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England: Meinung von Taxifahrer reichte Tony Blair womöglich als Info für Irak-Einmarsch

Taxifahrer sind bekannt dafür, dass sie viel erfahren, viel reden und viele Meinungen haben. Ausgerechnet das Gerede eines Taxifahrers nahmen aber der britische Geheimdienst MI6 und der frühere Premierminister Tony Blair als ernstzunehmenden Hinweis für Massenvernichtungswaffen im Irak auf.

Die Behauptung, dass der Irak diese Massenvernichtungswaffen jederzeit einsetzen könne, war auch letztendlich die Legitimation für den Beginn des Einmarsches. Die Meinung des Taxifahrers war in dem so genannten "dodgy dossier" von 2002 dokumentiert, aber die Identität des "Informanten" unbekannt.

Nun wurde diese brisante Information von dem Ex-Offizier Adam Holloway enthüllt, der sich in den Sicherheitszirkeln sehr gut auskennt. Er sagte dem MI6 bereits damals, dass diese Quelle nicht zuverlässig sei und dies wurde auch in einer Fußnote des Berichtes vermerkt. Diese wurde jedoch "ignoriert".


WebReporter: mozzer
Rubrik:   Politik
Schlagworte: England, Irak, Info, Meinung, Taxifahrer, Tony Blair, Einmarsch
Quelle: www.sueddeutsche.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.12.2009 17:30 Uhr von mozzer
 
+20 | -4
 
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Eine Fußnote der Geschichte, die Schlagzeilen gemacht hat... Wenn das tatsächlich stimmen sollte, ist das einfach wieder mal unglaublich.
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08.12.2009 17:53 Uhr von sub__zero
 
+17 | -6
 
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ich kenn sogar den Namen des Taxifahrers: Jerry Fletcher...mit dieser Vision lag aber völlig daneben.
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08.12.2009 17:54 Uhr von sub__zero
 
+4 | -6
 
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Jerry Flechter: gibt es also wirklich...unglaublich...
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08.12.2009 18:00 Uhr von ThomasHambrecht
 
+15 | -3
 
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Und woher weiss das die Süddeutsche jetzt ? von einem Taxifahrer !
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08.12.2009 18:13 Uhr von typek
 
+3 | -3
 
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haha: ich wusste gar nicht, dass Jerry Fletcher nach UK gezogen ist ;)
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08.12.2009 19:10 Uhr von 8RAINBUG
 
+2 | -0
 
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der cia: hatte damals und heute nur solche zuferlessigen informanten var allem wenns um solche kleinigkeiten wie kriege oder so geht ...hauptsache einmarschieren
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08.12.2009 19:24 Uhr von mustermann07
 
+8 | -1
 
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Jaja: und der Taxifahrer hieß Georg Bush..
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08.12.2009 20:58 Uhr von Katzee
 
+6 | -0
 
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Es ging im Irakkrieg nie: um Massenvernichtungswaffen. Vielmehr ging es den Initiatoren dieses Krieges um die Sicherheit Israels und die Ölvorkommen im Irak. Paul Wolfowitz, der bereits Bush sr. und Bill Clinton zur Vernichtung des Saddam-Regime anstiften wollte, hat erst mit Bush jr. und der us-amerikanischen Öllobby Helfershelfer gefunden, um seine fatalen Pläne in die Tat umzusetzen. Was aus Wolfowitz´ Größenwahn geworden ist, sehen wir jeden Tag in den Nachrichten: Der Irak ist ein Tummelplatz für Bürgerkrieger und Terroristen, was er nicht was, als Saddam noch unter der Kontrolle der UN stand.
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08.12.2009 23:28 Uhr von phal0r
 
+1 | -1
 
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Wollt ihr mich: verarschen? Das ist ja wohl ein schlechter Scherz.
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09.12.2009 07:11 Uhr von maretz
 
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hmm: so wirklich überraschen würde es mich nicht... In Zeiten in denen das Wort "ich überprüfe das mal" mit "ich geb das in google ein - und wenn ein Treffer sagt das stimmt dann ist die Aussage richtig" gleichzusetzen ist da wäre der Taxifahrer ja fast noch ne zuverlässige Quelle...
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09.12.2009 07:29 Uhr von uhrknall
 
+2 | -0
 
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Immer sind die Anderen schuld: in diesem Fall ein Taxifahrer. Am nächsten Krieg wird vielleicht ein Klempner oder eine Waschfrau mit ihren "brisanten Informationen" schuld sein.
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09.12.2009 19:10 Uhr von Azrael_666
 
+0 | -0
 
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Deppen und was ist der Unterschied zwischen Blair und Bush? Bush fährt nicht Taxi....
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09.12.2009 20:30 Uhr von ArrowTiger
 
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Halte ich für Quatsch! Das ist doch eher eine Nebelgranate, um von der Tatsache abzulenken, daß die neoliberale (korporatistische) Ideologie sich nur im (oft selbst angezettelten) Chaos installieren lässt, weil das Volk sonst generell dagegen angehen würde. Da werden dann gerne auch Massenvernichtungswaffen erfunden...

Die Liste ist lang: Chile, Argentinien, überhaupt Südamerika, Libyen, Polen, Russland, etc. Und nahezu immer mit brutaler Gewalt gegen das Volk. (Kein Wunder wurden politische Massenmorde aus der Genozid-Definition der Vereinten Nationen wieder entfernt - m.W. sogar auf Wunsch von Pinochet, und mit Unterstützung vieler hochrangiger Politiker, übrigens) Das Ergebnis war immer eine Steigerung der Massenverarmung, Hunger und Tod.

Wer den Horror, den die Chicago-Boys des inzwischen Gott sei Dank verstorbenen Milton Friedmann bisher verbreitet haben, nicht scheut, lese "Die Schock-Strategie" von Naomi Klein. Aber Achtung: es kann einem dabei durchaus schlecht werden...

Back to feudalism? Nein, danke!

[ nachträglich editiert von ArrowTiger ]
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09.12.2009 23:09 Uhr von mysteryM
 
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scheiss auf Meinung: den ging es nur ums Öl. !!!

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