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Schulreform in Berlin: Das Land schafft die Real- und Hauptschule ab

Das Berliner Abgeordnetenhaus hat beschlossen, auf Landesebene ein zweigliedriges Schulsystem einzuführen. Die Real- und Hauptschulen wird es künftig nicht mehr geben.

Ab dem kommenden Schuljahr sollen die Gesamtschulen in Sekundarschulen integriert werden, wo auch Betriebspraktika angeboten werden. Das bisherige Gymnasium bleibt weitgehend unverändert.

Eltern, deren Kinder bisher an Real- und Gesamtschulen unterrichtet werden, sind besorgt darüber, dass in den integrierten Sekundarschulen das Lernniveau absinken könnte.


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WebReporter: nudeldicke
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Berlin, Realschule, Hauptschule, Schulreform, Sekundarschule
Quelle: www.sueddeutsche.de

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79 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.01.2010 07:44 Uhr von Flutlicht
 
+36 | -6
 
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Wieso lässt man existente Lehrgänge nicht erst weiterhin wie gehabt "auslaufen", anstatt von jetzt auf gleich alles umzustellen?
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15.01.2010 08:13 Uhr von jdnttr
 
+101 | -7
 
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Als Realschüler wäre ich jetzt ziemlich angepisst :3
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15.01.2010 08:23 Uhr von Götterspötter
 
+38 | -73
 
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15.01.2010 08:24 Uhr von Philippba
 
+40 | -27
 
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Verblödung vorprgrammiert!! Wer mal an der Uni war, weiß wie hoch das Niveau ist und das kann NUR fallen, wenn das mit den Schulen so gemacht wird. Sicherlich mag es Geld sparen, aber die Firmen holen sich eben ihr Fachpersonal aus den Ausland. Das scheint die Bundesregierung wohl zu wollen. Und weil die es wollen beschäftige ich auch keine deutschen Programmierer mehr, sondern nur noch welche aus Indien,da ich sparen muss für zukünftige Steuern (Gesundheitssteuer, Klimasteuer, Wassersteuer, Luftsteuer, Sexsteuer, Regensteuer, Furzsteuer, ...)
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15.01.2010 08:32 Uhr von Kirifee
 
+39 | -17
 
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@Philippba: das ist quatsch... in den Ländern mit den besten Pisaergebnissen gibt es meistens nur eine einzige Schulform die sich dann in Kurse langsam aufteilt. Unser 3 gleisiges Schulsystem ist nicht mehr zeitgemähs und funktioniert sowieso nur in einem Bundesland wirklich, eine echte Schulreform die unsere Schulen neu gestalltet und von den veralteten Methoden abwendet ist das was wir hier mal brauchen.
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15.01.2010 08:33 Uhr von Cryver_Mitzae
 
+23 | -5
 
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Bullsh*t: Warum muss man es denn umstellen? Meine kleine Schwester ist an einer Gesamtschule, und seit das da alles zusammen geworfen wurde, sinkt das Niveau immer weiter... Ich hab sie mal abgeholt als ich von der Arbeit vorbei kam- es ist faszinierend, wenn du siehst wie ein Lehrer erstmal Rechnungen wie "12*12" erklären muss- obwohl man damals (wo ich auf der Schule war, war es noch eine Realschule) erstmal den Dreisatz angegangen ist.

@Philippba: Manno, ich such Zurzeit ´ne Beschäftigung als PhP Programmierer- sei doch nich so! Büdde!
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15.01.2010 08:37 Uhr von Kaputt
 
+43 | -11
 
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In Berlin kein Wunder. Schliesslich muss man der grossen Anzahl von "Kindern mit Migrationshintergrund" auch entgegenkommen. Von denen lassen sich leider nur die wenigsten in eine Realschule eingliedern.

Die Leidtragenden sind die Realschüler, die sich jetzt von den Hauptschülern runterziehen lassen müssen. Dazu kommt die bildungspolitische Zweiklassengesellschaft. Gymnasium und Privatschulen werden weiter aufgewertet, die Realschule verliert deutlich an Wert.

