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Tierisches Virus seit 40 Millionen Jahren in menschlichem Genom

Wissenschaftler an der Universität in Osaka, Japan, haben bewiesen, dass es sich bei dem Virus, das in den 1970er Jahren im menschlichen Genom gefunden wurde, um das so genannte Bornavirus handelte.

Das Bornavirus wurde bisher bei Tieren, beispielsweise bei Pferden, Schafen, Lamas, Straußen, Katzen und Rindern nachgewiesen. Die Forscher vermuten, dass sich das Virus vor 40 Millionen Jahren im menschlichen Genom festgesetzt hat - wie, darüber ist man sich jedoch noch nicht einig.

Die Identifizierung des Virus hat eine wissenschaftliche Debatte ausgelöst: Einige behaupten nun, das Bornavirus könnte für Erbkrankheiten wie Schizophrenie verantwortlich sein.


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WebReporter: mierenneuker
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Million, Krankheit, Tier, Virus, Schizophrenie, Genom
Quelle: www.dnews.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.01.2010 00:25 Uhr von Klassenfeind
 
+2 | -3
 
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Bitte schnell: Weiteruntersuchen...denn ...eh...
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07.01.2010 00:36 Uhr von Guschdel123
 
+3 | -2
 
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&? Mitochondrien haben sich auch als eigenständige Lebewesen bei uns eingenistet, passiert halt. Nun, wie kommt man denn dazu, dass es ausgerechnet Schizophrenie auslöst? Denn, so wie die News es schildert, haben ja wahrscheinlich alle Menschen entweder die Gene oder wenigstens Fragmente davon in sich. D.h. jeder hätte Schizophrenie, oder wenigstens einen Hang dazu.
Btw: Schizophrenie ist keine Erbkrankheit. Es ist lediglich die Folge einer genetischen Disposition.
http://www.symptome.ch/...
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07.01.2010 00:58 Uhr von Mario271
 
+11 | -0
 
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seit 40 Millionen Jahren in menschlichem Genom ? ähm ..vor 40.000.000 jahren gab es noch keinen menschen !!!!!
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07.01.2010 02:30 Uhr von DocTrax
 
+2 | -0
 
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so wie: Könnte man ein Makrovirus nennen.
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07.01.2010 04:22 Uhr von Pitbullowner545
 
+3 | -0
 
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@Mario271: das Menschliche genom hat extreme gemeinsamkeiten mit diversen tierarten, und die gibt es seit so langer zeit

ergo wenn man es weit fast existiert auch das Menschliche Genom solange
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07.01.2010 07:38 Uhr von Jerry Fletcher
 
+2 | -0
 
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@ Mario271: aber möglicherweise ist das menschliche gnom vor 40.000.000 jahren schon existent gewesen.. nur der mensch ansich war halt noch nicht "fertig" ?!?!?!?!?
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07.01.2010 08:13 Uhr von C^Chris
 
+2 | -0
 
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Interessante News: Ich finde die Endosymbiontentheorie (z.b. Mitochondrien) sehr interessant und werde die Geschichte wohl weiter verfolgen.
Allerdings denke ich, fallen die Viren nicht unbedingt darunter.

Trotzdem spannend!
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07.01.2010 11:55 Uhr von Cheshire
 
+1 | -0
 
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letzter satz falsch Die Diskussion ob das Bornavirus krankheiten wie Schizophrenie auslösen kann wurde nicht "nun" durch die entdeckung des Virus in unserem Genom festgestellt sondern schon seit 1976...
1976 kamen die ersten Vermutungen in dieser Hinsicht auf, da bei Schizophreniepatienten eine deutlich erhöhte Menge Antikörper gegen dieses Virus gefunden wurde und scheinbar auch tatsächlich antivirale Medikamente die psychischen Krankheiten linderten... Bis heute ist das allerdings nicht abschließend erforscht...
Daß sich das Virus - fragmentiert - in unserer DNA befindet hat darauf wohl keine auswirkungen...

Nebenbei, um mal hier noch ein bischen Erdgeschichte einzubringen:
"moderne" Säugetiere gibts etwa seit der Kreidezeit, also etwa seit 135 Mio. Jahren... der Mensch kam dann erst im Quartär (so vor etwa 2,5 Mio Jahren) dazu, der Virus muss sich laut den Berichten im Internet vor etwa 40 Mio Jahren, also etwa im Tertiär eingenistet haben...
Es wäre anzunehmen daß sich das Virus, das hauptsächlich Tiere befällt, damals in Tieren eingenistet hat und danach dann durch die Evolution weiter gereicht wurde...
Aber demnach ist es nicht seit 40 Mio. Jahren im MENSCHLICHEN Erbgut, weil das habs da noch lange zeit nicht...
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07.01.2010 12:51 Uhr von Loxy
 
+2 | -0
 
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Habe mal gelesen dass etwa 20 Prozent des menschlichen Genoms auf Viren zurückgehen, die sich irgendwann in der Entwicklungsgeschichte dort festgesetzt haben.
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07.01.2010 20:22 Uhr von Beergelu
 
+1 | -0
 
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Es gibt: viele Viren, die ihr Genom erst in die DNA des Wirtes einbauen und sich dann produzieren lassen. Wenn dies in den Gameten passiert, also den Geschlechtszelln, wird dieses Genom natürlich auch weiter vererbt und befindet sich bei den Nachkommen demzufolge in allen Zellen.

@Loxy:
Die Zahl ist zu hoch angesetz (es ist ein alter Wert), da man mittlerweile weiß, das nichtcodierende DNA nur in wenigen Fällen auf Viren zurückgeht, wovon man vor Jahren noch ausgegangen war.

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