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Klinik muss nur bei akuter Selbstmordgefahr den Patienten vor sich schützen

Ein Krankenhaus muss einen psychisch erkrankten Patienten nur dann vor sich selbst schützen, wenn eine akute Selbstmordgefahr von dem Patienten ausgeht.

Dies kann man dann zum Beispiel durch Fesselung ans Bett erreichen. Mit diesem Urteil entlastete das Oberlandesgericht jetzt eine Ärztin.

Im betreffenden Fall hat ein Patient eine Klage auf Schadensersatz eingereicht, nachdem er versucht hat, sich mit einem Sprung aus dem Fenster das Leben zu nehmen.


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WebReporter: Susi222
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Selbstmord, Klinik, Patient, Suizid
Quelle: www.aerztezeitung.de

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13.01.2010 22:52 Uhr von neWoutsider
 
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@Beide Vorredner: Ich muss mir grad wirklich verkneifen euch zu beleidigen, aber leider kann eure Dummheit auch auf Unwissenheit basieren.
Hostmaster du sagst er wäre meshugge, da er sich im Nachhinein beschwert!?
Der Typ wollte sich vielleicht nicht wirklich umbringen. Wie im Artikel schon steht, ist der Patient psychisch erkrankt. Es kann sogar passieren das psychisch vollkommen gesunde Menschen unter Medikamenten nicht mehr sie selbst sind und plötzlich solchen Blödsinn verzapfen. Stellt euch mal vor das einer eurer Lieben im Krankenhaus ein Medikament bekommen, "meshugge" werden und sich umbringen. Würdet ihr nicht dem Krankenhauspersonal die Schuld geben? Ist ein Krankenhaus nicht der Ort, an dem genau sowas verhindert werden sollte? Ich frage mich wieso der Patient überhaupt die Möglichkeit hatte aus dem Fenster zu springen. Normalerweise haben Krankenhäuser so schmale Fenster das kein Mensch durchpassen würde. Oder sie sind zumindest zusätzlich gesichert, damit man sie nicht vollständig öffnen kann.
Hier übrigens das Urteil:
http://www.lareda.hessenrecht.hessen.de/... (Leider funktioniert der Link nicht korrekt. Einfach nach "Az.: 8 U 170/07" suchen und auf den Reiter "Langtext" klicken)

Daraus geht hervor, dass der Mann mehrfach unter paranoid-halluzinatorischen Psychosen litt und wenn man mich fragt, es auch erkennbar war das sie wieder ausgebrochen ist.

"Wegen seit 3 Tagen andauernder Schlaflosigkeit, motorischer Unruhe, Verwirrtheit und Agitiertheit nahm der Kläger am 09.10.1998 zwei Tabletten des Schlafmedikaments … ein. Nach der Einnahme schlief der Kläger kurz und verließ dann in verwirrtem, unruhigem Zustand seine Wohnung. Nach kurzem Umherirren brach er in einem Geschäft zusammen."
Eindeutige Anzeichen. für die Krankheit! Die Ärztin hat sogar versucht ihn in das Erdgeschoss verlegen zu lassen, aber dort waren keine freien Betten. Genau wie in der psychiatrischen Klinik bei der sie es versucht hat. Dennoch würde ich der Ärztin nicht mal einen Vorwurf machen, denn das einzige Indiz für Selbstmord war die Introvertiertheit des Mannes und die genügt bei weitem nicht für eine Fixierung. Er sollte das Krankenhaus lieber verklagen weil es überhaupt möglich war aus dem Fenster zu springen.

[ nachträglich editiert von neWoutsider ]

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