Au weia, Berlin! Du bist eine Schande für Deutschland!
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15.01.2010 08:56 Uhr von Nachrichtenleser
 
+35 | -11
 
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Multikultiberlin - schade um`s Geld: Mal sehen wann dem Berliner Senat einfällt den Unterricht gleich ganz in Türkisch abzuhalten, als Gegenmaßname da es ja mit dem Erlernen der deutschen Sprache nicht weit her ist.
Die Grundrechenarten haben ja auch Zeit bis zum Abschlußjahrgang.

Man, immer dieses "Anpassen" an Multikulti statt die deutschen Tugenden zu fördern.

[ nachträglich editiert von Nachrichtenleser ]
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15.01.2010 09:10 Uhr von borgworld2
 
+14 | -7
 
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Na toll: also führt kein Weg mehr an einer Privatschule vorbei.
Zumindest bis das Kind dann aufs Gymnasium kann.
Ganz toll!
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15.01.2010 09:15 Uhr von Mehrsau
 
+31 | -5
 
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*Hut ab*: Also wenn ich die Kommentare hier lese, muss ich feststellen, dass es noch einige gibt, die keine Scheu haben Klartext zu reden. Allen voran Langhaariger_Rocker. Ich kann deinen Beitrag nur unterschreiben.
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15.01.2010 09:17 Uhr von Maverick Zero
 
+16 | -1
 
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Es ist zwar richtig, dass andere Länder mit einem zweigleisigen System gut fahren, jedoch haben wir hier eine ganz andere Situation:
Bei uns wird es eine "gute" Schule und eine "schlechte" Schule geben. Die feinen Ausarbeitungen in verschiedenen Kursen, wie man es in anderen Ländern sieht gibt es nicht und kann auch nicht eingeführt werden - zumindest nicht, ohne auch das Gymnasialsystem grundlegend umzukrempeln.

Die Hauptschulen sind jetzt schon eher ein Parkplatz für das untere Ende der Nahrungskette. Die Realschule konnte sich bisher ganz brauchbar präsentieren und aus den Kindern mit Potential noch etwas herausholen. Schmeisst man nun aber beide in einen Topf, so wird sich das Niveau unter Garantie nicht am oberen Ende der bisherigen Skala orientieren.
Das sieht man heute schon an Berufsschulen, an denen Gymnasiasten, Realschüler und Hauptschüler in eine Klasse geworfen werden: Das Niveau wird an die schwächsten der Klasse angepasst.
Bereits jetzt beschweren sich Unternehmen, dass das, was bei den Bewerbungsgespächen ankommt nur noch Ausschuss ist. Will man nun mit dieser Maßnahme etwas dagegen tun?

Möglichst viel Ausschuss produzieren, so dass die Besten der Schlechten zähneknirschend doch genommen werden müssen, weil sonst nichts mehr da ist?
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15.01.2010 09:19 Uhr von lossplasheros
 
+27 | -1
 
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Der Vergleich mit Norwegen & anderen Pisa-Sieger: ist hier völlig fehl am Platz!
Man kann Deutschland und z.B Norwegen gar nicht vergleichen!

Norwegen hat die finanziellen Möglichkeiten die Kinder in Klassen mit 10-13 Schüler zu stecken, welche von 2 Lehrern betreut werden.

Deutschland hat Klassen mit 30 Mann und nur 1 Lehrer.

In Norwegen dürfen nur die Besten Abgänger Lehrer werden, verdienen sehr viel.

In Deutschland kann sogut wie jeder Abiturient Lehramt studieren.

==> und jetzt kommt noch der Ausländeranteil dazu, der das Niveau der Klasse bestimmt nicht gerade anhebt ;-)

Nur weil ihr hier alle schreit das es in anderen Ländern auch geht
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15.01.2010 09:34 Uhr von Philippba
 
+3 | -0
 
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@Cryver_Mitzae: Ich suche mir meine PHP Programmierer bei Rentacoder, das ist billiger, muss sparen um zukünftige Steuern zu zahlen
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15.01.2010 09:43 Uhr von drdeelux
 
+7 | -1
 
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Verteilung verrutscht: Ich war ziemlich erstaunt, war über Weihnachten/Silvester im Allgäu zwecks Arbeit und hab mich da mal umgehört wie das da so schulmäßig läuft. Da is ne Hauptschule noch ne gute alternative für Schüler die halt nen praktischen Beruf (Zimmerer/Maurer) lernen WOLLEN.
Realschule ist die Zwischenstufe zwischen Haupt und Gymi und aufs Gymnasium kommen auch tatsächlich nur die, die eben recht gescheit oder sehr fleißig sind. Nicht so wie in den Stadtschulen, wo alle Welt aufs Gymnasium drängt, die die Pech haben auf die Realschule gehen und Hauptschule quasi schon den sozialen Ausstieg bedeutet.

