22.12.09 16:14 Uhr
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SPD an den Entwicklungsminister: Was kostet seine Weihnachtskampagne die Bürger?

Der stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion der SPD, Gernot Erler, hätte gerne vom Minister für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Dirk Niebel, gewusst, was eine von diesem Ministerium geschaltete Anzeigenkampagne gekostet hat.

Niebel wandte sich mit der Frage "Haben Sie auch manchmal das Gefühl, dass die Welt besser wäre, wenn man Sie mal ranlassen würde?" an die Öffentlichkeit, um für mehr freiwilliges Engagement in der Entwicklungshilfe zu werben.

Die SPD ist der Auffassung, dass es sich bei dieser Art von "Weihnachtsgrüßen" mehr um einen "PR-Gag" handle.


WebReporter: nudeldicke
Rubrik:   Politik
Schlagworte: SPD, Werbung, Bürger, Partei, Entwicklung, Entwicklungsminister
Quelle: www.bsozd.com

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.12.2009 16:25 Uhr von eScapLaY
 
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Habe: von der Kampagne noch nie was gehört.. naja vor der News. Diese Geplänkel auf Kindergarten Niveau kann sich die SPD sparen. Langsam reichts

[ nachträglich editiert von eScapLaY ]
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22.12.2009 17:15 Uhr von xjv8
 
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Unabhängig: von der SPD, finde ich auch, dass man das Geld für diese nutzlose Kampagne besser für Kinder in Entwicklungsländern genutzt hätte. Auf dem Niebel seine Weihnachtsgrüsse pfeif´ ich.
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22.12.2009 17:21 Uhr von xilim
 
+4 | -3
 
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Wenn es hier im Land: so weitergeht können die aktuellen "Entwicklungsländer" bald eine Kampagne für uns starten....
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22.12.2009 17:36 Uhr von shadow#
 
+7 | -3
 
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Niebel? Moment mal War das nicht der Hornochse von der FDP, der der Meinung ist, dass man sämtliche Entwicklungshilfe einstellen sollte?
Wie praktisch, dass er diese Verantwortung pünktlich zu Weihnachten an die Bürger übergeben möchte und dabei noch Geld verschleudert...
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22.12.2009 18:22 Uhr von Alexander.K
 
+9 | -1
 
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@ Judas II: Du bist in meinen Augen ein ziemlich armer Mensch und Dumm obendrein.
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22.12.2009 18:35 Uhr von fallobst
 
+3 | -2
 
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@ judas 2: "jeder ist seines glückes schmied"

wäre schön, wenn wir uns das bloß mal zu herzen nehmen würden. stattdessen wird nur gemeckert und noch mehr verlangt. von allen für alle, mit ausnahme des steuerzahlers, der die dumme melk-kuh darstellt.
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22.12.2009 19:10 Uhr von ArrowTiger
 
+4 | -1
 
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@fallobst - Sallust zitieren? Das passt zu dir! -- "jeder ist seines glückes schmied"

(Sallust: "Suae quisque fortunae faber est")

In meinen Augen der dümmste Spruch der Welt, und leicht durch die Realität Lügen gestraft.

Aber was kann man schon von einem römischen Senator anderes erwarten, der im Ruf stand, verlogen zu sein, und sich schamlos bereichert und an diversen politischen Intrigen teilgenommen zu haben. Ein früher Neoliberaler quasi... :-)
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22.12.2009 19:27 Uhr von ArrowTiger
 
+2 | -1
 
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Nachtrag zu Sallust: Der Comment ging natürlich primär an Judas II. Fallobst hat ja nur zitiert (wenn auch sicher aus tiefstem "Herzen"... :-).
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22.12.2009 20:03 Uhr von fallobst
 
+2 | -1
 
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@ arrowtiger: auf deutschland bezogen: ja, allerdings.

hier kannst du dank bafög (sofern du nicht in die grauzone des mittelstandes schlingerst) sogar studieren. die studiengebühren kratzen zwar, aber über die kredite der landesbanken kriegste das auch hin. wäre zwar besser ohne, aber gibt schlimmeres.

für andere länder, besonders afrika etc. trifft das nicht zu. dort hast du nicht die möglichkeit des scheiterns, sondern das ist der unvermeidbare verlauf deines lebens dort in den allermeisten fällen.

das abi oder studium sollte man wohl kaum jemandem nachtragen oder schenken...

oder bist du jemand, der lebensunfähigkeit propagiert? das ist eine ernstgemeinte frage an dich. bin mal gespannt ob ich diesmal eine konkrete antwort bekomme oder ob du dich wieder in die luft erhebst und das mit einer saloppen, kurzen phrase abfertigst.
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23.12.2009 10:55 Uhr von ArrowTiger
 
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@fallobst: -- "auf deutschland bezogen: ja, allerdings."

Mehr als in armen Ländern sicher. Aber dennoch ist die Behauptung falsch. Ich habe einige Leute im Bekanntenkreis, die wirklich ackern und schauen, daß ihre Chancen sich verbessern. Dennoch sind sie froh, daß sie überhaupt eine halbwegs sichere Arbeit haben.

