine verlassene Basis?


"die vermutlich mit Laserdesignator gemütlich in einer Düne sassen und die Laster / die Menschenmenge markierten"

Warum mussten dann die Amerikanischen Piloten den Oberst darauf aufmerksam machen das dort Zivilisten sind. Man sollte doch annehmen das die KSK ihre Leute mit Ferngläsern ausstattet


Unsere Jungs halten ihr leben dafür hin, der Bevölkerung dort unten ein friedliches Leben zu ermöglichen.
Das vergessen die meisten.

Tolles friedliches Leben jetzt müssen sie nicht nur die Taliban fürchten sondern auch noch die "Befreier"


Mit Liebe und Blumen hält mal leider keinen Weltfrieden.
Hmm, aber mit Krieg erhält man den Weltfrieden?
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16.01.2010 16:10 Uhr von schattenzirkel
 
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kannst oder willst mich nicht verstehen.

Das Ziel der KSK war mit Sicherheit die Tanklaster, oder die Talibanführer.
Ich bin gar davon überzeugt dass DIE wohl wussten, dass Zivilisten darunter waren.

Die Piloten wussten aber nicht, dass dies bei den deutschen Bekannt war, handelten somit also richtig.

"Tolles friedliches Leben jetzt müssen sie nicht nur die Taliban fürchten sondern auch noch die "Befreier""
Ein wenig Lächerlicht, was Du da von Dir gibst oder?
Sind unsere Soldaten jetzt also schlächter, Schänder und Vergewaltiger, wie es seinerzeit die Russen getan haben?
Nein, natürlich nicht, es wurde ein Fehler begangen, was aber nicht den gesamten Einsatz in Frage stellt.

Man sollte sich immer vor Auge halten, dass ohne Militärische Hilfe die Taliban dort an der Macht wären und der Großteil der eigenen Bevölkerung dies NICHT wünscht.
Dort ist das leben rückständig, schwierig, gar mittelalterlich, aber auch die Menschen dort haben ein recht auf Hilfe, Unterstützung, Bildung und Förderung.
Das alles hätten sie mit den Taliban eben NICHT.

[ nachträglich editiert von schattenzirkel ]
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16.01.2010 16:24 Uhr von micha1978
 
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@schattenzirkel: "kannst oder willst mich nicht verstehen"

Das liegt wohl eher am können.
Man Gewinnt keinen Krieg in dem man die Bevölkerung terrorisiert. (das gilt für beide Seiten)


"Die Piloten wussten aber nicht, dass dies bei den deutschen Bekannt war, handelten somit also richtig."

Sie handelten den Befehlen nach aber richtig ist wohl was anderes.



Sind unsere Soldaten jetzt also schlächter, Schänder und Vergewaltiger, wie es seinerzeit die Russen getan haben?

Sehe jetzt zwar gerade nicht den Zusammenhang aber solange man Zivilisten tötet kommt man den Status eines Schlächters schon sehr nahe. Gerade wenn man das als humanitäre Aufgabe begreifen will.
Da hilft auch nicht das beteuern, das es ein versehen war das dürfte den Angehörigen der Opfer so ziemlich egal sein.

Die Russen konnten dort gerade nicht gewinnen weil sie den Rückhalt der Bevölkerung nicht hatte.


"Man sollte sich immer vor Auge halten, dass ohne Militärische Hilfe die Taliban dort an der Macht wären"

Wer hat jetzt die Macht?? Sicher nicht die Koalitionstruppen.


Dort ist das leben rückständig, schwierig, gar mittelalterlich, aber auch die Menschen dort haben ein recht auf Hilfe, Unterstützung, Bildung und Förderung.

Solange man den überwiegenden Teil des verplanten Geldes für den Krieg ausgibt anstatt für den Aufbau einer Infrastruktur und Bildung wird dieser Krieg nicht zu gewinnen sein.
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16.01.2010 16:41 Uhr von schattenzirkel
 
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Klar durch den Fehler eines Einzelnen werden wir mit Terroristen auf eine Stufe gestellt.
Mensch denk doch mal nach, was Du da schreibst.

Dir fehlt der Zusammenhang?
Wenn Du schreibst, dass man nun auch die Alliierten Truppen fürchten muss, dann mag ich mich zwar täuschen, aber imho stellst Du sie damit auf eine Stufe.

