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Was tun, wenn man trotz Krankheit "gesund geschrieben" wird

Immer häufiger überprüfen medizinische Gutachter die ärztlichen Attests und oft schreiben sie Patienten wieder gesund, obwohl diese sich noch krank fühlen.

Mit dieser Gesundschreibung muss der Angestellte dem Arbeitsmarkt wieder zur Verfügung stehen und auch die Kankengeldfortzahlung fällt weg.

Betroffene sollten rasch Widerspruch einlegen. Der behandelnde Arzt kann ein zweites Gutachten bei der Krankenkasse beantragen.


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WebReporter: Susi222
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Krank, Krankheit, Arbeitsplatz, Krankschreibung
Quelle: www.monstersandcritics.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.01.2010 18:57 Uhr von Klassenfeind
 
+26 | -3
 
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Ich würde da S o f o r t: die Kasse wechseln...Der Arzt hat auf den Patienten zu Hören und zu Reagieren...und nicht Umgekehrt...!!!..und die Kasse hat das zu Respektieren...dafür bekommt sie immerhin viel Geld...von den Patienten..!

[ nachträglich editiert von Klassenfeind ]
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15.01.2010 19:57 Uhr von kommentator3
 
+22 | -9
 
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In der Regel: ist es eher andersherum.

Da wird man für eine leichte Erkältung oder etwas Kopfschmerz unsinnigerweise gleich mal ne Woche krankgeschrieben.
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15.01.2010 20:50 Uhr von Krebstante
 
+12 | -2
 
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Nicht in Ordnung: Die Zeiten einer Krankschreibung wegen "kleinerer Wehwehchen" ist doch längst vorbei. Mich hat mein Hausarzt das letzte Mal (ich hatte eine eitrige Mandelentzündung durch Streptokokken) gefragt, ob ich damit einverstanden wäre, dass er mich solange krank schreibt, bis die Antibiotika anschlagen. Manche Leute würden das ausschlagen, weil sie Angst um ihren Arbeitsplatz hätten. Ich habe das natürlich angenommen, zum einen gings mir schlecht, ich hatte starke Schmerzen, zum Zweiten wollte ich nicht als Bakterienmutterschiff meine ganzen Kollegen anstecken, wäre ja grob fahrlässig, sowas.

In dem Artikel geht es anscheinend um Leute, die länger als 6 Wochen krank sind, vorher gibt es ja auch kein Krankengeld.
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15.01.2010 21:41 Uhr von willi_wurst
 
+7 | -1
 
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jaja als wenn diese medizinischen "gutachter" nicht irgendwelche gefälligkeits gutachten im sinne der krankenkasse abgeben würden ... mh? ich lach nich neukrank. wie oft gab´s denn ähnliche fälle, in anderen versicherungszweigen? keine gefälligkeitsgutachten ... keine neuen aufträge für den gutachter ... ganz einfach. und das ist eine schweinerei!!! das opfer (also der böse) ist mal wieder der patient, der nur unnötige kosten verursacht ...

ein arzt hat dem patienten zu glauben (in der regel), egal wie unglaubwürdig das im ersten moment klingen mag ... wenn das anders wäre, hat der arzt in seinem job nichts mehr zu suchen.

[ nachträglich editiert von willi_wurst ]
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15.01.2010 23:03 Uhr von kommentator3
 
+3 | -10
 
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@willi_wurst: >>ein arzt hat dem patienten zu glauben (in der regel), egal wie unglaubwürdig das im ersten moment klingen mag ... wenn das anders wäre, hat der arzt in seinem job nichts mehr zu suchen.<<

Ein Arzt hat die "Wahrheit" herauszufinden.
Er soll nicht nett sein und den Patienten jeden Wunsch erfüllen.
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15.01.2010 23:51 Uhr von willi_wurst
 
+5 | -1
 
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@kommentator3: ich glaub du schaust zu viele krimis ... so ein arzt soll nicht detektiv spielen (im eigentlichen sinn), sondern wenn möglich helfen und die erkrankungen (genauer den menschen dahinter) ernstnehmen. Ich glaube, wenn du mal ernsthaft erkrankt bist und wirklich hilfe brauchst, dann bist du froh wenn du tatsächlich einen arzt findest, der dich ernst nimmt. so sollte es in meinen augen sein und das würde ich mir für dich auch wünschen.

