03.01.10 20:42 Uhr
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Detroit-Attentäter beklagte sich in Internet-Foren

Umar Farouk Abdulmutallab, der sogenannte Detroit-Attentäter, hat sich offensichtlich in Foreneinträgen über die Gemeinheit der Menschen geäußert. Gesichert ist jedoch noch nicht, ob der Attentäter tatsächlich mit dem Nicknamen "Farouk1986" in Foren untewegs war. Viele Indizien weisen jedoch darauf hin.

Von normalen Foren-Einträgen über seinen Lieblingsverein Liverpool, änderten sich die Beiträge im Laufe der Zeit. Er lehnte das englische Schulsystem ab. Abdulmutallab wollte demnach ein System, welches mit Koran und Sunnah kompatibel sei. Auch wünschte er sich einen bevorstehenden großen Dschihad.

Nachdem er 2005 im Jemen einen Arabisch-Kurs belegt hatte, schrieb er über die gute Gastfreundschaft und das islamkonforme Leben. Auch vertrat er die Meinung, dass Frauen, die keinen Schleier tragen, unerwünschte Effekte bei Männern auslösen würden.


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WebReporter: midnight_express
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Internet, Attentäter, Detroit, Forum
Quelle: www.spiegel.de

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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.01.2010 00:35 Uhr von Schwertträger
 
+7 | -2
 
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Und das schlimmste ist keiner seiner Mitschüler, Freunde und Bekannten hatte genügend Grips, und Redegewandheit (und Interesse wahrscheinlich erst recht nicht), um ihm seine Phantasien argumentativ zu widerlegen und ihm Zweifel einzupflanzen, die ihn gezwungen hätten, seinen intelligenten Kopf zu benutzen.

Stattdessen haben sie ihn einfach so hingenommen, so extrem er ihnen auch erschien, ... haben sich bequem um ihn herum arrangiert, anstatt es als ihre Bürgerpflicht zu sehen, mitten in einem freien, demokratischen Land auch für freie, demokratische Dinge zu kämpfen und den jungen Mann von seinem unheilvollen und irren Weg abzubringen.

Außer hinterher und gegen alles Muslimische zu meckern, haben sie kein Engagement gezeigt.


Insofern ist er auch mein Lieblingsbeispiel.
Ein Beispiel dafür, wie wenig sich die hiesige Bevölkerung aktiv im Dialog für den Erhalt ihrer Kultur einsetzt und dafür, dass die Leute hier wirklich sehr viel selber Schuld haben.

Religiöse Eiferer erfordern halt auch demokratische und aufgeklärte Eiferer, die erstere argumentativ bekämpfen und vom Fanatismus abbringen. Allerdings gibt es von letzteren definitiv zuwenig.

Und das ist unsere ureigenste Schuld.

[ nachträglich editiert von Schwertträger ]
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07.01.2010 15:23 Uhr von Schwertträger
 
+0 | -1
 
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@MiaWuaschd: >Er war nicht extrem, er war nur ein normaler Moslem. Er wurde in einer Demokratie geboren, wohnte in "einer" studierte dort. Auf welchen Weg hätte man ihn bringen sollen ? Er war doch auf einem guten Weg, er ging in die Moschee, war streng religiös, also ein Musterknabe.<

Nein, ganz so ein Musterknabe war er nicht, denn es gab ja mehrere Punkte in der Quelle, wo angedeutet wurde, dass sehr wohl Leute extrem fanden, was er von sich gab.
Also war er weit mehr als ein normaler Moslem.

Aber fundierte Menschenkenntnis ist hier in Deutschland (und vermutlich genauso in England) heutzutage ja auch nicht mehr weit verbreitet.
Kein Mensch nimmt sich mehr Zeit zu lernen, wie andere menschen (und man selber) tickt. Das ist aber Voraussetzung für eine vernünftige Kommunikation zwischen Menschen, damit man nicht dauernd überrascht ist, nur weil einem der Gegenüber nicht beim Winken mit dem Zaunpfahl fast die Rübe runtergehauen hat.


>Soweit ist es schon........<

GENAU.
Das ist exakt das, was ich meine.
Entsetzen, wenn auch nur der Verdacht des Gedankens aufkommen könnte, Schuld auch mal bei sich selber zu suchen.

"Soweit ist es schon" ist dabei eine dumme Bemerkung, denn es war NIE anders. Deine Bemerkung implementiert, dass sich etwas verändert hätte, dass es früher nicht so gewesen wäre, dass man selber auch seinen Teil Schuld an einem Schlamassel trägt, den man nicht verhindert hat. Stimmt aber nicht, das war immer schon eine Wahrheit.
Und sie implementiert, dass es schlecht wäre, auch Schuld bei sich selber zu suchen, ... und gut, wenn man sich selbstbewusst hinstellt und sagt "Iiich? ich habe damit doch nichts zu tun! Wozu zahle ich Steuern?" Stimmt aber ebenso wenig.

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