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Südafrika: Schadensersatzklage gegen Mercedes wegen Unterstützung der Apartheid

Vor einem US-Gericht wird derzeit darüber verhandelt, ob eine Klage gegen Daimler-Benz zugelassen wird. Es klagen mehrere Südafrikaner wegen Beihilfe zu Menschenrechtsverletzungen. Der Autokonzern hatte der Apartheidsregierung in den 70er- und 80er-Jahren Fahrzeuge verkauft.

Ob sich das US-Gericht für zuständig erklärt und die Klage verhandeln wird, ist noch offen. Die Kläger berufen sich auf ein Gesetz aus dem 18. Jahrhundert. Obwohl das Geschäft in keinerlei Zusammenhang mit den USA stand, befürwortet das US-Justizministerium die Annahme der Klage.

Sollte hier ein Präzedenzfall entstehen, könnten alle Unternehmen, die mit problematischen Staaten Geschäfte machen, jederzeit Ärger mit dem US-Justizsystem bekommen. Die Bundesregierung sieht in dem Fall einen "inakzeptablen Eingriff in die deutsche staatliche Souveränität".


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WebReporter: kommentator3
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gericht, Klage, Mercedes, Schadensersatz, Unterstützung, Apartheid
Quelle: www.ftd.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.01.2010 07:37 Uhr von ak-arne
 
+4 | -1
 
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omg: also man kann ja die "Unterstüzung" mit Autos sehen wie man will und dass man das Recht auf Recht haben soll (sprich klagen) finde ich auch gut - dass hier vor einem US-Gericht geklagt wird kann aus meiner Sicht nur einen Sinn haben: Wenn sie Recht bekommen bekommen sie bei weitem mehr Geld als bei einer Klage in Südafrika selbst. Aus diesem Grund ist die Klage nicht mehr wirklich wegen dem mutmaßlichen Verbrechen sondern nur noch wegen Geld.
Darüber hinaus: In den USA genauso wie inDeutschland kann man doch für nichts zum Tatzeitpunkt legales bestraft werden. Und soweit ich weiß wurde das Regime sogar von den USA als antikommunistische Bewegung unterstützt - seit wann scheren sich die USA um UN Konventionen?
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11.01.2010 08:04 Uhr von heliopolis
 
+1 | -1
 
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Oh Mann! Schon mal klar, dass jeder mit jeden Geschäfte macht. Dabei spielt der politische Status Quo nicht immer eine Rolle. Die können auch alle Bäcker verklagen denen Brot geliefert zu haben. Und was die USA angeht, da kann man nur froh sein, dass die sich bald selbst ausrotten.
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11.01.2010 16:11 Uhr von Loxy
 
+0 | -1
 
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Die Bundesregierung sieht in dem Fall einen "inakzeptablen Eingriff in die deutsche staatliche Souveränität".

Komisch, sonst kriechen die doch bei jeder Gelegenheit in den amerikanischen Anus. Oder sind hier mal ausnahmsweise Partikularinteressen von Leuten betroffen, bei denen die Politstricher auf der Gehaltsliste stehen? Oder will man sich für einen zukünftigen Aufsichtsratsposten bei Daimler anbiedern? Fragen über Fragen...

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