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Western Digital: Advanced Format sorgt für mehr Festplattenspeicher

Festplatten-Hersteller Western Digital hat die ersten Geräte mit Advanced Format ausgeliefert. Entsprechende Festplatten haben Sektoren, die nicht mit den üblichen 512 Byte, sondern mit 4 Kilobyte formatiert werden.

Das Advanced Format bietet dadurch unter anderem bis zu elf Prozent mehr nutzbaren Festplattenplatz. Eine Emulationsmodus für alte Hardware gibt es auch.

Die neuen Modelle der Caviar-Green-Reihe besitzen den Zusatz "EARS". Die Kapazitäten betragen ein, 1.5 und zwei Terabyte.


WebReporter: Techmaus
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Speicher, Festplatte, Format, Western Digital
Quelle: www.pcgameshardware.de
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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.12.2009 09:47 Uhr von CageHunter
 
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Freut mich also hat die "alte" Festplatte noch nicht vollständig ausgedient. Ich dachte eigentlich, dass in dieser Sparte nichts mehr passieren würde weil die physikalischen Möglichkeiten des Magnetismus´ erreicht wären. Aber, dass man mit solchen "Tricks" bis zu 11% mehr schafft, hätte ich wirklich nicht gedacht...
Nunja, dennoch zögert das wohl nur das Ende dieser Ära hinaus, ich vermute, dass die SolidStateDrives den Platz der HardDiscDrives übernehmen werden -sofern nicht noch schnell was neues kommt- sobald diese preismässig endlich runter kommen :)
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27.12.2009 10:11 Uhr von Johnny Cache
 
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@CageHunter: So schnell werden die SSDs die konventionellen HDDs sicher nicht ablösen können weil sie schlicht und ergreifend viel zu teuer in der Herstellung sind.
Sicher im Bereich Geschwindigkeit sind sie haushoch überlegen weil sie keine mechanischen Teile mühsam bewegen müssen, aber gerade als billiges Datengrab wird es HDDs sicher noch lange geben.
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27.12.2009 11:38 Uhr von tommy1st
 
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Ich hab so das Gefühl, dass hier was verwechselt wird.

"... die nicht mit den üblichen 512 Byte, sondern mit 4 Kilobyte formatiert werden ..."

Das wär wohl ziemlich Zwecklos, bzw. würde nach hinten losgehen. Das wären 4000 Byte große Sektoren, die dann von einer Datei belegt würden, die bspw. nur 1000 Byte benötigt. Der Sektor wäre damit belegt und für andere Daten gesperrt. Wo ist da der Sinn? Ich glaub´, hier wird KB und Byte verwechselt(?).

[ nachträglich editiert von tommy1st ]
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27.12.2009 11:40 Uhr von Johnny Cache
 
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@ThielHater: Es geht hier aber nicht um das Filesystem sondern um die darunter liegende Low Level Formatierung der Platte auf die man als User normalerweise keinen Einfluß hat oder besser haben sollte.

@tommy1st
Ja, die Sektoren werden größer und damit steigt natürlich der mögliche Speicherplatz den man pro Sektor bei ungünstiger Auslastung vergeuden kann.
Auf der anderen Seite ist der Platzgewinn bei größeren Dateien nicht zu verachten, was in anbetracht der immer größer werdenden Dateien in jedem Fall sinnvoll ist.

[ nachträglich editiert von Johnny Cache ]
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27.12.2009 12:12 Uhr von tommy1st
 
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@Johnny Cache: Ok, wenn überwiegend große Dateien gespeichert werden sollen, ist es sinnvoll. Für Kleinkram eher nicht. Aber für Kleinkram braucht man ja kaum ´ne 2TB große Platte... :-)
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27.12.2009 13:20 Uhr von Johnny Cache
 
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@ThielHater: Nein, es geht darum daß man zwischen der physischen (der Platte) und der logischen (dein Filesystem) eine Abstraktionsschicht verwendet welche aus Sicht deines Filesystems immer gleich ist. Mit anderen Worten ist es scheißegal was sie für Hardware verbauen und wie sie diese adressieren, denn das was dein Computer zu sehen bekommt ist immer das gleiche. Von so Dingen wie gesperrten Sektoren auf der Platte bekommt das Betriebssystem gar nichts mit, das ist alles in der Hardware.

