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Agenda 2010: Deutschland hat sich weit über Hartz IV hinaus verändert

Der bekannteste Effekt der so genannten "Agenda 2010" der rot-grünen Regierung war sicherlich Hartz IV, doch sind die Auswirkungen weit über die Reform des Arbeitsmarktes spürbar.

Soziales, Kommunikation, Energie, Kulturbetrieb, Familien, Medien - kaum ein Bereich des Alltags, dessen Umwälzung sich nicht wenigstens abzeichnet.

Erfreulich sind diese Veränderungen jedoch nicht für alle, da sie oft ein Abschied von einer heilen Welt in einer Wohlstandsgesellschaft bedeuten und uns mit einer neuen Realität konfrontieren.


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WebReporter: Havelmaz
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Deutschland, Hartz IV, Arbeitsmarkt, Agenda 2010
Quelle: www.maerkischeallgemeine.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.01.2010 07:48 Uhr von TrangleC
 
+43 | -1
 
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aha: Was manche "Heile Welt" und "Wohlstandsgesellschaft" nennen, könnte man auch "funktionierende Sozialsysteme" und eine "gesunde Einkommenspyramide" nennen.

Wer wirklich meint der Niedergang der Sozialen Marktwirtschaft und der sozialen Systeme sei etwas unausweichliches, gottgegebenes gewesen das nicht zu verhindern sondern nur abzumildern gewesen sei, hat offenbar keine anständigen Bücher zu dem Thema gelesen.

Da haben eine Menge Leute lange und fleissig hinter den Kulissen dran gearbeitet uns da hin zu bekommen wo wir heute sind.
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14.01.2010 07:51 Uhr von fruchteis
 
+25 | -1
 
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Veränderungen: Veränderungen hat es gegeben, aber kann mir einer nur eine Veränderung nennen, die positiv für das "gemeine Volk" gewesen wäre? Ich sehe nur, dass die Unternehmen und Banken Steuerentlastungen und Milliardengeschenke bekommen, während - nicht nur durch die Mehrwertsteuererhöhung - die Preise für Otto Normalverbraucher horrend angestiegen sind und es kaum einen Inflationsausgleich gibt. Sinkende Reallöhne und Abstriche für viele durch die Einführung von ALG II statt Arbeitslosenhilfe, die zumindest noch auf dem früheren Verdienst beruhte.
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14.01.2010 09:54 Uhr von MaZZta
 
+6 | -1
 
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@InfectedMushroom: Ganz deiner Meinung.
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14.01.2010 12:17 Uhr von datenfehler
 
+0 | -13
 
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14.01.2010 12:53 Uhr von opheltes
 
+12 | -2
 
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@datenfehler: "Funktionierende Sozialsysteme hat es nie gegeben.
Eine Gesunde Einkommenspyramide auch nicht."

Du hast wirklich einen Datenfehler.

!Bestätigt

oph.
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14.01.2010 12:57 Uhr von bschwenki
 
+4 | -5
 
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Mmmmhh: Also in Teilen muß ich mich datenfehler anschließen. Ein "funktionierendes Sozialsystem" kann ja immer nur aus einer Sichtrichtung funktionieren. Und was TrangleC meint, wird ein System sein, was aus Sicht der Leistungsempfänger funktioniert. Und ob wir das wirklich wollen... also ich nicht. In Deutschland erlebe ich immer wieder, das die Menschen gegenüber den Sozialsystemen eine Anspruchshaltung aufgebaut haben, die in meinen Augen mit unverständlich noch milde ausgedrückt ist. Ich möchte auch in einer Gesellschaft leben, wo niemand unverschuldet unter der Brücke schlafen muß. Aber was hier teilweise von dem Geld, das ich jeden Monat an die Staatskasse abdrücken muß, durchgefüttert wird, lässt mich den Glauben in funktionierende Systeme verlieren. Was die Einkommenspyramide angeht, sehe ich das ähnlich wie TrangleC. Hier muss es Veränderungen geben. Es muß wieder möglich sein, von seinem Gehalt auch leben zu können. Es geht nicht an, das Arbeitgeber Teile der Lebensunterhaltskosten Ihrer Mitarbeiter auf unsere Sozialsysteme abwälzen. Wenn jemand 40h die Woche arbeiten geht, dann muß dabei auch soviel Geld herauskommen, das er sich ernähren kann. Da sehe ich zunehmend Defizite in unserem Land.

[ nachträglich editiert von bschwenki ]
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14.01.2010 13:33 Uhr von opheltes
 
+2 | -5
 
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@bschwenki: "Ich möchte auch in einer Gesellschaft leben, wo niemand unverschuldet unter der Brücke schlafen muß."