Solange die Brunnen, Brücken und Schulen die aufgebaut werden im Anschluss von den Taliban zerstört werden, ist es wohl richtig, dass Geld in den Schutz eben dieser zu stecken.
Wenn nun ein Tanklaster eine Bedrohung für mich darstellt... ja, verdammt, dann muss der weg.
Ob man nun hätte warten können, die Bomber durch tiefflüge die Menschen verscheuchen könnten, steht auf einem Anderen Blatt.
Keiner von uns kann Urteilen, ob das Opfern von Zivilisten richtig und gerechtfertigt war.
Schliesslich ist jedes Menschenleben unbezahlbar.
Und solange ich lachende Kinder und den Soldaten persönlich dankende Menschen, Frauen ohne Burka ihr Leben lebend sehen darf, dann ist jeder einzelne Soldat dort unten richtig und sollte meiner Meinung nach in der Heimat unterstützt werden.
Hier muss man ja aufpassen, dass man nicht ins Gesicht gespuckt wird, wenn man sagt, man wäre in Afghanistan gewesen.
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16.01.2010 16:56 Uhr von micha1978
 
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@schattenzirkel: "Wenn Du schreibst, dass man nun auch die Alliierten Truppen fürchten muss, dann mag ich mich zwar täuschen, aber imho stellst Du sie damit auf eine Stufe."

Solange getötete Zivilisten als Koleteralschaden angesehen werden - was bittet unterscheidet uns dann noch von diesen?
Außer vielleicht das wir noch in der Lage sind Fehler zu benennen und kritisch zu Urteilen. (Und das tue ich hiermit)


Wenn nun ein Tanklaster eine Bedrohung für mich darstellt... ja, verdammt, dann muss der weg.
Und da unterscheiden wir uns, ich denke nicht das gilt "Das Ziel rechtfertigt die Mittel"


"Keiner von uns kann Urteilen, ob das Opfern von Zivilisten richtig und gerechtfertigt war.
Schliesslich ist jedes Menschenleben unbezahlbar."

Hier finde ich, widersprichst du dich. Wenn jedes Menschenleben unbezahlbar ist kann es keine Rechtfertigung geben für ein imaginäres Bedrohungsszenario.


"Und solange ich lachende Kinder und den Soldaten persönlich dankende Menschen, Frauen ohne Burka ihr Leben lebend sehen darf"

Und die kehrseite der Medaille?

"Hier muss man ja aufpassen, dass man nicht ins Gesicht gespuckt wird, wenn man sagt, man wäre in Afghanistan gewesen."

Soweit würde ich nun nicht gehen,da auch ein paar Bekannte von mir dort unten waren.
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16.01.2010 17:09 Uhr von schattenzirkel
 
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...solltest die Kommentare im Zug morgends hören.
Es geht soweit, dass man kaum mehr in Uniform in ruhe nach Hause gehen kann, ohne angepöbelt zu werden.

Die kehrseite der Medallie überwiegt aber nunmal nicht die der glücklichen Menschen.
Dort unten Herrscht Krieg. Ob nun mit oder ohne die Alliierten Truppen. Schön wäre es, wenn Kriege ohne Zivilisten geführt werden könnten, denn dann müssten sich nurnoch die gegenseitig in die Luft jagen, die da bock drauf haben und nicht für eine sache eintreten.

maginäres Brdrohungszenario klingt gut...
Wie imaginär ist für Dich Madrid, London, NEW YORK?
Das Vorgehen der Amis kann und will ich hier nicht vertreten, wobei ich es aber nachvollziehen kann.
Aber um mal zu verdeutlichen, was ich meine:
Vollbeladener Urlaubsflieger wird entfürt und steuert mitten auf Frankfurt zu.
Das leben von Tausenden riskieren, oder von hunderten?
Der Vergleich ist so fern garnicht, wenn man sich Burma, oder die Iranische Regierung anschaut.
Wehrt man sich nicht gegen die Unterdrücker übernehmen diese die Macht.
Und Du kannst mir nicht sagen, dass die Bevölkerung in Teheran glücklich ist.
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16.01.2010 17:30 Uhr von micha1978
 
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@schattenzirkel: "Dort unten Herrscht Krieg. Ob nun mit oder ohne die Alliierten Truppen."

