Staat übernimmt medizinische Fürsorge für HIV-infiziertes Kind
Nun ist ein weiterer Fall aufgetaucht, bei dem der Staat die Rechte der Eltern eines Kindes beschneidet, indem er die Entscheidungsgewalt in medizinischer Hinsicht für das Kind übernimmt. Diesmal im Fall der kleinen, mit HIV infizierten, Muriel.
Die Ansteckung erfolgte über die beiden seit Jahren erkrankten Elternteile. Muriels Vater behauptet, dass es AIDS gar nicht gäbe und er Angst habe, dass sein Kind "zu Tode therapiert wird". Die Eltern erwartet eine Anklage wegen Körperverletzung.
Diese Entscheidung wirft zum wiederholten Male die Frage auf, ab wann der Staat die medizinische Fürsorge für ein Kind einfach übernehmen darf. Dies ist laut Gesetz mit der Aussage "immer dann, wenn das Kindeswohl gefährdet ist", formuliert. Der kleinen Muriel geht es langsam wieder besser.