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Eklat um Musiker des Scala-Orchesters wegen Kleidung - "Schande" Rufe der Besucher

Vor kurzem haben örtliche Medien berichtet, dass es bei der letzten Aufführung der Oper "Carmen" 2009 zu ungewöhnlichen Maßnahmen der Instrumentalisten des Mailänder Scala-Orchesters kam.

Wegen mutmaßlicher arbeitsrechtliche Missachtung bei ihren Einsätzen im Ausland, kamen sie als Arbeitskampfansage in Straßenkleidung zur festlichen Aufführung.

Von den Musikern wurde noch geklagt, dass eine Probe in Paris sechs Minuten länger dauerte als vorgesehen. Wegen ihres Auftretens waren sie beim Publikum "unten durch" und mussten am Ende der Vorstellung noch "Schande"-Rufe über sich ergehen lassen.


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WebReporter: jsbach
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Musik, Streik, Besucher, Eklat, Kleidung, Orchester
Quelle: www.codexflores.ch

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.01.2010 10:48 Uhr von Pika7
 
+22 | -5
 
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Klang vs. Optik: Es ist schon merkwürdig, was die Zuschauer für Probleme haben. Hätten die Musiker schlecht gespielt, könnte ich die Verärgerung des Publikums ja verstehen. Ich gehe doch nicht in die Oper, um die Kleidung der Musiker anzuschauen.

[ nachträglich editiert von Pika7 ]
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12.01.2010 10:49 Uhr von nma
 
+14 | -10
 
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Richtig so! Ich finde das Aufbegehren von Arbeitskräften immer gut. Und es ist unerheblch, ob es sich "nur" um 6 Minuten handelt. Es geht schlichtweg ums Prinzip und darum, das Aufweichen klarer Vereinbarungen zu verhindern.

Wenn in Deutschland Menschen wegen unerheblicher Pfandbons fristlos gekündigt werden können, warum sollten dann andererseits 6 Minuten nicht vereinbarter Mehrarbeit okay sein? Gleiches Recht für alle, oder?

Musikalisch wird sich das Orchester garantiert keine Blöse gegeben haben. Wurden doch nur die Augen der Schickimickis "beleidigt" (und glaubt mir, wer die Eintrittspreise zu einer großen Oper in der Scala zahlen kann gehört in der Regel eher nicht zu den Normalverdienern).

Hat also niemanden wirklich geschadet und trotzdem ein Zeichen gesetzt. Mein Fazit: Richtig so!
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12.01.2010 11:32 Uhr von datenfehler
 
+11 | -5
 
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zeigt das niveau des Publikums Solange sie gut spielen, ist es mir herzlich egal, wie sie gekleidet sind.
Bei einer kleineren Veranstaltung habe ich auch einmal einen Koreaner gesehen, der in zerrissener Jeans und zerknittertem Hemd gekommen ist (kein Designerzeug). Aber mit der Violine konnte er umgehen. Wen interessiert da noch die Kleidung? - nur die, die keine Ahnung von der Musik haben!
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12.01.2010 11:42 Uhr von JesusSchmidt
 
+5 | -12
 
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ich verstehe nicht, wieso man sich ÜBERHAUPT: freiwillig "festliche garderobe" anziehen sollte. für mich ein hauptgrund, nicht in oper oder theater oder so zu gehen. freiwillig anzug eventuell sogar noch schlips? NIEMALS!
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12.01.2010 11:52 Uhr von esopherah
 
+6 | -11
 
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betrogenes publikum: die leute haben ne menge geld gezahlt für einen abend in "festlicher" umgebung. Das wurde von den betreibern zerstört, etwa so als wenn dein imbisbutenverkäufer ne packung salz auf deine wurst kippt. Die wurst mag toll schmecken, aber ist unbrauchbar...
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12.01.2010 12:22 Uhr von killozap
 
+2 | -2
 
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Irendwie sollte: eine News in Kultur trotzdem oder gerade deswegen den gramatikalischen Regeln und der Rechtschreibung entsprechen ...
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12.01.2010 12:37 Uhr von Hanno63
 
+1 | -3
 
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keine Bevorzugung von irgendwelchen Musikern wer hundert Tausende €´s nebenher verdient, oft in "Schwarzarbeit", sich ein Haus dazu verdient ,...sich aber wegen 6 Min. Training (im eigenen Interesse) ,"bis alles stimmt" , nicht akzeptiert , der hat "nur noch " ::::
Buh-Rufe verdient ..

