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Staat übernimmt medizinische Fürsorge für HIV-infiziertes Kind

Nun ist ein weiterer Fall aufgetaucht, bei dem der Staat die Rechte der Eltern eines Kindes beschneidet, indem er die Entscheidungsgewalt in medizinischer Hinsicht für das Kind übernimmt. Diesmal im Fall der kleinen, mit HIV infizierten, Muriel.

Die Ansteckung erfolgte über die beiden seit Jahren erkrankten Elternteile. Muriels Vater behauptet, dass es AIDS gar nicht gäbe und er Angst habe, dass sein Kind "zu Tode therapiert wird". Die Eltern erwartet eine Anklage wegen Körperverletzung.

Diese Entscheidung wirft zum wiederholten Male die Frage auf, ab wann der Staat die medizinische Fürsorge für ein Kind einfach übernehmen darf. Dies ist laut Gesetz mit der Aussage "immer dann, wenn das Kindeswohl gefährdet ist", formuliert. Der kleinen Muriel geht es langsam wieder besser.


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WebReporter: FirstDarkchild
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Staat, Recht, Krank, Eltern, HIV, Fürsorge
Quelle: diepresse.com

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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13.01.2010 16:21 Uhr von Mehrsau
 
+3 | -1
 
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@Autor: AIDS schön und gut.. oder auch nicht.

Aber stell dir doch mal bitte die Situation für den Vater vor. Seine Aussage "zu Tode therapiert wird", kann ich voll und ganz nachvollziehen.

Was natürlich nicht rechtfertigt, dass er die Existenz der Krankheit leugnet. Aber ich bin der Meinung, dass eine Hilfe angeboten werden muss und die Rechte der Eltern nur dann beschnitten werden dürfen, wenn sie sich dieser Hilfe widersetzen.

Ausserdem stellt sich mir die Frage wie das Kind angesteckt wurde. Man infiziert nicht mal eben so sein Kind mit AIDS/HIV. Dazu bedarf es mehr als einen Kuss auf den Mund oder ein Abbeissen vom Brot der Mutter.

Das ist ein sehr heikles Thema, welches meiner Meinung nach auf garkeinen Fall pauschalisiert behandelt werden darf.
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13.01.2010 18:02 Uhr von FirstDarkchild
 
+2 | -1
 
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@Mehrsau: HIV ist schon lange keine Krankheit mehr, wo man behandelt wird wie ein Versuchskaninchen und gepickt und aufgeschnitten wird , nur um geheilt zu werden.

Zur Behandlung sind lediglich eine etwas größere Anzahl (je nach Art des HIV-Virus) Tabletten nötig.

Auch ist es so, wie man der Quelle entnehmen konnte, das die Eltern mit dem selben Wunderheiler in Kontakt stehen, der schon vor sechs Jahren in den Medien war, weil er ein anderes Kind , damals die kleine Olivia, hat fast sterben lassen. Hamar war seinerzeit der Meinung das ein Krebskrankes Kind keine Chemotherapie braucht und das der Krebs auch so verschwindet.

Recht gebe ich Dir in soweit , das man nicht wegen jedem kleinen Schnupfen das Kind auf die Intensivstation legen darf und es auf keinen Fall übertreiben darf mit einer bestimmten Art an Fürsorge. Doch in diesem Fall unter diesen Umständen , darf man dem Kind auf keinen Fall die Hilfe verwehren, da es sonst den sicheren Tod für die kleine bedeutet.
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13.01.2010 20:55 Uhr von Dracultepes
 
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@Mehrsau: Das Kind ist 11 Monate und die Eltern sind mehrere Jahre erkrankt. Woher kommt das wohl? Und wenn dann Aids geleugnet wird kann man davon ausgehen das die Mutter auch nichts unternommen hat um das Übertragen auf das Kind zu verhindern.
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14.01.2010 09:19 Uhr von Mehrsau
 
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@FirstDarkchild

Dann liegt es wohl daran, dass die Eltern einfach nicht informiert sind. Ich jedenfalls, wusste nicht, dass die Behandlung sich recht unkompliziert gestaltet.

@Dracultepes

"Woher kommt das wohl?"

Das ist genau die Frage die ich gerne beantwortet hätte. Es ist nicht so, dass AIDS bei der Geburt übertragen wird. Also woher?
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14.01.2010 09:24 Uhr von Dracultepes
 
+1 | -0
 
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@mehrsau: Aids kann durchaus im Körper der Mutter oder bei der Geburt durch z.b. Sekret der Scheide oder duch das stillen übertragen werden.
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20.01.2010 10:51 Uhr von Chaosmaus
 
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furchtbar: Man sollte vorallem auch diesen Wunderheiler einsperren, wenn ich so was lese, kommt mir echt die Galle hoch. Man muss sicher auch ein gewisses Vertrauen zu seinen Ärzten haben, aber HIV ist kein Schnupfen. Aber dass es solche skrupellosen Menschen wie diesen Wunderheiler gibt, der den leichtgläubigen Eltern einen Floh ins Ohr setzt und so das Leben eines Babys aufs Spiel setzt ist einfach nur furchtbar. Und ich kenne auch viele Menschen, die gern glauben, was manche "Heiler" von sich geben.

Allerdings ist der Fortschritt mittlerweile so weit, dass Betroffene so behandelt werden können, dass sie ein ganz normales Leben führen können und die Viruslast auf ein sehr geringes Mass reduziert werden kann.

@Mehrsau: Da die Eltern die Existenz des Virus abstreiten wird die Mutter das Kind wohl auf normalen Weg entbunden haben und dabei ist die Ansteckungsgefahr schon recht hoch. Normalerweise werden Kinder von HIV-positiven Müttern per Kaiserschnitt geholt um die Ansteckungsgefahr zu verringern. Und durchs Stillen kann das Kind auch angesteckt werden.
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14.02.2010 21:03 Uhr von Falap6
 
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@Mehrsau: Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind über die gesamte Schwangerschaft + Gebrut sich mit bei einer HIV-postivien Mutter mit dem Virus ansteckt ist ca. 20 %, wenn man nichts dagegen unternimmt. Mit den nötigen Maßnahmen kann man das Risiko auf unter 1-2% drücken.

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