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Schweiz: Major verweigert das Kommando

Bis zum Anfang des Jahres sollten alle Armeeangehörigen in der Schweiz ihre persönliche Munition ("Taschenmunition") abgeben. Auf diese Weise sollen die Amokläufe mit Armeewaffen verhindert werden, die in letzter Zeit gehäuft auftraten. Der Major Werner Gartenmann weigerte sich.

Es geht ihm um das Prinzip, dass nicht alle Soldaten wie Kriminelle hingestellt werden sollen. Dafür ist er sogar bereit sich strafbar zu machen. Zwar ist er der Einzige der sich dem Befehl öffentlich widersetzt, aber dennoch nicht der Einzige der seine Munition behalten hat.

Von den 257.000 Munitionsbüchsen wurden nur etwa 60.000 bis Anfang Dezember abgegeben. Die aktuelle Anzahl muss jedoch noch erfasst werden. Wer sich weiterhin weigert die Munition abzugeben, muss sich einer Disziplinaruntersuchung unterziehen.


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WebReporter: Mediareporter
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Schweiz, Waffe, Militär, illegal, Kriminalität, Kommando
Quelle: www.rooster24.com

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.01.2010 12:57 Uhr von XvT0x
 
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dem: einen die munition, den andern die killerspiele...
schon klar das es n unterschied ist aber irgendwo geht es trotzdem um das gleiche... die probleme werden wieder nur in den waffen/munitionen/... gesucht anstatt bei der erziehung.
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12.01.2010 15:38 Uhr von TrangleC
 
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@ XvT0x: Die Erziehung ist in der Schweiz auch nicht schlechter als anderswo (ja, ja, das ist eine Untertreibung), aber trotzdem gibt es in der Schweiz deutlich mehr Fälle in denen Leute Schusswaffen gegen andere oder gegen sich selbst einsetzen als in anderen, vergleichbaren Ländern in denen Schusswaffen weniger verbreitet sind. Deshalb ist die Schweiz ein Beispiel dafür dass es eben doch drauf ankommt wieviele Schusswaffen verfügbar sind und eben doch "Waffen Menschen töten" und nicht nur "Menschen Menschen töten", wie die Waffenlobby in den USA so gerne und mantrahaft behauptet.
Es ist eben so. Wer ein halbautomatisches Sturmgewehr und Munition im Schrank hat, der hat eine entscheidende Hürde weniger zu überspringen wenn er amok laufen will.

Auch wenn ich dafür wieder Minuspunkte bekomme, will ich trotzdem klar stellen dass ich kein Waffenhasser bin. Ich bin pro-Freiheit, selbst wenn Freiheit mehr Gefahr bedeutet. Von mir aus sollte man auch in Deutschland das Waffengesetz lockern. Ich gehöre nur nicht zu denen die verleugnen dass ich mir bewusst bin dass das eben auch in mehr Verletzten und Todesfällen resultieren würde. Ich mach mir nur nicht so viel draus weil ich mir - im Gegensatz zu vielen anderen - zu bewusst bin dass es sowas wie Sicherheit sowieso nicht gibt (in meinem Umfeld sterben seit längerem die Menschen weg wie Fliegen, an Krebs) und dass es sich deshalb nicht lohnt die Freiheit für ein falsches Versprechen von Sicherheit zu opfern.
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12.01.2010 16:44 Uhr von micha1978
 
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@TrangleC: Wozu soll das Waffengesetz gelockert werden?
So unsicher ist es doch in unserem Land auch nicht, das jeder mit n´er Knarre rumlaufen muss.
Grenzenlose Freiheit kann auch ganz schnell in Anarchie enden.
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12.01.2010 17:21 Uhr von TrangleC
 
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micha1978: Ich finde es eben übertrieben dass man inzwischen nichtmal mehr ein kleines Taschenmesser oder ein Leatherman Multitool dabei haben darf.

