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Arbeitsgericht: Kündigung wegen Verzehr von Pommes nichtig

Ein Mensabetreiber hatte einem langjährigen Mitarbeiter fristlos gekündigt, da dieser angeblich zwei Frikadellen und zwei Pommes während der Arbeitszeit verzehrt haben soll.

Ein Richter des Arbeitsgerichtes Bochum kippte nun diese Kündigung, da der Mensabetreiber kein klares Verzehrverbot darlegen konnte. Der Mitarbeiter gab an, diese Sachen genommen, aber nicht verspeist zu haben. Der Mensabetreiber widersprach dem und gab einen Verzehr an.

Der Mensabetreiber musste nun den Mitarbeiter wieder für sich arbeiten lassen.


WebReporter: Thommyfreak
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Arbeit, Kündigung, Verzehr, Pommes frites, Arbeitsgericht, Frikadelle
Quelle: winfuture.de
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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.12.2009 16:13 Uhr von br666
 
+17 | -4
 
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Mannomann, ziemlich assozial, was in unserem Land so abgeht. Bei uns wird zwischendurch mal ne Runde Dart oder Kicker gespielt, das lockert auf, man kommt auf andere Gedanken und macht sich den Kopf frei für neue Ideen. Das klappt wirklich gut - und die Chefs machen, wenn sie denn da sind, auch mal mit.
P.S.: Komme aus dem Bereich Produktentwicklung und Design. Klar, das sowas bei nem Kantinenpersonal nicht geht... Aber man muss die Leute auch nicht gleich wegen so ner Lappalie entlassen. (Oder veruchen zu entlassen, denn hier hats ja nicht geklappt, zum Glück!)

In der Post-Schröder-Zeit war sowas jedenfalls nicht möglich, denn damals gabs noch soziale Arbeitsgesetze, die der assoziale Schröder dann in 7 Jahren zerlegt hat. Ich habs damals schon gesagt: An dem was uns die Rot-Grünen Verbrecher in sieben langen Jahren eingebrockt haben, werden wir noch Jahrzehnte zu knabbern haben...

[ nachträglich editiert von br666 ]
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20.12.2009 16:13 Uhr von hohesC
 
+20 | -2
 
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Wäre ich der Mitarbeiter: würde ich nach dieser Aktion meines Arbeitgebers dort aber nicht mehr gerne arbeiten gehen (mit der Angst ständig unter Beobachtung zu stehen, damit er einen anderen Kündigungsgrund findet...)

Das Verhältnis zwischen den beiden ist jetzt dank diesen Arbeitgeber gespannt, so kann beiden nicht mehr die Arbeit Spaß machen...

Trotzdem, bloß gut dass der Richter hier, menschlich betrachtet, so entschieden hat :)
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20.12.2009 16:19 Uhr von Hinkelstein2000
 
+9 | -2
 
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@ autor: "die Gründe werden immer krasser" - tja, ich habe vor gut 20 Jahren wegen genau sowas auch schon eine Kündigungsandrohugn erhalten, so neu ist das also nicht. Allerdings halte ich das auch für recht schwachsinnig, jemand deswegen zu kündigen - gerade z.Bsp. im Schnellimbiss ist es für den Kunden eher ein gutes Zeichen, wenn Mitarbeiter auch das Zeug dort direkt futtern...
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20.12.2009 16:20 Uhr von br666
 
+15 | -1
 
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@hohesc: stimmt. Das wichtigste in einem Betrieb ist ein gesundes Betriebsklima. Dafür muss der Arbeitgeber sorgen.

Er hätte den Arbeitnehmer erst mal in einem persönlichen Gespräch um Klärung bitten sollen. Mit einer mündlichen Abmahnung wäre das dann erledigt und die Probleme aus der Welt geschaffen.
Der Arbeitnehmer hätte seinen Job weiter zur Zufriedenheit ausgeführt und der Arbeitgeber hätte für sein Geld einen guten Mitarbeiter sowie ein gutes Betriebsklima gehabt. Es gibt aber Arbeitgeber, die raffen es nicht...

[ nachträglich editiert von br666 ]
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20.12.2009 16:40 Uhr von Flying-Ghost
 
+7 | -3
 
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Bessere Quelle: In dieser Quelle ist es besser beschrieben, was der Arbeitgeber eigentlich da versucht hat. Glücklicherweise hat das Gericht den Braten gerochen.

http://www.gulli.com/...
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20.12.2009 16:53 Uhr von darkdaddy09
 
+5 | -3
 
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Die Deutschen sind solche: Cent-Gammler geworden. Und Personal wird auch nicht mehr gemocht. Schade :(
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20.12.2009 16:54 Uhr von ThomasHambrecht
 
+8 | -4
 
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Das ist immer so eine Sache man kennt den Mitarbeiter und den Betrieb nicht. Wenn der Mitarbeiter bereits als faul und unzuverlässig bekannt ist und man erwischt ihn in Zeiten des Hochbetriebs schon wieder faul im Nebenzimmer wo er Frikadellen und Pommes vernascht, schmeisst ihn jeder gerne raus.
In der Quelle steht, dass dar Verdacht besteht, dass er sowohl die Frikadellen gegegssen habe, es die Lebensmittel zum Verkauf bestimmt waren und dass es sich um Diebstahl handelt, und andere Mitarbeiter dies wohl auch tun.

