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Chinesen sichern sich Afghanistans Rohstoffe

Afghanistan verfügt über gewaltige Rohstoffvorkommen, die zwar seit langem bekannt, bisher aber nicht gefördert wurden. Dazu zählt das größte, bisher unerschlossene Kupfer-Vorkommen in Aynak mit einem geschätzten Wert von 80 Milliarden Dollar, sowie Eisen, Kohle, Gas, Öl und Lapislazuli.

Die Ausbeutung scheiterte bisher an der politisch instabilen Lage und dem Mangel an Transportmöglichkeiten. Inzwischen gibt es allerdings reihenweise Interessenten für die Förderlizenzen.

Bisher konnten sich die Chinesen mittels Korruption die besten und meisten Verträge sichern. Allein für eine Schürflizenz in Aynak soll der Bergbauminister mit 30 Mio. Dollar bestochen worden sein.


WebReporter: kommentator3
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Afghanistan, Korruption, Chinese, Rohstoff
Quelle: www.afghantime.com

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36 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.12.2009 10:14 Uhr von usambara
 
+30 | -8
 
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Aynak könnte die weltweit größte Kupfermine werden und Chuquicamata in Chile ablösen.
Wenn das chinesische Vorhaben den USA nicht passt, werden sie die (afghanische) Regierung wegputschen, wie damals in Chile.

[ nachträglich editiert von usambara ]
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26.12.2009 10:19 Uhr von kommentator3
 
+30 | -14
 
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@usambara: wenn Kabul wirklich eine Marionetten-Regierung der USA wäre, wäre es wohl niemals zu solchen Verträgen gekommen, oder?
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26.12.2009 10:37 Uhr von Master-Alucard
 
+39 | -6
 
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ich: finde es unfassbar, das ausgerechnet ein land den zuschlag bekommt, was (soweit mir bekannt) nichts zur stabilität afgahnistan beiträgt
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26.12.2009 10:40 Uhr von expelliarmus
 
+5 | -40
 
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26.12.2009 10:43 Uhr von Arschgeweih0815
 
+15 | -13
 
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Tja, das ist wie ihm Irak: da wurde auch behauptet, die Amerikaner wären wegen dem Öl einmarschiert. Große Felder sind aber an russische, chinesische und norwegische Konsortien gegangen, an Länder, die gar nichts dazu beigetragen haben, den Diktator Saddam Hussein zu beseitigen.
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26.12.2009 10:48 Uhr von usambara
 
+11 | -9
 
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bevor die Chinesen das Kupfer vor Ort verhütten, müssen sie ein Kraftwerk und eine Eisenbahnlinie bauen...und bis dahin vergehen noch Jahrzehnte- wenn überhaupt.
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26.12.2009 11:19 Uhr von kommentator3
 
+26 | -4
 
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@expelliarmus: Afghanistan wurde noch nie "ausgebeutet".
Die Rohstoffe sind noch vollkommen unangetastet.
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26.12.2009 11:57 Uhr von uhrknall
 
+10 | -13
 
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China in Afrika War das nicht so, dass die Chinesen dort unten erst Perspektiven schaffen, die Infrastruktur ausbauen und relativ fair für die Rohstoffförderung bezahlen?

Oder wäre es eher in Ordnung, wenn China die Länder erst feige aus der Luft bombardiert, sie besetzt und dann ausraubt?
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26.12.2009 11:59 Uhr von ohne_alles
 
+4 | -6
 
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Man stelle sich vor, die Rohstoffe würde man als Eigentum des afghanischen Volkes betrachten und ihren Ertrag zum Aufbau der Infrastruktur und zur Errichtung sozialer Netze verwenden.

Hahahaha...ha...ha.

Achso, ich vergaß, es ging ja gar nicht um Menschenrechte und Demokratie bei diesem Krieg. Welche abwegige Vorstellung!
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26.12.2009 12:06 Uhr von kommentator3
 
+15 | -7
 
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@uhrknall: Die Chinesen handeln mit wirklich jedem Land der Welt.

