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Rüffel von der EU für Frankreich wegen "Google-Steuer"

In dem französischen "Kreativität und Internet"-Bericht werden Vorschläge gemacht, wie die französische kreative Industrie unterstützt werden könnte. Unter anderem wird in dem Bericht vorgeschlagen, dass Google die Werbeeinnahmen, die das Unternehmen in Frankreich erzielt, auch dort versteuert.

Nachdem sich bereits die Bürgerrechtsorganisation La Quadrature du Net gegen diese Vorschläge aussprach, hat sich nun auch die EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes eingeschaltet.

Ihr Pressesprecher Jonathan Todd teilte mit, dass eine solche Maßnahme genehmigungspflichtig sei. Zudem sagte Todd, dass gegen Google nicht wegen der Vorreiter-Stellung im Online-Werbemarkt ermitteln werde, da Google die Konkurrenten zum Beispiel nicht mit unfairen Mittel verdrängen will.


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WebReporter: hans_peter002
Rubrik:   Politik
Schlagworte: EU, Frankreich, Google, Steuer, Rüffel
Quelle: www.gulli.com

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.01.2010 18:39 Uhr von Tzvi_Nussbaum
 
+8 | -1
 
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Genehmigungspflichtig Unabhängige Staaten müssen bei einer externen Institution fragen, ob sie eine Steuer auf irgendwas erheben dürfen. Herrlich...

Irgendwann blickt auch der letzte Idiot, was es mit der EU auf sich hat und, ich hoffe, spätestens dann gehen die Leute auf die Straße und diese ganze EU, die eh von Lobbyisten gesteuert und gelenkt wird, bricht zusammen. "Bürgerkrieg" könnte ich mir auch noch vorstellen^^...
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08.01.2010 18:44 Uhr von ArrowTiger
 
+2 | -1
 
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Neelie Kroes ist NeoCon: Das wundert nicht, ist Neelie Kroes doch eine Hardcore-Neokonservative mit weitreichenden Verbindungen zur Wirtschaft. Und nach deren Dogma haben die Multis zu bestimmen, wo sie (wenn überhaupt) Steuern zu bezahlen haben, und nicht der Staat. Ist zwar lachhaft, aber tatsächlich deren Ernst! (Im IWF gibt es sogar ein Schiedsgericht, bei dem Unternehmen Länder verklagen können, die durch ihre Politik die Profite jener Unternehmen schmälern! Kein Scherz! Und in den seltensten Fällen gewinnt natürlich das Land...)

Das ist übrigens auch die Dame, die gegen unsere Sparkassen und Genossenschaftsbanken geschossen hatte, da diese angeblich den privaten Banken die Butter vom Brot wegnehmen würden - äh, wettbewerbsverzerrend seien.

Und wie fast alle NeoCons ist sie wohl auch ein klein wenig kriminell:

http://de.wikipedia.org/...

Im englischen Wikipedia wird sie bzgl. ihrer harten Vorgehensweise in Wettbewerbsrechtfragen mit Margaret Thatcher verglichen ("Steely Neelie").

Das Einzige, was mir an ihr Gutes auffällt, ist ihre positive Haltung gegenüber offenen Standards und Open-Souce...


[ nachträglich editiert von ArrowTiger ]
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08.01.2010 19:56 Uhr von Dot.track
 
+1 | -0
 
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Klar: "Zudem sagte Todd, dass gegen Google nicht wegen der Vorreiter-Stellung im Online-Werbemarkt ermitteln werde, da Google die Konkurrenten zum Beispiel nicht mit unfairen Mittel verdrängen will."

Na zum Glück ist die EU noch nie wegen Microsofts Vorreiter-Stellung gegen diese vorgegangen, um da mal eben 200 Mio. Euro an Strafe zu kassieren.
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11.01.2010 08:47 Uhr von bigpapa
 
+0 | -0
 
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Sie hat ja recht: Es muss ja keiner Google nutzen. Weder die User noch die Seitenbetreiber mit Werbung.

Bei MS ist es doch so das die den Markt so unter Druck setzten das man kaum ein Linux-Rechner bekommt.

Und wie ich wo anders schon geschrieben habe, die EU will doch ne eigenen "Suchmaschine" basteln. Nur haben die wie auch viele Mitwettbewerber den Zug verpasst.

Der Grund warum Google so erfolgreich ist, ist meiner Meinung nach das die Suchseite in weniger als 1 Sek (auch mit der lahmen ISDN - Verbindung) aufgebaut ist. Ich hasse halt "Portale" das geb ich ehrlich zu.

Wenn Google sich auf ein Krieg einlässt mit Frankreich ziehen die Franzosen den kürzeren.

Gruß

BIGPAPA

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