Die Verteilung der Schüler ist einfach verrutscht, und unterstützt wird das ganze durch immer einfachere Abiturs/Qualianforderungen.
Wir haben in meinem Jahrgang (Gymnasium) mal ne Abiklausur von 1992 (bin mir mit der genauen Jahreszahl nicht so sicher) in Mathe und in Englisch geschrieben, aus 70 Leuten hatten da nur 4 überhaupt ne Note, der Rest war nichtmehr auf der Tabelle!

Ich bin der Meinung das hier angesetzt werden sollte, allerdings wie das zu bewerkstelligen ist, da hab ich bei Gott keine kluge Lösung parat...
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15.01.2010 09:45 Uhr von ylarie
 
+20 | -1
 
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In Berlin ist sowieso weder Abitur noch Studium etwas wert. Zumindest im restlichen Deutschland.
Ich denke dass die anderen Abschlüsse dann sowieso egal sind oder waren.

Die Aussage vom langhaarigen Rocker finde ich gut.
Ich kenne selber auch ein Beispiel wie die ausländischen Schüler den Rest herunterziehen können.
Damit möchte ich nicht sagen dass Ausländer generell blöd sind oder nur Mist bauen. Aber einige haben schon große Probleme mit der Sprache. Schon allein weil sie es von Zuhause nicht kennen.
Und auf die muss dann intensiver eingegangen werden.

Der Bruder meiner Exfreundin war in einer Hauptschulklasse, in der es nur zwei Deutsche gab.
Mit durch diese fünf Jahre kann er heute weder richtig lesen, noch schreiben.
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15.01.2010 10:21 Uhr von DichteBanane
 
+6 | -0
 
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omg: das Schulsystem soll so bleiben nur ein bisschen mehr Deutsche Sprache im Unterricht wäre nett in den Hauptschulen und mehr Allgemeinwissen :-)
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15.01.2010 10:50 Uhr von Dracultepes
 
+8 | -26
 
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15.01.2010 11:00 Uhr von Azeruel
 
+7 | -4
 
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Das Problem an der 3 Stufen Schulreform ist doch, dass sie völlig veraltet ist. Die Reform stammt aus Zeiten zu dem Globalisierung max. in den Köpfen einiger Visionäre existierte (ich weiß, dass dies überspitzt ist, aber es soll die Sache veranschaulichen). Wir befinden uns derzeit in einer Situation in der die Spezialisierung das A und O ist, um im Arbeitsmarkt bestehen zu können. Persönliche Förderung der individuellen Fähigkeiten der Schüler findet jedoch in keinster Weise statt! Das was es bisher gibt, kann man besten Falls als netten Gedanken anerkennen, der aber letzten Endes die Wirkung völlig verfehlt (wie zum Beispiel das Einteilen in Wahlpflichtkursen).

Meine persönliche Empfehlung lautet daher, die Schulreform KOMPLETT, von Grund auf zu erneuern. Und da reicht es nicht mal eben ein paar Schulformen zusammen zu kleistern und zu hoffen das alles gut wird.

Folgender Vorschlag:

Man sollte die Grundausbildung jedes Schülers bis einschließlich der 6. oder 7. Klasse vollziehen. In diesem Stadium lernt absolut jeder Schüler das gleiche. Dabei wird das absolut elementarste Grund sowie Allgemeinwissen beigebracht. Daraufhin folgt ein Orientierungsjahr, in dem bei jedem Schüler individuell geprüft wird, welche besonderen Fähigkeiten dieser Schüler hat. (Dies wird natürlich auch schon durch die Betreuen des immer gleich bleibenden Klassenlehrers(!) in den Klassenstufen 1-6 bzw. 7 durch persönliche Beratungsgespräche sowie der natürlichen Auffassungsgabe und Menschenkenntnis festgestellt ).

