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Für fast die Hälfte der Deutschen ist der Samstag kein Familientag mehr

Nach einer Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) sind Samstag und Sonntag für eine wachsende Anzahl von Beschäftigten zu Arbeitstagen geworden. Über 45 Prozent müssten mittlerweile zumindest ab und zu auch am Samstag arbeiten.

Trotz der vermehrten Wochenendarbeit ist die Fünf-Tage-Woche immer noch der Normalfall in Deutschland und bedeute kein Rückschritt in die 1950er Jahre, so Alexander Herzog-Stein vom WSI. Durch die sich ausbreitende Samstagarbeit hat sich die Sonntagsarbeit allerdings auch weiter ausgedehnt.

Ein langes gemeinsames Wochenende in der Familie verliert als "gesellschaftliche Zeitinstitution" immer mehr an Bedeutung. Die Organisation des gemeinsamen Familien- und Soziallebens sei für viele Menschen ein zunehmendes Problem, dass immer schwerer zu lösen sei.


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WebReporter: Teffteff
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Deutsch, Arbeit, Familie, Wochenende, Samstag, Familientag
Quelle: www.boeckler.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.12.2009 12:41 Uhr von CroNeo
 
+13 | -2
 
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Samstags und Sonntags-Arbeit wäre nicht so sehr das Problem, wenn man zwei andere Tage dafür am Stück freinehmen könnte. Aber genau das geschieht oft nicht.
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18.12.2009 13:07 Uhr von DoJo85
 
+2 | -0
 
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nicht nur samstag: was sollen denn die leute sagen, die in schichten arbiten und selbst ab feiertagen raus müssen .. klar hat man dafür andere tage frei, aber an diese muss vielleicht die familie arbeiten ..
da ist geregelte arbeit, selbst auch am samstag immernoch besser
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18.12.2009 13:13 Uhr von Dracultepes
 
+2 | -9
 
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Nen langes gemeinsames Wochenende vor dem Fernseher mit der Supernanny ist doch soooo wichtig.
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18.12.2009 13:27 Uhr von Atarix777
 
+13 | -0
 
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Ich bin vor einiger Zeit hier und da immer mal mit unserem Produktionsleiter wegen der ach so "NOTWENDIGEN" Samstagsarbeit aneinander geraten - da die ihm direkt unterstellten Arbeiter Samstags immer Arbeiteten müssen, wärend meine Leute (bin mehrfacher Abteilungsleiter) inklusive mir, Samstag und Sonntag schön brav zuhause bleiben.

Meiner Meinung nach muss es einer Firma möglich sein, die anfallenden Aufträge im normal Fall in 5 Tagen zu erledigen (natürlich ist es ab und zu in seltenen Fällen auch mal notwendig, kurzfristig ein paar Überstunden zu schieben), aber wenn sich das Arbeitspensum dauerhaft erhört, muss weiteres Personal her.

Ich persönlich sehe 2 Tage in der Woche für die Familie und zum Aussruhen einfach als unerlässlich an, denn wenn es meinen Arbeitern nicht gut geht und deren Arbeitsmoral den Bach runter geht, wirkt sich das über kurz oder lang auf die ganze Arbeitswoche aus.

PS: Natürlich ist es was anderes, wenn mich jemand fragt ob er ein paar Stunden mehr Arbeiten darf, weil er ein bischen mehr Geld braucht - aber selbst dann ist Samstag um 12.00 Uhr spätestens auch für diejenigen Feierabend.
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18.12.2009 13:35 Uhr von Schwertträger
 
+2 | -1
 
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@BastB: Das Problem ist die Familie: Wenn Du alleine bist, ist das alles kein Problem.

Aber wenn Deine Kinder Dich bitten, mit Mama UND Dir irgendwohin zu fahren, dann wird´s schwierig.
Mama hat Samstag und Sonntag frei, Du aber Dienstag und Mittwoch.

Ich habe ncihts dagegen, dass Samstags- und Sonntagsarbeit möglich sind, aber wie so oft, wird das ausgenutzt und eine Regel draus. Und schon hat der normale Bürger ein Recht weniger: Das auf ein gemeinsames Familienwochenende, wo es ihm möglich ist, für seine Kinder psychologisch wichtige Erziehungszeit mit der GANZEN Familie einzuplanen.

