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Kirche weigert sich, die Gebeine des Nikolaus von Myra an die Türkei zu geben (Update)

Laut Presseberichten hat sich nun der Rektor der Basilika San Nicola geäußert, dass die Gebeine des Nikolaus von Myra nicht an die Türkei übergeben werden. Die sterblichen Überreste würden nicht in ein Museum gehören, sondern sollten würdig verehrt werden.

Die Türkei hat, wie bereits bei ShortNews berichtet wurde, die Rückgabe der Gebeine gefordert, die im elften Jahrhundert in die italienische Hafenstadt Bari gebracht worden waren, um sie in einem Museum auszustellen. Der Bischof Nikolaus wurde in Myra (heute Demre) begraben, wo er im vierten Jahrhundert lebte.

Nachdem die Seldschuken das christlich geprägte Gebiet erobert hatten, beförderten italienische Seefahrer die sterblichen Überreste des Bischofs im Jahr 1087 nach Bari, wo sie heute noch sind. Türkische Zeitungen schreiben, das seine Gebeine von italienischen Piraten entwendet wurden.


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WebReporter: Meister-Yoda
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Türkei, Italien, Kirche, Nikolaus, Nikolaus von Myra
Quelle: www.kath.net

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.01.2010 19:06 Uhr von Indolent
 
+23 | -15
 
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Das war ja mehr als zu erwarten. Mal sehen, wann die Proteste in der Türkei deswegen beginnen.

Ich glaub, irgendwann fordere ich auch irgendwas, was vielleicht mit einem meiner Vorfahren zu tun haben könnte, von irgendeinem Land. Und wenn sie´s mir nicht geben, gehe ich auf die Straße und verbrenne irgendwelche Flaggen und Strohpuppen...Macht man doch so, oder?
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03.01.2010 19:12 Uhr von reallydeep
 
+2 | -33
 
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03.01.2010 20:16 Uhr von nostre2008
 
+14 | -12
 
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naja allein schon die Quelle, mehr sag ich mal nicht.
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03.01.2010 23:58 Uhr von jedi99
 
+7 | -9
 
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jaja, die quelle muß man dort eigentlich in der zwischenzeit um sich registrieren zu können schon einen taufschein und das datum der letzten beichte hinschicken?

schlimmer geht nimmer...
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04.01.2010 10:57 Uhr von Der Reisende
 
+1 | -0
 
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als Ausgleich könnte doch die Türkei ein Sappho Museum auf Lesbos errichten.
Das wäre auch sehr kulturell und eine Geschichte der Lesben wäre immer wieder schön zu sehen.
Sappho hatte dort eine Schule für junge Mädchen, eine Art Hauswirtschafts- und Eheschule (mit praktischen Anwendungen aber eben von Frau zu Frau, als weitere Deutung käme noch ein sehr pers. Verhältnis analog zu den Pythagoräern in Frage).
Ferner kann man zu Recht Sappho als die Schriftstellerin der Antike bezeichnen.
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04.01.2010 22:31 Uhr von danielrambaud
 
+5 | -0
 
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richtig! egal wem gebeine unter umständen rein rechtlich gehören, als christliches artefakt haben sie sich gefälligst in einem christlichen land in einer kirche zu befinden und nicht in einem museum in einem land, das christen... naja, denkts euch.
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05.01.2010 00:14 Uhr von snake-deluxe
 
+2 | -3
 
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tjaja: nicht mit den Italienern ;)
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05.01.2010 09:33 Uhr von Thutmosis
 
+3 | -1
 
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Die Frage ist was würde der olle Nikolaus sagen wenn er wüsste dass er demnächst, eventuell für die nächsten 1000 Jahre, in der Türkei rumliegen soll. Man muss ja schließlich auch mal an den Betroffenen denken. Also ich fahre dahin nicht mal in den Urlaub.
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05.01.2010 10:50 Uhr von killerkalle
 
+2 | -2
 
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@keskin: und die leute die in die stadt wo die kirche steht pilgern lassen NATÜRLICH kein geld da oder wie !?!?!
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gibts was geldgeileres als die kirche ??
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05.01.2010 17:15 Uhr von Oberlehrer
 
+0 | -3
 
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Auf der Flucht mitgenommen Nachdem die vormals christlichen Region durch die muslimischen Seldschuken erobert wurde, nahmen italienische Seeleute die Gebeine des Heiligen im Jahr 1087 mit.

Also bitte die eroberte(n) Region(en) der Christenheit zurückgeben, dann kommen vielleicht auch die Gebeine wieder. Jede Begründung warum das so nun nicht sein kann, bitte symmetrisch auf die Rückgabeforderung anwenden :-)

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