Freiheit ist ein Gut für sich. Wenn man anfängt jedes bisschen Freiheit rechtfertigen zu müssen, läuft eindeutig was falsch, weil am logischsten und sichersten wäre es wenn wir alle leben würden wie Vieh oder Roboter.

Mir persönlich wäre es da immernoch lieber in einem "Wilden Westen" zu leben, auch wenn das natürlich auch seine Nachteile hätte.
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12.01.2010 17:32 Uhr von micha1978
 
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@TrangleC: Ja gut, das mit den Taschenmesser ist albern ebenso wie das mitführen von Luftgewehren ohne den vorhandenen kleinen Waffenschein.

Aber ich bin nicht der Meinung, das jeder Idiot (wie in den USA) sich eine scharfe Waffe kaufen darf.

Diese Gesetze (kleiner Waffenschein) wurden aber nur durch den blinden Aktionismus unserer Politiker hervorgebracht.
Die Amokläufe mit Messer (oder dem Multitool) halten sich sicherlich in Grenzen.

Der Nachteil des Wilden Westens ist sicherlich das jeder auf alles schießt und das Recht des Stärkeren gilt also in eine zivilisierten Gesellschaft undenkbar.
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12.01.2010 17:59 Uhr von TrangleC
 
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@ micha1978: Ich bin der Meinung dass wir in einer waffenlosen Gesellschaft eher nach dem Recht des Stärkeren leben als in einer Gesellschaft in der auch die Schwachen durch Waffen potenziell gefährlich sind.

In Deutschland ist der Ottonormalverbraucher in den meisten Fällen der Gewalt irgendwelcher Rowdis schutzlos ausgeliefert. Wenn irgendwelche Schlägertypen auf die Idee kommen mit einem irgendwas anzustellen, dann gibt es nichts das sie daran hindert.

Die Staatsgewalt tut wenig um sowas zu verhindern und wenn mal wieder ein normaler Bürger auf irgendeiner S-Bahnstation totgeschlagen oder abgestochen wird, dann werden sinnlose Scheindiskussionen über Überwachungskameras und Waffengesetze geführt.

Ich selbst hab schon in der Stuttgarter Innenstadt mitangesehen wie Polizisten Krawallmachern aus dem Weg gegangen sind. Eine Gruppe scheinbar türkischer Jugendlicher hat in einer großen Einkaufsstraße Leute belästigt und mit Flaschen herumgeworfen und 2 Polizisten die die Straße entlang kamen sind kurz vor dem Ort an dem die Gruppe herumlungerte in eine Seitenstraße abgebogen und nach jenem Ort aus einer anderen Seitenstraße wieder aufgetaucht um ungestört die Einkaufsstraße weiter entlangzugehen.
Die gleichen Polizisten hätten kein Problem damit gehabt einen harmlosen, ungescholtenen Bürger nach Taschenmessern zu durchsuchen, da bin ich mir sicher.
Genau so wie ich mir sicher bin dass ich da nicht zufälligerweise den einzigen solchen Vorfall beobachtet habe der jemals in diesem Land passiert ist.

Wir leben bereits nach dem Recht des Stärkeren.

Irgendwie bezweifle ich dass das Leben im Wilden Westen schlimmer war als das was hierzulande abläuft, in dem ein Staat seine normalen Bürger schickaniert weil er es sich mit den Harmlosen leisten kann, aber denen die es verdient hätten die Staatsgewalt zu spüren zu bekommen aus dem Weg geht.
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12.01.2010 18:12 Uhr von micha1978
 
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@TrangleC: Das Problem liegt dann aber bei der Ausbildung (und der Courage) des/der Polizisten.
Wenn aber jeder mit einer Waffe rumläuft besteht auch die Gefahr das sie wegen jeder Nichtigkeit eingesetzt wird.
Man verhindert somit keine Straftaten sonder schürt eher noch das Ausmaß.

