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Falsches Zahlensystem war Schuld am EC-Karten-Chaos und falschen SMS

Viele Menschen, die kurz vor und nach dem Jahreswechsel Geld abheben oder bargeldlos zahlen wollten, waren aufgeschmissen.

Weil Geldautomaten und Elektronische Systeme nicht reagierten, waren bargeldlose Transaktionen nicht möglich. Zudem wurden SMS verschickt, die das Datum 2016 statt 2010 aufwiesen.

Computerexperten meinen jetzt den Fehler gefunden zu haben. Ihre Erklärung ist, dass es sich um einen Programmierfehler handelt, der das Dezimalsystem mit Hexadezimalsystem verwechselt hat.


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WebReporter: Havelmaz
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Computer, SMS, Schuld, Chaos, EC-Karte, Zahlensystem
Quelle: www.maerkischeallgemeine.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.01.2010 07:43 Uhr von mr_shneeply
 
+16 | -6
 
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Wir sollten doch vom Z2K Bug gelernt haben In HEX wäre der Fehler halt erst in fünf Jahren aufgefallen.
Hier wurde einfach nur geizig mit dem Speicher umgegangen.
Konnte ja keine Ahnen, dass irgendwann das Jahr 2010 kommt. Die hätten einen doch mal warnen sollen :-)
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14.01.2010 08:05 Uhr von Sev
 
+19 | -0
 
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Klingt plausibel: Wenn die nur die zwei letzten Stellen des Datums speichern, dann ist das schon eine plausible Erklärung. Für Unwissende:

0 - 9 sind im dezimalen (Basis 10) und hexadezimalen Zahlensystem (Basis 16) gleichwertig. Dezimal 10 ist aber nicht hexadezimal 10, sondern 0A. Wahrscheinlich war also die Zahl selbst dezimal gespeichert, wurde aber hexadezimal ausgewertet.

Klarer Fall von dumm gelaufen.
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14.01.2010 13:11 Uhr von Hiddnhorror
 
+7 | -0
 
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hex-dez: naja wie soll man das verstehen...ist die 20 von 2010 als dez gespeichert worden??! denn 20 in hex != 20 dez sondern 32 dezimal! Oder haben die einfach 10 als datum gespeichert??

glaub eher da hat mal wer nicht vorrausgedacht, oder mit einem zuerst eintretenden weltuntergang gerechnet ;-)

[ nachträglich editiert von Hiddnhorror ]
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14.01.2010 17:43 Uhr von chaoslogic
 
+1 | -3
 
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Quark. Was soll die Ausflucht ins angebliche Zahlensystem als Fehler.
Die Karten verstehen nur das Binäre.
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14.01.2010 18:38 Uhr von Weisgarnix
 
+1 | -1
 
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Stimmt bestimmt nicht. Ich will ja nich pingelich sein, aber das halte ich für unrealistisch. so einen fehler würde nicht einmal der DAP = Dümmste Anzunehmende Programmierer machen.
Warum konnte man bereits 1999 Kreditkarten verwenden?
das wäre ja dann voll in der Hippie-Zeit 63...
Das hat sich meines Erachtens irgend ein Reporter oder Journalist aus den Fingern gezogen.
Auch auf dem Handy mit Windows Mobile bin ich mir sicher dass es nicht daran liegt. Zeitgeber ist stets nicht das Betriebssystem sondern das BIOS. Und das ist auf Handys mit WIndows mobile nicht anders als bei anderen Operating Systems auf Handys und PDAs.
Aber eine coole Idee ists jedenfalls, wäre ich nicht drauf gekommen...^^
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15.01.2010 00:12 Uhr von JCX2000
 
+0 | -0
 
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@chaoslogic: Du solltest mal Unterscheiden zwischen der Hardwareebene und der Softwareebene. Klar sind die Daten binär als 1 und 0 gespeichert, aber das sind die einzelnen Bit.Aus den Bit setzen sich dann die Byte zusammen, und wenn da irgendwo halt "10" steht und es statt als dezimale als hexadezimale Zahl behandelt wird kommt da halt 16 raus.
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15.01.2010 01:35 Uhr von CHR.BEST
 
+2 | -0
 
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Vermutlich wurde die Jahreszahl einfach als gepackte Zahl gespeichert.
Diese Technik ist uralt und findet sich z. B. bereits in den alten 8-Bit-Prozessoren wie dem 6502/6510 wieder, welcher u. a. im Commodore 64 verbaut wurde.

Im kaufmännischen Bereich ist diese Form der Datendarstellung weit verbreitet, weil sie stets mit ganzen Zahlen arbeitet, die zudem theoretisch auch unendlich lang sein können.
Rundungsfehler - wie bei einer Umrechnung in Gleitkommazahlen - gibt es nicht.
So findet sich dieser Datentyp auch heute noch in typisch kaufmännischen Programmiersprachen wie z. B. Cobol und ABAP (SAP).
Außerdem basieren ca. 99% alle Bankgeschäfte ohnehin nur auf den 4 Grundrechenarten und dafür braucht man keinen mathematischen Koprozessor (den es in den alten Rechnern ohnehin nicht gab).

Das Ganze ist im Grunde recht simpel:

Um eine Stelle im Dezimalsystem abzubilden benötigt man wenigstens 4 Bit, also von 0000 bis 1001.
Pro Byte lassen sich somit max. 2 Dezimalstellen darstellen, ohne daß großartig in ein anderes Zahlensystem (Dualsystem) rumgerechnet werden müßte.

Normalerweise rechnet ein Prozessor so:
0000 1111 + 1 = 0001 0000 (oder: 15 + 1 = 16 )

Im BCD-Modus sieht diese Rechnung allerdings so aus:
0000 1001 + 1 = 0001 0000 (oder: 9 + 1 = 16 )

Wenn nun auf der Karte tatsächlich die Jahrezahl in Form von 2 Bytes mit dem Inhalt (hex) $20 und $09 gespeichert war, hatte der Mini-Prozessor auf der Karte eigentlich alles völlig korrekt gemacht, denn andernfalls müßten wir heute im Jahr (dez) 8202 leben ;-)

Offensichtlich hat da eher die Bankautomatensoftware versagt. Es drängt sich der Verdacht auf, daß zur Auswertung ohnehin nur das letzte Byte herangezogen wurde, da diese Information ja ausreicht um das Jahr bis 2099 (bcd) bzw. 2255 (hex) korrekt zu bestimmen.

Hätte man stattdessen sorgfältiger gearbeitet und korrekterweise beide Bytes ausgelesen und ins Dezimalsystem umgerechnet, dann hätte der Fehler vorab mit einer simplen Plausibilitätsabfrage vermieden werden können.
Denn was ist bitteschön wahrscheinlicher? Daß im Jahre 8202 jemand mit einer über 6000 Jahre alten EC-Karte Geld abheben will oder daß die Jahreszahl in einem anderen Format als dem Binärsystem abgespeichert wurde?

Genau diese Zusatzabfrage bauen sie jetzt in die Automatensoftware ein. Summa summarum wieder mal eine ziehmlich schwache Leistung der Banken ...

[ nachträglich editiert von CHR.BEST ]

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