Das Problem was jetzt auftritt ist, daß man jetzt die physischen Sektoren, in denen man aber auch noch Prüfsummen und andere Informationen speichern muß, nun fast so groß sind wie die logischen, weswegen man plötzlich einen viel zu großen overhead bekommen könnte. Deswegen der Kompatibilitätsmodus welcher das anscheinend beheben kann bis die Filesystems darauf angepaßt worden sind.

Die 512 Byte pro Sektor sind historisch bedingt und waren schon vor 20 Jahren so als Festplatten noch maximal 20MB hatten. Heute, wo es um das 100.000-fache an Daten geht, ist der Verwaltungsaufwand für so viele kleine Sektoren so dermaßen gestiegen, daß der mögliche Verlust bei Dateien welche kleiner als ein Sektor sind deutlich unter dem liegt was man durch den verringerten Verwaltungsaufwand mit größeren Sektoren einsparen kann.
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27.12.2009 13:25 Uhr von DH
 
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Na ja Das bringt dem Anwender aber nich viel, denn wenn 2 TB drauf steht sind auch nur 2 TB drin (bitte nich von umrechnungsbedingter geringerer Größe anfangen, darum geht´s hier nicht). Das Ganze bringt nur den Vorteil, dass man für 2 TB nich mehr so viel Magnetspeicher braucht, weil die physikalischen Sektorengrenzen wegfallen (also sieben von acht). Deswegen auch die Green Line, denn das bringt der Umwelt etwas, weil man für die gleiche Speicherkapazität weniger Material benötigt.

@thielhater
Und genau das ist mit Software nicht machbar. ;)
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27.12.2009 14:48 Uhr von rivercola77
 
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aha. Wann kommen endlich SSD als Standart ?
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27.12.2009 15:29 Uhr von Johnny Cache
 
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Doku: Hier mal eine kleine Doku worum es genau geht:
http://www.wdc.com/...

@rivercola77
So schnell vermutlich gar nicht weil die Produktion wahrscheinlich noch einige Zeit deutlich teurer sein wird als die von HDDs.
Es kann gut sein daß man Standard schon vorher mit einem "t" schreiben darf, aber noch ist es nicht so weit... ;)
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27.12.2009 17:18 Uhr von heliopolis
 
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Soso?! Es ist mir neu, dass man einen Gewinn dabei hat, wenn man Sektoren >512Byte formatiert. Mit Partition Magic konnte man schon seit Ewigkeiten bis 64kByte pro Sektor formatieren. Hatte man eine ´frische´ Platte und die unter WinXP formatiert, waren das automatisch immer 4kByte pro Sektor. Wollte man eine sensiblere Aufteilung, musste man das vor dem Formatieren explizit angeben.

Wie @tommy1st schon richtig anmerkt, ist das alles andere als Platzgewinn. Wenn eine Datei, z.B. ein Icon eine Größe von 1kByte hätte, wären die anderen 3kByte dieses Sektors verschenkt. Und das immer, wenn wenn ein solcher Sektor nur teilweise belegt wird. So kann es auch sein, dass oft vielleicht nur ein Byte davon genutzt wird.

Das Problem ist ein ganz anderes. Der Adressraum ist begrenzt. Man kann damit nur eine ganz bestimmte Anzahl von Sektoren ansprechen. Sind die aufgebraucht, ist der Rest der Festplatte nicht lesbar. Also muss man die Größe der Sektoren nach oben korrigieren um auch mehr Gesamtfestplattenplatz zur Verfügung zu haben. Wie aber schon bemerkt, ist es ein Trugschluss, dass dieser wirklich komplett genutzt werden kann.
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27.12.2009 22:21 Uhr von Limpal
 
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hier werden offensichtlich cluster mit sektoren und low-level mit high-level formatierung verwechselt...

der vorteil ist, das man weniger overhead hat und dadurch mehr datensicherheit und zugleich die kapaziät um bis zu 11% steigern kann, womit wir billigere und umweltfreundlichere festplatten kriegen.

