Bosnien-Herzegowina wurde wegen Diskriminierung von Roma und Juden verurteilt
Bosnien-Herzegowina wurde vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt, da Roma und Juden nicht in hohe Staatsämter gewählt werden können. Vertreter dieser beiden Volksgruppen hatten geklagt.
Laut Verfassung des Landes können nur Serben, Kroaten und bosnische Muslime in Staatsoberhauptsämter oder zum Präsidenten gewählt werden.
Dies sei laut Gerichtshof zwecks Beendigung des Bürgerkrieges beschlossen worden. Bereits im Jahre 2002 hatte Bosnien-Herzegowina jedoch eine Reform des Wahlrechts versprochen.