USA: Medienindustrie der evangelikalen Christen in der Krise
In den Vereinigten Staaten hat sich über die Jahrzehnte ein Spartenprogramm in Fernsehen, Radio und Printmedien entwickelt, das inzwischen zu einer ganzen Medienindustrie geworden ist. Doch die christlichen Medien verlieren derzeit einige ihrer Konsumenten an den Mainstream.
Evangelikale Christen, die etwa 40 Prozent der amerikanischen Gesellschaft ausmachen, sollten mit dem speziell für sie zugeschnittenen Programm zum Beispiel vor Homosexualität, Pornographie und der Evolutionslehre geschützt werden. Doch das Medienimperium der Evangelikaner scheint zu bröckeln.
Immer mehr Anhänger wenden sich von den extremen, kompromisslos religiösen Medien ab. Die sogenannten "Neuen Evangelikaler" sind liberaler und filtern selbst ihre Informationen aus den weniger gottgefälligen Sendern und Zeitschriften des Mainstream, der den religiösen Markt ebenfalls für sich entdeckt hat.