Ich kenne auch eine faule Socke, die den ganzen Tag nichts arbeitet, mehrfach strafversetzt wurde, die Hälfte des Jahres noch krank feiert - ein solches Ereignis wäre der treffende Kündigungsgrund.
Man kennt eben die echten Gründe nicht.
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20.12.2009 18:26 Uhr von suesse-yvi
 
+2 | -1
 
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Der: Chef muss ihn nun wieder für sich arbeiten lassen, bis er einen Grund gesucht und gefunden hat ihn endgültig rauszuwerfen.
Und ja so ist es nunmal. Der Mitarbeiter tut mir leid, er wirds da nun nicht leicht haben und sollte entweder starke nerven haben oder sich schonmal nach nem neuen Job umsehen.
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20.12.2009 19:02 Uhr von Icebrey
 
+5 | -2
 
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Dass immer wegen: so Kleinigkeiten gekündigt wird, liegt einfach daran, dass es in Deutschland so schwer ist zu kündigen.

Meinstens ist dann sowieso schon geplant, den Mitarbeiter zu entlassen und dann wird nur noch auf eine Gelegenheit gewartet um teuren Abpfindungen zu entgehen.

Und es gibt doch keine bessere und günstigere Methode für den Arbeitgeber als die fristlose Kündigung....und die ist am erfolgversprechensten bei Diebstahl.
Ich denke daher nicht, dass Deutsche Chefs alle auf so Kleinigkeiten achten....nur eben wenn sie jemanden loswerden wollen.

Kündigungsschutz ist eine tolle Sache, führt aber hin und wieder zu eigenartig erscheinenden Entscheidungen.
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20.12.2009 19:18 Uhr von DEMOSH
 
+8 | -2
 
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POMMES ODER MILLIONEN EURO: Vorsicht !
Mancher Frikadellendieb wird höher bestraft wie kriminelle
Banker und Politiker.
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20.12.2009 19:22 Uhr von Thommyfreak
 
+3 | -3
 
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@ThomasHambrecht: Wenn es eine faule Socke wäre, dann wäre er sicher nicht schon 18 Jahre dort......
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20.12.2009 22:10 Uhr von AnsE119
 
+2 | -1
 
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Peinlich! Wie geizig muss denn der Chef sein??
Er hätte dem Arbeitnehmer es zuerst sagen sollen und falls es nicht helfen würde dann könnte es zu einer Abmahnung kommen ... Aber gleich zu Kündigen ...

Arbeiten ist nur effektiv und effizient wenn alle die mitmachen zufrieden sind ( vom Chef bis zum Reinigungspersonal )
Mögen muss man sich ja nicht aber sich gegenseitig zu respektieren wäre nicht zu viel verlangt.
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20.12.2009 23:16 Uhr von Ottokar VI
 
+3 | -1
 
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Hätte ich Auftragnehmer für mich arbeiten, die ihre Mitarbeiter so behandeln, ich würde ihnen den Auftrag entziehen.

Sorry, aber sowas kann ich nicht unterstützen.
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21.12.2009 09:49 Uhr von Jaecko
 
+1 | -0
 
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Oh wie schlimm. Ich kenn ne Bude, da ist das normal, dass die Mitarbeiter so futtern. Kleinteile wie Pommes etc. gehen so durch, für grösseres (Frikadellen z.B.) gibts Strichlisten. Abgerechnet wird dann jeweils am Ende der Woche.
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21.12.2009 17:15 Uhr von CHR.BEST
 
+0 | -0
 
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Es kotzt mich an wie sich inzwischen immer mehr Arbeitgeber vor gesetzlich vorgeschriebenen Zahlungen zu drücken versuchen.
Abfindungen gibt es ja nicht aus Jux und Dollerei sondern dafür, daß ein Mensch viele Jahre seines Lebens zur Erreichung der Ziele eins Unternehmen geopfert hat.
Schlecker drückt sich ja auch dadurch vor Abfindungen, indem es Läden in Konkurs gehen läßt, um sie sogleich mit 1/3 weniger Lohn für die Belegschaft wieder auferstehen zu lassen.

Auf der anderen Seite verlangen die Arbeitgeber aber grundsätzlich immer die eierlegenden Wollmilchsau, wenn sie jemanden einstellen wollen (oder vorgeben, das tun zu wollen).

Ich finde, jeder Arbeitgeber, der Kündigungen mit solchen Begründungen verschickt, sollte mit Stockhieben nicht unter 20 Schlägen sowie einer Geldstrafe in Höhe des dreifachen Monatslohnes des Gekündigten bestraft werden.
Würde man das mal konsequent ein paar Jahre lang durchziehen, dann wäre schnell Schluß mit solchen unsinnigen Kündigungen.

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