Mal abgesehen von dem Regime das da unten vorher Herrschte gab es dort erst wieder Krieg durch die USA welche es im übrigen auch versäumt haben eine vernünftige Infrastruktur aufzubauen. (als die Russen vertrieben wurden) sondern haben alle Waffen im Land gelassen samt den vorher von ihnen ausgebildeten Kämpfer.

Auch erinnere ich mich noch an das Ultimatum welches die USA damals an Afghanistan gestellt haben.
Ihr habt so und so viel Zeit um Osama auszuliefern dieses wurde dann immer weiter verkürzt um dann am Ende zu sagen "egal was ihr macht wir greifen sowieso an"
Soviel also zum humanitären Einsatz der USA


"Wie imaginär ist für Dich Madrid, London, NEW YORK?"
Das kann man aber durchaus auch als Reaktion durch die Interventionen sehen.


"Vollbeladener Urlaubsflieger wird entfürt und steuert mitten auf Frankfurt zu."
Wie gesagt ist dieses Szenario jetzt oder in Zukunft unwahrscheinlicher geworden oder wahrscheinlicher?


Wer hat den damals die Iranische Regierung installiert (und den Schah gestürzt) -richtig die USA
Das die Bevölkerung in Teheran Demonstriert ist richtig und finde ich gut.
Es würde aber nicht funktionieren wenn die USA dort einreiten denn nichts verbindet ein Volk mehr als ein gemeinsamer Feind (den sie dann hätten).

Das Problem das die USA, gerade in den ärmeren Ländern haben, ist gerade das sie als Unterdrücker angesehen werden und nicht als Befreier.
Und durch solche "Unfälle" wird sich das Bild nicht gerade zum Positiven ändern.
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16.01.2010 18:48 Uhr von micha1978
 
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@Chorkrin: "Zivilisten geben ihren Schutzanspruch auf, wenn sie sich in den Gefahrenbereich begeben."

Herzlichen Glückwunsch damit hast du den Terroristen die Begründung gegeben unsere Städte zu bedrohen.
Wenn sich ein Palästinenser in die Luft jagt und damit Israelische Zivilisten mit nimmt ist das halt ihr Pech weil sie sich ja im Kriegsgebiet befinden.
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16.01.2010 20:40 Uhr von micha1978
 
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@Chorkrin: "...zu den Leuten die ein Kriegsgebiet nicht vom Ort einer Terroranschlags unterscheiden können"

Wer unterscheidet wo Kriegsgebiet und wo der Ort eines Terroranschlages ist?
Immer die Seite die getroffen wird oder nicht?


"Nur weil ein einzelner oder ein paar wenige meinen ihren hirnverbrannten Kampf an einen Ort tragen zu müssen wo ansonsten nur friedliche Zivilsiten sind, ist dieser Ort noch lange kein Kriegsgebiet"

Diesen Satz muss ich gar nicht kommentieren der spricht aus dem Herzen.

"WISSENTLICH zu Leuten hinrennt bei denen man in eine solche Gefahr geraten kann"

Da du nicht wissen kannst wer warum dort hingerannt ist, ist diese Aussage substanzlos. Es gilt auch hier erstmal die Unschuldvermutung.
Willst du von einer Polizeikugel getroffen werden weil du zur falschen Zeit am falschen Ort warst?
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16.01.2010 22:40 Uhr von halloechen
 
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Ich hasse Pazifisten: Es gibt keinen Konflikt, der ohne Gewalt gelöst werden kann.
Es ist mir lieber, unsere Soldaten versuchen Recht und Ordnung in dieses Land zu bringen, als das dort tausende Terroristen ausgebildet werden, die dann in unserem Land Anschläge ausführen.
Es ist mir auch lieber, ein paar Kollateralschäden (zivile Opfer, wobei stark bezweifel, dass es überhaupt welche gab), als das 2 Tanklaster, bis oben hin mit Sprit gefüllt, in unser Lager fahren und es dort zur Explosion kommt. DAS hätte weit mehr Menschenleben gefordert.

Ich danke den Soldaten, die täglich ihr Leben riskieren, damit wir in Freiheit und ohne Angst leben können.
Wir alle schulden den Soldaten unseren Respekt und unsere Anerkennung für ihre stets treu geleisteten Dienste.

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