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Psychiater erklärte hessische Finanzbeamte illegal für "verrückt"

Die Finanzverwaltung in Hessen hat in den vergangenen vier Jahren 22 Beamte zu einem mittlerweile abgeurteilten Psychiater geschickt, der bereits per Gutachten vier Steuerfahnder illegal für "verrückt" erklärt hatte.

Sie wurden allesamt bei Thomas H. vorstellig, der seine psychiatrische Praxis in Frankfurt hat. Dabei hielt er es für angebracht, 15 Finanzbeamte gleich komplett aus dem Verkehr zu ziehen. Lediglich in drei Fällen hielt er eine Nachuntersuchung für erforderlich.

Nachdem er per Berufsgericht abgeurteilt wurde, fragte die "Frankfurter Rundschau" an, ob alle 22 Fälle neu untersucht würden und ob nach den Auftraggebern des Psychiaters gefahndet würde. Antwort der Behörde: "Beschwerden von Beamten sind hier nicht bekannt geworden".


WebReporter: fuxxy
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Hessen, illegal, Gutachten, Psychiater, Finanzbeamte
Quelle: www.fr-online.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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13.12.2009 19:03 Uhr von U.R.Wankers
 
+14 | -4
 
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Bananenrepublik Deutschland: da machen Menschen gewissenhaft ihre Arbeit, und werden von einem Lobby-gesteuertenPsycho Doc in die Klappse abgeschoben. So stellt man Menschen still.

[ nachträglich editiert von U.R.Wankers ]
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13.12.2009 19:33 Uhr von Borgir
 
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psychiater: gehören zu den berufsgruppen, die in deutschland verboten gehören. diagnosen auf irgendwelchen theorien basierend aufzustellen ist doch hochgradig unseriös und vor allem gefährlich. da versuchen sogenannte ärzte an der psyche rumzudoktorn ohne davon auch nur die geringste ahnung zu haben.
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13.12.2009 19:52 Uhr von Delios
 
+18 | -0
 
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@Autor: Da steckt sehr viel mehr dahinter.
Es gab schon einige Nachrichten zu dem Thema hier und wenn du bei Youtube mal nach "Steuerfahnder" und "Frankfurt" suchst wirst du auch fündig.

Es geht einfach um ein paar Steuerfahnder die sehr erfolgreich in ihrer Tätigkeit waren. Das ging sogar soweit, dass bestimmte Persönlichkeiten die Aufmerksamkeit der Fahnder auf sich gezogen haben. Und dann kam eben die Geschichte mit den fingierten psychologischen Gutachten. Einige Fahnder sind jetzt Rentner, andere in anderen Abteilungen und einige sind jetzt Streifenpolizisten...

Man muss also nicht umbedingt nach Griechenland oder Russland schauen wenn man Korruption sucht... die haben wir hier auch -.-
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13.12.2009 20:28 Uhr von califahrer
 
+8 | -0
 
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@Delios: Völlig korrekt! Es handelt sich bei diesen augflogenen Leuten um Banker!!!!
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14.12.2009 00:36 Uhr von CHR.BEST
 
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Alleine daß sowas in unserem Land versucht wurde, zeigt, wie korrupt unsere Regierung ist.

Um die RAF wird in den Medien stets ein großes Gewese gemacht, obwohl diese Fälle schon ewig und drei Tage her sind, aber was ist mit dem alltäglichen Wahnsinn/Betrug?
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14.12.2009 01:41 Uhr von Sparker
 
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Borgir: aha. Ein Scientologe.
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14.12.2009 10:38 Uhr von Jensmann
 
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14.12.2009 11:18 Uhr von U.R.Wankers
 
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inszenierte Schmierenkomödie: Im Skandal um die Zerschlagung einer als zu bankenfeindlich geltenden Frankfurter Steuerfahndergruppe weisen viele Spuren zur hessischen Landesregierung. Im Stern ist eine ungewöhnlich gut recherchierte Geschichte über die Steuerfahnder vom Finanzamt Frankfurt V zu lesen. Im Sommer 2001 erregten sie Aufsehen, als sie Banken, welche in Auslandshinterziehungfällen die Namen von Kunden nicht nennen "konnten", dazu zwangen, für diese Steuern nachzuzahlen. Wenig später erließ der Behördenleiters Jürgen Schneider-Ludorff eine Amtsverfügung, nach der in Zukunft nur noch dann ermittelt werden sollte, wenn "nach dem vorhandenen Belegmaterial ein Transfervolumen von DM 500.000 oder ein Einzeltransfer von DM 300.000 vorliegt".

Mittlerweile prüft die Landesärztekammer Hessen mögliche berufsrechtliche Konsequenzen für den Psychologen Thomas Holzmann.

Das Land Hessen zeigt wenig Einsicht:
"Da es sich bei der psychischen Erkrankung um eine chronische und verfestigte Entwicklung ohne Krankheitseinsicht handelt, ist seine Rückkehr an seine Arbeitsstätte nicht denkbar und Herr ... als dienst- und auch als teildienstunfähig anzusehen. […] An diesen Gegebenheiten wird sich aller Voraussicht nach auch nichts mehr ändern lassen, so dass eine Nachuntersuchung nicht als indiziert angesehen werden kann."

Anfang 2004 wurde die Steuerfahndung Frankfurt V schließlich ganz aufgelöst. Mehrere der renitenten Steuerfahnder landeten bei der als Abstellgleis empfundenen "Servicestelle Recht", wo sie unter anderem Kirchensteuerfälle bearbeiten mussten, bei denen es um 70 Euro ging. Eine Allokation von Ressourcen, die so gar nicht zu den Ermittlungsverboten für Transfers unter 300.000 Euro passen wollte, die den Fall eigentlich auslösten.

Nachdem der Fall in die Medien gelangte, gab es einen Untersuchungsausschuss im hessischen Landtag, bei dem sich der als "Kronzeuge" der betroffenen Beamten gedachte Steuerfahnder Schad plötzlich an nichts mehr erinnern konnte. Darauf hin wurde er aus der ungeliebten "Servicestelle Recht" versetzt und durfte, so der Stern, "sein Hobby zum Beruf machen" und im hessischen Innenministerium Referent für Leistungssport werden.
Welch ein Zufall.

Man will es sich in der Landesregierung nicht mit den Banken "verderben" und womöglich den "Finanzplatz Frankfurt" gefährden. Außerdem gibt es gerade in der Partei von Roland Koch exzellente Verbindungen zu Geldanlagen in Steuerparadiesen, mit denen sich die nun kaltgestellten Fahnder vorwiegend beschäftigten.

Fazit: der Fisch stinkt vom Kopfe (Koch) her...

[ nachträglich editiert von U.R.Wankers ]
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15.12.2009 10:06 Uhr von esopherah
 
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das ist bekannt: der stern hat schon vor monaten berichtet, wie die fahnder die herrn zumwinkel überführen sollten einfach für "verrückt" erklärt wurden.
Wir alle wissen, dass schwein zumwinkel ist heute frei, und es wird sich nie mehr ein beamter wagen jemanden aus der deutschen elite zu verfolgen.
Einen wirklichen aufschrei hat es bis heute nicht gegeben und alle verantwortlichen minister sind noch auf ihren posten...

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