Wenn Polizisten Angst haben (noch mehr) müssen das der potentielle Delinquent beim kleinsten Anlass sein Waffe zieht wird er sich eher weniger als mehr für die Opfer einsetzen oder erst schießen und dann fragen.

Man sieht doch auch was passiert wenn geistig "Angeschlagene" in Besitz von scharfen Waffen kommen. Stichpunkt Amokläufe
Und ich will nicht, das als alternative, einfach jeder Schüler eine Waffe mit zur Schule nimmt.
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13.01.2010 12:43 Uhr von Dracultepes
 
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@micha1978: Ich würde auch lieber in einer Tri Tra Trullala Welt leben wo alle mit den Care Bears singen und tanzen. Leider ist das nicht so. Wie es schon geschrieben wurde ist man solchen Sachen hilflos ausgeliefert weil der Staat einem verbietet sich zu wehren. Und wenn man sich wehrt läuft man gefahr eingebuchtet zu werden. Wie der Student der die Leute mit einer Latte vermöbelt hat die ihn angegriffen haben.

Und wenn jeder Schüler eine Waffe mit zur Schule nimmt, weil es nichtmehr anders geht dann ist das so.

Ich hab mal eine sehr nette Doku gesehen da haben diverse Sicherheitsleute Studenten genommen mit Waffen und Farbkugeln bewaffnet und in einen Raum gesetzt. Irgendwann kam dann der "Amokläufer" rein. Ich glaube es waren 3 oder 4 Studenten( nicht gleichzeitig) und davon hat es eine Person geschafft zu zielen und zurückzuschießen. Es wurde halt gesagt das man das dann schon gezielt trainieren müsste damit der ablauf sitzt.

Ich frage mich immer durch wieviele Räume kommt ein Amokläufer wenn in jedem bewaffnete Leute sitzen würden. Das habe ich leider in der Doku vermisst. Was passiert wenn nebenan Schüsse fallen und man sich in Position bringen kann.

Ich selber habe keine Waffen und ich würde mir wohl auch keine kaufen. Nichtmal wenn ich es einfach könnte. Es ist zwar mal ganz lustig Dosen zu schießen aber ich hab da nicht so den Bezug zu. Ich weiss nur das ich nen Problem hätte mich zu verteidigen und die Polizeistation um die Ecke wurde erst geschlossen.
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13.01.2010 12:53 Uhr von micha1978
 
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@Dracultepes: Das Problem ist aber wenn jeder die Möglichkeit hat ein Waffe zu besitzen ist auch die Gefahr gegeben das jeder Heißsporn früher oder später zum Amokläufer wird.

Und wenn jeder Schüler (Kind) eine Waffe mit nimmt wird jeder harmlose Streit schnell mal in einer Schießerei enden.
In manchen Klassen herrscht jetzt schon Chaos und die Lehrer fürchten sich vor ihren Schülern und dass wird mit der freien Verfügbarkeit von Waffen sicherlich nicht besser.
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13.01.2010 13:04 Uhr von Dracultepes
 
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@micha1978: Wir reden nicht von Grundschülern, Autofahren darf man auch erst ab 17/18 nach einem "Eignungstest".

Jetzt ist es halt so das die gesetzesuntreuen Bürger die Waffen haben und die werden sie immer haben.Nur die gesetzestreuen gucken in die Röhre.

Und ich sehe das eher anders ich persönlich würde mir überlegen was ich mit einer Waffe mache wenn jeder andere auch verdeckt eine Tragen könnte. Wenn ich allerdings allein bin habe ich schon ganz andere Möglichkeiten.
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13.01.2010 13:21 Uhr von micha1978
 
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@Dracultepes: Die letzten 2 (Steinhäuser, Kretschmar) waren auch keine Grundschüler mehr.

Die Amokläufe wären womöglich nicht geschehen wenn ihnen der Zugang zu Waffen nicht möglich gewesen wäre.