Die schlimmsten Diktatoren können sich nur dank der Chinesen halten.

Nordkorea, Birma, Zimbabwe, Sudan, Iran, ...

Und du hälts die Chinesen für Menschenfreunde?
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26.12.2009 12:23 Uhr von uhrknall
 
+5 | -5
 
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@kommentator3: Nicht unbedingt für Menschenfreunde, aber für das kleinere Übel.

Diktatoren wurden und werden auch von westlichen Ländern unterstützt oder sogar eingesetzt, wenn es in den Kram passt.
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26.12.2009 12:39 Uhr von kommentator3
 
+3 | -8
 
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@uhrknall: eher "wurden" als werden.

Bei den westlichen Ländern gibt es wenigstens sowas wie ein Gewissen in den Gesellschaften, das die Regierungen ein wenig kontrolliert.
So etwas fehlt bei den Chinesen.
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26.12.2009 12:44 Uhr von Alexander.K
 
+2 | -2
 
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@kommentator3: Doch die Regierung in Kabul ist in meinen Augen eine Marionette. Und zwar eine käufliche, deren Einfluss kaum über Kabul hinaus reicht.
So etwas wie Demokratie nach unserem Verständnis sucht man dort halt vergeblich und daran wird sich auch die nächsten Jahre nichts ändern, egal wie viel deutsche Soldaten dort unten noch für A. Merkel sterben.
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26.12.2009 12:50 Uhr von Alexander.K
 
+3 | -1
 
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@Master-Alucard: Wie viel "Stabilität" haben wir denn den Afghanen gebracht?

Am besten du wirfst noch mal einen Blick auf die Karte von Afghanistan um dir in Erinnerung zu rufen wie groß das Land ist. Und dann Frag dich auch mal wie man mit einem duzend Polizisten und 40 Feldjägern eine Afghanische Polizei in einer Stärke von ca. 80.000 Mann aufbauen will. Bei dieser Aufgabe sind (waren) wir die Leadnation.
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26.12.2009 13:03 Uhr von mysteryM
 
+0 | -2
 
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Frage wehn wundert das noch heut zu tage......?
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26.12.2009 13:30 Uhr von KeepOnRollin
 
+6 | -0
 
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USA vs. China: Diesen Wirtschaftskrieg gibt es schon lange. Afghanistan (und die gesamte Region östlich des Kaspischen Meeres) und Sudan sind die aktullsten Kriegschauplätze dieser beiden Supermächte. Es ging niemals um etwas anderes als die Ressourcen dieser Länder.

Die Wirtschaftskiller bestechen, bedrohen oder ermorden die machthabenden Minister der Länder und wenn alles nichts hilft wird einmarschiert, was China bisher gut vermeiden konnte und lieber Stellvertreterkriege ausgefochten hat, wie derzeit im Tschad.

Es geht wie gesagt um die Schürflizenzen, die derzeit auch im instabilen Irak und Afghanistan verkauft werden. Dass dort die USA oftmals keinen Zuschlag erhält, liegt darin, dass auch andere große Schürfstaaten auf den Profitgeschmack gekommen sind, die arme Bevölkerung immer mehr auszubeuten.

Afrika müsste aufgrund seines Rohstoffreichtums eines der reichsten Kontinente sein, doch die westlichen und auch vermehrt chinesischen und russischen Konzerne beuten die armen Länder unerbitterlich aus und schicken lächerlich kleine Entwicklungsgelder zurück um den Schein eines sozialen Unternehmens zu wahren.
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26.12.2009 13:51 Uhr von Master-Alucard
 
+1 | -1
 
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@ Alexander.K: es ist mir durschaus bewusst, dass die lage in afgahnistan keines weg stabil ist und man dazu noch viel beitragen muss. die situation ist nunmal nicht so einfach da unten und jeder noch so kleine fortschritt ist wichtig, aber worauf ich mit meinem kommentar eigentlich hinaus wollte ist, dass china ohne sich irgendiwe beteiligt zu haben (was hohe kosten verursacht) die zuschläge bekommt (was geld einbringt). kurz gesagt, wir räumen auf und die chinesen sahnen ab, find ich jedenfals nicht in ordnung.