man kann diese festplatten nach wie vor mit einem dateisystem das 512Byte/Cluster hat formatieren, das ganze wird dann von der festplatte umgesetzt.
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27.12.2009 22:55 Uhr von pcuser
 
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deswegen kommt SSD nicht (2.Grund): Die SSD Disks haben nur eine begrenzte Lebenszeit im Gegensatz zu den herkömmlichen HDD´s.
Lesevorgänge sind unbegrenzt möglich aber es gibt pro SSD eine maximale Rate an Schreibzugriffen welche die Lebenszeit eines Flashchips begrenzen d.h. je nach Qualität kann eine Flashzelle nur zwischen 100.000 und 5 Millionen Schreibvorgänge absolvieren. Dies bedeutet das eine SSD bei häufigem Gebrauch oder bei serverseitigen Betrieb (der 24 Stunden erfolgt) nur eine kürzere Lebenserwartung als HDD´s hätten.Es gibt jedoch das Wear-Levelling Verfahren, das die Schreibvorgänge auf alle Bereiche des Flash Chips aufteilt, damit alle Bereiche nahezu gleich oft beschrieben werden. Je nach Komplexität des Controllers kann die Lebenserwartung einer SSD nahe an konventionelle HDD´s kommen, wie gesagt KANN aber MUSS nicht.
HDD´s sind billiger in der Herstellung und funktionieren bei nicht übermässigen Gebauch doch länger als ein Flashchip.HDD´s haben einen MTBF Wert, das bedeutet in diesem Wert werden die fehlerfreien Betriebsstunden angegeben. Im Schnitt liegen die bei älteren Festplatte zwischen 300.000 -500.000 Stunden. Unterschiede gibt es je nach Hersteller und Technologie. Berichten zufolge soll es auch schon einige mit 1,2 Mio geben. Die tatsächliche Lebensdauer hängt wiederum von vielen weiteren Faktoren ab.
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27.12.2009 23:26 Uhr von WinnieW
 
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Sich bei einer Festplatte mit: 1 TB Speicherkapazität oder mehr wegen ein paar verschenkter Byte Sorgen zu machen finde ich etwas übertrieben, zumal sich auf 9 von 10 Festplatten das NTFS Dateisystem befindet und da sind die Zuordnungseinheiten standardmäßig 4 KB groß.
Die neuen Festplatten verschwenden also bei den meisten Rechnern nicht mehr Speicherplatz als bereits jetzt.
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28.12.2009 02:17 Uhr von ScriptCreator
 
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seltsam Wenn ich meine Festplatten mit 4096 Byte großen Sektoren formatiere, dann verbrauche ich doch mehr ungenutzten Platz pro Sektor, als wenn ich mit 512 Byte großen Sektoren arbeite.
Mache ich jetzt einen Denkfehler?
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28.12.2009 07:30 Uhr von uslurf
 
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Das wichtigste läßt der Artikel unerwähnt: Das wichtigste läßt der Artikel genau wie die Quelle unerwähnt, nämlich den Faktor Geschwindigkeit bei der Sache. Bei älteren Betriebssystemen kann es nämlich vorkommen, dass die Platte eine komplette Extraumdrehung machen muss, um den entsprechenden Sektor vollzuschreiben, weil z.B. Windows XP die Daten ungünstig verteilt.

Die Folge: die Festplatte wird ganz extrem langsamer dadurch. Wer also auf Windows XP setzt, für den sind solche Platten ganz einfach nichts.

http://www.heise.de/...

=============
Eine Performance-Falle droht allerdings bei Zugriffen, die nicht an den physischen Sektorgrenzen ausgerichtet sind, insbesondere bei Schreibzugriffen. Um einen 4 KByte großen Datenblock zu schreiben, der über zwei physische Sektoren ragt, muss die Platte diese zunächst lesen, den betroffenen Teil der Daten ersetzen und kann sie erst dann wieder schreiben. Das erfordert eine zusätzliche Umdrehung der Scheiben und dürfte daher massiv bremsen.