Wurde im Orientierungsjahr nun endgültig die persönliche Fähigkeit des Schülers herauskristallisiert, kann dieser entsprechende Fakultäten besuchen. Das heißt, dass es verschiedene Schulen gibt, die in Fachbereichen gegliedert sind. So ist die eine Schule im besonderen Maße auf Naturwissenschaften und die nächste im besonderen Maße auf Lyrik, Sport, Handwerk, etc. pp. fixiert (So wird ebend durchgehend, und nicht nur durch 2 extra stunden durch derzeitige Wahlpflichtkurse gefördert).

In den finalen Klassen 11-12 könnte innerhalb der Fakultät nochmals speziell gefördert werden. So gibt es ja zum Beispiel den eher theoretischen Naturwissenschaftler, als auch den eher praktischen Naturwissenschaftler. Im Handwerk gibt es eher leute die gerne Holz bearbeiten, die nächsten bearbeiten lieber Metall, usw. usf.

Dieses Gesamtkonzept hätte den Vorteil, das jedem Schüler seine persönlichen Fähigkeiten aufgezeigt werden und dessen Lernbreitschaft sowie allgemeine Motivation gesteigert wird, in dem er eben nicht mehr exzessive Lyrik betreiben muss, obwohl ihn dieses so gar nicht liegt, da er eigentlich der reine Mathematiker ist. Gleichzeitig hat aber auch jeder Schüler die selbe Wissensbasis, auf die alles aufbaut.

Natürlich muss auch innerhalb der Fakultäten gewisser Stoff beigebracht werden, den jede Fakultät durchgeht. Ich bin mir im klaren dass man bis zur 7. klasse keine Gleichungen lösen kann, obschon dies JEDER können muss. Nichts desto trotz kann man die entsprechenden Lehrinhalte so verpacken dass es zum Fakultativen Thema passt, was wiederum die Lernbereitschaft steigert.

Natürlich müssten noch gewisse Sonderfälle eingebaut werden. Genauso dürften Schüler auch nicht nach dem Orientierungsjahr final auf die eine Fachrichtung fixiert werden. Dem Schüler muss also die Möglichkeit geboten werden, später auch noch zu wechseln. Der Mehraufwand den der Schüler dann durch versäumten Unterricht in der anderen Fakultät hat, könnte durch Staatlich organisierten Nachhilfeunterricht gedämpft werden.

Ich bin mir im klaren dass dieses Konzept einiges kostet. Man muss aber auch bedenken dass eine Investition in das Wissen der Kinder auf lange Sicht nicht unbelohnt bleibt. Vor allem in einem Land was eben nicht auf natürliche Ressourcen zurückgreifen kann, sondern rein vom Fachwissen seiner Mitbürger lebt.

Kritik würde ich begrüßen, ich begrüße es allerdings nicht, wenn man der Meinung ist dass das aktuelle Schulsystem im Prinzip gut ist. Das ist es nicht. Das weiß ich aus persönlicher Erfahrung und ich sehe es tag täglich in den Gesichtern der Schüler. Darüber braucht man mit mir auch nicht zu diskutieren. Denn letzten Endes zeigt dies nur, dass der Meinungsgeber ganz offensichtlich absolut verblendet bzw blind durch die Welt geht.

[ nachträglich editiert von Azeruel ]
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15.01.2010 11:08 Uhr von Der_Joern
 
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@langhaariger_rocker: Ich muss dir zustimmen, dass es jungs in grundschulen teilweise echt schwer haben. Ich habe da selbst meine erfahrungen gemacht und schon von vielen eltern gehört, dass die lehrerinnen versuchen die jungen einfach als mädchen zu erziehen, damit sie ruhig und gehorsam sind. damit erstickt man wahrscheinlich mehr potential als man denkt und schafft sich schüler, die völlig entmutigt auf eine weiterführende schule kommen. (im falle von jungen viel häufiger auf real/haupt als bei mädchen)

Aber es ist ja wohl nicht dein ernst, dass mädchen kochen beigebracht wird und jungs mit pfeil und bogen schießen oder? solche rolleneinteilung führt doch genau zu den gleichen problemen und bringt rein garnichts.
viel eher müsste man es den kindern freistellen sich zu orientieren und ihre interessen wecken. was ist so schlimm an einem jungen der kochen will (!) und einem mädchen, das technisch interessiert ist?

zu dem "wirtschaftlich nicht nutzbar" sage ich mal nichts. das würde eindeutig zu weit führen.