Hier in Deutschland brauch kein einziger Mensch unter der Brücke schlafen. Es gibt Obdachlosenheime und sonstige Tafeleinrichtungen und wer trotzdem dort landet hat sein Eigenverschulden nachzuweisen.

Ihr seid im Sozialsystem aufgewachsen, darum redet ihr nur "schlecht". Sowas wie hier, gibt es im kein anderen Land.

Und der Datenfehler wartet sein lebenlang auf "seine" Traumwelt. Menschen die nur träumen und nichts schaffen sind die wirklichen Lebensträumer und schindern über unser System, wiedreckig es uns - angeblich - geht.

oph.
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14.01.2010 14:27 Uhr von Gothicfreak
 
+8 | -1
 
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@Datenfehler: War ja klar dass du und deine rosarote Brille, einen Abstecher hierher machen um den Massenmedien alles nachzuplappern.

Klar, Sozialsysteme funktionieren alle nicht, Wirtschaftswachstum und Zinssystem sind für den Menschen überlebenswichtig und Egoismus ist eine Tugend.

Ach genau, die Hartz4-ler sind alles Leute die keine Lust zum Arbeiten haben, Zeitarbeit ist keine Sklavenarbeit, sondern lohnt sich sogar. Die Privatisierung von Volkseigentum ist notwendig. Staatsrelevante Banken müssen mit Steuergelder vollgepumpt werden und die Steuersenkung bezahlt sich aus dem Nichts, bzw. vom Weihnachtsmann.
Die Wirtschaftskriese ist vom Himmel gefallen, der Afghanistan-Krieg ist ein Friedenseinsatz mit kriegsähnlichen Zuständen und was ZDF und ARD berichten, stimmt zu 100% mit der Realität überein.

Jetzt wo alles geklärt wäre, kannst du wieder weiterträumen gehen. Gute Nacht.

[ nachträglich editiert von Gothicfreak ]
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14.01.2010 14:49 Uhr von opheltes
 
+1 | -1
 
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@lumburg: Vorsicht mit:

"Euch sollte man alle zur Verantwortung ziehen für den VErrat und den Betrug an 80 Millionen Bürgern!"

Es gibt Richtlinien und das hat historische Gründe aus der Kriegszeit.

Oder meinst du die Politiker schauckeln sich ihre Eier dort?

oph.
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14.01.2010 17:56 Uhr von bschwenki
 
+0 | -3
 
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@ opheltes: Ja, ich weiß, das hier in Deutschland niemand obdachlos sein muß, wenn er es nicht will. Das ist auch ein hohes Gut, das es um jeden Preis zu erhalten gilt. Ich möchte auch nicht unsere Sozialsysteme schlecht machen, das liegt mir fern. Ich möchte vielmehr anregen, das viel mehr gegen den Mißbrauch dieser Systeme getan werden muß. Ich sagte ja, daß das System aus Sicht des Leistungsempfängers ja durchaus besser funktioniert, als es vielleicht müsste.
Ich habe selbst in einer kurzen Phase meines Lebens, diese Systeme in Anspruch nehmen müssen. Habe daraus aber auch etwas gemacht und in den darauf folgenden Jahren diese Leistungen in Form von Zahlungen in die Systeme doppelt und dreifach wieder zurückerstattet. Und genau das erwarte ich auch von allen anderen. Es kann jeder mal in die Situation kommen, auf stattliche Hilfe angewiesen zu sein. Aber das kann kein Dauerzustand bzw. Lebensinhalt sein. Die Betroffenen müssen sich um jeden Preis bemühen, so schnell wie möglich wieder auf eigenen Beinen zu stehen. Und da sehe ich noch Defizite bzw. fehlende Anreize im System. Das zeigt uns aktuell wieder der Fall "Arno D.". Und ich selbst kenne auch einige von diesen Arnos. Wenn ich mich mit solchen Menschen unterhalte, dann habe ich immer große Mühe, nicht ausfallend zu werden.
Die Frage ist doch nicht, wieviel Sozialsystem können wir uns noch leisten, sondern wieviel Mißbrauch können wir uns noch leisten. Als es uns noch wirtschaftlich besser ging, haben wir die Arnos dieser Republik einfach als Kollateralschaden aktzeptiert. In Zeiten leerer Kassen können wir das meiner Meinung nach nicht mehr.
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14.01.2010 19:12 Uhr von Loxy
 
+4 | -1
 
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Man kann über vieles diskutieren aber eines ist nun klar: Das Genick wurde uns nicht von den Faulenzern, Asylanten, Kleinkriminellen oder gewaltbereiten Terroristen gebrochen, sondern von den hochgelobten und hofierten Herrschaften in den Banken, die zu hochmütig geworden sind...

