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China will Internet-Traffic messen

China hat gefordert, dass sie Einsicht über jeden Internet-Verkehr erhalten, der über ihre Grenzen fließt. Diese Maßnahme bedarf internationaler Zustimmung. Diese Art der Kontrolle könnte für Länder, durch die sehr viel Traffic fließt, eine zusätzliche Einnahmequelle bedeuten.

Ein Internet-Sicherheitsexperte der EU sieht diese Forderung kritisch, denn Kontrollen und Einschränkungen dieser Art könnten die Stabilität des Internets immens schädigen. Die ITU (International Telecommunications Union) dagegen sieht in der Kontrolle des Internet-Verkehrs weniger Probleme.

Andrea Servida aus der EU Kommission kritisiert das Verhalten Chinas und vermutet versteckte Pläne hinter den Forderungen. Die Kernaussage von Servida ist, dass das einzäunen des Internets niemandem helfen würde und die Standards des Internets stark gefährden.


WebReporter: haruhi-chan
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Internet, China, Kontrolle, Kommission, Traffic
Quelle: news.bbc.co.uk

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.12.2009 10:22 Uhr von WyverexAuctor
 
+7 | -1
 
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Ist in Ordnung. Ich möchte dann eine Möglichkeit komplett China von meinen Webangeboten abzuklemmen. Hätte den Vorteil, dass der Spam gegen Null zurückgeht...
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21.12.2009 10:25 Uhr von wohlstandskind1983
 
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das Wars dann wohl mit den freiem netz und den menschenrechten
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21.12.2009 10:33 Uhr von KleinMatthias
 
+8 | -3
 
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@Autor: Es ist schon recht leicht, sich über China zu beklagen. Aber vergiss bitte nicht: Länder wie die USA betreiben diese Kontrollmaßnahmen bereits seit Jahren - und dort hat man nicht einmal den Versuch unternommen, eine internationale Genehmigung zu erhalten. Man hat es einfach gemacht und fertig.
Ach ja - und die große chinesische "Firewall" bzw. das Überwachungssystem in China, das ständig kritisiert wird, ist eine Entwicklung von CISCO und Google - amerikanischen Unternehmen. Die haben nämlich exakt dasselbe System für die USA entwickelt. China fand das super und ist einfach nur an die heran getreten und hat gesagt: das, was ihr da in den USA am laufen habt, das wollen wir auch. Können wir Euch das abkaufen? Da kam aus USA-Land zweimal "Jo, sehr gern".

Also: bitte auf dem Teppich bleiben. Wenn China sowas macht ist´s böse, aber wenn unser Freund und Partner sowas macht, ist´s gut und dient unserer Sicherheit? Dass ich nicht lache!
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21.12.2009 10:59 Uhr von Götterspötter
 
+0 | -0
 
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Klingt nach digitaler Wegelagerei ..... *grrrrrr

na gut :)

Dann sollte Europa doch im Gegenzug den realen Warenverkehr der von über die Staatsgrenze von China fliest auch mal "messen".

Daraus ergibt sich bestimmt eine gute "Einnahmequelle" die den Ausgleich schaffen könnte für die Arbeitsplätze die nach China exportiert wurden.

Unseren sozialen Netzen würde schon eine spezielle 5% China-Import-steuer auf Waren "Made in China" den "Arsch retten" !!!!

****
Ich habe bestimmt nichts gegen Chinessen (netten freundliches Volk) - aber langsam sollte die Welt die chinessische Regierung mal zeigen WO IHRE ABSATZMÄRKTE sind !

Schon allein aus Protest für mehr Menschenrechte in China und den "gescheiterten" COP15 !!!

China muss einfach langsam mal merken, das man nicht immer nur "nehmen" kann !!
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21.12.2009 11:51 Uhr von Haruhi-Chan
 
+4 | -0
 
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@KleinMatthias: Interessant, was du da sagst o.o Hast du dafür zuverlässige Quellen? Weil so ganz glaub ich das ja nicht, Amerikaner können sowet ich weiß uneingeschränkt auf das Internet zugreifen im Gegensatz zu China.
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21.12.2009 12:24 Uhr von KleinMatthias
 
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@Haruhi-Chan: Das sind zwei verschiedene Dinge: die Kontrolle und die Zensur. Sowohl China als auch die USA überwachen und filtern den Datenverkehr mit automatischen Methoden.
China und USA haben hierzu dieselbe Infrastruktur installiert.

China nutzt diese Infrastruktur offen zur Zensur bestimmter Seiten.
Die USA tun dies nicht auf diese plumpe Art, sondern haben mit ihren Gesetzen zur Konzernkonzentration eine Art freiwillige Zensur geschaffen. (Stichwort self-censorship)
Der Effekt ist nicht gleich, aber doch ähnlich: Bürger in den USA könnten zwar auf alle Seiten des Internet zugreifen - tun es aber nicht und erhalten von ihren freiwillig zensierten Medien auch keinen Hinweis darauf, dass es noch eine andere Sicht auf politische Themen geben kann als dies der Mainstream vorgibt.

In sofern hast Du Recht: die USA behindern nicht mit technischen Mitteln den Zugang zu Internetseiten - sie erschweren diesen Zugang vielmehr mit sozialen Mitteln.

Der Hauptunterschied ist aber der Anspruch dieser Länder.
Die USA haben für sich die Alleinherrschaft und Alleinkontrolle in Anspruch genommen und brechen zur Durchsetzung dieses Selbstverständnisses jedes nur erdenkliche Recht - sie brechen hierfür sogar Kriege vom Zaun und töten Millionen von Menschen. Statt ihre Bürger vor diesen massiven Übergriffen zu schützen, kooperieren Länder wie Deutschland bzw. Staatenverbünde wie die EU. Sprich: bisher haben die USA beispielsweise unsere Überweisungsdaten illegal beschafft und gespeichert. Und statt dem einen Riegel vorzuschieben hat beispielsweise unser Innenminister kürzlich dafür gesorgt, dass wir den USA diese Daten ab sofort freiwillig frei Haus liefern.
Die USA haben schon immer gezeigt, dass ihnen internationales Recht und Abkommen, ja sogar Menschenrechte einen Dreck wert sind - dennoch kooperieren Deutschland und viele andere Länder mit einem Land, das sich deutlich stärker wie ein Feind denn ein Freund benimmt.
Bei China ist es hingegen so, dass bei jedem Schritt EU und USA den moralischen Zeigefinger erheben. Es ist zwar richtig, dass China merkt, dass Themen wie Menschenrechte, Arbeitsbedingungen, Tierschutz, Umweltschutz und Meinungsfreiheit noch stärker als zuvor einen Platz in China finden müssen - aber wer in dieser Sache den Moralapostel spielt, darf nicht dieselben moralischen Leichen im Keller haben. Und genau das ist der Fall, wenn sich USA und EU als China-basher aufspielen.

Und das geht mir gegen den Strich. Wenn also Zeigefinger, dann gegen China, USA und EU.
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21.12.2009 13:26 Uhr von ArrowTiger
 
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@KleinMatthias: -- "ist eine Entwicklung von CISCO und Google"

Nicht zu vergessen: Yahoo, welches die chinesischen Behörden aktiv bei der Verfolgung chinesischer "Dissidenten" unterstützt - z.B. durch Weitergabe von privaten E-Mails oder Account-Nutzungshinweisen.

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