Musiker müssen nicht "zwangsläufig" auch noch "Mimosen" an der falschen Stelle sein.!!

[ nachträglich editiert von Hanno63 ]
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12.01.2010 15:20 Uhr von Dracultepes
 
+1 | -1
 
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Tja Aussehen zählt mehr als Können das ist in solchen Kreisen eben so.

@esopherah
Wenn dann zieh bitte vergleiche die auch passen. Die Wurst ist versalzen und nichts anderes. Die Musik war aber astrein. Das ist eher so als würdest du zu deiner Semmel ne Serviette vom Kindergeburtstag kriegen. Dann passt der vergleich einigermaßen.
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12.01.2010 15:27 Uhr von DaaV
 
+1 | -1
 
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@ esopherah: "die leute haben ne menge geld gezahlt für einen abend in "festlicher" umgebung. Das wurde von den betreibern zerstört, etwa so als wenn dein imbisbutenverkäufer ne packung salz auf deine wurst kippt. Die wurst mag toll schmecken, aber ist unbrauchbar... "

Bei deinem Beispiel wäre es allerdings so gewesen als hätte einer der Musiker nebendran mit einem Ghettoblaster gestanden. Die klassische Musik mag zwar toll sein, aber unbrauchbar...
Aber das haben sie ja nicht gemacht. Sie haben Ihre Wurst einfach nur in einer hässlichen türkisblauen Schale serviert, was die Wurst und deren Geschmack nicht beeinträchtigt.
Deswegen: Gute Aktion!
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12.01.2010 15:45 Uhr von Hanno63
 
+2 | -3
 
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die Musiker kriegen eine "Superbezahlung", für ein bisschen Üben , denn "das Können" ist ja angeblich schon vorhanden...( es ist "nur" etwas Anderes, aber nichts Besonderes)
Darauf muss man sich nichts "einbilden", sondern nur funktionieren.
Zum "Funktionieren gehört , absoluter Gehorsam und auch korrekte Kleidung und vor allem::
als Teil eines Musikinstrumentes , :::
keine Privatmeinung im oder während eines Konzertes.
Hinter der Bühne können sie protestieren wie sie wollen, aber nicht vor Publikum, da ist "nur" Funktionieren in einwandfreier Bekleidung angesagt ,......sonst nichts.
Musiker gibts wie Sand am Meer, genug "Spezi´s" vorhanden, auch noch ohne Millionen-€ -Wünsche
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12.01.2010 15:55 Uhr von Hanno63
 
+2 | -3
 
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Nachsatz ,..alle Konzertmeister zusammen, die noch "frei" auf dem Markt sind , könnten noch ca 4-5 "gute" Synphonie -Orchester bilden und die freien "Voll-Musiker" zusammen auch 10 -15 Orchester.
Also wie bei anderen grossen Orchestern üblich , rausschmeissen wer stört,...Ersatz wartet schon ,
Wie bei jedem anderen Musikinstrument auch,wenn es gut funktionieren soll .
Zumal in heutiger Zeit.

