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Gesundheitswesen: Apotheker erhalten Zusatzzahlungen von über 300 Millionen Euro

Die Schiedsstelle der Gesundheitsbranche hat beschlossen, dass jede Apotheke in Deutschland Rückzahlungen von Krankenkassen zwischen 20.000 bis 40.000 erhält. Insgesamt bedeutet dies Mehreinnahmen für Apotheker von über 300 Millionen Euro.

Die Zusatzzahlung resultiert aus dem Differenzbetrag bei der Erstattung für verschreibungspflichtige Medikamente und dem Kassenanteil für gesetzlich versicherte Patienten. Es ist damit zu rechnen, dass sich die Krankenkassen die Mehrzahlungen durch höhere Beiträge zurückholen werden.

Oppositionsführer Steinmeier kritisiert das millionenschwere Paket an die Apotheker. Die Krankenkassen sollten prüfen, ob eine Klage gegen den "Apotheker-Bonus" angebracht ist.


WebReporter: marc01
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Gesundheit, 300, Apotheke, Zusatz, Apotheker, Gesundheitswesen, Zusatzzahl, Zusatzzahlung
Quelle: www.n-tv.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.12.2009 21:53 Uhr von Prinzeßchen
 
+2 | -1
 
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verstehe da nur nicht wo die Streitfrage war. Wenn den Apotheken dies aufgrund von Abmachungen zusteht (Differenzbetrag von Kassenanteil und Erstattung) dann muss das doch irgendwo stehen.
Und 300 Mio sind zwar kein Pappenstiel aber wenn man die Milliardenbeträge hört die jedes Jahr fehlen haben die Kassen noch ganz andere Probleme :D
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28.12.2009 21:55 Uhr von heliopolis
 
+5 | -1
 
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Hmm Und wenn die Pharmaindustrie jetzt noch rückwirkend auf einen vernünftigen Preis für ihre Medikamente korrigieren würde, könnten Kassen und Apotheken nochmal das Mehrfache dieses Betrags unter sich aufteilen und die Beiträge für den Versicherten senken.

Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass wir eine Bundesgesundheitsagentur zur Regulierung dieser Ecke bräuchten?
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28.12.2009 22:50 Uhr von Natoalarm
 
+5 | -3
 
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Ochhhh die Armen Apotheker: Schluchz ich werde wohl für diese verarmten Leutchen einen Spendenmarathon ins Leben rufen müssen!

Und nun zum Klartext:
Dem Pack sollte man überall in den Städten mehre Ladungen Pflastersteine in die Schaufenster werfen!!
Da die Preise für Medikamente hier um mehr als 40% höher als im Ausland sind und sich diese Maffia wohl ungehindert an den Einzahlern bereichert,rechtfertigt solche Aktionen!!
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28.12.2009 22:59 Uhr von alter.mann
 
+2 | -0
 
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natoarlarm: es ist dir unbenommen, deine medikamente übers netz zu beziehen.
da stimmen dann auch die preise.
null versandkosten. blitzlieferung.
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29.12.2009 00:53 Uhr von ThomasHambrecht
 
+2 | -3
 
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@Natoalarm ich kenne eine Apothekerin persönlich - momentan kratzt sie jeden Pfennig zusammen um ihre Angestellten zahlen zu können. Für sich selbt hat sie ungefähr soviel, als ob sie beim Discounter die Regale mit Suppenpackungen füllt.
Es gibt gutgehende Apotheken, wenn sie mitten auf dem zentralen Marktplatz sind - die anderen in den Nebenstrassen haben enorme Schwierigkeiten.

Ansonsten hat der Apotheker keine Chance an die billigen Medikamente aus dem Ausland zu kommen - dafür sorgen die Pharmaindustrie und bestimmte Verträge. Der Apotheker in Deutschland "muss" die Medikamente teurer einkaufen als z.B ein Franzose.

Dein Spenmarathon ist also angebracht.
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29.12.2009 07:32 Uhr von Suppenhund
 
+4 | -1
 
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@ThomasHambrecht: Zitat: "Es gibt gutgehende Apotheken, wenn sie mitten auf dem zentralen Marktplatz sind - die anderen in den Nebenstrassen haben enorme Schwierigkeiten."

Sollen wir jetzt die Planwirtschaft einführen?
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29.12.2009 11:00 Uhr von ThomasHambrecht
 
+2 | -0
 
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@Suppenhund wir brauchen keine Planwirtschaft - aber es ist eine Feststelllung, dass es vielen Apotheken dreckig geht.
Denn die Preisgestaltung der Apotheken ist - gesetzlich - seit 2004 vorgeschrieben. Der Apotheker macht nicht den Preis bei den Medikamenten und kann - und darf - diese nicht über das Ausland günstig beziehen. Deshalb sind unsere Medikamentenpreise so hoch gegenüber dem Ausland. Die Verdienstspanne für den Apotheker ist jedoch bei uns gering.
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29.12.2009 12:46 Uhr von halloechen
 
+2 | -0
 
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ganz ehrlich: Bei mir im Viertel gibt es 6 Apotheken, wofür zu Hölle?
Innerhalb von 10 Minuten kann man alle Apotheken hintereinander ablaufen, also frage ich mich, warum es hier 6 Apotheken geben muss. Theoretisch würde eine reichen!
Wenn nun also ein paar Apotheken pleite gehen, sehe ich keinen Nachteil, das ist natürliche Selektion.

Ich gehe davon aus, das es in anderen Städten genau so ist, dass sich mehrere Apotheken auf kleinem Raum begegnen.

Wo wir grad beim Gesundheitswesen sind. 1 Krankenkasse für alle würde es auch tun, oder wofür brauchen wir 169 verschiedene Krankenkassen? Das kostet alles viel zu viel Geld.

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