PS: lern mal n paar neue adjektive! immer nur schwul ist nicht nur ziemlich arm sondern auch langweilig...
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15.01.2010 11:10 Uhr von Nailah
 
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@Langhaariger_Rocker: Ja genau, an den Schulen braucht man harte Männer, Züchtigung mit dem Rohrstock und männliche Handwerks-Fächer für die Jungs und Benimmunterricht, Kochen und Häkeln für die Mädchen.
Du redest vielleicht n Haufen Dünnschiss...*augen verdreh*

Zum Thema:
Ich halte das 3-teilige Modell auch für veraltet, aber einfach Haupt- und Realschule zusammenzufassen ist der totale Unsinn.
Ich war immer eine gute bis mittelmäßige Schülerin und mich hat es auf dem Gymnasium schon genervt, wenn ich solche Vollidioten in der Klasse hatte, die einfach vollkommen fehl am Platz waren und damit den Unterricht gestört und aufgehalten haben. So kann man das Niveau auch runterziehen.
Übrigens wurde an meinem ehemaligen Gymnasium nach meinem Abschluss ein Hochbegabten-Zug eingerichtet. Ich finde das eigentlich eine echt gute Idee, denn so bleiben die Schüler sozial integriert, aber jeder Schüler hat auch die Möglichkeit sich durch gute Leistungen einen Platz in der Hochbegabten-Klasse zu sichern.

Man muss einfach sehen, dass jeder Schüler ein anderes Bildungsniveau hat und unterschiedliche Veranlagungen, was ihm liegt und was nicht. Das sollte individuell gefördert werden und nicht allen einfach ein Einheitsbrei eingetrichtert werden. Aber das ist "da oben" irgendwie noch nicht angekommen, weil keiner nachfragt wo eigentlich das Problem liegt.
Ich hoffe, dass meine Kinder später mal eine bessere Ausbildung erhalten als ich.

[ nachträglich editiert von Nailah ]
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15.01.2010 11:18 Uhr von Der_Joern
 
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@Azeruel: Hört sich sehr interessant an. Danke für den Vorschlag. Auf den ersten Blick sehe ich nur das Problem, dass in der 6-7 Klasse viele Jungen in die Pupertät kommen und ein einziges Jahr da wohl nicht zu einer umfassenden Beurteilung reicht.
Vielleicht wäre eine Beurteilung über die letzten x Jahre sinnvoller.
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15.01.2010 11:22 Uhr von Azeruel
 
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Das ist aber im Prinzip auch eine andere Problematik, die ganz Prinzipiell innerhalb der Gesellschaft gelöst werden muss.

Beispiel Gettobildung bei den Ausländern:
Es ist der natürliche Lauf der Dinge dass sich Gettos bilden, wenn dies nicht kontrolliert wird, genauso natürlich ist es auch dass diese dann in ihrer eigenen Welt leben. Im Prinzip kann man ihnen das auch nicht vorhalten, da wir es im Ausland nicht anders machen würden, nur das dort in der Regel auf so etwas geachtet wird, bzw nicht sonderlich auffällt da es dort Sonderschulen für die jeweiligen Nationalitäten gibt.

Aber auch bei dem deutschen Anteil liegt es doch in der Regel nur daran dass die Schüler nicht motiviert sind und auch nicht motiviert werden. Das schlimmste daran ist aber, dass es keiner erkennt, bzw keiner erkennen will und wenn, keiner die Macht hat dagegen etwas zu tun. Solche Situationen professionell zu handhaben bedingt die bereits angesprochene individuelle Betreuung.

Es fehlt ja derzeit selbst an den elementarsten Personal. Wir haben nichtmal 1 Schulpsychologen pro Schule. Das ist meiner Meinung nach absolutes Minimum.

Abgesehen davon sind ja viele einfach nur Faul weil sie schlichtweg nicht motiviert sind. Und sie sind nicht motiviert weil ihnen die Themen gelinde gesagt am Arsch vorbei gehen und sie gar keinen Zusammenhang zwischen den Themen und den effektiven Nutzen sehen. Früher hat man sowas mit dem Stock geregelt, das geht heute nicht mehr, also muss man den Schüler sinnvoll entgegen kommen und ihnen den Nutzen anhand ihrer Interessen aufzeigen (und absolut jeder Mensch hat besondere Interessen in welche er sich hineinkniet, man muss diese nur finden).

