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Weltall gerät durch Schwarze Löcher in Schwingung

Albert Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie besagt, dass alle Massen Gravitationswellen abgeben, wenn sie beschleunigt werden. Um diese Gravitationswellen nachzuweisen, was bisher noch nicht gelungen ist, raten Forscher aus Bonn, sich eng umkreisende Schwarze Löcher in Sternhaufen zu beobachten.

Durch Gravitationswellen werden alle Objekte regelmäßig gestreckt und wieder gestaucht. Dass sich in Sternhaufen zwei Schwarze Löcher wie Doppelsterne umkreisen, kommt nicht selten vor.

Astronomen bringen momentan ein globales Netzwerk von Gravitationswellendetektoren in Stellung, die sehr viel leisten müssen - wenn Gravitationswellen auf ein ein Kilometer langes Objekt auf der Erde einwirken, verändern sie dessen Länge gerade um den Durchmesser eines Protons.


WebReporter: uhrknall
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Weltall, Schwarzes Loch, Schwingung
Quelle: www.scinexx.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.12.2009 17:11 Uhr von uhrknall
 
+16 | -1
 
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Ich bin neugierig, ob sich die Gravitationswellen überhaupt messen lassen. Auch die Messgeräte und z.B. der Kilometer als Maßeinheit müssten sich mit den Gravitationswellen verändern. Zwei "gestreckte" Messgeräte mit "gestrecktem" Abstand zueinander würden immer das Gleiche messen, glaube ich - die Relation bleibt immer gleich :-) Es sei denn, die Wissenschaftler haben dafür einen Trick. Kann aber auch sein, dass ich mich irre. Bin gespannt auf die Diskussion ;)
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14.12.2009 17:57 Uhr von KeepOnRollin
 
+5 | -2
 
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Fliege auf Stahlträger: Es ist derzeit möglich die Durchbiegung eines Stahlträgers zu messen, wenn sich eine Fliege darauf setzt. Dabei biegt sich der Stahlträger wie man sich denken kann nur minimalst durch.

Ob man die Gravitationswellen mit der Technik, die hier beschrieben wird messen kann, bezweifle ich.
Da man keine Messgeräte so exakt fertigen kann, wie sie hier benötigt werden würden, glaube ich nicht, dass man bei einem 1km langen Objekt eine so winzige Differenz messen kann.
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14.12.2009 18:14 Uhr von Leeson
 
+7 | -0
 
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Hab zwar nicht soviel Ahnung davon aber ich denke das man diese Wellen nicht messen oder beobachten kann.
Warum?

Weil das Licht das von diesen gestreckten Objekten ebenfalls beeinflusst wird und die Laseranlagen auf unserer Erde genauso mitgestreckt werden.
Also auch der Raum samt Licht dazwischen.

Nehme ein Gummiband mit einem Zentimetermass darauf.
Nun zeichne einen 2cm Strich darauf und ziehe es lang...
Der Strich ist in diesem Bezugssystem immer noch 2cm lang.
Bloß von Aussen betrachtet nicht!

Versteht ihr was ich meine?
Also ich bin der gleichen Meinung wie der Autor ;)

[ nachträglich editiert von Leeson ]
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14.12.2009 18:55 Uhr von Alice_undergrounD
 
+3 | -0
 
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@ Leeson: doch mit laser oder so müsste es funktionieren

man nehme die vakuumlichtgeschwindigkeit, die ja bekanntermassen ne konstante is und messe die für die zurücklegung der messtrecke benöitgte zeit, oder?

nur bei einem unterschied von nur einem protonendurchmesser auf einem kilometer muss es dann schon sehr genau sein ö.Ö
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14.12.2009 18:57 Uhr von SamuelTee
 
+9 | -0
 
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@Leeson: Für den Laien klingt das plausibel. Aber ich denke schon, dass sich die Forscher vor diesem millionenschweren Projekt darüber etwas mehr Gedanken gemacht haben, als mal was mit einem Gummiband auszuprobieren.
Ich find es immerwieder erstaunlich, wie Laien (und dazu zähl ich mich auch) immerwieder der Meinung sind, mit simplen Argumenten jahrelange Forschungsergebnisse widerlegen zu können.
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14.12.2009 19:02 Uhr von nobody4589
 
+5 | -0
 
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@ Alice_undergrounD: auch wenn die lichtgeschwindigkeit konstant ist wirkt das licht im vergleich zum bezugssystem langsamer, wenn die strecke länger wird. v[konstant]=s/t. steigt nun s, verändert sich nicht v sondern t, und auf diese messungenauigkeit wollte leeson wohl hinweisen
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14.12.2009 19:10 Uhr von Leeson
 
+3 | -0
 
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Ich will nicht widerlegen aber: wird durch die Gravitation nicht die Raumzeit gekrümmt?
Also auch die Strecke zwischen den Emittern und das Licht selbst?