...nur sind sie dafür mit einem dick gepolsterten Finanzkissen und ner Geburtstagsfeier im Kanzleramt belohnt worden und lachen sich ins Fäustchen, dass die breite verblödete Masse auf das arme Sozialschmarotzerchen einschlägt anstatt sich mit diesem zu solidarisieren und die Glaspaläste zu stürmen um sich die Steuern selbst wiederzuholen und die grauen Eminenzen mit Schimpf und Schande aus dem Land zu jagen.
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14.01.2010 19:21 Uhr von Loxy
 
+3 | -2
 
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@ bschwenki: "Die Frage ist doch nicht, wieviel Sozialsystem können wir uns noch leisten, sondern wieviel Mißbrauch können wir uns noch leisten. Als es uns noch wirtschaftlich besser ging, haben wir die Arnos dieser Republik einfach als Kollateralschaden aktzeptiert. In Zeiten leerer Kassen können wir das meiner Meinung nach nicht mehr."

Die Kontrolle diese Mißbrauchs kostet uns mehr als diesen zuzulassen. Außerdem ist mehr als genug Geld in diesem Lande vorhanden. Seit Jahren sinkt die Bevölkerung und das BIP steigt meist auch von Jahr zu Jahr. Darauf wird sich wohl jeder seinen Reim machen können.

Die Politmarionetten sind einfach zu feige und auf ihre eigene Karriere bedacht als dass sie sich das Geld einfach von dort holen wo es liegt und keinem nützt oder neofeudale Beziehungsmuster schafft.

Wenn ich genug Geld habe brauche ich auch nicht mehr zu arbeiten, sondern andere tun es für mich. Wo ist da der Unterschied zu HartzIV?
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14.01.2010 20:26 Uhr von spacerader73
 
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@Loxy: Da kann ich mich dir nur noch anschließen!
Spitzen Kommentare.
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15.01.2010 12:49 Uhr von bschwenki
 
+0 | -3
 
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@loxy: Auch dir kann ich nur in Teilen zustimmen. Soviel volkswirtschaftlichen Schaden, wie unsere Topmanager und Banker in den letzten Jahren gemacht haben, würden die normalen Bürger mit dem Mißbrauch der Sozialsysteme nie anrichten können. Insofern muß auch hier dringend eine Korrektur in das System. Trotsdem kann ich mich nicht mit dem "armen Sozialschmarotzerchen" solidarisieren. Der Kampf muß hier definitiv in beide Richtungen gehen. Beides sind zum Teil kriminelle Machenschaften, denen ein Riegel vorgeschoben werden muß. Das Problem ist nur, und da sind die armen Sozialschmarotzerchen eindeutig im Nachteil, daß die Manager eine wesentlich besser funktionierende Lobby haben. Daher brauchen unsere Politiker ungleich mehr Rückgrat um hier erfolgreich zu sein. Leider sehe ich weder bei den Regierungsparteien noch bei der Opposition entsprechende Kompetenzen.

"Wenn ich genug Geld habe brauche ich auch nicht mehr zu arbeiten, sondern andere tun es für mich. Wo ist da der Unterschied zu HartzIV?" Den Unterschied kann ich dir gerne nennen. Wenn jemand genug Geld hat, um andere für sich arbeiten zu lassen, dann muß er sie dafür bezahlen. Ein HartzIV-Empfänger lässt zwar auch andere für sich arbeiten, diese müssen das aber ohne Gegenleistung tun.

[ nachträglich editiert von bschwenki ]
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02.12.2012 19:17 Uhr von skipjack
 
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An die Vollpfosten und Träumer hier, die immer noch an faule Arbeitslose glauben und hier nahezu bezahlte Hetze abliefern:

>Wir haben in einem der reichsten Ländern der Welt mittlerweile Armenhäuser, hier auch Tafel genannt...

>>Wir haben fast keine Mittleschicht mehr, sondern nur noch Arm oder Reich...

>>>Die Vollpfosten die hier noch von Sozialschmarotzern schwadronieren, gehören am besten ab morgen, zu den neuen ALGI oder ALGII Empfängern...

>>>>Nicht umsonst unterlag das Buch: Deutschland schafft sich ab, von Thilo Sarrazin nahezu einmalig in der Geschichte der BRD bzw. D der Zensur.

Mitten in einer Demokratie...
Die 400€ Jobs werden mehr. Und meehr. Und der Facharbeitermangel herrscht in den Personalabteilungen aufgrund des Filzes...

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