Viele Ungereimtheiten im Fall des ermordeten iranischen Physik-Professors
Offiziellen iranischen Angaben zufolge soll der ermordete Physikprofessor Massud Ali-Mohammadi einem Anschlag des "Dreiecks der Boshaftigkeit - des zionistischen Regimes, Amerikas und ihrer angeheuerten Agenten" zum Opfer gefallen sein. Diese These wird von iranischen Oppositionellen jedoch abgelehnt.
Zum einen war Massud Ali-Mohammadi wohl gar nicht am Atomprogramm des Landes beteiligt, sondern forschte, publizierte und lehrte zum Thema Quantenphysik. Zum anderen outete er sich noch vor den Wahlen als Anhänger Mussawis. Auch seine Studenten beschreiben den Professor als reformorientiert.
Tatsächlich war das iranische Atomprogramm bereits mehrfach und erfolgreich Ziel von Sabotageaktionen ausländischer Geheimdienste. In diesem Fall jedoch - so vermuten Oppositionelle - soll an dem Professor ein Exempel statuiert worden sein, um Abweichlern eine Warnung zukommen zu lassen.