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Island: Volksabstimmung über Entschädigung von Opfern einer Bankpleite

Die isländische Bank Icesave war im Rahmen der Bankenkrise pleite gegangen und wurde verstaatlicht. 320.000 niederländische und britische Kunden dieser Bank verloren dadurch ihr Spar-Guthaben in Höhe von insgesamt 3,8 Milliarden Euro.

Die Niederlande und Großbritannien zahlten an ihre Bürger Entschädigung in dieser Höhe. Diese Summe wollen sich die Länder nun von Island wiederholen. Der isländische Präsident Ólafur Ragnar Grímsson verhinderte nun ein Gesetz, mit dem die Rückerstattung geregelt werden soll.

Er entschied, dass das Volk darüber abstimmen muss, ob Island diese enorme Summe (40 Prozent des isländischen BIP) wirklich an die Niederlande und Großbritannien zahlen soll.


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WebReporter: kommentator3
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Bank, Opfer, Pleite, Entschädigung, Island, Volksabstimmung
Quelle: www.sueddeutsche.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.01.2010 22:48 Uhr von Bassram
 
+6 | -4
 
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Warum fragt hier niemand das Volk?????
Achja stimmt wir haben hier ja keine Demokratie mehr.
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05.01.2010 23:09 Uhr von dr.b
 
+4 | -6
 
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@Bassram: Als Island Geld mit Luftgeschäften generiert hat, waren die Isländer alle happy nicht mehr von ein bischen Tourismus und Fischen leben zu müssen. Gerne hat man sich mit europäischen Geld Flat-TVs Autos und vieles mehr gekauft. Lassen wir doch die Engländer und Niederländer darüber abstimmen, ob man wenn man kein Geld bekommt mit der Flotte rüberfährt und direkt pfändet...?

Direkte Demokratie hat ihre Grenzen, wenn man in Deutschland Volksabstimmungen machen würde...es würde wohl nicht funktionieren. Wollt ihr weniger Steuern zahlen? ja
Wollt ihr mehr Autobahnen? ja Wollt ihr mehr Hartz...er Käse? ja Wollt ihr 40 Euro Mindestlohn ? ja
Was dann am Ende passiert kann sich jeder ausmalen
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05.01.2010 23:27 Uhr von Boinc
 
+2 | -4
 
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ahja: Bassram. Liegt evtl. daran dass Deutschland bleite ist und viel mehr versucht den Banken zu helfen.
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05.01.2010 23:39 Uhr von Krebstante
 
+6 | -7
 
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Ja zur Volksabstimmung: Warum sollten die Isländer, also das Volk, etwas zahlen, wovon sie selber nichts hatten. Glaubt hier wirklich jemand, dass die Isländer, das Volk, von dem Geld profitiert haben. Die müssen ALLES importieren, für sehr viel Geld, weil es dort keine Wirtschaft gibt wie hier. Fischerei und Tourismus ust tatsächlich das Einträglichste was es dort gibt. Außerdem heizen sie mit Geothermalwärme ihre Wohnungen und ein paar Gewächshäuser, das wars auch schon. Die Leute leben am Arsch der Welt und arbeiten hart für ihren ärmlichen "Wohlstand", so toll ist es nämlich nicht dort, vergleichbar mit unterster Mittelschicht in Deutschland, würde ich sagen.
Und dann soll das Volk die Kosten der pleite gegangenen Privatbank tragen, weil die zinsgeilen Niederländer und Briten da ihr Geld verzockt haben. Dafür haben sie auch immer schön satte Gewinne eingefahren, das sollte man mal gegenrechnen.
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06.01.2010 09:36 Uhr von kommentator3
 
+3 | -0
 
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@Krebstante: >>Die Leute leben am Arsch der Welt und arbeiten hart für ihren ärmlichen "Wohlstand", so toll ist es nämlich nicht dort, vergleichbar mit unterster Mittelschicht in Deutschland, würde ich sagen.<<

Nur zur Info:

Island:
BIP je Einwohner 63.830 US$ (Weltrang 4.)
Deutschland:
BIP je Einwohner 44.660 US$ (Weltrang 19.)
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06.01.2010 12:24 Uhr von ArrowTiger
 
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Ich würde nichts zahlen! Das ist Bankensache. Wieso bitte sollte ein Land, bzw. seine Bevölkerung für die Verluste der Einlagen bei einer Privatbank aufkommen? Dafür ist schließlich der von den Banken verwaltete und mit Geldern versorgte Bankensicherungsfonds zuständig.

Wenn der Fonds nicht reicht, müssen die Banken eben nachlegen, aber sicher nicht der isländische Steuerzahler (und auch nicht der niederländische oder britische). Wieso NL und GB die Anleger überhaupt ausgezahlt haben, verstehe ich nicht, ist aber natürlich nett gegenüber den Sparern.

Das ist m.E: deren Problem, wie sie das Geld von den Banken zurückbekommen. Zudem hätten die beiden Länder auch mehr Macht und Möglichkeiten, das Geld von den Banken einzufordern, als wenn dies die Sparer selbst tun müssten.
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11.01.2010 21:13 Uhr von shadow#
 
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Wenn er da mal nicht zu hoch gepokert hat Sigurðardóttir wollte das nicht umsonst an dieser Abstimmung vorbei durchdrücken. Die Frau tut das was am besten für ihr Land ist und wofür sie gewählt wurde: Kein Risiko eingehen.
Was bei der Abstimmung rauskommt weiss im Moment keiner. Wenn´s schief geht sind die Anleger in NL und GB ihr Geld los und Island ist gewaltig am Arsch.
Wenn der Deal platzt ist´s nämlich erst mal Essig mit der EU.
Soviele Wale und Seegurken können die gar nicht fangen, um dann in den nächsten Jahren wieder aus der Scheisse rauszukommen.

@Krebstante
Ich empfehle dir, dort einfach mal Urlaub zu machen. Dann wirst du selbst merken dass dein Kommentar Bullshit ist.

@ArrowTiger
Die Banken sind pleite. Da gibt es nichts mehr zu holen. Volles Risiko, mit Anlauf in den Abgrund. Die Verantwortlichen haben sich sowieso längst abgesetzt. Das einzige was noch an die Wikinger erinnert sind ihre Portraits, die an der Innenseite von Pissoirs kleben...
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12.01.2010 11:55 Uhr von ArrowTiger
 
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@shadow#: -- "Die Banken sind pleite. Da gibt es nichts mehr zu holen."

Schon klar. Das war nebenbei auch eher ein Seitenhieb auf den vielgelobten Bankensicherungsfonds, der eben überhaupt nicht so sicher ist, wie man immer von den Anlageberatern erzählt bekommt.

Der wäre jedenfalls in der Pflicht, die Anleger bis zur vereinbarten Höhe zu bedienen. Und wenn er das nicht kann, müssen die angeschlossenen Banken eben nachfinanzieren, und nicht die Steuerzahler irgendeines Landes. Der sollte hingegen gegen den Fonds und seine willfährige Regierung klagen.

Aber auch hier gilt vermutlich das NeoCon-Prinzip: "Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren."

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