Deix-Karikaturen über Kruzifixe erregten Erzdiözese Wien
Über zwei in den Medien veröffentlichten Kruzifix-Karikaturen des Künstlers Manfred Deix gibt es derzeit juristischen Ärger. Diakone der Erzdiözese Wien hatten die Staatsanwaltschaft um Klärung des Sachverhalts aufgefordert, da sie darin NS-Symbole und Herabwürdigungsverstöße religiöser Lehren sehen.
Eines der gezeigten Kruzifixe zeigt mehrere Symbole anderer Religionen und totalitären Regimen. So wird auf dem Christuskreuz auch das Hakenkreuz, der Halbmond, ein Buddha und Hammer und Sichel abgebildet. Deix nennt es einen "Entwurf für ein multikulturelles Kompromisskreuz".
Die Diakone sind der Ansicht, dass diese vereinte Betrachtung auf dem Kreuz die verbrecherischen Ideologien in der NS-Zeit mit den Weltreligionen "auf eine Stufe gestellt" würden. Damit wären die Untaten damaliger Diktaturen "quasi rehabilitiert, neu anerkannt bzw. verharmlost".