Dummerweise haben Windows-Versionen bis einschließlich XP Festplatten normalerweise so eingerichtet, dass die erste Partition bei Sektor 63 beginnt. So sind alle Zugriffe, die innerhalb der Partition auf logisch "glatten" Sektornummern liegen, nicht an den physischen Sektorgrenzen ausgerichtet.
=============
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28.12.2009 08:55 Uhr von Radio-Saturn
 
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Nur ein Werbetrick das ist doch alles nur wieder so ein Werbetrick um unwissende "Standart-User" etwas als "neu" zu verkaufen, was es doch eigentlich (seit etlichen Jahren im System etwas versteckt) schon lange gibt!
... wenn nun endlich mal die Hersteller 1Terrabyte Platten mit wirklichen 1 Terrabyte verkaufen würden, das währe doch mal ein echtes Erlebnis und nicht nur ein Taschenspielertrick.

>>> nur wer´s nicht weis: 1TB = 1.099.511.627.776 Byte

Gruß
Radio Saturn
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28.12.2009 08:59 Uhr von uslurf
 
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@Radio-Saturn: Fachlich falscher als dein Beitrag geht gar nicht.

1. Es heißt TERAbyte nicht TERRA. *facepalm*
2. 1 TB = 10^12 Byte = 1.000.000.000.000 Byte

Was du meinst ist ein Tebibyte:
1 TiB = 2^40 Byte = 1.099.511.627.776 Byte
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28.12.2009 09:35 Uhr von narlkapp
 
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Naja: Terabyte ist fachlich gesehen schon richtig. Tebibyte wurde afaik nur eingeführt, um die Verwirrungstaktik der Festplattenhersteller zu entzerren.
Ansonsten wird bei Byte eigentlich schon immer mit 1024 statt 1000 gerechnet.
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28.12.2009 10:44 Uhr von uslurf
 
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@narlkapp: "Tebibyte wurde afaik nur eingeführt, um die Verwirrungstaktik der Festplattenhersteller zu entzerren."

#ERROR#
Das ist schlicht falsch.

"Ansonsten wird bei Byte eigentlich schon immer mit 1024 statt 1000 gerechnet."

#ERROR#
Auch das ist schlicht falsch.

Lies doch bei wikipedia:
http://de.wikipedia.org/...
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28.12.2009 15:00 Uhr von DesWahnsinnsFetteKuh
 
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uslurf: Nur sollte man nicht unter den Tisch kehren das das ganze doch recht verwirrend ist.
Da man sich ja dazu entschlossen hat eine alte Maßeinheit zu ändern und der alten Wertigkeit einen neuen Namen zu geben.

Sinnvoller wäre es die Dezimalform anders zu bennenen und den alten standard beizubehalten.

Selbst in Windows7 wird ja noch der alte Standard angewandt.
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28.12.2009 21:06 Uhr von ted1405
 
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Lowlevel und Highlevel: Joaps ... hier werfen aber einige Leute "Lowlevel" und "Highlevel"-Format durcheinander.

Das was Windows, Partition Magic und ähnliches betrifft ist IMMER die Highlevel-Formatierung. Das hat letztlich einmal gar nichts mit dem zu tun, was hier in der News beschrieben wurde. Auf dieser Ebene gibt es keine Prüfsummen (zumindest unter FAT nicht, ich vermute einmal, daß auch NTFS ohne selbige arbeitet) - das Betriebssystem verlässt sich auf die Fehlerfreiheit der Festplatte.

Die Festplatte selbst versieht JEDEN Sektor (ehemals 512 Bytes, mit der Neuerung dann halt 4096 Bytes) mit zusätzlichen Informationen. So z.B. eben Prüfsummen, welche sicherstellen, daß der Sektor auch noch intakt ist.
Weiterhin werden Reservesektoren in Bereitschaft gehalten - ist ein Sektor defekt, greift die Hardware der Festplatte automatisch auf die Reserve zu, ohne daß das Betriebssystem das auch nur im Ansatz mitbekommen würde.

Durch die Änderung der Sektorengröße fallen also 7/8tel an Prüfsummen und weiteren Informationen zum Sektor weg. Des weiteren benötigen Adressierungen weniger Bits, wodurch weiterer Platz eingespaart wird. Die 11% halte ich allerdings für recht hoch gegriffen - da muss mehr optimiert worden sein.

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