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Zusteller hortete Tausende Behördenbriefe

Der Mitarbeiter eines privaten Postzustelldienstes hat tausende Mahnbescheide, Vorladungen und andere wichtige amtliche Dokumente in seiner Rathenower Wohnung gehortet. Der Schaden für die Justiz ist immens, die Folgen sind noch nicht absehbar.

Der Havelländer hatte von Mai 2007 bis Januar 2008 mehr als 1.000 Briefe nicht ausgeladen und wurde jetzt vor Gericht zur Verantwortung gezogen.

Als Grund nannte er Überforderung. So hätte er die Sendungen nach Potsdam, Jüterbog, Rathenow, Nauen, Belzig, Wustermark und in Teile von Berlin bringen müssen, sein Auto war jedoch ohne Navigationsgerät. Trotz Tagesarbeitszeiten von 14 bis 16 Stunden schaffte er es nicht, alles auszuliefern.


WebReporter: Havelmaz
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Brief, Behörde, Zusteller
Quelle: www.maerkischeallgemeine.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.12.2009 10:38 Uhr von saugnapf
 
+39 | -3
 
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Das macht auch: die schlechte Bezahlung bei den meisten privaten Briefdiensten.
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16.12.2009 10:43 Uhr von vmaxxer
 
+27 | -0
 
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Geiz ist Geil schon schön zu sehen was dabei herauskommt.
Warum sollte es auch besser sein wenn das Amt die Briefe mit dem billigsten Anbieter versendet? Zumal es sich ja meistens um wichtige Postsachen handelt...
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16.12.2009 10:48 Uhr von lina-i
 
+14 | -4
 
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Schlechte Bezahlung bei: einem Berufszweig mit Mindestlohn?

Es sind die Arbeitsbedingungen, wie es auch in der News beschrieben wurde. Der Lohn ist bei einer 40h-Woche ausreichend. Es werden aber unbezahlte Mehrarbeitsstunden seitens der Arbeitgeber erwartet und eingeplant, damit sich das Ganze rechnet.
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16.12.2009 10:51 Uhr von saugnapf
 
+11 | -0
 
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Ein Brief vom Amt, auch bei uns mit privaten Briefdienst zugestellt, dauert bei mir in der Regel 1- 2 Wochen bis er ankommt. Für ca 7km!!!
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16.12.2009 10:58 Uhr von xevii
 
+6 | -10
 
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Ist halt irgendwie so eine Mentalität in Deutschland, dass man eher so ein riesigen Mist anhortet, anstatt um Hilfe zu fragen oder sonstiges.. Finds ziemlich bedenklich, dass die Einstellung hier so ist. Würd ich so arbeiten wie er, ich hätte vor mir selbst einfach kein Respekt :K aber da ist ja jeder anders moralisch flexibel.!
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16.12.2009 11:05 Uhr von Randall_Flagg
 
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@ lina-i: 1000 € brutto ist überhaupt nicht ausreichend o.O
Das sind ca. 5 € (brutto!!) / Stunde. Es ist schrecklich, dass Leute für so wenig Geld arbeiten müssen!
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16.12.2009 12:38 Uhr von Perisecor
 
+1 | -3
 
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@ Randall_Flagg: Dann muss man eben auch für Post etc. mehr zahlen. Aber nein, alles muss so günstig wie möglich erledigt werden. Trifft ja auch auf Bäcker, Friseure und auch Autobauer zu.
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16.12.2009 13:29 Uhr von Fornax
 
+4 | -0
 
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wunderbar: und irgendwann steht die Polizei vor der Tür will einen in Beugehaft stecken weil man den Strafzettel vergessen hat zu zahlen, und nie eine Mahnung bekommen hat
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16.12.2009 15:28 Uhr von Botlike
 
+0 | -0
 
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Wieso gehortet? Wenn ich der wäre, hätte ich die doch schon längst verbrannt oder einfach ins Altpapier geschmissen. 1000 Briefe sind doch auch ziemlich platzintensiv. Oder hatte er vor, die irgendwann auszuliefern?
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16.12.2009 15:34 Uhr von JustMe27
 
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Toll, wegen solcher Idioten kam auch seinerzeit in Augsburg bei vielen Leuten Post von der ARGE nicht rechtzeitig oder gar nicht an, und viele, darunter auch mein Bruder und ich, haben damals unberechtigte Sperren erhalten, weil wir nicht zu Terminen erschienen sind, von denen wir gar nicht wussten, dass wir sie hatten. Dass die Post schuld war, kam später erst raus, solange mussten wir uns vorhalten lassen, wir würden uns gegenseitig die Briefe vorenthalten, usw. Übrigens haben die ihre Briefe teils von der Post, teils von privaten Diensten austragen lassen, machte aber keinen Unterschied in der Zuverlässigkeit. Und mehr als einen Briefkasten mit unseren Namen aufzuhängen konnten auch wir wohl kaum machen..

[ nachträglich editiert von JustMe27 ]
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16.12.2009 15:40 Uhr von MarcTale
 
+2 | -0
 
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Ich kenne sogar einen der mußte in U-Haft, da er die Ladung, die der Postbote einbehielt, nicht bekommen hat und deswegen nicht zu seiner Verhandlung kommen konnte.
Er war im Nachhinein übrigens unschuldig - saß also unschuldig im Knast!
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16.12.2009 16:13 Uhr von ThomasHambrecht
 
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Unbeding Quelle lesen abgesehen davon, dass der Mann ein absoluter Schlamper war und auch eine verdreckte Wohnung hatte - weil der Mann schon am "ersten" Tag 16 Zustellurkunden gefälscht hat, bekam er immer mehr Post weil sein Arbeitgeber dachte, er sei besonders fleissig.
Da sollte man jetzt kein Mitleid haben.

Da der Mann ergo die Unterschriften der Empfänger gefälscht hat, ging man ausserdem davon aus, dass die Post ankam.
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16.12.2009 16:55 Uhr von evilboy
 
+0 | -0
 
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Ich kenn das auch: Ein gewisser Postdienstleister stellt mir Briefe gerne mit einer Woche Verspätung zu. Furchtbar.
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16.12.2009 19:22 Uhr von Pils28
 
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Früher war ein Brief heilig! Mein Vater hat während des Studiums als Postbote gearbeitet und da galt es als absolute Totsünde, wenn ein Brief nicht ordnungegemäß zugestellt wurde!

Heute wird gar nicht zugestellt, oder in fremde Briefkästen gesteckt, wenn man den richtigen Empfänger nicht gleich findet!
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16.12.2009 19:34 Uhr von jupiter12
 
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das ist halt die schoene neue Zeit Reiche werden immer Reicher und die anderen gehen leer aus. Da der Postmindestlohn ja nur von der Post umgesetzt worden ist, und bei den privaten die Dividende im Vordergrund steht, darf man sich nicht Wundern wenn sowas passiert.

Nicht vergessen: immer mehr, immer weiter und immer hoeher!

ABER BILLIG!

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