weißt du ... ich kenne ein paar liebe menschen, denen genau das passiert ist ... sie sind nicht ernst genommen worden. eine davon ist mit gedächnislücken (und einigen anderen dingen) jahrelang von arzt zu arzt gefahren und keiner wollte ihr das so recht abnehmen. sie ist erst ernstgenommen worden, nachdem sie irgenwann in einer fussgängerzone umgefallen ist. einige wochen intensivstation und und und ... plötzlich gings mit dem diagnostizieren ganz schnell ... irgend eine schwere oder spezielle form von ms.

der punkt ist ... sie hat´s im vorfeld bemerkt. sie ist von arzt zu arzt, weil sie ernsthafte gesundheitliche probleme hatte. und nur weil ein arzt sich nicht gleich einen reim darauf machen kann, heißt das noch lange nicht, das der patient nichts hat ... denk mal drüber nach.

außerdem: ich bleib dabei... ich sehe die gefahr, das es zu gefälligkeitsgutachten zu gunsten der krankenkasse kommt um geld einzusparen. das opfer bleibt der kleine mann ...
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16.01.2010 01:35 Uhr von Floppy77
 
+1 | -0
 
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"...Meine Verordnungen will ich treffen nach meinem Können und Urteil zum Wohl und Nutzen der Kranken und sie vor Schaden und Unrecht bewahren..."

"...Wenn ich diesen Schwur halte und nicht verletze, möge mir im Leben und in der Kunst Glück und Erfolg beschieden sein und mein Name bei den Menschen in Ehre stehen; wenn ich ihn übertrete, soll mich alles Unheil treffen..."

Den Gutachern der Krankenkassen ist das Geld der Kassen näher als das Wohl der Kranken.
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16.01.2010 02:29 Uhr von Keltruzad1956
 
+2 | -0
 
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Das hat schon öfters seine Gründe: Gibt ja auch Leute, die sich dauerhaft Krankschreiben lassen um so Krankengeldfortzahlungen zu erschleichen und dann alle 8-16 Wochen einmal zur Arbeit erscheinen.

Wenn diese Leute dann noch lange angestellt sind, ist das für einen Arbeitgeber gleich doppelt schwierig so jemanden zu kündigen, da ihm von Rechtswegen ja eine Abfindung usw. zustehen würden.(ist in vielen Verträgen von vor 2002 locker drin)

Also ganz unnütz ist der Medizinisch Diagnostische Kontrolldienst nicht.

Der soll halt verhindern, dass wirklich Kranke irgendwann nicht mehr das Geld bekommen, weil zu viele einen auf Krank machen.

Apropo, ich bin seit Mittwoch Krankgeschrieben :P --> erkältet

Ärzte sind Menschen, also machen Ärzte Fehler!
Nur weil ein Arzt eine bestimmte Krankheit nicht erkennt, muss er ja kein schlechter Mensch sein.

Genauso wien Automechaniker nicht gleich jeden Fehler in der Verkabelung vermuten will, weil das a) am schwierigsten ist, b) nicht die Regel c) am aufwendigsten ist.

Viele Sympthome von Krankheiten treten übrigens nicht immer auf, jeder Mensch reagiert da verschieden auf bestimmte Krankheiten.

Mein arzt zumindest ist immer sehr freundlich, hat mich bisher immer gut beraten und verschreibt mir absolut selten irgendwas bzw. nur wenn ich ihn explizit danach Frage. Der macht sich nämlich auch sorgen drum, was ich mir in die Figur haue und ob man gleich gegen alles ne pille braucht!

[ nachträglich editiert von Keltruzad1956 ]
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16.01.2010 10:17 Uhr von BoltThrower321
 
+2 | -0
 
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Es geht beim Thema hier um groessere Angelegenheiten.
Krankheiten, wo die diversen Stellen teure Umschulugen zahlen muessten oder wo das Arbeitsamt einen rausekeln will.