[ nachträglich editiert von Master-Alucard ]
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26.12.2009 13:51 Uhr von anderschd
 
+2 | -4
 
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Na denn. Wenn die menschenfreundlichen, friedliebenden, demokratischen Chinesen es machen ist es ja gut. Nur nicht die Amerikaner. lol

Die Neukapitalisten aus dem Reich der Mitte blenden sogar viele im Ausland, wie hier zu lesen ist.

[ nachträglich editiert von anderschd ]
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26.12.2009 13:55 Uhr von RickJames
 
+6 | -1
 
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Also ich finde das wenn die Chinesen dort die Rohstoffe wollen, sollen die doch dort für Ordnung sorgen.
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26.12.2009 14:15 Uhr von Fly.
 
+1 | -4
 
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News ist nicht gut geschrieben: einiges wurde verdreht und falsch wiedergegeben. Eine so schlechte News habe ich selten gelesen.
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26.12.2009 16:25 Uhr von kommentator3
 
+1 | -4
 
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@RickJames: >>das wenn die Chinesen dort die Rohstoffe wollen, sollen die doch dort für Ordnung sorgen.<<

Das können die Chinesen. Die Tibeter können da ein Lied von singen.
Aber wenn es wirklich so kommt, schreien sie lauthals nach dem Westen, der sie dann retten soll.
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26.12.2009 17:16 Uhr von jsbach
 
+5 | -1
 
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Die haben das Fiasko Russland und Amerika und: jetzt gesehen. Selbst Guttenberg rudert zurück. Einen Krieg kann man da nach unseren Maßstäben NICHT gewinnen.
Da dürften die Amerikaner in Vietnam schon Lehrgeld bezahlen und wir Deutschen... nur nichts wie weg.
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26.12.2009 17:29 Uhr von hofn4rr
 
+4 | -1
 
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ganz normales arrangement: dafür haben die chinesen die füsse bis jetzt still gehalten, als der krieg gegen den "terror" losging.

das weltpolitische puppentheater ist an der stelle zu einfach durchschaubar...
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26.12.2009 19:08 Uhr von maflodder
 
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@Master Alucard Nur ganz kurz, erklär uns doch mal hier wie wir, der Westen, dazu beitragen die Lage in AFG zu "stabilisieren".

Und nochmal...es geht dort nicht ums gewinnen. Gegen wen überhaupt?

Es geht um den ewigen Konflikt, Billionen Dollars für Militär, Waffenlobby, Söldnerheere, korrupte Politiker.

Es geht um geostrategische Position der USA. Bitte nur die Militärbasen der US of A rund um den Iran betrachten.

Es geht um Gaspipelines, es geht um Schürfrechte, nie um Menschenrechte.

Die Chinesen? Prima, die Chinesen kaufen, wir töten und rauben.
Was ist da "moralischer", wer trägt da mehr zum angeblichen Aufbau bei?

Quintessenz, wer immer noch glaubt es gehe auch nur der Hauch einer Gefahr von AFG aus, inhaliert täglich BILD.

Lasst euch doch nicht für dumm verkaufen, keiner will dort einen Krieg gewinnen, es geht ums Big Business.
Drogen, Waffen, Gas, Korruption usw.
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26.12.2009 19:31 Uhr von LH738
 
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@ expelliarmus: Hast wohl den Bericht nicht richtig gelesen oder nicht verstanden.


"Die Ausbeutung scheiterte bisher an der politisch instabilen Lage und dem Mangel an Transportmöglichkeiten."

"... mit einem geschätzten Wert von 80 Milliarden Dollar, sowie Eisen, Kohle, Gas, Öl und Lapislazuli. "

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