Ich sehe den Samstag auch als normalen Arbeitstag, würde aber nie das Recht aufgeben wollen, diese Meinung jederzeit ändern zu dürfen und wieder darauf pochen zu können, am Samstag nicht zu arbeiten.
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18.12.2009 13:59 Uhr von Loichtfoier
 
+3 | -4
 
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Kommerzwahn: Ich habe es nie verstanden warum Läden eine derart lange Zeit offen haben müssen. Früher war das viel besinnlicher.Ab Samstag 13 Uhr wurde es ruhig in den Städten. So langsam schlossen die Läden. Unter der Woche war ab 18 Uhr Schluss.

Die Änderung der Ladenöffnungszeiten hat nur Geld (Betriebskosten) und somit Arbeitsplätze gekostet. Nur wenige hatten diese Veränderung wirklich gebraucht. Eine Verschiebung der Ladenzeit um eine Stunde nach rechts hätte auch genügt. Später auf und später zu. Dafür aber dauerhaft der lange Donnerstag bis 20 Uhr und vier lange Samstage vor Weihnachten.

Leider ist der Zug abgefahren. Die Unternehmen haben den Kunden im neuen Jahrtausend erfolgreich zur Konsumgeilheit umerzogen. Man kauft heute nicht mehr was man braucht, sondern was jeder hat und haben will.

Ich bin froh, dass ich nicht in der Stadt wohne und somit diesem Fieber nicht verfallen konnte. Das Wochenende gehört der Ruhe und Zerstreuung. Das sollte man sich von niemanden nehmen lassen.
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18.12.2009 14:21 Uhr von ZTUC
 
+6 | -2
 
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@Loichtfoirer: Wenn die Läden länger offen haben, muss mehr Personal eingestellt werden. Wie kommst du darauf, dass dies Arbeitsplätze gekostet haben kann.

Ich bin froh, dass die Läden länger auf haben. Entfällt die nervige Rush Hour zwischen 17:00 und 18:00, als man sich an den Kassen die Füßen platt stehen durfte. Meistens arbeite ich bis nach 18:00, wie hätte ich da überhaupt einkaufen sollen unter der Woche?
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18.12.2009 14:32 Uhr von Jlaebbischer
 
+4 | -0
 
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Und da wundert unsere Regierung sich darüber, dass die Bevölkerung immer mehr abnimmt.

Wenn man weiss, dass man wegen der Arbeit eh keine Zeit für Familie haben wird......
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18.12.2009 14:34 Uhr von Leeson
 
+3 | -0
 
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Da haben die Eltern: kaum Zeit sich noch um ihre Kinder zu kümmern und die landen dann besoffen in der Notaufnahme.
Die Eltern bekommen bald ja nicht mal mehr eine Sondervergütung für ihre Arbeit am Wochenende.

Aber der Staat wird schon wissen was er macht...
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18.12.2009 22:04 Uhr von H-Star
 
+0 | -2
 
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für mich wär´s ideal: wenn die geschäfte ab 18:00 aufmachen würden, denn ab dann hab ich zeit zum einkaufen :D
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19.12.2009 00:00 Uhr von ThomasHambrecht
 
+3 | -1
 
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Es gibt freie Tage ??? ich habe als Freiberufler - das Glück - 80 Stunden in der Woche von zuhause zu arbeiten. Gerade Samstag und Sonntag sind meine Lieblingsarbeitstage. Der Vorteil ist natürlich, dass man sich die Zeit frei einteilen kann - aber echte Freizeit oder das komische Wort Urlaub gibt es nicht mehr.
Ich bin Zwangs-Freiberufler, nachdem ich 3 Jobs wegen Konkurs der Arbeitgeber verloren habe. Um so mehr hasse ich es, wenn Angestellte in sicheren Jobs streiken oder rummotzen - die wissen eigentlich gar nicht wie gut sie es - noch - haben.
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19.12.2009 03:31 Uhr von marsmobil
 
+2 | -0
 
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*kopfkratz*: solange diejenigen hier aufschreien, die ihr ausländisches gemüse und ihre frischgebackenen brötchen am sonntag morgen für normal halten, sollte man auch mal dran denken das das dafür benötigte material erst einmal herangeschafft werden muss.

und wann soll denn derjenige einkaufen der die anderen tage zur gleichen zeit arbeiten muss?

wenn alle mal bei wichtigen themen aufschreien würden und auf die strasse gehen würden, könnte man sich diesen ganzen spass hier schenken.

und nein ich habe keine 5 tage woche, ich habe eine 12 tage schicht, aber das interessiert auch keinen kranken, wie ich arbeiten muss, hauptsache ich bin da! soviel zum thema we!

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