Zusätzlich könnte man selbst innerhalb der Fakultät besonders begabte Schüler bzw besonders unbegabte Schüler sondieren. Das bedingt aber eine persönliche Betreuung. Das wiederum bedingt Personal. Der Staat muss sich da einfach mal im klaren werden dass dies zwar teuer ist, aber letzten Endes die einzige Möglichkeit ist in der Zukunft zu bestehen.

Für wirklich krankhafte Unfähigkeit gibt es ja dann immernoch Sonderschulen
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15.01.2010 11:26 Uhr von MPS77
 
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@ Azeruel: Ich bin genau Deiner Meinung!

Aber als allererstes muss die Schulreform dahin gehend passieren, dass der Lehrplan keine Länderangelegenheit mehr ist, sondern bundeseinheitlich wird.

In der heutigen Zeit, wo man den Jobs - auch über Bundesländergrenzen hinweg - nachziehen muss, kann es nicht sein, dass unsere Zukunft (die Kinder) darunter leidet, dass lehrplantechnisch jedes Land sein eigenes Süppchen kocht und schlimmstenfalls die Kinder ein Jahr zurückgestuft werden.

Das macht sich von vornherein in jedem Lebenslauf schlecht, den man mit der Bewerbung abgibt. Wenn "Ehrenrunden" gedreht werden, dann doch bitte nicht wegen eines Umzugs in ein anderes Bundesland!

Das System der DDR war einfach gegliedert - 1. bis 10. Klasse war die POS (polytechnische Oberschule) und dann 11. - 13. Klasse die EOS (erweiterte Oberschule). Auf die EOS kam nur, wer nach der 10. Klasse die Zensuren dazu hatte (leider größtenteils auch nur die, deren Eltern in der Partei waren). Warum nicht alle Schüler von Anfang an in ein und derselben Klasse lassen? So ist der Klassenzusammenhalt gewahrt und die lernstärkeren Schüler können den lernschwächeren helfen....

[ nachträglich editiert von MPS77 ]
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15.01.2010 11:27 Uhr von Azeruel
 
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@Der_Joern

Ich möchte jetzt die genauen Klassenstufen auch nicht fest definieren. Ich sehe das eher als ungefähren Richtwert. Und wie gesagt, die persönlichen Fähigkeiten werden ja bereits von Anfang an durch immer gleich bleibende Klassenlehrer, die sich im besonderen Maße um die Klasse kümmern, erkannt. Dazu gehört wie gesagt das von Anfang an, und wenn es sich noch so unsinnig anhört, gespräche mit den Schülern geführt werden, die versuchen die Fähigkeiten heraus zu kristallisieren.

Im Orientierungsjahr sollte dem Schüler einfach nur nochmals die Möglichkeit gegeben werden, sich die verschiedenen Fakultäten im Detail anzuschauen.

@MP S77: sehe ich absolut genauso!

[ nachträglich editiert von Azeruel ]
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15.01.2010 11:29 Uhr von savra
 
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Kirifee, Langhaariger_Rocker: @Kirifee:
> eine echte Schulreform die unsere Schulen neu gestalltet
> und von den veralteten Methoden abwendet ist das was wir
> hier mal brauchen

Seit sechzig Jahren führte jede Reform zu einem einzigen Ergebnis: einer Verschlechterung. Profiteure sind einzig die Phädagogen und die Industrie, die mit abstrusen Vorschlägen die Politiker umgarnen und ihnen eine Millionen nach der anderen aus der Tasche ziehen.

Der Höhepunkt jedweder Degeneration waren die 68er, und deren Geist ist und uns bis heute als Bürde auferlegt.

@Langhaariger_Rocker:
> Ich habe viele Freunde die gute Handwerker sind, aber
> "nur" Hauptschulabschluss haben.

Das Handwerk zu ehren, ist in Deutschland leider verloren gegangen. Dabei sind Bäcker und Fliesenleger, Schreiner und Maurer solide Berufe, die wir alle in Anspruch nehmen.

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