Wieder andere steigen ohne große Komplikationen, mit wenig Anstrengung und Wissen dank "Vitamin B" schnell in der Oberklasse ein. Von denen kenne ich durch meinen Job auch so einige. Große Klappe, keine Ahnung, jede Menge Geld, der Umgang mit Mitarbeitern unter aller Sau. Das sind die wahren Schmarotzer in unserer Gesellschaft.

Mein Urgroßvater, der sehr viel Geld und Ländereien besaß, im Alter aber durch politische Wirren fast verarmte, sagte immer "Reichtum ist Zufall", und man solle sich bloß nichts darauf einbilden.

Ein Beispiel: Ein ausländischer Freund von mir krebste hier gut 15 Jahre in Hilfsjobs herum, trotz exzellenter handwerklicher Fähigkeiten. Sein Problem: er hatte keine Ausbildungsnachweise oder Zeugnisse - worauf man in DE ja unsinnigerweise besonderen Wert legt. In seinem Ursprungsland hatte man ihm vor seiner Immigration sogar noch einen leitenden Job angeboten. Erst kürzlich kam er durch einen glücklichen Zufall und einer fehlgeschlagenen Intrige gegen ihn seitens der ihn beschäftigenden Zeitarbeitsfirma an einen festen und gut bezahlten Job, bei dem er nach kurzer Einführung sofort die Leitung eines 60 Mann starken Monteurteams im Luftfahrtbereich übernehmen konnte! Sein Arbeitgeber ist hoch zufrieden mit ihm, die Projektzeiten haben sich unter seiner Führung nach kurzer Zeit deutlich verringert!

Noch ein Beispiel: Meine Frau und ich verdienen beide gut bis sehr gut. Auch dies ist dem Zufall zu verdanken (nenn es meinetwegen auch Schicksal). Hätte ich damals nicht zufälligerweise einen Computerfreak bei meinem Lagerarbeiterjob kennengelernt und mich mit ihm angefreundet, hätte ich wohl nie mein "Händchen" für die Software-Entwicklung entdeckt, von der ich heute, nach einer (damals vom Amt noch voll bezahlten!) Umschulung recht gut leben kann. Ebenso meine Frau: hätte sie nicht einen schweren Autounfall gehabt, wäre sie heute wohl eher schlecht verdienende Künstlerin. Der Unfall zwang zur Neuorientierung, was zu einem Medizinstudium führte. Hätte es da nicht Freunde und Verwandte gegeben, die sie in der Zeit neben der Sozialhilfe unter der Hand finanziell unterstützt hätten, wäre das aber sicher gescheitert - zumal sie da noch alleinstehend war und zwei kleine Kinder zu versorgen hatte. Heute zahlt sie das damals vom Staat bezogene Geld mit ihren Steuern um ein Vielfaches zurück.

-- "hier kannst du dank bafög (sofern du nicht in die grauzone des mittelstandes schlingerst) sogar studieren."

Wenn Du´s bekommst und die schulische Basis stimmt, ja. Wobei das heute schon erheblich schwieriger ist, als zu meiner Zeit vor über 20 Jahren. Ein Freund unserer Tochter musste sein Architekturstudium kürzlich aus Geldmangel aufgeben, weil er eben kein Bafög oder Kredit bekam. Hat ein 1-er Abi und arbeitet jetzt als Friseur (macht er glücklicherweise aber gerne). Brächte jemand ihm gegenüber den hier diskutierten Spruch, würde er vermutlich handgreiflich werden.

Zudem gibt es heute genug Studien die belegen, daß gerade in Deutschland höhere Bildungschancen stark von der Herkunft abhängen, weniger vom Können oder Anstrengung.

-- "oder bist du jemand, der lebensunfähigkeit propagiert?"

Kaum! Ich bin aber auch nicht blind gegenüber der Realität. Die Chancen steigen sicher eher, wenn man sich bemüht, es ist aber lange keine Garantie, daß das auch klappt. Und manche können das auch einfach nicht, was das Scheitern der Ich-AGs deutlich gezeigt hatte. Sind diese Leute dann menschlicher Abfall, den man von der Gesellschaft ausschließen darf?

-- "das ist eine ernstgemeinte frage an dich. bin mal gespannt ob ich diesmal eine konkrete antwort bekomme"

Hättest Du mir im von dir monierten Thread überhaupt eine Frage gestellt, hättest Du sicher auch eine Antwort bekommen, wie dies ja auch hier der Fall war. Ich denke mal, Du verwechselst mich mit einem anderen Poster.