Die Forscher werden da sicher viel viel mehr Ahnung haben als ich und ich vertraue auch darauf ;)

Wenn die Zeit nur halb so schnell vergehen würde als gestern, würden wir es nicht mitbekommen.
Aber wenn wir einen Film auf Slowmotion laufen lassen merken wir es.
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14.12.2009 19:33 Uhr von uhrknall
 
+2 | -0
 
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Licht wird auch durch Gravitation beeinflusst, glaube ich. In der Nähe von großen Massen müsste z.B. die Zeit langsamer laufen, dann wird auch das Licht "langsamer". Und Licht wird durch Massen abgelenkt.
Ich glaube, dass sich auch das Licht an das Bezugssystem "anpasst". Für uns ist die Lichtgeschwindigkeit eine Konstante, denn wir gehören zum Bezugssystem.

Ich denke auch, dass die Wissenschaftler wissen, wie sie messen können. Nur ich kann mir es nicht vorstellen.
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14.12.2009 23:04 Uhr von Alice_undergrounD
 
+1 | -0
 
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@ nobody4589: ja genau das meine ich ja:

da c=konstant ist, verändert sich bei c=s/t, wenn sich das s verändert, ja auch das t. und das könnte man ja messen und daraus rükschlüsse über die veränderung von s ziehen.
oder steh ich da grad voll aufm schlauch?
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15.12.2009 00:24 Uhr von ThomasHambrecht
 
+1 | -0
 
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Man muss das natürlich aus Entfernung messen wenn ich einen absoluten Zeitgeber habe, z.B. einen weit entfernten Pulsar, und ich messe bei diesem plötzlich eine Art Doppler-Effekt, sprich eine Abweichung in seiner Frequenz, wurde entweder das Zeitsystem beim Pulsar gestreckt - oder aber in unserem Sonnensystem. Dies wäre in jedem Fall eine Methode um Gravitationsmellen zu messen. Ich habe nur keine Ahnung ob sich diese wahrscheinlich feine Abweichung messen lässt. Entweder bekomme ich für die Idee den Nobelpreis oder die Astronomen lachen bis Ostern.
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15.12.2009 06:42 Uhr von Schlapponz
 
+0 | -5
 
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@alle dummköpfe ober mir: Laserinterferrometer - damit gehts

man messe Strecke A, normal dazu Strecke B und lasse die beiden Strahlen sich überlagern
wird jetzt durch eine Welle Strecke A verkürzt, so kommt die Überlagerung aus dem Takt -> erfolg !

für die Dummen -> Wikipedia
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15.12.2009 08:15 Uhr von Leeson
 
+2 | -0
 
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@ Schlapponz: Und wenn ein Gravitationswelle so groß ist das sie beide Messstrecken gleich beeinflußt werden hast du keine Veränderung.
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15.12.2009 08:30 Uhr von Schlapponz
 
+1 | -0
 
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@Leeson: eine Gravitationswelle beeinflusst nur in Richtung der Amplitude - das ist die Ausbreitungsrichtung

In jedem Fall wird eine der beiden Strecken stärker in der Längsausdehnung, die andere stärker in der Breite gestaucht.
Wenn die Welle im 45° Winkel auf die Versuchsanordnung trifft lässt sie sich nicht feststellen, das stimmt.

Wenn sie im 90° Winkel eintrifft wird die normal dazu stehende Strecke verkürzt, die andere nur "dünner" aber nicht kürzer

@Getschi
absolut richtig :)

[ nachträglich editiert von Schlapponz ]
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15.12.2009 09:22 Uhr von Leeson
 
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hmmm: okay ihr beiden ;)

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