Das alle "gesetzesuntreuen Bürger" eine Waffe besitzen entspricht zum Glück nicht der Realität dies würde sich aber ändern wenn so gut wie jeder eine Waffe besitzen könnte.

Mehr legale Waffen im Umlauf bedeuten auch mehr illegale Waffen im Umlauf z.b. durch Diebstahl.
Nicht zu vergessen die Unfälle die durch unsachgemäßen Gebrauch/Lagerung geschehen.

Ich würde mich gezwungen sehen auch eine Waffe zu tragen wenn jeder andere eine trägt aber sicherer würde ich mich nicht fühlen eher unsicherer.
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13.01.2010 14:16 Uhr von Dracultepes
 
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@micha1978: Natürlich waren die keine Grundschüler mehr. Aber wärst du nicht der Meinung das sie sich dann überlegt hätten womit sie es machen können? Die waren nicht dumm, die hätten anderes gefunden und wenn man eine Machete nimmt und nen MolotovCocktail(den hat die junge Dame genommen die zu blöd zum werfen war, die hatte wohl keine Waffen). Die könnten Kettensägen,Messer etc. nehmen.

Das glaube ich nämlich eher. Und ich habe nicht behauptet das alle gesetzesuntreuen sie haben, aber jemand dem sowieso egal ist was passiert wenn er erwischt wird hat eher eine als der Student oder sonst irgendwer. Was natürlich diese Personen in eine arge bedrängnis bringt sollten sie sich damit konfrontiert sehen, weil sie sich ja nichtmal verteidigen könnten wenn sie es denn wollten. Diese möglichkeit wird ihnen genommen.

Es bleibt doch jedem selbst überlassen ob er sich auf sich selber oder die Polizei verlässt. Und wenn jemand vor mir steht der eh auf stress aus ist gehe ich davon aus das er ein Messer trägt wenn er denn schon keine Schusswaffe hat. Ich darf aber wiederrum keins haben um mich zu verteidigen. Das ist das was ich bemängel.

Und jemand der nicht gewillt ist sowas einzusetzen sollte es eh nicht tragen. Das ist viel gefährlicher als alles andere.

Das ist wie im kalten Krieg, wenn alle Atomwaffen haben und nicht nur eine Nation. Dann werden sich die vernünftigen hüten sie einzusetzen. Und die kaputten lassen sich auch nicht durch die größte Bedrohung davon abhalten zu stänkern oder irgendwas anzufangen obwohl sie wissen das sie die arschkarte ziehen.



Es ist halt meine Meinung das so mancher Amoklauf anders verlaufen wäre hätte es mehr bewaffnete Menschen gegeben. Wenn ich nur an die Bilder von Polizisten denke die sich hinter Autos verkriechen währen drinnen Menschen erschossen werden wird mir schlecht. Man wird es nie verhindern können auch nicht wenn wir alle nurnoch mit Plastikbesteck essen und Kettensägen durch Handsägen getauscht werden. Aber man kann was dagegen tun das die typen nicht seelenruhig von Klassenraum zu Klassenraum laufen können.

Wobei ich mich ehrlich gesagt eh immer frage warum die so vorgehen. Aber das ist ne andere Geschichte.

Ich verstehe ja auch deine Einwände. Du glaubst die bedrohung durch illegale Waffen überwiegt über den Vorteil das immer jemand irgendwo ist der bereit ist sich zu verteidigen. Ich denke halt das es genau andersrum ist;)

Ich wusste allerdings nicht dass das in der Schweiz so schlimm wird. Ich kriege davon wohl zuwenig mit. Für mich waren die immer das ideale Gegenbeispiel zu den USA. Denn man hört von dort noch weniger als z.b. aus Finnland.
Ich glaube auch das z.b. "Familientragödien" nicht zunehmen würden, sondern das sich einfach die Tatwaffe verändert.

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