Ich bleibe also dabei: "Jeder ist seines Glückes Schmied" ist dumm und vor allem realitätsfern.
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23.12.2009 13:15 Uhr von fallobst
 
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@ arrowtiger: erst mal ein lob an deine ausführliche antwort. hätte ich in dem umfang nicht erwartet.

du hast viele beispiele aufgezählt, es läuft nicht immer wie man es will oder sich wünscht, genauso wie man manchmal ziemliches glück haben kann. das gehört zum leben dazu.


studium/einkommen:
aber daraus schließen zu wollen, dass alles oder sehr vieles mit glück zu tun hat, ist doch unsinnig. wenn man sein abi macht und danach etwas studiert, was einem gefällt UND was auch in zukunft gefragt ist (bei architektur sieht es schon seit einiger zeit übrigens sehr schlecht aus, so wie ich es von vielen leuten gehört habe und immer noch höre).
kunst würde ich zum beispiel auch so sehen, aber wenn dir deine selbsterfüllung über dein einkommen geht, warum nicht? man sollte sich nur danach nicht beklagen, denn solche dinge sind meist absehbar.
aber geld ist bekanntlich nicht alles.


garantie:
mit einem studium in einem aussichtsreichen fach (wie zum beispiel medizin) kann man seine chance erheblich verbessern. 100% sicherheit kann dir niemand geben, nicht mal kondome ;)
du könntest jedes mal auf der straße überfahren oder in einen unfall verwickelt werden. solche dinge kann man nie ganz vermeiden und ausschließen.

als akademiker hast du eine viel höhere chance auf einkommen, jobsicherheit etc. als mit einem geringeren abschluss.


bafög:
wieso dein freund kein bafög bekommen hat weiß ich nicht. wahrscheinlich haben seine eltern zu viel verdient. meist zu viel lauf den bafög-kriterien, aber zu wenig, um seinem kind das studium komplett zu zahlen. das meinte ich mit "grauzone der mittelschicht".
beim bachelor muss man nach 4 semestern einen leistungsnachweis zeigen, dass man etwa 40% der kurse innerhalb 60% der regelstudienzeit bestanden hat, sonst gibts kein geld. ebenso gibts nach der regelstudienzeit kein geld mehr (sofern keine wichtige entschuldigung), aber beides ist machbar bzw. verschmerzbar. da spreche ich aus eigener erfahrung.


aber wie gesagt, eine garantie für ein perfektes leben gibt es nicht. das meiste hängt von einem selbst ab (s.o.), ausnahmen gibt es immer wieder. von ausschluss aus der gesellschaft kann nicht die rede sein, allerdings finde ich es lächerlich sich großartig zu beschweren, dass das leben fürchterlich ist, wenn man (k)einen schlechten schulabschluss hat und sonst nichts hinbekommen hat.


und ich habe dich nicht verwechselt: ich wollte wissen, was deine grundlagen/argumente sind/waren mich asozial zu nennen, nur weil ich gegen eine zusätzliche zahlung an h4er bin.
http://www.shortnews.de/...
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23.12.2009 18:04 Uhr von ArrowTiger
 
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@fallobst: Wir können tatsächlich auch normal miteinander kommunizieren, trotz teils unterschiedlicher Meinungen. Finde ich gut! ;-)

Was das Thema Asozial angeht: ich reagieren sehr empfindlich auf Verallgemeinerungen gegen diejenigen, die es ohnehin schon nicht leicht haben. Wenn, dann doch bitte gegen die Verursacher aus Politik und Wirtschaft angehen. Sonst geht das ganze "Teile&Herrsche"-Spiel von vorne los.

Wenn Du dich mit einer m.E. erniedrigenden Wortwahl darüber beklagst, das H4-ler Weihnachtsgeld bekommen sollen, dann finde ich das eben reichlich schäbig. Was denkst Du wohl, was Du so alles an viel teurerem Unfug mit deinen Steuergeldern finanzierst? (Z.B. einen bisher 470 Mrd. Euro teuren "Bankenrettungsplan" oder Subventionen an die ach-so-arme Industrie.) Oder was andere für dich alles finanzieren? Vor einigen Jahren vielleicht dein Häuschen über die Eigenheimzulage? (Nur mal als ein fiktives aber markantes Beispiel von vielen.) Oder Steuererleichterungen für Besserverdienende?

Na ja, vielleicht habe ich auch ein wenig zu schnell aus allen Rohren gefeuert, und Du bist gar nicht so schlimm... ;-)

Ich würde das ganze Thema hier dennoch gerne beenden, da ab morgen Urlaub ohne Internetanschluss ansteht. Daher hier schon mal schöne Weihnachten und einen Guten Rutsch! (Auch an alle anderen.)
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29.12.2009 12:19 Uhr von cyrus2k1
 
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@ArrowTiger: Die ICH-AGs waren eigentlich sehr erfolgreich, 70% der Unternehmen bestanden länger als 5 Jahre, es wurde aber nur in den ersten 2 Jahren Zuschuss gezahlt (Im dritten Jahr nur noch ein winziger Betrag). Es gab keinen Grund die ICH-AGs zu beenden. Ich hatte selbst eine Förderung beantragt und mir ziemlich viele Statistiken zu dem Thema angesehen. ICH-AGs waren für den Staat viel günstiger als Hartz4 oder Arbeitslosengeld und die Menschen gammelten nicht herum sondern konnten etwas sinnvolles tun was auch nicht so würdelos ist wie Hartz4 oder sinnlose Umschulungen und "Weiterbildungen".

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