Es ist mitlerweile gaengie Praxis falsche Gesundheitszeugnisse zu lasten des Patienten auszustellen...ABER DAS IST STRAFBAR!!!

Wie so vieles illegal ist in Deutschland....leider keine Sau interessiert und die Behoerden schon weiter machen, trotz Gesetze.
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16.01.2010 12:32 Uhr von aawalex01
 
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So ein Trottel von Arzt hatte ich auch schon.Hatte Bänderdehnung und konnte kaum laufen,aber der Orthopäde hatte mich trotzdem nicht krankgeschrieben also musste ich wieder zum Hausarzt und mich von den Krankschreiben lassen.

Die Gutachter sollten sich auch mal Gedanken um die Mitmenschen machen.Es muß ja nicht sein,das man trotz Krankheit auf Arbeit muss und dort vieleicht jemand ansteckt.
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16.01.2010 13:11 Uhr von Pitbullowner545
 
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wenns: Amtsärzte sind wegen Befangenheit verklagen, fertig

Meist zucken die dann sowieso schon
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16.01.2010 14:00 Uhr von Siddhartha68
 
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Ja, so eine kenne ich auch: Im Bekanntenkreis: seit Jahren wegen Bandscheibenvorfalls nicht mehr arbeitsfähig, lehnt jede Behandlung, die zur Gesundung und somit zur Arbeitsfähigkeit führen würde, ab, wie z.B. von der Krankenkasse vorgeschlagene Reha. Aber am Wochenende springt sie regelmäßig mit dem Schäferhund auf dem Hundeplatz rum und macht mit ihm Agility. Die Firma steigt ihr auf die Füße (da hat sie sich vorsorglich in den Betriebsrat wählen lassen) und die Krankenkasse ist auch schon seit längerem am Toben. Aber da lacht sie nur drüber.
Ein Einzelfall ?
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16.01.2010 14:27 Uhr von scheuerjack
 
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Super: Ich finde es gut das mal jemand über die Praktiken der Krankenkassen schreibt.
Die Krankenkassen rühren sich sofort wenn man 4 Wochen krank ist , wie geht es, wie lange sind sie noch krank.
Am besten an den Arzt verweisen. Es kann auch passieren das Sie der MDK nach berechtigung auf Krankengeld also noch der 6sten Woche einfach ohne mit Ihnen gesprochen zu haben gesundschreibt und Sie zu Ihrer Genesung beglücktwünscht. Ansonsten folgt der Besuch beim MDK wenn der nicht gesundschreibt zu der einen oder anderen beratung der KK . Wenn gar nichts mehr hilft Reha bei der Rentenversicherung beantragen. Hauptsache sie müssen nicht zahlen.
Es sollte ruhig im größerern Stiel über diese Misstände berichtet werden

[ nachträglich editiert von scheuerjack ]
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17.01.2010 11:37 Uhr von DerRazor
 
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Was tun wenn Arbeitnehmer sich Krankschreiben lassen wenn sie doch gesund sind. Denke das ist viel häufiger und schlimmer
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18.01.2010 01:29 Uhr von tafkad
 
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Hmm, die Aussage meines Chef´s auf der letzten Mitarbeiterversammlung hat mich total überrascht. Diese war nämlich, wer sich Krank fühlt und keine 100% geben kann soll sich gefälligst krank schreiben lassen und zuhause bleiben, Ihm ist es lieber ds man zuhause bleibt als das man nur 50% Leistung bringt.
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18.01.2010 10:22 Uhr von JesusSchmidt
 
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nachricht ist märchen wenn man nicht durch andauernde fadenscheinige begründungen krankgeschrieben wird, kommt auch kein gutachter. die krankenkassen haben mit sicherheit keine langeweile. es geht wohl eher darum, simulanten zu erwischen.


"Immer häufiger" ist wahrscheinlich eine übertreibung sondergleichen. ich kenne bisher niemanden, der sich mit einem gutachter rumschlagen musste. auch chronisch kranke nicht.

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