[ nachträglich editiert von Hanno63 ]
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12.01.2010 21:07 Uhr von Hanno63
 
+2 | -0
 
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dolles Ding,..wieviele Leute hier Ahnung von Orchestern und ihren Musikern haben, wenn überhaupt von Musik.
Man sieht´s ja an den "Minus" , ..............
also schlechtes Verhältnis...?----
lohnt nicht drauf näher einzugehen.
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12.01.2010 23:22 Uhr von -lord-infamous-
 
+1 | -1
 
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@nma: Wegen 6 Minuten überziehen, die durchaus aus Fehlern der Musiker resultieren können, ist es also in Ordnung einen Auftritt so misszugestalten, dass er es in die internationale Presse schafft?
Mir wäre es zwar egal, wie das Orchester gekleidet ist, aber den steifen alten Leuten die sich das reinziehen anscheinend nicht, also haben die Helden wegen ein paar Minuten ihrem Auftraggeber geschadet.... Und das weil sie 6 Minuten länger ihre Kunst ausüben mussten.
Und Leute werden nicht wirklich wegen Pfandbons gekündigt, sondern wegen solch kleinlicher und schwachsinniger Querstellerei aufgrund solcher linksfaschistischen Klassenkampf-Ideen, die nicht nur der Führungsetage sondern dem Erfolg des gesamten Teams schaden. Solche Leute würde ich auch rausschmeissen, und dies ist aufgrund der Gesetzeslage eben nur über solche Bagatellverfahren möglich.
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12.01.2010 23:43 Uhr von Hanno63
 
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so sehe ich es auch, denn ein Orchester ist "nur" ein Musikinstrument des Dirigenten , wo jeder "sein" Teilinstrument bestmöglich zu spielen hat , es sind ja alles "Könner" und jede Probe wird am Dirigentenpult beurteilt und korrigiert unds wenn der "Maestro" sagt er braucht noch 6 Min.
( einen Durchgang von ein paar Notenblättern) um einigermassen perfekt zu sein (man könnte sagen " das Tüpfelchen auf dem " i "), dann muss es sein ,...fertig.
Jeder Orchester-Musiker hat immer auch auf privater Schiene noch reichlich Nebeneinnahmen oder macht noch Club-Musik in Hotels oder Show´s , manchmal noch in einer "BigBand" oder ahnlichem . Dafür ist immer Zeit, aber bei Proben (zur Perfektion) ist bei 6 Min. Demo angesagt ...???
Das sind ja "abstaubende Mimosen" .!!
Nötigung .
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13.01.2010 12:54 Uhr von Hanno63
 
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@ Klaus Ch. Wein.....erst lesen und dann versuchen etwas davon zu verstehen.
Konzerte und Instrumente (das grösste ist das Orchester, während die Orgel wohl das nächst Gewaltigste ist)
Es ist nunmal so das der Dirigent der "Regisseur" und der erste Geiger (als Konzertmeister) der musiktechn.Chef ist.

Aber hier geht es ja um 6 Min Übung (zur eigenen Vollkommenheit) und deswegen ein "Protest von Mimosen" die alle in kürzester Zeit ersetzbar sind.
Wenn ich eine Orgelpfeife wechseln muss , kann es sogar sein das die "neue" Pfeife, besser klingt als die "alte" und genauso besteht ein Orchester aus voll ausgebildeten Musikern, "jeder" mit Erfahrung auf verschiedenen Instrumenten innerhalb des Orchesters, sie haben aber keinerlei Eigenleben, sondern müssen nur sauber funktionieren, genau so wie das Arrangement des Dirigenten mit dem gesammten Orchester es vorsieht.
Proben sind Anpassungsübungen an das bestehende oder leicht überarbeitete Musik-Werk + Korrekturen an den einzelnen Musikgruppen , also auch Anpassungen akustischer , raumbedingter Art, bei unterschiedlichen Sälen.
6 Min. mehr Probe und dafür sooo einen Zirkus zu machen naja ,...durchaus üblich in Musik-Mimosen-Kreisen.

[ nachträglich editiert von Hanno63 ]
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13.01.2010 15:07 Uhr von Hanno63
 
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@ Klaus Ch. Wein ...Musiker viele Jahre Musik gemacht , wenn noch Zeit war

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